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Posts Tagged ‘Hass’

Sind wir wieder einmal so weit

März 9, 2017 15 Kommentare

Marsch …

überall auf der Welt
daß alles in Ruin, in Schutt und Asche zerfällt,
zerbricht, zerbirst, zerschellt?
Wo ist und wo bleibt denn
die angeblich höhere menschliche Intelligenz?
Wir sehen es doch tagtäglich was geschieht,
wo totale Willkür wahllos wütet, wühlt,
sich wälzt und wähnt,
und wo absoluter Wahnsinn regiert.
Wieder einmal werden Menschen
aufeinander gehetzt?
Ist denn niemand in Geist, Seele und Herz
darüber vollkommen empört
und davon entsetzt?
Geht denn niemand auf die Barrikaden
um das Unheil zu verhindern,
um die internationalen Menschenrechte
und Völkerrechte zu verteidigen,
um allen Übeltätern die Wege zu versperren?
Sind Ignoranz und Arroganz
der modus operandi dieser “hohen” Herren,
die andre gezielt ausbeuten und erniedrigen?
Nichts als plutokratisch opportunistische Polemik,
beschämende Politik, provozierende Propaganda!

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Weil Glück niemals im Schatten einer Lüge bestehen kann …

Der kleine Hunger hat an anderer Stelle einen Kommentar hinterlegt, den ich gerne wieder als eigenständigen Diskussionsstrang anbieten möchte. Es geht um Selbstwertgefühl, Achtung, Eigenwilligkeit und Verantwortung, und ganz besonders dem in den sozialen Netzen stark wahrnehmbaren Hass auf den ANDEREN:

Viele Menschen stellen sich als hochgebildet dar, besitzen eine starke Überzeugung ihrer Kompetenzen und ihres Engagements und sehen sich als weltoffen an. Aber sie können ihren Hass kaum zügeln. Sie sind nämlich von dem Gefühl beherrscht, dass sie aufgrund von Bedingungen, die sie selbst nicht kontrollieren konnten, unter ihren Möglichkeiten geblieben sind.

Hass hat Anlässe, die aber nicht als Grund für die Hassreaktion anzusehen sind. Wer hasst, macht sich stark gegenüber einer anderen Person, die er bedrohen, verunglimpfen oder auf sonstige Weise niedermachen kann. In der Regel ist dieser Andere aber kein konkreter Anderer, sondern ein konzeptioneller Anderer.

Augenscheinlich kommt dieser Hass aus dem Gefühl eines verunsicherten, angegriffenen oder erschütterten Selbstwertgefühls. Daher liegen die Gründe des Hasses nicht im Erleben von Angst, sondern in Erfahrungen von Degradierung, Ignorierung oder gezielter Sabotage der eigenen Person.

Und das ist es, was in den sozialen Netzwerken geschieht

Thematiken werden von einer infantilen Diskurskultur beherrscht, von wechselseitigen Unterstellungen, Häme, Beschuldigung, naiver Besserwisserei und Verhärtung. Fast alles, was sachlich nötig wäre, gerät in diesen Sandkastenlogiken aus dem Blick.

Es wäre ein erwachsener Anfang, sich zunächst eine grundlegende Perplexität einzugestehen. Alle bewegen sich derzeit auf schwankendem Grund. Das erfordert eine besondere Wachheit und Gelenkigkeit, gerade in Bezug auf eigene Überzeugungen. Es erfordert die Bereitschaft, Unrecht zu haben.

Und das beginnt immer bei einem Selbst.

Seit es Menschen gibt, gibt es auch Lügen. Sie gehören zum Leben.

Die Sehnsucht nach Bindungen ist bei sehr vielen Menschen sehr groß, denn darüber erfährt er Anerkennung und Bestätigung. Wenn sich nun bestimmte Vorstellungen in Bezug auf diese Grundbedürfnisse nicht erfüllen, dann kann es passieren, dass sie anfangen, sich das Leben zurechtzubasteln.

Man kann nicht sagen, dass bestimmte Charaktere extrem gefährdet sind. Kein Mensch ist dagegen gefeit. Eine ganz große Rolle spielt das Weiterlesen …

Brutalität in Belgien

März 23, 2016 18 Kommentare

Bluttaten in Brüssel.
Terroranschlag auf einfache Menschen
bei friedlichem, täglichem Leben,
die mit dem gegenwärtigen Wahnsinn,
dem grauenhaft grassierenden Übel
in der Weltpolitik keine direkte,
persönliche Verbindung haben.
Das sind nicht die Verantwortlichen.
Das sind nicht die Schuldtragenden.
Das sind auserwählte Opfer der Willkür
in bewußter, selektiv gezielter Grausamkeit!
Was ist der „Sinn“, der“Zweck“
solcher Schandtaten?
Der Kreis der Gewalt vergrößert
und erweitert sich.
Es wird ein Wirren, eine tödliche Turbulenz,
ein Wirbel, ein Strudel, ein Sog,
der uns unentwegt, unhaltbar, unrettbar
in die Tiefe reißt, zerrt und zieht.
Ein Zeichen der Zerrissenheit,
des Zerfalls und der Zerrüttung!
Ein Verlust der Menschlichkeit.
Ein Hohn der Humanität.
Resultat?
Abscheu… Entsetzen… Horror…
Und danach … noch mehr Extremismus?
Noch mehr Zynismus?
Noch mehr Radikalismus?
Noch mehr Rache und Revanchismus?
Ächtung… Verbitterung… Verachtung?
Vergewaltigung… Vergeltung?
Haß, Schinderei, schamlose Schändung?
Noch mehr Konflikte und Konfrontation?
Noch mehr Zwist und Streiterei?
Noch mehr kulturelle Frevelei?
Noch mehr Arroganz und Ignoranz?
Noch mehr Intolleranz und Überheblichkeit?
Noch mehr Haß und Hetzerei
Noch mehr krasse Ketzerei?
Noch mehr Kriegstreiberei?
Noch mehr Übel und Unmenschlichkeit?
Noch mehr ferngesteuerte Attacken?
Noch mehr Verschuldung?
Noch mehr Vertreibung?
Noch mehr Verluste.
Noch mehr Entartung, Erniedrigung, Entfremdung?
Noch mehr Versklavung und Entmenschung?
Noch mehr Bekämpfung,
Ausbeutung, Zerstörung, Verwüstung
und garantiert gegenseitige Vernichtung?
Ein Ende der Hoffnung auf Frieden?
Ein Ende des Rechts und der Gerechtigkeit?
Die wahllose Willkür hat beschlossen
und entschieden?
Der Wahnsinn hat gesiegt?

Gerhard A. Fürst
22.3.2016

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Angst essen schon wieder Seele auf, denn der Hass geht wieder um, fidelbum

Dezember 4, 2014 25 Kommentare

„Wir stehen am Rande einer weltweiten Umbildung, alles was wir brauchen, ist die richtige allumfassende Krise und die Nationen werden in die neue Weltordnung einwilligen.“
David Rockefeller 1994 vor dem Wirtschafts-Ausschuss der Vereinten Nationen (UN Business Council)

Flüchltlinge

Flüchltlinge

Angst ist etwas, was uns Deutschen seit Jahren regelmäßig mit wiederholten Bildern des Holocausts ins Unterbewusstsein geschleust wird. Was Angst mit uns macht, hat auch sehr schön der Film Angst essen Seele auf R.W. Fassbinder aufgezeigt, neben den Fallstricken, mit Traditionen zu brechen.

Das die zunehmenden Krisen auch den Menschen sehr viel Angst bereitet, sehe wir an den aggressiver werdenden Demonstrationen. Als Letztens in Köln die Antiislam-Demo lief, traute sich Mancheiner nicht mehr auf die Straße, wie das Erik Flügge in seinem für mich sehr nachvollziehbaren Artikel Deutschland, Du bist mir fremd geworden erwähnt. In seinem Überblick schreibt er:

Es hat sich etwas verändert in den letzten zwei Jahren in diesem Land. Ich fühle mich so fremd und angegriffen in der Identität wie nie. Überall lese ich Hassbotschaften. Es vergeht kein Tag, an dem nicht jemand gegen andere Menschen hetzt. Was ist aus dir geworden, Deutschland? Warum hast Du deine Größe verloren und stimmst erneut ein in den Kleingeist der Vergangenheit.

Auch unsere Blogger-Kollegin Caillea greift das Thema Angst und Hass in ihrem Artikel Das verlogene Flüchtlingsdrama auf auf. Sie macht darauf aufmerksam, dass Menschen schon immer flüchten mussten, von einer Nahrungsquelle zur nächsten. Sie stellt fest, dass selbst Jene, die viel haben, immer noch versuchen, zur nächst ergiebigeren Quelle zu gelangen, und sei es nur, dass sie Weiterlesen …

Neger, Neger, Schornsteinfeger – politisch korrekt, oder was?

Januar 30, 2013 9 Kommentare
Alexander Daus nahm gerade Stellung zu einem meiner Posts auf Facebook, bei dem es um Feindbilder und Beschimpfungen geht:
Das “automatische Ausblenden” der eigentlichen Ziele des folgenden verbalen Geballers ist nichts anderes als eine der Konfliktwahrnehmung immanente Verhaltensstrategie – mit der Folge des “Tunnelblicks”. Gott sei Dank haben sich infolge einiger Weltkriege auch Kulturtechniken entwickelt, die der Ausprägung von Feindbildern und Vernichtungsplänen (mundtot machen gehört dazu) überlegen sind – zum Nutzen beider Seiten. (Quelle: Neger, Neger, Schornsteinfeger)
und die ich hier zu einem weiteren wichtigen Thema unnützer Verkrampfungen/Tabuisierungen als Denkanstoß bringen möchte:
Hatte erst vor ner Stunde eine kleine Diskussion darüber mit meiner ehem. Professorin… möglicherweise ist es ein Generationen- Ding oder es sind einfach verschiedenen Biografien… ich als weißer Mann, weitestgehend der Deutschen Sprache mächtig, bin kaum Ziel von Diskriminierung… ich merke viel mehr wie es in den Kreisen ( Akademkier und Künstler), in denen ich verkehre, Rassismus/ Sexismus nicht wirklich ernst genommen wird und wir ihn eher als Spielerei oder Ironisch kommentieren … uns ist glaub ich häufig nicht klar, wie real und bestialisch er „woanders“ noch auftritt … und wir können uns sicher nicht davon freisprechen, auch Unterscheidungen zu treffen und irgendwo Vorurteile nicht ganz Weiterlesen …

Warum handeln wir so unzuträglich? 15 Denkanstöße zur Solidarität …

September 20, 2012 11 Kommentare

Ich treffe immer mehr Menschen, die auch feststellen: irgendwas läuft mächtig schief. So fangen sie an, mehr und mehr Fragen zu stellen:

1. Warum erachten wir weiterhin ein System für erstrebenswert und notwendig, welches ausschließlich zur Verschwendung, Vernichtung, Ausbeutung, Kriminalität, Krieg und soziale Ungerechtigkeit sorgt?

2. Warum dienen wir der Wirtschaft und dem Geld, aber nicht umgekehrt?

3. Warum begründen wir den Egoismus als menschliche Natur, obwohl kein Mensch mit Hass, Gier, oder Neid geboren wurde?

4. Warum denken wir, dass Arbeit produktiv ist, obwohl zwei Drittel unseres Einkommens ausschließlich zur Bezahlung von Schulden, Zinsen, Abgaben, Steuern, Versicherungen und Sonstigem aufgewendet werden müssen, welche uns niemals direkt zu Gute kommen?

5. Warum denken wir, dass die Erschaffung von künstlichen Bedürfnissen, die angebliche Wahlfreiheit darstellt und nicht die Suggestion der persönlichen Minderwertigkeit, nur weil wir diesen Bedarf nicht besitzen?

6. Warum denken wir, Freiheit und Unabhängigkeit zu besitzen, obwohl täglich neue Gesetze geschaffen werden, um unsere Leben bis ins Detail zu regulieren und zu begrenzen?

7. Warum denken wir, Meinungsfreiheit zu besitzen, aber mehrheitlich Angst haben, wenn wir sagen, was wir Weiterlesen …

Kategorien:Ökonomie, Ethik, Politik Schlagwörter: , ,

Über das Triumvirat: Die Gier – Der Neid – Der Hass – ob sie uns noch auffressen werden?

Januar 17, 2012 9 Kommentare

Wir hatten ja trefflich über unsere Gier, wozu sie da sein könnte und was sie mit uns macht, zum Artikel Reicht es aus, das Geld abzuschaffen, damit wir auch von unserer Gier lassen? intensiv diskutiert. Wilfried Schmickler trägt hier sein Gedicht Die Gier vor. Ob wir sie irgendwann doch besiegen werden können, wenn wir intelligenten Wesen unseren Geist mit unserem Herzen verschmelzen?

hier noch der Text des Gedichts: Weiterlesen …

Kategorien:Ethik, Gesellschaft Schlagwörter: , , ,
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