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Posts Tagged ‘Grundeinkommen’

»Gradido, die Natürliche Ökonomie des Lebens, ist ein Weg zu weltweitem Wohlstand und Frieden in Harmonie mit der Natur.«

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Der vorletzte Artikel zeigte nochmals auf, wo im Geldsystem die Fehler stecken. Stellt sich die Frage, welche Alternativen es gäbe, um aus dem Dilemma des Abfließens der Arbeitskraft in Form von Geld von Arm nach Reich herauszutreten. Die Künstlerin Bilbo Calvez schlug uns vor, mit dem Zählen aufzuhören, ganz vom Geld zu lassen.

Bernd Hückstädt, Leiter der Gradido-Akademie für Wirtschaftsbionik, nimmt uns als „Querdenker“, Mathematiker, Musiker und „Herzensmensch“ mit auf eine weiter Reise in die nahe Zukunft. Er stellt fest, dass unser Geldsystem gegen mehrere natürliche Gesetze verstößt. Auf Basis seiner Beobachtung der Natur als sich selbst regulierenden Systems konzipierte er ein alternatives Geldsystem namens Gradido. Zu seinem Vortrag ist auf youtube ist zu lesen:

Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens ist ein Geld-und Wirtschaftsmodell nach dem Vorbild der Natur. Es bietet ein Grundeinkommen für jeden Menschen, einen reichlichen Staatshaushalt für jedes Land und einen zusätzlichen Ausgleichs- und Umweltfonds zur Sanierung der Altlasten. Das selbst regulierende System hält die Geldmenge und damit die Preise stabil. Der sanfte Ausgleich zwischen den bisher armen Ländern und den Industrienationen fördert den Frieden. Erfahren Sie die ermutigenden Ergebnisse aus der Wirtschafts-Bionik-Forschung!

Aber macht Euch selbst ein Bild von seiner Ideen:

Einkommen wie Leitungswasser – #BGE

November 1, 2015 58 Kommentare

Laut einer Umfrage, die im Rahmen der Verfilmung von „Grundeinkommen – ein Kulturimpuls“ erhoben wurde, sagten auf die Frage, ob sie mit einem BGE noch weiterarbeiten würden etwa 90%: „JA“ oder zumindest „JA, aber vielleicht etwas Anderes“. Auf die Frage, ob die Anderen noch weiterarbeiten würden, antworteten 80%: „NEIN“. Hieran wird eine der zentralen Fragen der BGE – Befürwortung oder -Ablehnung deutlich: Die Frage nach dem Menschenbild. Viele haben zwei Menschenbilder. Ein gutes, edles und humanistisches von sich und ein eher negatives von den Übrigen. (Quelle)

Lange ist es her, dass ich das Thema Bedingungsloses Grundeinkommen hier zur Diskussion stellte (alles zum #BGE). Da nun im nächsten Jahr klar ist, dass die Schweizer darüber abstimmen werden, kommt Bewegung ins Thema. Und diese Anlehnung mit der Umgestaltung des Verteilens von Wasser finde ich einen gegebenen Anlass, das Thema nochmals aus der Versenkung zu holen:


Das bedingungslose Grundeinkommen ist keine Revolution.
Früher haben wir das Wasser am Dorfbrunnen geholt. Heute gibt es überall dort Wasserhähne, wo wir Wasser brauchen. Als die Idee aufkam, Wasserleitungen zu verlegen, waren die Bedenken groß: Dann treffen wir uns nicht mehr am Brunnen. Das Miteinander fällt auseinander. Und wer bitte kontrolliert, dass die anderen den Wasserhahn auch abstellen und nicht missbrauchen? Genauso selbstverständlich wie der Wasserhahn heute für uns ist, wird das Grundeinkommen nach seiner Einführung sein.

Die Schweizer Volksinitiative Für ein bedingungsloses Grundeinkommen schlägt vor, den Teil des Einkommens, den jeder unbedingt zum Leben braucht, bedingungslos zu gewährleisten. Wer das Unbedingte jedoch an Bedingungen knüpft, ist ungeschickt. Es ist unklug, wenn im Überfluss Mangel und in einer freien Gesellschaft Unfreiheit herrscht.

Das bedingungslose Grundeinkommen fordert nichts. Es geht nicht um mehr für die einen und weniger für die anderen. Es geht darum, das zu sichern, was jeden absichert. Es geht um die erste postideologische Idee für das 21. Jahrhundert.

Fazit des lesenswerten Gastbeitrags der Zeit basierend auf einem Auszug aus dem Buch von Daniel Häni und Philip Kovce: Was fehlt, wenn alles da ist?: Warum das bedingungslose Grundeinkommen die richtigen Fragen stellt

Weitere Leseempfehlung zum Thema: Bedingungslos geliebt. Leistung zwischen Vorschuss und Bewährung

Wer es noch nicht kennt, in der Zeit der Enterprise (Star Trek) ist man noch einen Schritt weiter gegangen:

 

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1. Mai – Tag der Arbeit – oder sind wir unterwegs in die Freizeitgesellschaft?

Ulrich Kampffmeyer bemerkte auf seiner Facebook-Seite zum Artikel Maschinen verdrängen Menschen auf Spiegel Online:
Was wir schon immer wussten – die Automatisierung der Arbeit durch Maschinen und Software verdrängt den Menschen. So gesehen sind Büros ohne Workflow, ohne Collaboration-Software, ohne elektronische Archivierung, ohne ECM … die letzten Paradiese der menschlichen Arbeit, Oasen des Wohlfühlens, wo der Mensch noch Mensch sein darf, wo menschliche Arbeit noch einen Sinn hat, … Es wird Zeit für eine Aufarbeitung der Auswirkungen der Informationsgesellschaft und der industriellen Automatisierung. Das menschliche Selbstverständnis ist in Gefahr. Der Sinn des Lebens reduziert sich auf Konsumieren und auf der Coach abhängen.

In einer der dann folgenden Bemerkungen hat Roman H. Lustig, der hier schon einmal zu Wort kam (siehe: das System versagt), folgende kleine aber bedenkenswerte Replik gegeben:

Die Befreiung breiter Massen von der Last des alltäglichen Broterwerbes wäre tatsächlich eine große Errungenschaft für die Menschheit und technisch in jedem Fall machbar, somit eine realisierbare Utopie. Allein infolge dreier maßgeblicher Problemkreise wird die an sich köstliche Suppe (bis dato) dann gründlich versalzen sein:

1. AUF GESELLSCHAFTLICHER EBENE ergibt sich insbesondere das von Herrn Caspers schon angesprochene „VERTEILUNGSPROBLEM“. Bis dato brachte noch jede historisch realisierte Gesellschaftsordnung (die gegenwärtige in den westlichen Demokratien inbegriffen) „Ungleichheit“ hervor, war somit ein Ungleichheitssystem, und zwar im größeren oder kleineren Ausmaß. Wir können nun annehmen, dass unter den gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnissen die ungleiche Verteilung der Güter drastisch zunehmen wird, wenn nur noch wenige am Produktionsprozess beteiligt sind (zum einen als Eigner von Produktionsfaktoren wie Grund und Boden, Realkapital und monetäres Kapital, was insbesondere die Shareholder inkludiert; zum anderen als Weiterlesen …

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