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Intuition

Die Intuition ist ein göttliches Geschenk, der denkende Verstand ein treuer Diener.
Es ist paradox, dass wir den Diener verehren und die göttliche Gabe entweihen.
(Albert Einstein)

Mich beschäftigt seit geraumer Zeit immer stärker das Thema der Intuition. Auf Wikipedia lässt sich dazu lesen:

Die Intuition (v. lat.: intueri = (deponens) betrachten, erwägen, eigentlich: angeschaut werden, daher auch passiver Sinn von Eingebung, ahnendes Erfassen) ist die Fähigkeit, Einsichten in Sachverhalte, Sichtweisen, Gesetzmäßigkeiten oder die subjektive Stimmigkeit von Entscheidungen zu erlangen, ohne diskursiven Gebrauch des Verstandes, also etwa ohne bewusste Schlussfolgerungen. … Intuition ist ein Teil kreativer Entwicklungen. Der die Entwicklung begleitende Intellekt [Anmerkung: Ratio?] führt nur noch aus oder prüft bewusst die Ergebnisse, die aus dem Unbewussten kommen. Kritisch ist hierbei zu sehen, dass bei positiver Wirkung einer (zunächst nicht begründbaren) Entscheidung gerne von Intuition gesprochen wird, während man im Falle des Scheiterns schlicht „einen Fehler gemacht“ hat, wobei es gerade keinen Mechanismus gibt zu prüfen, welche mentalen Vorgänge zur jeweiligen Entscheidung führten.

Auf dem Blog der Initiative WirtschaftsDemokratie hatte ich noch einen interessanten Vortrag von Prof. Gigerenzer zur aktuellen Situation der Nutzung der Intuition in Unternehmen zusammengefasst: Wie trifft man gute Entscheidungen? Ratio versus Intuition …. Einen ersten wichtigen Impuls gab mir das Buch, das mir Andreas Zeuch zur Rezension gab: Feel it!: So viel Intuition verträgt Ihr Unternehmen.

Wenn wir wissen, dass unser rationelle Denker erst lange nach der Geburt trainiert (er braucht die Sprache) und damit Weiterlesen …

Kategorien:Bildung, Gesellschaft Schlagwörter: , ,

Ist ein Intelligenzwesen logischerweise ein Sozialwesen? Oder hat es der Dumme damit leichter?

November 30, 2012 29 Kommentare

Ich definiere für mich “Intelligenz” als die Fähigkeit zur Erkenntnis und “Intellekt” als das unbedingte Wollen zur Erkenntnis.

Intellektuell ist für mich jeder, der wirklich “wissen” will, was sich hinter den Dingen verbirgt und auch nicht danach fragt, ob ihm die Erkenntnis schmeckt oder nicht.

Intelligenz besitzt prinzipiell jeder insoweit, als er in der Lage ist, Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen – aber das bedeutet eben noch lange nicht, dass er es wissen will, sich mit dem gewonnenen Wissen abfindet (es als Faktum akzeptiert) und für sich/andere die richtigen Schlüsse daraus zieht UND diese folgerichtig umzusetzen bereit ist.

Ein echter Intellektueller würde die gewonnene Erkenntnis unabhängig von seiner subjektiven Betroffenheit als gegeben ansehen und dies respektieren, indem er danach konsequent sich ausrichtet und handelt.

Beides hat weder etwas mit dem Grad der akademischen (Un)Bildung noch mit Herkunftsabhängigkeit zu tun.

Es gibt den professoralen Ostküsten-Oberdepp genauso wie den genialen Überlebenskünstler im australischen Outback.

Insgesamt finde ich diesen bewussten Anteil des Wissensumgangs für hoffnungslos überschätzt.
Angesichts der Tatsache, dass wir nie mehr “wussten” als heute, aber gleichzeitig auch nie mehr Misere auf ALLEN Gebieten hatten als Weiterlesen …

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