Archiv

Posts Tagged ‘Hexenverfolgung’

Wann genau wurde es eigentlich finster im Mittelalter und warum? Und welchen Einfluss hat diese Düsternis bis heute auf uns?

September 3, 2017 8 Kommentare

Fundstelle: Minute 11 des hörenwerten Vortrags von Gunnar Heinsohn, der als erster einen Index zur Bewertung der Kriegsfähigkeit eines Volkes erstellte:
https://www.youtube.com/watch?v=S_EWjvQ9O1U&app=desktop

Ich habe mal wieder reichlich Aufklärungsstoff, den ich ins Regal stellen möchte. Wilhelm Reich hatten wir hier schon einige Male kennengelernt (siehe u.a. Wer hat Angst vor Lebendigkeit? Wer hat Angst vor Wilhelm Reich?). Wilhelm Reich hat Wissen reaktiviert, das für die Herrschenden so gefährlich war, dass sie seine Forschungsergebnis verbrennen ließen. Und das kurz nach dem 2. Weltkrieg. Über 2 Stunden äußerst kurzweilige „Vorlesung“ zum Thema Hexenverfolgung und Sexualunterdrückung … mit folgendem Begleittext dazu:

Wie die sexualfeindliche Moral in Europa etabliert wurde und warum dies Uns ALLE (Männer wie Weiber) zutiefst betrifft! Über die Hexenverfolgung – und warum sie noch unverstanden und gleichzeitig doch soooo wichtig ist. Man könnte meinen, so ein altes Thema hat für unser heutiges Leben keine Bedeutung mehr. Manche sagen sogar, über die Hexen-Verfolgung sei schon alles gesagt worden. Aber weder das eine noch das andere ist wahr.

Eher ist es so, dass die Hexenverfolgung einer der schwerwiegendsten sozialen Katastrophen der letzten 1000 Jahre war, mit Resultaten an denen wir – ohne es zu ahnen -, heute noch leiden.

Großen Dank für die vielfältige sachliche und persönliche Unterstützung geht an Prof. Bernd Senf von der Fachhochschule für Wirtschaft in Berlin, der mich 10 Jahre lang zu dem Thema Hexenverfolgung an die FHW im Rahmen seiner Vorlesungen zu den Arbeiten Wilhelm Reich eingeladen hatte. Ottmar Lattorf, aus Köln

Wieder gefunden von Monika und eingesprochen von einer Freundin für die Seelsorge der Gemeinschaft Mutterrecht K.d.ö.R. Der Artikel ist bereits im Oktober 1997 in der Berliner Fachzeitschrift emotion – „Beiträge zum Werk von Wilhelm Reich, Nr. 12/13“ – erschienen. Herausgeber war Volker Knapp Diederichs ISDN Nr. 0720-0579. Hier nun die in 2003 überarbeitete Fassung. Bildquelle: 11tes Jahrhundert Skulptur von Khajuraho

Besonders interessant ist die Geschichte des Hexenhammers, der zudem direkt mit der Erfindung des Buchdrucks auf den Markt kam, und eine höhere Auflage hatte als die Bibel. Auch die Interpretation, was der Teufel vor der Christianisierung für die Menschen in unserer Region waren, lässt aufhorchen.

Das geheime Wissen der Frauen

Ein Faktor, der zum Ende der Hexenjagd beitrug, war die Tatsache, dass die herrschende Klasse die Kontrolle über sie zu verlieren begann und in die Schusslinie ihrer eigenen Repressionsmaschine geriet, da sich die Denunziationen nun gegen ihre Mitglieder zu richten begannen. […] Ganz so, wie der Staat die Hexenjagd begonnen hatte, ergriffen die Regierungen nacheinander auch die Initiative, um sie wieder zu beenden … Bis zum 18. Jahrhundert begann die europäische Intelligenz sogar, sich mit dem erreichten Aufklärungsgrad zu brüsten und die Geschichte der Hexenjagd selbstbewusst umzuschreiben: derart, dass die Verfolgungen als Ergebnis mittelalterlichen Aberglaubens erschienen. […]
Aus dem Schluss des Artikels Eine andere Wahrheit über die Hexenverfolgung …

Dass Vieles in unserer Welt gezielt auf den Kopf gestellt wurde, hatte ich schon in meinem Artikel Warum steht unsere Welt auf dem Kopf? festgestellt.  Ich bekam diese Woche den Hinweis auf das Lexikon Das geheime Wissen der Frauen von Barbara G. Walker, das reichlich Nachweise aufzeigt, welches Wissen uns durch den Prozess der Christianisierung („Christianisierung ist wörtlich das Verdrängen des Arianischen Glaubens“bitte nochmals lesen) vorenthalten wird. Ich werde  in der nächsten Zeit immer wieder Mal daraus berichten. Zum Start möchte ich direkt die Einleitung bringen, die mir schon viel Vorfreude signalisierte:

Frauen Wissen 1 Weiterlesen …

Eine verkohlte Hexe mehr oder weniger, was macht das schon?

Hexenverbrennung 1587, dargestellt in der Wickiana

Hexenverbrennung 1587, dargestellt in der Wickiana

Seitdem ich meinen Blog betreibe, finde ich laufend Hinweise darauf, dass uns Geschichte verdreht dargestellt wird. Ich hatte mich am letzten Wochenende in das Thema Hexenverfolgung eingewühlt, weil uns das Thema Wissensverlust immer wieder Mal aufgestoßen ist: unser Gefühl ist, dass die Menschen früher viel mehr Wissen über die Zusammenhänge unserer Natur hatten. Ich wollte nun herausfinden, ob in der Zeit der Hexenverbrennung gezielt durch bestimmte Personen jene Menschen gesucht wurden, die dieses Wissen besonders trugen und damit als nicht zuträglich für seine eigenen Ziele befand und damit von der Bildfläche verschinden mussten.

Und ich bin fündig geworden und habe einen eher positiven Schluss zu ziehen: Eine solche Verschwörungstheorie einer gezielten und gut organisierten Verfolgung von bestimmten Menschen ist nicht feststellbar und auch die von mir noch in der Schule gelernte Anzahl von mehr als 9 Millionen verbrannten Hexen ist heute nicht mehr zu bestätigen. Heute wird eher von „nur“ ca. 30.000 zu Tode verurteilter Hexer ausgegangen. Davon waren es zwar überwiegend Frauen, aber eine regelrechte Frauenfeindlichkeit wäre damit auch nicht zu verbinden. In den nordischen Ländern waren sogar eher die Männer betroffen.

Sicher gab es in Europa besonders in Deutschland einen Schwerpunkt. In Deutschland wiederum gab es Länder und Städte, in denen verstärkt gebrannt wurde, in anderen Ländern gar nicht.  Auch ist es nicht die Kirche gewesen, die die Hexenverfolgung betrieb. Das Anschwärzen als auch die „Inquisition=Befragung“ erfolgte Weiterlesen …

%d Bloggern gefällt das: