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Posts Tagged ‘Hierarchie’

Führt uns die Technik der Blockchain von der verschwenderischen Konkurrenz zur effektiveren Kooperation?

Dezember 29, 2016 12 Kommentare

Ich habe mir gestern einen wunderbaren Vortrag von Primavera De Filippi angeschaut und anschließend recherchiert, ob schon Jemand über die hier vorgestellten Ideen geschrieben hat, und bin fündig geworden. Wie schon mehrfach auf dem Blog dokumentiert, bin ich davon überzeugt, dass Kooperation ein viel zuträglicheres Mittel für eine nachhaltige Gemeinschaft ist als die Konkurrenz, die von Kapitalisten zu ihrem eigenen Nutzen wie eine heilige Monstranz vor sich hergetragen wird. Der folgende Artikel von Julian Feder unterstreicht meine Ansicht und führt gleichzeitig eine für mich neue Technologie ins Feld, die Blockchain, die die Transformation unserer Organisationen in die nächste Entwicklungsstufe unterstützen könnte (Übersetzung stammt von mir):  

Von der Konkurrenz zur Kooperation Quelle

Ameisen, Vogelschwärme und Fischschulen haben mindestens eine faszinierende Profession gemeinsam: sie haben alle die unheimlich beeindruckende Fähigkeit, in hoch-komplexen Systemen wirklich erstaunlich kollektive Leistungen zu organisieren.

Ohne die Koordination durch eine beliebige zentrale Verwaltung managen diese einfachen Kreaturen die außergewöhnlichsten Leistungen. Termiten-Kolonien zum Beispiel sind mit einer absolut atemberaubenden Architektur von Lüftungsschächten, Baumschulenn, Autobahnen und was man sich sonst noch vorstellen kann, ausgestattet – ordentlich organisiert von etwas, das wie ein gut durchdachter Master-Plan wirkt. Diese Eigentümlichkeit dieser Völkergemeinschaften ist so beeindruckend, dass man hier eine kollektive, geistige Intelligenz walten sehen könnte.

termiten

Jenseits unserer Vorstellungskraft: metaphorische Termitenhügel.

Möglicherweise können wir nicht entscheiden, ob dieses scheinbar intelligente Verhalten eine „echte“ Intelligenz ist oder nur eine anhaltende Illusion, eine Simulation von Kognition sozusagen. Was wir aber wissen ist, dass es eine emergente Eigenschaft von sehr einfachen Regeln ist, dass jeder Einzelne im Kollektiv instinktiv folgt, ohne sich des größeren Schemas der Dinge bewusst zu sein.

Die einzelnen Ameisen, so stellt sich heraus, hinterlassen Spuren in ihrer Umgebung, die das Verhalten ihrer umliegenden Genossen beeinflusst, so dass diese selbst wieder Blinker für ihren Mit-Insekten aussetzen und so weiter. Im Laufe der Zeit entsteht aus der massiven Aggregation einzelner aufeinander aufbauender Signale das, was wir als scheinbar intelligentes Verhalten wahrnehmen, das in seiner Komplexität die summierten Fähigkeiten der singulären Insekten überschattet.

Dieses Prinzip der Synergie – das Ganze ist größer als die Summe seiner Teile – ist für uns kein fremdes Konzept. Seit Tausenden von Jahren sind wir dabei, Weiterlesen …

„Auf dem Weg in die herrschaftsfreie Gemeinschaft werden noch eine Menge neuer Sozialtechniken erfunden werden müssen …“

Jörg Bergstedt, der mit seinen kreativen Aktionsformen u.a.  für ein gentechnikfreies Deutschland gesorgt hat, spricht anlässlich eines Trainings über diese Methoden mit Achim Seger in der „Speakers Corner“. Dabei geht er auch auf seine Visionen einer herrschaftsfreien Welt ein, einer Welt freier Menschen in freien Vereinbarungen, in Emanzipation und Hierarchiefreiheit. Jörg wird in der linken Szene nicht wirklich geliebt, da er ihren Vertretern sehr deutlich macht, dass sie mit ihrem Kuschelkurs nicht genügend Bewegung in das Wollen einer bessern Welt bringen. Er zeigt aber auch auf, dass die Protestplattformen wie Attac und Campact eher das IST mit helfen zu zementieren als etwas für das „gemeine“ Volk zu erreichen. Aber macht Euch wieder selbst ein Bild von seinen Visionen (OK, den Moderator blende man besser weg, und überspringe vielleicht auch den Anfang …):

Weitere Leseempfehlung: Mit hoher Wahrscheinlichkeit bist auch Du ein Anarchist …

Zum Vidoe ist auf youtube  wie folgt zu lesen: Weiterlesen …

Das NWO-Schalenmodell: Methoden der Macht

September 28, 2014 70 Kommentare
Markus Merlin

Markus Merlin

Markus Merlin hat mir im Rahmen meiner Suche nach den wahren Weltenlenker erlaubt, sein alternatives Schalenmodell, das die Methoden zur Beherrschung der Völker dieser Welt beschreibt, hier zur Diskussions zur stellen, mit einem für einen Dortmunder nicht uninteressanten Gesellschaftsmodell als Alternative zu der heutigen:

Wie schafft man es, ein ganzes Volk, eine ganze Nation durch eine handvoll halbintelligente Egowahnsinnige unter Kontrolle zu bringen?

Die ganze NWO-Geschichte ist ein raffiniert eingefädeltes Schalenmodell, das schon vor vielen Jahrhunderten eingeführt wurde um Alleinherrschaft so zu etablieren, daß es kaum jemand bemerkt…. Teile und herrsche, Brot und Spiele, das sind die Grundlagen. Das ist auch schon sehr perfekt ausgeführt. Dörfliche Gemeinschaften sind schon praktisch aufgelöst, Gemeinschaften in irgendwelchen Firmen gibt es praktisch auch schon nicht mehr und selbst vorgeblich alternative Gemeinschaften tun sich sehr schwer. Neuerdings wird auch noch die letzte existierende Form von Gemeinschaft zerstört, das ist die Familie.

So erhält man ziemlich verstörte, vereinzelte Individuen, die sich höchstens noch zum „Beutemachen“ zusammenschließen. Und dafür eignet sich die hierarchische Organisation am besten……..

Schale 1. Die Hierarchie

Es braucht eine strikt hierarchische Struktur, um mit wenigen ausgesuchten Individuen das Gesamtsystem kontrollieren zu können. Das zeigt sich z.B. im tatsächlich illegalen „Fraktionszwang“, aber auch in allen gesellschaftlich relevanten Organisationen, egal ob NGO oder Verein, Partei oder Firma. Obendrein wird das auch noch als einzige funktionierende Möglichkeit „verkauft“.

Nun wird es aber noch ein paar vollintelligente Leute geben, die aufgrund ihrer Intelligenz das System halbwegs Weiterlesen …

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Aufruf zur Rebellion – oder: wo bleibt die Demokratie?

Hans A. Pestalozzi (unbekannter Bildautor)

Den folgenden Text schrieb der Schweizer Hans A. Pestalozzi nach seinem Ausstieg als Managementberater, und es liest sich wie eine Zusammenfassung unserer Diskussionen hier auf dem Blog, bis auf die direkte Aufforderung zur aktiven Tat:

Sie behaupten, sie wollten den Frieden – und bereiten den Krieg vor.
Sie behaupten, sie müßten den Krieg vorbereiten, um den Frieden zu schützen, und verschweigen, daß diese Formel noch immer zu Krieg geführt hat.
Sie behaupten, sie wollten unsere Souveränität schützen, und machen uns vom Ausland abhängig.
Sie behaupten, sie wollten das Volk schützen, und provozieren seine Vernichtung.
Sie behaupten, vor dem Regime in Moskau auf der Hut sein zu müssen, und liefern uns dem Regime in Washington aus.
Sie behaupten heute, gegen die kommunistische Weltrevolution kämpfen zu müssen, und behaupten morgen, das Sowjetsystem sei am Ende.
Sie behaupten, mit dem Bundesgrenzschutz die Grenzen der Republik verteidigen zu müssen, und setzen ihn gegen die eigenen Bürger ein.
Sie behaupten, uns vor totalitären Staaten schützen zu müssen, und arbeiten mit faschistischen Regimes zusammen.
Sie werfen uns »Zerstörung des politischen Friedens« vor, und meinen Polizeieinsatz gegen Andersdenkende.
Sie predigen Dialog, und drohen mit dem Rücktritt.
Sie geben sich demokratisch, und verbieten die Teilnahme an Demonstrationen.
Sie loben den Schutz der Minderheiten, und berufen sich auf eine angebliche schweigende Mehrheit.
Sie pochen auf die Ganzheit der Demokratie, und schließen die Randgruppen aus.
Sie werfen uns vor, kritiklos irgendwelchen Drahtziehern zu folgen, und knieten zwölf Jahre vor dem »Führer«.
Sie nennen uns Chaoten, Kriminelle, Asoziale, und machen aus der Polizei brutale Schlägerbanden.
Sie geben vor, den Rechtsstaat schützen zu müssen, und verhaften unsere Nachkommen gleich massenhaft.
Sie berufen sich auf internationale Abmachungen, und knallen uns mit chemischen Waffen nieder, die im Kriegsfall verboten sind.

Sie warnen uns vor der Militarisierung der Jugend im Osten, und führen bei uns den Weiterlesen …

Der ungeschriebene Gesellschaftsvertrag und seine Auflösung …

Ich beschließe mit sofortiger Wirkung und übernehme für mein Denken, Handeln, Fühlen und Wahrnehmen die volle Verantwortung, für meine eigene Situation, wie auch für die Situation, in der sich die Gesellschaft befindet, wissend, dass ich durch mein Tun zum früheren Zeitpunkt auch unwissend mitgewirkt habe, sei es auch durch Unterlassung. Es gibt keine anderen, die Schuld an meiner Situation sind. Nachfolgend stelle ich alle Beschuldigungen, die nur zu Widerständen führen, ein.

Ich hatte mal wieder ein längeres Gespräch mit Alexander Berg, den ich im Kontext einer interessanten Managementmethode kennenlernte (siehe Ganzheitliches Denken führt zu besser wirkenden (Geschäfts-)Prozessen – das SCHUBÄUS MODELL, (Wolfgang wird sicher wieder die Augen verdrehen 😉 ) ) darüber, wie Wirklich unsere Wirklichkeit ist, besonders was unseren „Staat“ angeht, aber auch, was das geistige Konstruieren als auch Spiritualität angeht. Gerade zum letzten Punkte sagte er, dass, nach dem er den obigen Satz aussprach, er sich auf eine interessante Reise gemacht hat. Einen Weg in die eigene Freiheit, denn, so meint er:

Der Mensch macht sich durch Verschiebung der Verantwortung selbst zum Sklaven und schafft sich so seine Herren, die ihm sagen, was er zu tun hat.

Aus diesem  „Vertrag“ entstehen durch Verschiebung der Weiterlesen …

Warum eine Bedürfnisorientierte Unternehmenskultur smart ist

Januar 18, 2013 1 Kommentar

Wenn ich hier von „Bedürfnisorientierter Unternehmenskultur“ spreche, ist damit nicht nur gemeint, dass im Unternehmen sehr offen und direkt über menschliche Bedürfnisse gesprochen werden kann. – Allein das wäre schon viel, denn genau das ist in vielen Unternehmen derzeit noch nicht möglich.

Eine „Bedürfnisorientierte Unternehmenskultur“ geht darüber sogar noch hinaus und bedeutet, dass sich ein Großteil der internen Kommunikation im Unternehmen um menschliche Bedürfnisse dreht. Nicht nur Bedürfnisse der Kunden. Sondern in erster Linie Bedürfnisse der Mitunternehmer, und – nachgelagert – auch der Kunden, der Investoren, der Zulieferer und anderer Stakeholder. „Bedürfnisorientierte Unternehmenskultur“ bedeutet, dass mit dem direkten Blick auf die Bedürfnisse beteiligter Menschen Business gemacht wird. Und sich dieser Blick nie lange von Bedürfnissen abwendet. Es bedeutet auch, dass die Beteiligten davon überzeugt sind, dass Mehr und Anderes nicht nötig ist, um gemeinsam dauerhaft erfolgreich Business zu machen.Bedürfnisse im unternehmerischen Kontext verdrängen: Ein nachvollziehbarer Wunsches gibt einen weit verbreiteten Irrtum über menschliche Bedürfnisse, der eine solche Bedürfnisorientierung in Unternehmen blockiert. Diesen Irrtum gibt es in vielen Versionen und Varianten, auf den Punkt gebracht lautet er aber wie folgt: „Menschliche Bedürfnisse sind unersättlich.“Dieser Irrtum enthält einen wahren Kern, auf den ich …

Warum eine Bedürfnisorientierte Unternehmenskultur smart ist.

Diversity Management schafft Einfalt statt Vielfalt

Dezember 16, 2012 7 Kommentare

Heute Morgen wurde in der Google+ Community Initiative WirtschaftsDemokratie, wo ich Mitbegründer und aktiver Unterstützer bin (Danke noch einmal für die Einladung Martin), ein sehr interessantes Thema zur Diskussion gestellt. Es geht um eine Studie des Frauenhofer Instituts zum Diversity Management in Unternehmen. Zu diesem Thema habe ich vor geraumer Zeit meine Gedanken und Ideen strukturiert. Das Ergebnis möchte ich gerne mit Ihnen teilen.

Ich habe viele Diskussionen, Vorträge und Schulungsveranstaltungen zum Thema Diversity erlebt. Diversity bedeutet auf Deutsch Vielfalt. Unternehmenslenker möchten in ihren Unternehmen die soziale Vielfalt der Menschen konstruktiv nutzen. Aus diesem Grund heraus wurde auch eine Managementdisziplin namens Diversity Management aufgesetzt, die wohl inzwischen in jedem Unternehmen, was etwas auf sich hält, etabliert ist. Zur Definition von Diversity Management verweise ich gerne auf Wikipedia.

Diversity Management (auch Managing Diversity) bzw. Vielfaltsmanagement wird meist im Sinne von “soziale Vielfalt konstruktiv nutzen” verwendet. Diversity Management toleriert nicht nur die individuelle Verschiedenheit (engl.: diversity) der Mitarbeiter, sondern hebt diese im Sinne einer positiven Wertschätzung besonders hervor und versucht sie für den Unternehmenserfolg nutzbar zu machen. Die Ziele von Diversity Management sind es, eine produktive Gesamtatmosphäre im Unternehmen zu erreichen, soziale Diskriminierungen von Minderheiten zu verhindern und die Chancengleichheit zu verbessern. Dabei steht aber nicht die Minderheit selbst im Fokus, sondern die Gesamtheit der Mitarbeiter in ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten. Bei den Unterschieden handelt es sich zum einen um die äußerlich wahrnehmbaren Unterschiede, von denen die wichtigsten Geschlecht, Ethnie, Alter und Behinderung sind, zum anderen um subjektive Unterschiede wie die sexuelle Orientierung, Religion und Lebensstil.

Ich möchte Ihnen heute mit diesem Post eine differenzierte Sicht zum Diversity Management anreichen. Diversity Management, wie es derzeit in Unternehmen aufgesetzt ist, schafft nämlich Einfalt statt Vielfalt. Die Ziele, die in obiger Definition dargelegt sind, sind aus meiner Sicht total sinnvoll und erstrebenswert. Die Aktionen, die allerdings aufgesetzt werden, sind diesen Zielen nicht zuträglich, ganz im Gegenteil. Das möchte ich Ihnen am Beispiel der Unterscheidung Mann und Frau darlegen. In allgemeinerer Form habe ich diese Thematik in meinem Post Gleichberechtigung ist die Erfindung eines Machthabers gespiegelt.

Es gibt Forschungsrichtungen, die sich mit dem unterschiedlichen Kommunikationsverhalten von Männern und Frauen beschäftigen. Die amerikanische Soziolinguistin Deborah Tannen hat beispielsweise ein Modell aufgestellt, welches das unterschiedliche Kommunikationsverhalten von Männern und Frauen reflektieren soll und eine Unterscheidung in hierarchisch, was den Männern, und kooperativ, was den Frauen zugeschrieben wird, eingeführt. Einige tiefergehende Informationen kann man hier finden.

Kommunikation ist natürlich in unserer Gesellschaft unumgänglich. Sprache ist ein Vergesellschaftungsfaktor. Wir erkennen aber auch immer wieder dass Missverständnisse in der Kommunikation zu Problemen im Umgang miteinander führen. Der Mensch ist aber aus meiner Sicht zu komplex, als dass man einfach eine Unterscheidung in männlich und weiblich durchführen sollte, dann den Männern eine hierarchische Kommunikationsform, den Frauen eine kooperative Kommunikationsform, wie Tannen es macht, zuschreibt und dann damit Kommunikationsprobleme zu lösen versucht. Tut man dies kann man sich auch den Zusatz, dass diese Zuordnung nicht auf alle Männer und Frauen zutrifft, sparen.

Denn genau dieses Verharren auf dieses einfache Modell der Kommunikationsunterschiede erzeugt eine Hürde für die Frauen auf ihrem Karriereweg, welche man im Rahmen des Diversity Managements ja eigentlich einreißen möchte. Fatal ist aber, dass diese Hürde sogar noch erhöht wird. Denn der Glaube an dieses Modell zieht eine selbsterfüllende Prophezeiung nach sich. Es bildet sich eine Norm heraus, die die Kommunikations- und damit die Führungsform von Männern und Frauen klar aufzeigt. Verhalten sich Frauen oder Männer in Führungspositionen nicht nach dieser Norm, laufen sie Gefahr ausgegrenzt zu werden. Frauen, die sehr hierarchisch kommunizieren und damit führen, werden häufig als Mannsweiber dargestellt, Männer, die sich dem Modell “widersetzen” als Weicheier. Also verhalten sich die Menschen in der Regel entsprechend. Und genau dieses Verhalten wird dann logischerweise in Untersuchungen auch “gemessen”. Wir befinden uns hier also in einem selbstverstärkenden Kreislauf. Das Normative verstärkt das Deskriptive und das Deskriptive verstärkt wieder das Normative. Oft wird mir entgegnet, wenn ich diese einfachen Klassifizierungen kritisiere, dass man wenigstens für diese Unterschiede sensibel sein muss, damit diese auch erkannt werden können. Genau das ist nicht mein Verständnis. Denn diese Sensibilität erhöht auch die Wahrnehmungsfähigkeit in Richtung dieses Modells, was den selbstverstärkenden Effekt eben erhöht.

Menschen, die in diesem Forschungsrichtungen tätig sind, bestätigen die Bedeutung ihrer Forschungsrichtung immer wieder aufs Neue. Schön für Sie. Schlecht für die Frauen, die Karriere machen möchten. Denn Unternehmen sind nun einmal in der Regel hierarchisch aufgebaut. Da ist es also auch nicht verwunderlich, dass in Unternehmen den Menschen mit einem hierarchischen Kommunikations- und Führungsstil eher die Rolle einer Führungskraft zugeschrieben wird. Das sind aber nun mal die Männer. Das Modell sagt es ja aus und wir glauben ja alle an das Modell, weil die Forschung dieses ja immer wieder aufs Neue bestätigt. Auch in den Assessment Centern, wo die Fähigkeit der Menschen auf Führungsqualität untersucht werden soll, wird auf diese Form der Führung Wert gelegt. Es wird also nach Gleichförmigkeit gesucht, da viele Assessoren, die hierarchisch kommunizieren und führen, sich selber aussuchen. Würden sie nicht nach Qualitäten suchen und auswählen, die sie sich selber zuschreiben, würden sie sich ja als Führungskraft negieren. Ein Hoch auf die Vielfalt.

Ich denke es ist sinnvoller nicht nach diesen einfachen Modellen zu denken und zu handeln. Grundsätzlich gibt es sicherlich verschiedene Kommunikationsformen (oder besser Kommunikationseigenschaften oder -merkmale), wahrscheinlich sogar noch viel mehr als nur die beiden, hierarchisch und kooperativ. Es gibt viele Menschen und viele Eigenschaften, die man Kommunikation zuschreiben kann. Je nach Situation und auch Gefühlslage kommunizieren die Menschen. Ich lasse mich beispielsweise nicht in eine der beiden beschriebenen Kommunikationsformen einordnen. Aber genau das lässt das Aufstellen eines Rezeptes für Kommunikation unmöglich werden. Ja genau und das ist auch richtig so. Es gibt nämlich kein Rezept.

Möchte man seine Fähigkeiten und Fertigkeiten bzgl. Umgang und Kommunikation mit Menschen verbessern, was ohne Zweifel für eine gute Führungskraft unumgänglich ist, sollte man aus meiner Sicht erst einmal beginnen jeden Menschen als einzigartig wahrzunehmen. Dann sollte man sich in zweiter Instanz tiefgehend mit Kommunikation auseinander setzen. Ich empfehle dafür die beiden Bücher Form und Formen der Kommunikation von Dirk Baecker und Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien von Paul Watzlawick. Der dargereichte Inhalt in diesen Büchern ist natürlich kognitiv viel schwieriger zu verarbeiten als das Modell von Tannen beispielsweise. Aber das passt ja. Der Mensch an sich ist ja auch nicht einfach.

Möchte man also Vielfalt in Unternehmen, sollte man dieses Thema nicht zum Thema machen.

Über Conny Dethloff
Conny privat 2Diplom-Mathematiker und in der Wirtschaft tätig seit 1999. Berater und Manager mit Fokussierung auf die Themenbereiche Information Management und Change Management. Autor der beiden Bücher The Race – Change Management mit dem ChangeModeler und Von einem der auszog die Wirtschaft zu verstehen: Auszüge aus dem Logbuch der Reise sowie seines Logbuchs der Reise des Verstehens.

Das Demokratievakuum – ein Plädoyer für demokratische EntscheidungsKulturen in Unternehmen.

November 14, 2012 28 Kommentare

Das höchste Gut

Was ist in unserer „westlichen“ Gesellschaft das höchste Gut? Es ist das Fundament zu so vielen anderen Annehmlichkeiten, die wir fast täglich genießen: Unsere Demokratie. Wir sind nicht mehr Sklaven, Leibeigene, Geknechtete, tumbe Masse. Wir dürfen uns jederzeit, sofern wir die (verfassungs-)rechtlichen Spielregeln einhalten, erheben und unsere Meinung sagen. Wir dürfen nicht nur, wir sind sogar aufgefordert, regelmäßig unsere Landes- und Bundesregierungen und deren zahlreiche Varianten in diversen Ländern frei ohne Furcht zu wählen. Sobald die Wahlbeteiligung niedrig ist, kritisieren wir dies. Sollten wir nicht einverstanden sein mit dem, was eine Regierung leistet, dann wählen wir sie ab. Ob dadurch unsere Vorstellungen und Ziele besser vertreten werden, ist eine andere Frage. Unbenommen bleibt die wertvolle Freiheit, mitzugestalten. Und wem das Wählen oder die Meinungskundgabe alleine nicht reicht, kann jederzeit selbst die politische Bühne betreten. Wer gegen die demokratische Grundordnung agiert, bekommt ein Problem. Zu Recht. Oder möchte jemand von Euch das Feudalsystem, die Monarchie oder vielleicht gleich am besten eine Tyrannei reaktivieren?

Das Demokratievakuum

Irrwitzigerweise haben wir aber kollektiv eine gewaltig globale Ausnahme geschaffen: Unsere Unternehmen. Der passende Spruch dazu wird gleich gratis mitgeliefert: „Das hier ist keine demokratische Veranstaltung!“ Ein markiger Spruch, dreisterweise noch in den Mantel der Aufklärung gehüllt.

Ist es nicht im höchsten Maße erstaunlich, dass wir berechtigterweise stolz sind auf unsere demokratische Gesellschaft und dies als zentralen Wert feiern, in der täglichen Arbeit aber plötzlich wieder zu alter, längst überkommener Ungleichheit greifen? Nur kurz zur Erinnerung: Weiterlesen …

Wie Werner von Siemens eine intakte Unternehmenskultur schuf Teil V: Von Wertesystemen, Kultur und Wettbewerbsfähigkeit

September 7, 2012 6 Kommentare

Akademie für natürliche Führung

Wie schafft es Toyota nur, ständig neue Produktionsmethoden einzuführen, ohne das Engagement seiner Belegschaft zu verlieren? (Automobilmanager, Stuttgart)

Die Angst dieses Kollegen geht vor allem seine Aktionäre an. Teil IV verglich Marktwirtschaft mit einer Art Wettrennen um noch höhere Produktivität, in dem nur Unternehmen überleben, die mit der Spitzengruppe ihrer Branche mindestens Schritt halten.

Toyota … stieg 2012 mit 4,97 Millionen verkauften Fahrzeugen im ersten Halbjahr zur weltweiten Nummer eins auf. (wikipedia)

Bild 1: "Toyota Way" nach Liker

Bild 1: „Toyota Way“ nach Liker

Toyota hat in diesem Wettrennen einen Konkurrenten nach dem anderen überholt. Jeffrey K. Liker erklärt in „The Toyota Way“ [4] am Beispiel des Automobilwerks NUMMI, die Ursache dieser Überlegenheit sei die Unternehmenskultur von Toyota.

Er schildert, General Motors schloss NUMMI wegen andauernd roter Zahlen. Toyota im Joint Venture mit GM öffnete NUMMI wieder, stellte alle Entlassenen wieder ein, besetzte nur die erste Leitungsebene mit eigenen Personal und machte NUMMI nun nach der Toyota-Kultur produktiver als jedes andere Automobilwerk von General Motors.

Damit bewies Toyota, seine Kultur, „The Toyota Way“ genannt, sei der Grund für diese überlegene Weiterlesen …

Wenn alle Menschen gleichermaßen an den Ressourcen der Welt Teil hätten, gäbe es dann noch Schuld?

Wir hatte in den letzten Artikeln immer mal wieder das Wort „Schuld“ angesprochen. Wir kennen Redewendungen wie:

Wer hat Schuld? Wem schulden wir etwas? Der Schuldige muss bestraft werden.

Mit einem Blick mal wieder in Wikipedia habe ich eine Passage zu Schuld und Verantwortung gefunden, die mich anschließend den Titel dieses Artikels forumlieren ließ:

Kaufmann entwickelt und belegt im Verlauf seiner weiteren Ausführungen die Theorie, dass Schuldgefühle in der Kindheit erlernt werden, wenn Eltern und vergleichbare Autoritäten Verbote ohne nachvollziehbare Rechtfertigungen aussprechen und bei deren Nichtbefolgung mit Strafe drohen. Der Inhalt des Schuldgefühls ist dann für Kaufmann hauptsächlich die Angst vor Strafe angesichts der Verletzung eines zufälligen Gebots. Was unter anderem erkläre, wieso manche Menschen wegen unbedeutender Kleinigkeiten in Schuld vergehen, während andere die größten Verbrechen mit ruhigem Gewissen verüben. Kaufmann nennt Schuldgefühle eine „ansteckende Krankheit, die die Befallenen schädigt und die in ihrer Nähe Lebenden gefährdet. Die Befreiung von der Schuld kündigt den Anbruch der Autonomie an.

Dass er mit dem letzten Satz richtig vermuten könnte, zeigt eine Erzählung, die ich Weiterlesen …

Was, wenn im Spiel der Kräfte zwischen Gut und Böse Psychopathen die Gegenspieler wären?

Da unverkennbar viele Menschen begonnen habe, aufgrund der vielen zu erkenndenn Krisen (Unordnung) Fragen zu stellen, hatte ich vor einiger Zeit diese Frage gestellt: Wie viele Menschen braucht es, um eine neue Idee, einen Wandel herbeizuführen?

Eine der Antworten war, dass etwa 90% der Menschen anderen Menschen folgen. Es bleiben also 10% für die Macher. Davon seien 5% jeweils für das Wohl aller Menschen unterwegs und die anderen 5% für ihr eigenes. Wenn wir aber nun wissen, dass 4-6% aller Menschen genetisch bedingt Psychopathen sind, dann kann einem sofort schwummerig werden. Denn, was zeichnet einen Psychopathen aus ( aus Wikipedia: Psyhopathie):

Psychopathie bezeichnet eine schwere Persönlichkeitsstörung, die bei den Betroffenen mit dem weitgehenden oder völligen Fehlen von Empathie, sozialer Verantwortung und Gewissen einhergeht. Psychopathen sind auf den ersten Blick mitunter charmant, sie verstehen es, oberflächliche Beziehungen herzustellen. Dabei sind sie mitunter sehr manipulativ, um ihre Ziele zu erreichen. Oft mangelt es Psychopathen an langfristigen Zielen, sie sind impulsiv und verantwortungslose Psychopathie geht häufig mit antisozialen Verhaltensweisen einher, so dass begleitend oft die Diagnose der dissozialen/antisozialen Persönlichkeitsstörung gestellt werden kann.

Da diese Menschen anfangs kaum auffällig sind, dabei aber auch charmant sein könen, steht ihnen der Weg frei, in unseren Hierarchien Weiterlesen …

Darüber, warum sich unsere Hierarchien auflösen werden – auf dem Weg in die Potentialkultur

Dezember 3, 2011 20 Kommentare

Ich hatte heute noch mit einer Kollegin gesprochen, deren beiden Jungen in der 7 und 10 Klasse extrem Probleme mit dem Druck von oben haben und entsprechende Ängste entwickelt haben. Und das ist kein Einzelfall in meinem Bekanntenkreis. „Und keiner geht auf die Barrikaden“, so Frau Margret Rasfeld. Mit einem Bericht über die real existierende Schule der Zukunft (mehr):

Meine älteste Tochter wäre dort auch gerne zur Schule gegangen. Leider ging es ihr nicht viel besser, als es in diesem sehr bewegenden Brief dieses Vaters an seine Tochter beschrieben wird:
Warum Schüler unsinnig büffeln müssen – Brief eines Vaters an seine Tochter zur Erklärung

Zum Nachdenken hatte mich zuvor schon dieses Video von RSA Animate gebracht, das sehr gut aufzeigt, was es mit unserem inzwischen 200 Jahre alten Ausbildungssystem auf sich hat. Wir können quasi von einer Veredelung (vergleichbar mit der Mast von Tieren für mehr Nahrung) der Menschen für den Wirtschaftsprozess der Profitmaximierung sprechen. Aber schaut selbst:

Und auch Prof. Dueck hat schon einige gute Ideen entwickelt, wie wir unser Bildungssystem umstellen sollten, auch wenn er „noch“ in der Profitmaximierungsgesellschaft festhängt:

Auch Prof. Peter Kruse, leider viel zu früh gestorben, geht der Entwicklung unseres sozialen Systems anhand der Besprechung von 5 Thesen nach:
These 1: Kampf kultureller Wertewelten – Warum polarisiert das Internet die Gesellschaft?
These 2: Verschiebung der Machtverhältnisse – Warum verändert das Internet Wirtschaft und Politik?
These 3: …

Zitate aus dem Vortrag:
„Werte muss man aushandeln.“
„Die Einen lieben das soziale Netz, die Anderen sehen es als Gefahr. Das birgt Konfliktpotential.“
„Selbst Experten streiten sich, daher: Liebe Experten, haltet die Klappe und lasst das Netz sich doch entwickeln.“
„Das Netzwerk führt zum Angriff auf Hierarchien. Das ist nicht mehr zu stoppen, außer man schaltet es ab.“
„Die Macht verschiebt sich vom Anbieter zum Anwender.“
„Das Netz führt zu Resonanzwellen, sowohl Empörung als auch Begeisterung.“
„Selbst-Bewusstsein der Gesellschaft wird gefördert. Konsequent daher eine Politisierung jenseits der Parteien.“
Max Winde auf Twitter: „Ihr werdet Euch noch wünschen, wir wären nur politikverdrossen.“
„Die Lawine ist im Rollen und ist nicht mehr aufzuhalten. Und bist Du nicht willig, so brauch ich … Geduld.“

Wir sollten nicht Parteien wählen sondern gesellschaftliche Anforderungen zur Umsetzung formulieren

Ich habe gerade noch an den letzten User Stories gesessen, da wir morgen wieder SCRUM Planning Meeting haben. Genau dabei wurde mir klar:

Wir brauchen gar keine Parteien!

Warum nicht? Nun, ich erkläre das mal an unserem Prozess der Software-Erstellung.

Als Produktmanager sammeln wir die Wünsche für neuen Funktionen in unserer Software ( -> Gesetzesvorlagen), die von unseren Kunden, Partner und internen Service-Mitarbeiter ( -> allesamt Bürger) geäußert werden. Zusätzlich schaue ich mir an, was unser Wettbewerb macht und was die einschlägigen Berater am Markt behaupten (-> Best Practice aus anderen Ländern).

Alle diese sinnvollen Wünsche bereiten wir in Bezug auf den Business Value auf, sprich wir beantworten die Fragen, was es dem Kunden bzw. der Firma (-> Bürger) nutzt.

Die aufbereiteten Wünsche stellen wir unserem Product Board (= Abgeordnete aus den Abteilungen -> gewählte Volksvertreter) vor. Sie werden hier diskutiert, bewertet und priorisiert.

Entsprechend der Priorität werden die Anforderungen mit Weiterlesen …

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Mächtige sind bessere Lügner

Februar 15, 2011 1 Kommentar

Wer Macht hat, zeigt deutlich weniger Symptome eines Lügners. Werden Mitarbeiter daher von den Firmenlenkern und Bürger von ihren Politikern leichter hinters Licht geführt?

Diesen Sachverhalt des Lügens hat eine Studie belegt, die einem gleichlautenden Artikel auf  Harvard Business manager veröffentlicht wurde.

Schon wer sich in die Pose eines Mächtigen begibt, hat es mit dem Durchkommen einer Lüge leichter. Interessant ist auch, dass die Wahrscheinlichkeit, unserem Gegenüber Weiterlesen …

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Fand unser kultureller Wandel von der Anarchie zur heutigen Hierarchie vor 7000 Jahren statt? Schuld war der Klimawechsel

Auf meiner Suche nach der Frage, ob Anarchie ein mögliches Gesellschaftskonzept sein könnte oder dieses doch zu utopisch ist, habe ich den Blog von Hannelore Vonier entdeckt. Er ist ein echtes Schatzkästchen und ich kann nur empfehlen, sich die Zeit für die vielen anregenden Artikel zu nehmen. Hannelore  studiert die Sitten und Sprachen von heutigen, noch lebenden matriarchalen “ungepanzerten” Gesellschaften, Naturvölkern und Ureinwohnern, und hat u.a. in einer Artikelserie versucht zu erklären, wie sich vor etwa 7000 Jahren der Kulturwandel von einer Lebensform ohne Unterdrückung zu einer mit vollzogen haben könnte.

Sie führt an, dass die verschiedensten Forschungen zeigen, dass unsere Vorfahren in einem absoluten Vertrauen mit ihrer Umwelt lebten und sich als Teil des ewigen Kreislaufes sahen. Vor etwa 7000 setzte in Nordafrika und in Zentralasien ein extremer Klimawandel ein und brachte die blühenden Landschaften langsam zu erliegen. Es sind auch heute noch Wüsten.

Der extreme Hunger führte dazu, dass sich die Menschen zum ersten Mal gegen die anderen Futterinteressenten, die Raubtiere erwehren mussten. Nun gab es statt des Tiers als Freund (->Nahrungsquelle ->Freude) diesen als Feind (Tötung -> Stolz -> Neid). Die emotionalen Strukturen wandelte sich. Es gab nun auch Besitz. Der Hirte führte die Herde. Und damit kam der Keim der Hierarchie in unsere emotionale Welt.

Ich zitiere besser Hannelore, denn besser kann man es kaum formulierend: „Vertrauen und Zuversicht in die natürliche Harmonie allen Seins verschwanden und wurden durch die Sorgen um verfügbaren Lebensunterhalt ersetzt. Angst, nicht genug zu haben, existenzielle Angst vor dem Verhungern, gehörte ab jetzt zu den Konversations-Netzen, die die Generationen der nächsten Jahrtausende prägten.

Vor etwa 6000 Jahren eroberten dann diese nun patriarchialisch ausgerichteten indogermanischen Stämme auch das damals noch nicht-patriarchalische Gebiet Europas und bereiteten so ebenfalls unsere aktuelle Kultur, wo sich nun Alles ab der frühen Kindheit um Kampf („pass auf Dein Spielzeug auf, verteidige es“), Konkurrenz/Rivalität („ich bin aber besser als Du“, Zensuren, Sport) und Neid („der hat aber mehr als ich bekommen“) dreht.

Folgende Erkenntnisse ergeben sich mir:

Klimawandel gab es schon immer, auch ohne unser Zutun und es gibt kein Verlass, dass sich das ändert. Und ob wir hier wirklich etwas zusteuern können ist schwer zu beweisen. Noch sind die Berechnungsmodelle immer noch wenig sicher.

Ein Gesellschaftsmodell ohne Gewalt (Herrscher) scheint mir nur möglich ohne Besitz und mit einem absoluten Vertrauen jedes Mitgliedes der Gemeinschaft, dass es ihm an Nichts fehlen wird. D.h. also auch ohne die gegenwart eines Feindes, der diesen Frieden zerstören könnte. Das heißt auch, dass alle Menschen auf der Welt in einer solchen Kultur leben müssten. Und das leider auch nur so lange, wie keine Katastrophe dazu führt, das Leben nicht mehr sichern zu können.

Wenn wir Bürger zu der Erkenntnis kämen, dass eine solche Kultur die lebenswerteste wäre, die wir erreichen müssten, dann liegt ein ziemlich langer Weg vor uns, dort hin zu kommen.

Was, wenn wir es aber schaffen könnten, zumindest in kleinen Bereichen schon einmal anzufangen? z.B. damit, dass keiner mehr Angst haben müsste, am Rande der Gesellschaft in einem unwürdigen Leben sein Dasein fristen zu müssen, weil der Job verloren geht, man krank wird oder aus welchem Grund auch immer. So besehen, könnte ein Bedingungsloses Einkommen oder vielleicht besser eine Grundsicherung Sinn machen, die ein entsprechend würdiges Leben ermöglicht.

Allerdings ist die Frage, was denn ein würdevolles Leben ist, schwierig zu beantworten. Wenn wir den Maßstab an unsere Vorfahren anlegen, wird sicher das nicht funktionieren.

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