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Posts Tagged ‘Heimat’

Islamkritik … kann sie geäußert werden, ohne dabei diskriminierend zu sein?

Wenn es einer Kultur gelingt eine andere Kultur zu verdrängen, dann zeugt das nicht nur von der Stärke der verdrängenden Kultur, sondern im Wesentlichen von der Schwäche derer, die sich haben verdrängen lassen.
Das sind die Spielregeln des Lebens…. und alle Versuche sich dem Regelwerk des Lebens zu entziehen sind zum Scheitern verurteilt.

Udo Rohner

Udo Rohner kommentierte mit obigen Worten und dem Lied den folgenden Text, der mich resonieren ließ. Meine Frau und ich haben 5 Kinder. Nicht zusammen. Sie hat 2 Mädchen zur Welt gebracht, ich war an weiteren drei Mädchen beteiligt. Vier von ihnen sind inzwischen verheiratet oder planen eine Heirat. Ihre Partnerschaften stehen auf Augenhöhe, sprich sie haben in ihren kleinen Kreisen das Patriarchale hinter sich gelassen.

Julia Szarvasy ist mit Blick auf diese positive Entwicklung für Frauen in unserer Gesellschaft nachdenklich geworden und schreibt:

Heute Abend, nach dem zu Bett Bringen meiner kleinen Tochter, hat mich eine Flut von Gedanken und widerstreitenden Gefühlen überrannt, die ich nun versuche, in eine Ordnung zu bringen, in dem ich sie aufschreibe.

Unsere Abendlektüre ist gerade Erich Kästners Das Doppelte Lottchen von 1949. Erich Kästner, einer meiner Lieblingsautoren, ein Schriftsteller, dessen Bücher von den Nazis verbrannt wurden, wird heute nicht mehr häufig von Kindern gelesen. Die Sprache mutet heutzutage nicht eben kindgerecht an und man muss als erwachsener Vorleser vieles dolmetschen und erklären. Ich habe mich sogar ketzerisch gefragt, ob nicht bald jemand auf die Idee kommen wird, die Kinderbücher von Michael Ende, Erich Kästner oder Astrid Lindgren neu zu schreiben, um die Sprache der Bücher auf das gegenwärtige Niveau herabzusenken, damit sich auch bloß kein Leser diskriminiert fühlen kann, weil er keinen so umfangreichen Wortschatz besitzt wie noch ein Kind vor 50 Jahren. Denn Diskriminierung ist in unseren Tagen das Verbrechen schlechthin. Ein Arbeitgeber kann verklagt werden, wenn er in Stellenausschreibungen neben dem männlichen und weiblichen Geschlecht das diverse vermissen lässt. Schulen in Großbritannien und den USA wollen beste Freundschaften unterbinden damit kein Klassenkamerad sich ausgeschlossen fühlen könnte und in Kindertagesstätten wird diskutiert, ob das Indianer-Kostüm nicht Gefühle verletzen könnte. Mir geht vieles an diesen Diskriminierungsdebatten gegen den Strich.

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Heimatliches Verlangen…

Dezember 21, 2018 5 Kommentare

Auch wer im Ausland lebt,
hat den Ort, die besondere Art,
das wirkliche Wertvolle,
das wundervoll Natürliche,
das eigentlich Wesentliche
seines Ursprungs im Herzen behalten.
Auch wer fern der Heimat wohnt,
wer dort wirkt, schaltet und waltet,
sich sein tägliches Brot verdient,
sich auf positive, produktive,
und ehrliche Art und Weise
sehr sinnvoll das Leben gestaltet,
der hat seine Herkunft nie vergessen,
der hat sie weiterhin geliebt
und im Herzen behalten.
Und so ist es auch mir ergangen.
Wie oft in den vergangenen Zeiten
bin ich doch immer wieder heimgekehrt,
um mich mit heimatlichen Gefühlen
zu erfüllen und zu befriedigen,
um mich mit wohlwollendem Willen
wieder zu kräftigen und stärken,
und mir abermals, in frohem,
gut geselligem Beisammensein
mit lieber Familie und guten Freunden
heimatliche Freude zu bereiten.
So wandre ich in Gedanken
sehr oft und sehr gerne
auf heimatlichen Pfaden und Wegen
in der mir so gut bekannten Gegend.
Ich durchstreife die heimatliche Natur.
Ich erlebe in meiner Erinnerung
immer wieder ein besonders herrliches,
heilendes, gesundendes Empfinden,
und durchwandle Wälder, Wiesen,
über herrliche Hügel, durch weite Täler
die Herrlichkeit der fränkischen Flur.
Sehr genusvoll entdeckt man dort
immer wieder die natürliche Schönheit,

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Wieder ’neu‘ nach Hause kommen …

Von MiA

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„Wie gehe ich damit um, dass die Menschen meiner Heimat sagen, es ist OK wenn wir verschwinden, unser Land anderen gehört, weil wir wertlos sind?“

Januar 21, 2017 1 Kommentar

(Bitte nicht wundern, ich muss diesen Artikel aus technischen Gründen nochmals posten)

annadoraPUH, mal wieder. Ich habe Annadora vor etwa 5 Jahren das erste Mal in Berlin am Hauptbahnhof getroffen, bevor ich mich auf den Heimweg nach Köln begab. Über Facebook hatten wir uns ausgetauscht und da ich fast jede Woche zwischen Köln Berlin pendel, ergab sich halt die Gelegenheit, auch mal in Realität zu sprechen. Annadora ist fast 10 Jahre älter als ich, sprich 67, und kam vor 6  Jahren zurück nach Deutschland, und so kann ich noch recht gut nachempfinden, was sie zu erzählen weiß. Sie ist gebürtige Berlinerin, geboren in der schwierigen Nachkriegszeit. Sie lebte 40 Jahre in den USA, dennoch ist Deutschland, speziell Berlin ihre erste Heimat. In dem folgenden Video spricht sie über ihre Eindrücke, nachdem sie wieder zurück in ihre vermeintliche Heimat kam. Und das sind irritierende Dinge, die sie zu erzählen weiß. Unterm Strich bleibt festzuhalten: In diesem Land läuft ganz furchtbar was schief.

Sicher wandeln sich Kulturen, so dass man sich fremd vor kommen wird, wenn man nach so langer Zeit wie Annadora wieder nach Hause kommt und nichts mehr ist, wie es mal war. Dennoch, es kann nicht gut sein, wenn junge Menschen vor lauter programmierten Schuldkomplexen sich so schämen, dass sie sich von den „neuen“ Mitbürgern alles gefallen lassen.

In dem ersten Video erzählt Annadora, die sich lange Zeit mit Bewusstseinserweiterung befasste, über die Zeit ihrer Kindheit in Deutschland und was ihr in den letzten 6 Jahren wenig Erbauliches zustieß. Im Zweiten Teil spricht sie darüber, was es mit ihr gemacht hat und versucht eine Erklärung. Ihr Bericht lohnt sich für alle, die in der Nachkriegszeit geboren wurden, aber auch den Jüngeren mag es einen Eindruck des krassen Wandels geben. Da wir uns auf Facebook immer wieder mal begegneten, habe ich ihren bewegenden Erkenntnisprozess recht gut mitverfolgen können:

Teil zwei (allein die Metapher des Wasserstrudels bei Minute ca. 1:13h ist das Zuhören Wert: Wer sich ohne Kampf in den Strudel ergibt, hat seine Kraft noch, wenn ihn dieser am Ende wieder ausspuckt): Weiterlesen …

„Wie gehe ich damit um, dass die Menschen meiner Heimat sagen, es ist OK wenn wir verschwinden, unser Land anderen gehört, weil wir wertlos sind?“

Januar 15, 2017 8 Kommentare

Der Artikel musste aus technischen Gründen nochmals gepostet werden, bitte hier klicken

Was ist Deutsch…? Was heißt es Deutsch sein…?

Dezember 1, 2014 28 Kommentare

Was ist Deutsch…?
Was heißt es Deutsch sein…?
Kann man Deutsch werden?
Oder ist man nur so ein Unikat auf Erden?

Ja, das sind alles gute Fragen…
Antworten in geschichtlicher Retrospetive
gehen aber offenkundig und sofort erkennbar
nicht ganz ohne eine gewisse Auflistung
von Ach, Krach und Weh, von Hin und Her,
von Jammern und Klagen…
Wer sind oder waren die Deutschen zu Beginn?
Eine Sammlung germanischer Stämme…
wild… umherwandernd…
einen festen Grund und Boden suchend.
den sie ihr eigen nennen wollten…oder sollten…
aber es galt erst die damaligen Einwohner,
die damaligen Besitzer der ersehnten Landstriche…
die Kelten… weitgehend zu überwältigen…
und so hat es mehr oder weniger begonnen…
unstet, unsicher… und nicht unbescholten…
Sie haben was ihnen nicht gehörte
einfach besetzt und genommen…
und dann galt es dieses Sammelsurium
von Territorien gegen die Römer
zu verteidigen… denn diese taten
auf kämpferische Weise…
genau das Gleiche…
Wer und was waren oder sind diese Germanen?
Vielleicht sogar Weiterlesen …

Was ist schon Heimat?

Heimat. Ich denke dabei an Flüchtlinge. Ich denke dabei an Fremdenfeindlichkeit. Ich denke dabei an das Heimatgefühl als einen energetischen Besitz, genauer, an eine energetisch Quelle. Für mich, ich betone das, ist diese Energiequelle eine künstliche angelegte, die sich aus der (fiktiven) Vorstellung speist, es gäbe Heimat. Klar ist, das Menschen diese Energiequelle für sich erschließen. Warum auch nicht, wenn sie künstliche Energie benötigen. Klar ist aber auch, dass es Menschen gibt, die (energetisch) sehr gut ohne die Vorstellung von Heimat leben können. Und ich halte es für sehr klug, nicht auf Energiequellen angewiesen zu sein, die mit einer relativen Beliebigkeit verschlossen werden können. Darum: Ich setze auf eine autarke Energieversorgung.

Heimat. Ein Begriff, der relativ räumlich begrenzt werden kann. Reduziert auf “My home is my Castle”, erweitert auf “my Dorf is my Himmel”, erweitert auf “Germany is overcomming me”. Mir persönlich ist es völlig egal, wie Menschen Heimat definieren. Mir kann man keine stehlen oder streitig machen, weil ich heimatlos bin, ganz im Sinne meiner Gewissenlosigkeit. Aber eine ethische Frage stellt sich doch: Hat die “Idee Heimat” oder der Heimatgeist die Entwicklung an den Rand eines Weiterlesen …

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