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Posts Tagged ‘Herrschaft’

Wie unsere wahren Herrscher bildlich sagen, wen sie unterstützen und wen nicht

Immer sichtbarer wird für Beobachter des Zeitgeschehens die schleichende Transformation parlamentarischer Demokratien in Richtung autoritärer Systeme. Organisationen, die sich ausschließlich Kapitalinteressen verpflichtet fühlen, schaffen suprastaatliche Strukturen, die sich der demokratischen Kontrolle entziehen.
Vom Volk gewählte politische Repräsentanten sehen sich zu Handlangern der ökonomisch Mächtigen degradiert, viele von ihnen vollziehen den Schulterschluss mit ihnen. (…) Während der aus immer weniger voneinander unterscheidbaren Parteien bestehende Parlamentarismus ein Schauspiel für die Öffentlichkeit abgibt, liegt die reale Macht dahinter im sogenannten „Tiefen Staat“.
Dieser Tiefe Staat als Werkzeug der ökonomisch Mächtigen ist mit exekutiven und legislativen Diensten verflochten, deren Personal sich in transatlantischen Think-Tanks versammelt.
Kapitalkräftige Medienkonzerne kommunizieren dort Beschlossenes als angeblich alternativlos. Wirtschaftliche und militärische Logik dominieren. Das Ende der Demokratie, wie wir sie kennen, scheint besiegelt!
Vorwort auf PRAVDA-TV zur Leseprobe des Buchs Fassadendemokratie und Tiefer Staat: Auf dem Weg in ein autoritäres Zeitalter

Ich hatte inzwischen schon viele Stimmen mit Fakten gebracht, die uns aufzeigten, dass wir nur in einer Demokratiesimulation leben und dass sich die wahren Herrschenden eher nicht im Rampenlicht zeigen. Ich las mal irgendwo, dass es diese Herrschenden sich seit der Zeit der Pharaonen lieber unsichtbar gemacht haben, um im Falle von Revolutionen nicht in den Fokus zu geraten und so ihr Überleben gesichert ist.

Das Allsehende Auge schaut auf die Leidenden an der Basis der Gesellschaft

Diese Gruppe von Herrschenden haben haben es verstanden, in ihrem pyramidal aufgebauten Herrschaftssystem mit sehr einfach Mitteln zu kommunizieren, sprich auszudrücken, wer ihnen genehm ist und deshalb zu unterstützen ist, und wer eben nicht, also gegen ihn zu arbeiten ist.

Kai Orak  (sein youtube-Kanal: Kai aus Hanover) ist vor Jahren aufgefallen, Weiterlesen …

Degradieren sich Viele selbst, wenn sie sich hinstellen und rufen: „Wir sind das Volk“?

September 4, 2018 33 Kommentare

Blick von Glessen auf Brauweiler vor Regenguss – Foto: Martin Bartonitz 2018

Ich möchte gerne einen Artikel hier nochmals bringen, der auf dem Blog What you read is what I’ve felt veröffentlicht wurde und eine interessante Perspektive auf den Begriff ‚Volk‘ wirft. Aber zuvor schauen wir auch noch, woher denn dieses Wort kommt und welche Bedeutung diesem früher zukam:

Der Ausdruck Volk (über mittelhochdeutsch volc aus althochdeutsch folc, dies aus urgermanisch fulka „die Kriegsschar“) ist erstmals im 8. Jahrhundert belegt und bedeutet „viele“. Zu Grunde liegt dieselbe indogermanische Wortwurzel, von der auch die Wörter „voll“ und „viele“ abgeleitet werden können; auf die ursprüngliche Bedeutung „Kriegsschar“, „Kriegerhaufen“ weist auch die slawische Wortwurzel pulk- hin, die allgemein als frühe Entlehnung aus dem Germanischen gilt, und später ins Deutsche mit spezieller Bedeutung als Pulk zurückentlehnt worden ist.

Der Begriff tönt bei mir ambivalent an. Einerseits ist eine Kriegsschar streitbar, eben nicht wehrlos. Auf der anderen Seiten ist das der Haufen, der zu gehorchen hatte. Und wenn wir schauen, dass ab dem 9. Jahrhundert die Leibeigenschaft = Sklaverei in Europa Einzug hielt und für 1.000 Jahre dafür sorgte, dass die Landesherrn ein Volk voller ‚folg-ender‘ Untertanen besaßen, dann hat das ein wenig gutes Geschmäckle. Und nun schauen wir uns mal an, wie der Kollege auf diesem Begriff herumkaut:

„Volk“ und „Bürger“ – Eine Unterscheidung (Quelle)

Ein „Volk“ ist ein Haufen von Menschen, die auf einem Platz herumstehen oder herumsitzen, während vorne ein Einzelner irgendwelche Sachen brüllt.

„Bürger“ sind die gleichen Menschen, wenn sie sich in ständig neu durchmischenden Kleingruppen wechselseitig austauschen, beraten, einander zuhören und dann gemeinsam Entscheidungen treffen, die besser sind als die, die irgendein Einzelner jemals hätte treffen können.

Ein Volk besteht niemals aus Bürgern.

Bürger bilden niemals ein Volk.

Man könnte den „Bürger“ geradezu auf folgende Weise definieren:

Ein „Bürger“ ist das Individuum, das einer Gemeinschaft angehört, die allen anderen Gemeinschaften übergeordnet ist, das aber zugleich als Teil dieser übergeordneten Gemeinschaft nicht in einer Masse untergeht, sondern das vielmehr mit seiner ganz speziellen Stimme gut hörbar bleibt und dessen aktiver Beitrag für das Zustandekommen und den Erhalt dieser Gemeinschaft als unerlässlich und unersetzbar gehalten wird.

„Volk“ und „Bürger“ sind keine Weiterlesen …

Wenn das jetzige System zerbricht, was dann?

September 2, 2018 6 Kommentare

Ich gab vor ein paar Jahren meiner 75-jährigen Mutter das Buch Anarchie!: Idee – Geschichte – Perspektiven zu lesen, da es mir ausgesprochen gefallen hatte und wo ich nach der Hälfte für mich feststellen musste: „Hey, du bis im Grunde deiner Seele ein Anarchist!“. Als sie mir ein halbes Jahr das Buch zurück gab, sagte sie: „Die ersten 50 Seiten waren zäh. Aber dann wurde es sehr spannend. Ach, wenn die Menschen doch alle so miteinander auskommen könnten.“

Da noch immer die meisten in unserer westlichen Welt von den Ideen der Ur-Anarchisten ferngehalten wurden, vermutlich nicht von ungefähr, sprich zum Schutz der hier Herrschenden, und sogar eher mit Bildern geimpft sind, die sie davon abhalten werden, sich mit den Ideen zu ernsthaft zu beschäftigen, möchte ich den Mutigen unter ihnen das folgende Video als Hörbuch von Anarchie in der Praxis: Die Freiheit der Zukunft empfehlen, vielleicht gibt es ja doch die eine oder andere Inspiration. Zum Video ist noch der folgende Text zu lesen: Weiterlesen …

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Die Welt wird von Psychopathen ‚beherrscht‘ …

Antreiben

Antreiben (Bild: Wikipedia)

Das ist der Tenor des folgenden Kommentars, den ich von Juergen Frost auf Facebook erhielt, als ich dort schrieb:

Darf das pervers genannt werden?
„Apple erzielt pro Mitarbeiter 500.000 Dollar Gewinn.“
So titelt der Kölner Stadtanzeigee heute. Moderne Sklaverei, denn diesen den durschnittlichen Lohn mehrfach überstegende Betrag wird von den ‚arbeitslosen‘ Reichen eingestrichen. Mit welchem moralischen Recht?

Wer die System-Strukturen verstehen will, in denen man zu leben hat, muss einige Jahrhunderte Geschichte analysieren und dann kommt man drauf, dass die Lohnabhängigen seit Jahrhunderten fremdbestimmt werden, um in schädlichen Systemen ihre Aufgabe zu erfüllen, also selbst nichts zu sagen, mitzubestimmen haben.

Es hat sich so im Ursprung aus einer Großgrund-Besitzer = Großbauern-Herrschaft eine selbsternannte edle Herrschaft herausgebildet, die man heute als psychopathischen FINANZ-ADEL bezeichnen darf, der seine POLITISCHEN KNECHTE anweist, die Wünsche der Psychopathen zu erfüllen. Als Beispiel: Im Mittelalter wurde die Leibeigenschaft durch die POLITISCHEN KNECHTE legalisiert. So waren Kleinbauern, die beim Großgrundbesitzer Land gepachtet hatten, verpflichtet, kostenlos 1 Tag in der Woche beim Land-Lord zu arbeiten. Bis dann eines Tages die Kleinbauern die Bauernkriege in Deutschland gegen die Ausbeuter ausgerufen hatten.

Schädliche System-Strukturen …. warum? In den in Deutschland herrschenden feudalistisch, militaristischen System-Strukturen werden die Lohnabhängigen domestiziert, dressiert, manipuliert und idiotisiert, weil sie sonst auf die Barrikaden klettern würden. Aus der sehr jungen Geschichte lernen wir: Wer als Zivilist zum Soldaten zwangsverpflichtet wurde und sich weigerte, wird kurz mal zur Abschreckung an die Wand gestellt und erschossen.

Diese dokumentierten Abartigkeiten der Herrschaft weist auf einen schweren geistig, seelischen Defekt hin. Die Psychiatrie nennt diese Herrschaften Psychopathen mit einer Anti-Sozialen Persönlichkeits-Störung, die natürlichen Religionen nennen diese Monster Satan / Teufel und diese Räuber-Monster haben schon viel erbeutet, sind aber noch immer nicht satt vor lauter Gier.

Unterbezahlung von fleißigen Lohnabhängigen ist ihr Geschäft, denn hieraus wird der Reichtum einer sehr kleinen Minderheit generiert. Die Masse ist der Unzufriedenheit und Not ausgesetzt und wissen nicht um den Hintergrund für dieses erbärmliche, fremdbestimmte, ausgelaugte Leben.

Alles fing vor ca 15.000 Jahren an, also in der Menschheitsgeschichte eine sehr kleine Zeitspanne, die es jedoch in sich hat. Die Weiterlesen …

Wenn wir unsere Welt nur gemeinschaftlich denken: gibt es Raubtiere erst, als der Mensch begann, Fleisch zu essen?

Blick in einen Teil der besuchenswerten Museumsinsel Hombroich – Bild: Martin Bartonitz 2018

Ich habe mal wieder ein äußerst Gedanken-erfrischendes Video gefunden, das mit einer für unsere Welt äußerst steilen These daher kommt, aber in meinen Augen durchaus schlüssig argumentiert. Es geht um nicht Anderes, als dass der Mensch scheinbar erst nach der Sintflut damit begann Fleisch zu essen, sprich dafür Tiere zu töten.

Ich bin auf das Video über ein anderes vom gleichen Macher gestoßen. In ‚Die gefälschte Bibel‚ ist neben den Aspekten der Fälschungen besonders immer wieder darauf hingewiesen worden, dass die Ur-Christen Fleisch verabscheuten, weil sie den inzwischen verloren gegangenen Berichten von Jesus folgten. Denn in diesen Schriften war überliefert, dass Jesus davon überzeugt war, dass Gott den Fleischkonsum nicht gut hieß. Erst die Katholiken, also die herrschenden, Fleisch genießenden Römer haben dafür gesorgt, dass die Veganer verfolgt und quasi ausradiert/umgedreht wurden.

In dem Video, das ich hier empfehle, geht der Autor dem Thema Jagd und Fleischverzehr weiter auf den Grund. Es waren anscheinend die Priester, die über das Tieropfer ‚legitim‘ an das Fleisch herankamen und so den Rest allmählich auch dazu brachten. Das ist die eine Seite der Überlegung. Die Frage, die der Autor sich stellt, ist, ob in der früheren Zeit, in der das Konzept der Herrschaft über andere, sei es Mensch oder Tier, nicht gegeben hatte Weiterlesen …

Über die Legitimierung der Herrschaft der guten Schlauen über die bösen Dummen …

Martin Sigl

Die Ehre wohnt beim Reichtum.
Reichtum übt die größte Herrschaft über Menschenseelen.

Friedrich Schiller

Martin Sigl hat auf Facebook eine schöne Zusammenfassung gegeben, wie das aktuelle Weltbild in unserer ‚zivilisierten‘ Gesellschaft gestrickt ist, und weil es so schön auf den Punkt ist, möchte ich es auch noch hier ins Regal stellen. Ich las an anderer Stelle, dass es typisch am deutschen Michel sei, dass er sich in diesem Muster wohl fühle und sich eben nicht dagegen auflehne, wenn die ‚Guten‘ durch ihre Handlager sich erlauben, von ihm, dem ‚Bösen‘ immer mehr zu nehmen. Ich sehe allerdings nicht nur den deutschen Michel so agieren … Also kauen wir mal wieder drauf rum:

  1. Herrschaft ist Bestandteil der Natur des Menschen und seiner Hochkulturen.
  2. Das was schon immer so und ist sozusagen eine Folge des „Naturzustandes“ des Menschen.
  3. Die Zivilisation ist es, welche die GUTEN Potentiale des Menschen zu Großem führt.
  4. Nur die Zivilisation kann das BÖSE in dieser GROSSEN EINHEIT aller Menschen der nötigen Kontrolle unterwerfen, so dass die zerstörerischen Auswirkungen des Einzelmenschen, wie von Tyrannen soweit minimiert werden können, dass die Menschenrechte, die Demokratie und das Wohl aller wie des Ganzen darunter nicht ausufernd leiden müssen.
  5. Zu den herausragenden Leistungen des zivilisierten Menschen gehören seine Institutionen wie Wirtschaft, Staat und Religion, Erziehung Universitären, Kultur, Musik, Theater, die Oper. Aber auch das Rechtssystem als Rechtsstaat, die bürgerlichen Freiheiten, die Demokratie und die Menschenrechte. McDonald nicht zu vergessen.
  6. Ohne die Zivilisation würde die Welt im Chaos versinken und auf der Ebene der Wilden und Primitiven dahinvegetieren.
  7. In der Zivilisation aber lebt der Mensch in der denkbar besten aller möglichen Welten.
  8. Zivilisation wurzelt in der Ordnung des Staates, der Wirtschaft wie der Religionen, und Regierungen sind notwendig, da die Menschen, die ohne eine äußere Ordnung nicht fähig wären, alle diese Leistungen zu vollbringen, zivilisiert werden müssen.
  9. Durch die Zivilisation müssen die Menschen angehalten werden, das Böse in sich zu besiegen und im Interesse des Gemeinwohls, das der Staat vertritt und vor allem auch für die Zukunft unserer Kinder bewahrt, ihr Bestes zu geben.
  10. Nur in der Zivilisation wird der Entzug eines jeglichen Gewaltpotentials, dessen das Individuum fähig wäre, durch das Gewaltmonopol des Staates gesichert.
  11. Zivilisation ermöglicht Innovation und Wachstum. Beides sind die Garanten des Wohlstandes Aller. Jeder kann daran teilhaben, er muss es sich aber verdienen. Wer von den Schwachen (den Unwilligen) daran nicht teilhaben kann, dem wird von den Starken (den Willigen) unter die Arme gegriffen. Er bekommt Lebensmittelmarken wie in den USA oder Hartz IV in Deutschland.
  12. In jeder Zivilisation muss Gehorsam, Pflicht, und Fügsamkeit (heute besser als Fleiß und Leistungswille gekennzeichnet) sein, denn Herrschaft gab es schon immer, denn immer hatte einer das Sagen und die anderen haben sich danach gerichtet.
  13. Wenn das denn so ist, dann ist es besser, die Freien (Klugen und Weisen) herrschen über die Unfreien, denn die Unfreien sind unfähig, sich selbst zu beherrschen. Sie sind ungebildet und barbarisch.

So lautet in Mitteleuropa seit rund 1000 Jahren bis heute die – gekürzte – Botschaft des Mainstreams und sie wird nicht nur geglaubt, sondern auch gegen alle Andersgläubigen heftig mit aller Härte und gnadenlos verteidigt. Insofern gibt es die EINEN und es gibt die anderen:

Diese immerwährend aufwiegelnde Spaltung der EINEN gegen die anderen ist das Werk der zwei Deutungen der Welt, jener völlig verheimlichten Deutungen für die Eingeweihten also jener für die EINEN wie für die Gefolgsleute und einer ganz anderen Deutung für jene DA UNTEN, für die Masse, die eben so zum GUTEN geführt werden müsse.

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„Wir sind der Staat! Warum Volk sein nicht genügt“

Daniela Dahn

Daniela Dahn, Mitbegründerin der Bürgerbewegung „Demokratischer Aufbruch“ in der DDR

Nicht das Volk ist der Souverän sondern der Staat. Das ist die Erkenntnis der aktuellen Rechtsauslegung.
Daniela Dahn

Ich möchte diesen Artikel nochmals nach vorne holen, da es inzwischen ein sehr inspirierendes Interview mit der Autorin gibt, deren Buch hier angesprochen wird. Diese habe ich nun der Rezension angehängt, inklusive des Inhaltsüberblicks:

Auf der Finde nach einer besseren Welt haben wir hier immer wieder auch mal über alternative Gesellschaftssysteme nachgedacht. Dazu möchte ich hier eine Buchrezension bringen, das sich ebenfalls mit dem Thema fasst:

Wir sind der Staat!: Warum Volk sein nicht genügt, von Daniela Dahn:

Rezension von Oliver Engelbrecht

In ihrer aktuellen Veröffentlichung Wir sind der Staat!: Warum Volk sein nicht genügt kritisiert die Journalistin Daniela Dahn den Ausschluss vieler Bürger/innen von den zentralen politischen Entscheidungsprozessen. Die DDR-Oppositionelle und Mitbegründerin der Bürgerbewegung „Demokratischer Aufbruch“ stellt die These auf, dass „Volkssouveränität (…) von Anfang an eine staatserhaltende Fiktion“ (S. 22) gewesen sei. Sie fordert die Volksgesetzgebung und das imperative Mandat (bei dem der/die Abgeordnete verpflichtet ist, gemäß des Wählerwillens abzustimmen).

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