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Posts Tagged ‘Herrschaft’

Darüber, wie unser modernes Sklaventum funktioniert …

„Aber es gut uns doch gut. Warum sollten wir da was dran ändern?“, bekomme ich immer wieder als Antwort auf die folgende Tatsache, deren Wortlaut ich mal wieder von Jürgen Korthof (siehe u.a. hier) übernommen habe:

Sklave: unwirtschaftlicher Mitarbeiter

Sklave: unwirtschaftlicher Mitarbeiter

Als die Sklaverei noch nicht verboten war, trugen „Sklaven“ (Human-Kapital) zum Zeichen ihrer das „Brandmal mit Wappen“ und die Ketten ihrer Besitzer.
Seit die Sklaverei verboten wurde, tragen „Personen“ (Human-Kapital) zum Zeichen ihrer „Identitätsausweise mit Wappen“ und die Registriernummern ihrer Besitzer.

Früher haben die „Sklaven“ ihre Arbeitsleistung unter Zwang abgegeben, damit sie nicht bestraft oder umgebracht wurden.
Heute bezahlen die „Personen“ an ihre Besitzer unter Zwang Schutzgeld, damit ihre Freiheit geschützt wird.
Zahlen die Personen nicht, werden sie bestraft – notfalls mit dem Tod, den sie sich dann angeblich „selber zuzuschreiben haben“.

Das Grundgesetz und das Völkerrecht verbietet die Sklaverei.
Aber mit dem Trick, nicht die natürliche Person zu versklaven, sondern eine juristische Vertragsperson gleichen Namens, im Firmen- und Sachenrecht, war es sehr leicht, die Menschen zu täuschen.

Orignal: The Story of Your Enslavement – mehr als 5,7 Millionen Klicks!

Deutsche Version: Die Geschichte Deiner Versklavung – fast 60.000 Klicks.

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Die Macht der Manipulation

April 11, 2017 6 Kommentare

Ja, genau, wir kennen das alle sehr gut…
So ergeht es den meisten Menschen überall…
Das ist ein universelles Übel, ein Unrecht,
ein Gram, ein Graus, eine Problematik,
sofort erkennbar, gut sichtbar, persönlich spürbar,
erlitten von der Mehrzahl der Menschheit
auf allen Ebenen, in allen Lebenslagen,
in allen Höhen und Tiefen…
Man wird klassifiziert…eingeordnet,
trainiert und durchexerziert…
Man wird opportunistisch organisiert…
Man wird gezielt manipuliert…
Bürden und Lasten werden aufoktoyiert…
…und dann wird obendrein noch
abgesahnt und abkassiert…
Man wird veräppelt und verarscht…
Man wird belästigt, beschimpft, beschämt, und beleidigt…
Man wird belogen und betrogen…
Man wird bedroht und gezwungen
Man versucht zu entfliehen…
aber das ist bisher nur sehr wenigen gelungen…
Die “Kleinen” werden malträtiert
und das ist ein globales Malheur.
Die “Kleinen” werden durch wilde Worte
aufgewühlt und aufeinander gehetzt.
Haßvolle Propgandaparolen werden
tagein, tagaus fabriziert und​
allen total verunsicherten Leuten
in den manipulierten Geist gesetzt.
Man ist zwar stets auf der Hut,
aber ganz egal was man unternimmt und tut
um sich rechtsmäßig zu schützen
und vorsichtig abzusichern,
die “Grossen,” … die “Bonzen”…
die vermeintlich “prachtvoll” Protzigen …
die arroganten, überheblichen Ignoranten…
(in den meisten Fällen
sehr üble Genossen und korrupte Gesellen!)
haben und behalten die Zügel der Regierung
sehr fest in der Hand…
lokal, regional, in jeder Provinz,
auf jedem Dorf, in jeder Stadt;
sie schalten, wüten und walten willkürlich
sehr profitabel, sehr ausbeuterisch,
schonungslos, rücksichtslos eigennützig
übers ganze Land…

Gerhard A. Fürst
8.4.2017

Über die Angst der Machteliten vor dem Volk …

Februar 21, 2017 6 Kommentare
mausfeld_270

Prof. Rainer Mausfeld

Ich hatte schon einmal einen viel angeschauten Vortrag von Prof. Rainer Mausfeld zum Thema Demokratie gepostet (siehe: „Warum schweigen die Lämmer?“ – Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements). Nun hat er nachgelegt, ebenfalls empfehlenswert. Zum Youtube-Video ist wie folgt geschrieben:

Die Angst der Machteliten vor dem Volk

Wenn eine überschaubare Gruppe von Menschen dauerhaft über die große Masse Macht ausüben will, ist die Stabilität des Systems nur dann zu erreichen, wenn man die wichtigste Ressource kontrolliert. Wissen.

Was das Volk nicht weiß, noch nicht einmal erahnt, kann es auch nicht auf die Barrikaden bringen.

Nach diesem simplen Prinzip herrschen die sogenannten Eliten nun schon seit Tausenden von Jahren über ihre jeweiligen Untertanen. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein System sich „Demokratie“ nennt oder nicht.

Immer sind es nur sehr wenige, die bestimmen, was offiziell überhaupt gewusst wird. Umso allergischer reagiert jeder Machtapparat auf sogenannte Whistleblower, die man früher abwertend als Verräter bezeichnete. Verräter wie Snowden destabilisieren die Machtpyramide, indem sie dem Volk, den Massen, die Möglichkeit geben zu erkennen, wie man sie beherrscht. Herrschaft kann aber nur effektiv agieren, wenn sie unsichtbar bleibt.

Vor allem auf dem Feld der Sozialforschung hat die Elite gegenüber dem Bürger einen enormen Wissensvorsprung. Die Machthaber kennen das Wesen „Mensch“ heute derart genau, dass sie ihn bis in die kleinsten Teile zerlegen und manipulieren können und das auch tun. Dass wir alle kaum etwas davon mitbekommen, stützt diese Aussage.

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Pharaonentum und Leben gegen Kost und Logis

Oktober 17, 2016 21 Kommentare

pyramidofcapitalism

Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, daß aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, dass das System ihnen feindlich ist.
Den Gebrüdern Rothschild nachgesagt, die diesen Spruch vor Geschäftspartnern in London 1863 geäußert haben sollen

Martin Sigl hat in einem Kommentar zum Artikel Eine Demokratie haben wir schon lange nicht mehr … den Hinweis auf seinen Artikel gegeben, für den er ein paar Jahre recherchiert und nachgedacht hat, und den ich hier gerne ergänzend bringen möchte. Er spannt uns den geschichtlichen Bogen der andauernden Sklaverei vom Reich der Sumerer, über das der Ägypter und Römer, der Zeit des Feudalismus mit der klerikal-adligen Herrschaft bis hin zu unserem vermeintlich vom Volk beherrschten Politiksystem, wo sich dieses Volk gerade anschauen muss, wie es abgeschafft wird(?). Also macht Euch wieder selbst ein Bild, was Martin in seinem zukünftigen Buch „Herrschaft und kein Ende“ u.a. zu erzählen wissen wird:

Es gibt zwei zentrale Instrumente der Herrschaft:

Das primäre Instrument der Herrschaft ist die Gewalt. Ohne Adel keine Gewalt und ohne Hochadel keine Könige und Kaiser. Es gibt keinen Staat, der nicht dieses Gewaltmonopol beanspruchen müsste, um funktionieren zu können. Jeder Staat muss die Gewalt monopolisieren, was bedeutet, er muss den Bürger seine Freiheiten rauben.

Sekundär: Nur auf der Grundlage dieser primären Gewalt ist das Primat der Wirtschaft über alle sonstigen Wahl- oder Entscheidungsmöglichkeiten von Bürgen dieser Staaten realisierbar unter der Voraussetzung der weitestgehenden Dominanz einer kapitalbasierten Konzernwirtschaft mit bezahlter Arbeit – der so genannten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung – und der diese steuernden, kontrollierenden und ausbeutenden „Finanzwirtschaft“, die alles andere ist als eine Wirtschaft, denn alles, was diese psychopathisch-verbrecherischen Zocker produzieren, ist nicht nur Armut – denn ein „armer“ Mensch auf eigenem Grund und Boden könnte sich ja gut ernähren -, sondern Elend, da ja eben dieser Grund und Boden – wie auch alle sonstigen Produktionsfaktoren – zunehmend der Verfügungsgewalt der Besitzer des Geldsystems und der „Finanz-Institute“ unterworfen werden. Den meisten Menschen fehlt diese Perspektive völlig.

Rund ein Drittel der Menschen eines Staates Weiterlesen …

„Der demokratische Wettstreit ist eine Ergotherapie für alle Konkurrenten der Herrscher“

September 23, 2016 11 Kommentare
Bundestagsdebatte (Foto: Wikipedia)

Bundestagsdebatte (Foto: Wikipedia)

Politiker wollen etwas von der übrigen Bevölkerung. Sie drängen nicht nach oben, um Diener des Volkes zu sein, sondern um das Volk für ihre Interessen zu nutzen. Das ist normale Biologie.

Gerade ging ein Kommentar von Fricke zum Artikel Demokratie – in der Masse abgewählt ein, den ich gerne noch einmal als eigenen Artikel einstellen will, lohnt es sich doch, auch hierüber zu reflektieren:

Gegenwärtige Demokratie („Polyarchie“) ist eine Herrschaftsform, und deshalb muss man sie zunächst von oben nach unten betrachten, um sie zu verstehen.

Demokratie hat für Herrscher nämlich die angenehme Eigenschaft, dass Konkurrenten gut sichtbar sind. Sie schleichen sich nicht durch den Wald an den Palast heran, um ihn zu erobern, sondern sie stehen weithin sichtbar auf freiem Feld. Dort treffen sie nicht auf die aggressiven Truppen des Königs, sondern auf einen freundlich werbenden Kämpfermarkt: „Mach doch bei uns mit, wir wollen auch da rein in den Palast“ werben sie scheinbar offenherzig um jeden Machtwilligen, den sie im Erfolgsfalle umsorgen und beschäftigen, damit er zwar den Eindruck hat, sich permanent auf den Palast zuzubewegen, den er aber tatsächlich nie erreichen soll, denn die neuen Freunde sind natürlich Vasallen des Königs oder schlicht Konkurrenten. Der demokratische Wettstreit ist eine Ergotherapie für alle Konkurrenten der Herrscher. Sie dürfen sich um die Macht bewerben und frühzeitig das Gefühl bekommen, ihr schon nahe zu sein, sie werden beschäftigt mit unzähligen Foren für Selbstdarstellung, mit der Proklamation von Forderungen und Programmen, mit der Mitwirkung in Gremien. Um ihr menschlich-genuines Aggressionspotential zu bändigen, werden die Konkurrenten der Macht von den Mächtigen sogar gefüttert – schon im kleinsten Ortsbeirat gibt es Aufwandsentschädigungen für die schwere Tätigkeit des Sitzens, und man macht nicht einmal einen Unterschied zwischen den eigenen Unterstützertruppen und den angeblich doch bedrohlichen Konkurrenten.

Aus Sicht des Ethologen ist Demokratie ein sehr gutes Sozialmodell: es reduziert ressourcenverschwendenden Mord und Totschlag und schont die Kräfte der Anführer, weil sie Konkurrenten für ihre eigenen Zwecke einspannen, anstatt mit ihnen zu streiten. Regierungsfraktion und Opposition mögen sich zwar in der Bundestagsarena fürs Publikum unversöhnlich und kämpferisch zeigen, sie wissen aber doch um ihren einzigen (potentiellen) gemeinsamen Gegner: das Volk.

Denn wie man es auch dreht und wendet: Politiker wollen etwas von der übrigen Bevölkerung. Sie drängen nicht nach oben, um Diener des Volkes zu sein, sondern um das Volk für ihre Interessen zu nutzen. Das ist normale Biologie. Weiterlesen …

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Selbstmanipulation durch Selbstentfremdung

Im Gefängnis befinden sich die Allermeisten. Und Diejenigen, die aus dem Gefängnis ausbrechen, müssen stets auf der Hut der unaufgeklärten Mehrheit der Gefangenen sein und sollten nicht zu laut damit prahlen, sich außerhalb dieses Gefängnisses zu befinden. Doch das Gute daran ist, dass sich Diejenigen sofort daran erkennen, ohne Gewalt auszukommen. Sie sind die Brückenbauer für eine neue Form der Gesellschaft, die zwar zu Lebzeiten nicht kommen wird, die aber auf Dauer nicht aufzuhalten ist. Denn eine Zeit, die gekommen ist, kann durch Nichts und Niemanden in seiner Entfaltung behindert werden.
Wilhelm Reich – zitiert von Rüdiger Lenz in dem Abschlusskapitel seines Buches Die Fratze der Gewalt.

In dem folgenden, in meinen Augen sehr wichtigen Vortrag Selbstmanipulation durch Selbstentfremdung  beschreibt Rüdiger Lenz die Auflösungsprozesse des Weges zum inneren Frieden. Würde dieser Weg nicht gegangen, so würde nur eine zum Frieden gerichtete Änderung im Außen vollzogen – was kein echter Friede ist. Ein nach Außen gerichteter Friede bliebe eine Ersatzstrategie (maladaptive Bewältigungsstrategie).

Zu dem Video ist der folgende Text zu eingestellt:

Die meisten Menschen – auch in Friedensbewegungen, scheuen diesen inneren Weg, weil er mit Konsequenzen verbunden ist, zu denen man Ausdauer, Selbstdisziplin und eine starke Selbstwahrnehmung benötigt. Also braucht es eine innere Bereitschaft zum Frieden, bei der sich der Einzelnen dafür stark macht, selbst zu einer friedfertigen Person zu reifen. …

Ziel aller Herrschaftssysteme ist nicht die Manipulation von oben herab. Viel eher ist das Ziel der Manipulation, Menschen in eine innere Haltung zu bringen, die es ihnen unmöglich macht, Manipulationen im großen Stil nicht als solche wahrzunehmen.

Wie also manipuliert man eine große Gruppe Menschen in der Überzeugung, dass sie nicht manipuliert werden? Indem sie sich selbst manipulieren und dieses nicht bemerken und sie kein Gefühl dafür entwickeln, dass sie anderen Diener oder Sklave sind.

Die Selbstmanipulation führt zur „Selbstentfremdung als Normalzustand“ in der Gruppen- und Selbstbildung. Wer also tatsächlich normal bleibt, der gilt dann als unnormal und die vielen Unnormalen gelten dann als normale Mitglieder der Gemeinschaft.

Muss Mensch kontrolliert und bestraft werden?

Jörg Bergstedt, bekennender Anarchist, der sich aber lieber als Jemand bezeichnet, der ein Modell von Menschen in freien Vereinbarungen anstatt von Gesetzen als zuträglicher erachtet, erörtert in dem folgenden Video, wie in solchen Gesellschaftsstrukturen mit Jenen umgegangen werden kann, die einen Anderen geschädigt haben.

Zu beginn stellt er die These auf, dass Gefängnisse nicht funktionieren können, weil ausgerechnet solche Menschen auch noch zusammen gebracht werden, so dass sie ihre Weltbilder noch verdichten können. So stiege eher die Wahrscheinlich, dass sie nach der Gefängniszeit sogar noch schlimmer wirken werden.

In einer bewusst akzeptierten Welt von Unsicherheit und dem Vertrauen in eine gewaltfreie Kommunikation sieht Jörg eine viele Größere Chance, dass der Betroffene nicht wieder einen Übergriff durchführen wird. Ich habe mich direkt an den folgenden Text erinnert:

Mir wurde vor Kurzem von einem afrikanischen Stamm erzählt, der eine wunderbare Sache tat.

Wenn Jemand etwas verletzend und falsch macht, nehmen sie die Person in die Mitte des Dorfs, und der ganze Stamm kommt und umgibt ihn. Zwei Tage lang sagen sie dem Menschen jede gute Sache, die er jemals getan hat.

Der Stamm glaubt, dass jeder Mensch als GUT auf die Welt kommt, jeder von uns wünscht sich Sicherheit, Liebe, Frieden, Glück.

Aber manchmal machen Menschen Fehler in der Einhaltung dieser Dinge. Die Gemeinschaft sieht solche Missetaten dann als Hilferuf.

Sie hielten für das Wohl ihres Mitmenschen zusammen, um ihn wieder mit seiner wahren Natur zu verbinden, um ihn daran zu erinnern, wer er wirklich ist, bis er die ganze  Wahrheit erkennt, von der er vorübergehend getrennt war: „Ich bin GUT“. (Quelle)

Für Viele, die in unserer „zivilisierten“ Welt aufgewachsen sind, ist dieses beschriebene Verhalten ein Greuel, sie können sich das nicht vorstellen, es aushalten zu können. Es ist eine große Transparenz in einer solchen Gruppe, die es aber auch braucht, um in einer lebensgefährlichen Umgebung sich maximal gut aufeinander verlassen zu können. Denn da ist kein Vater Staat, der versprochen hat einzugreifen und zu maßregeln. Dann bleibt nur übrig, sich in solcher Art und Weise zu organisieren, um die Gemeinschaft zu festigen.

Jörg sieht als wichtige Bedingung einer herrschaftsfreien Gesellschaft das Zusammenkommen von Gemeinnutz und Eigennutz. Was das bedeutet, hört ich Euch besser aus 1. Mund an:

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