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Posts Tagged ‘Glück’

Der Mensch, ein faszinierendes Wesen – der Schale zweiter Teil

Immanuel Kant 1791 (Foto: Wikipedia)

Im ersten Teil lag die Betrachterperspektive noch auf der äußeren Schale. Wenn wir uns vom Diktat der Zeit gelöst haben und die gerissene emotionale Bindung durch Selbstliebe wieder aufgenommen haben, ist es an der Zeit, tiefer zum WesensKern vorzudringen.

Wie der Tag die Nacht für seine Existenz benötigt, benötigt der Mensch auch zweierlei: Herz und Verstand! Die Moderne hat diesen gleichförmigen Rhythmus gestört, die Nacht wird zum Tag gemacht – immer stärker legen wir unseren Fokus auf den Verstand. Was in der Zeit der Aufklärung bitter nötig war und zu folgendem Leitspruch – aus der Feder von Immanuel Kant – führte:

Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.

Verkam doch dieser Leitsatz in den letzten Jahrzehnten zu einer blinden Konditionierung des Verstandes. Alle Energie des modernen Menschen floss in die Ausbildung seiner Ratio.

Das Ergebnis ist die völlige Entwurzelung, die Verwirrung des Menschen. Nicht mehr die Vernunft steuert den Menschen, er versucht sein Leben ausschließlich auf den Verstand zu bauen. Je mehr er aber zu verstehen versucht, desto größer wird sein Unvermögen, den WesensKern zu fassen, der den Mensch zum Menschen macht.

Unzählige Kinder, die aufgrund der elterlichen FürSORGE im Gymnasium ihren Weg zu bestreiten versuchen, können ein leidvolles Lied davon singen. Dies ist nur ein Beispiel von vielen, bei denen gewonnene Freiheitsgrade, wie die unverbindliche Grundschulempfehlung von ‚grün-rot‘ in Baden-Württemberg, es den Eltern nicht leichter macht.

Auch die moderne Möglichkeit der Neurobiologie legt ihren Fokus auf die Prozessen im Gehirn und leitet durch die Weiterlesen …

Weltbürgertum und Mündigkeit

Wir haben immer wieder von der neuen Weltordnung (New World Order = NWO) gesprochen, einem Begriff, der uns seit Ende der 80er Jahre zunehmend von unseren Regierenden der westlichen Welt präsentiert. Ziel ist ihnen eine Eineweltregierung. Die Idee ist, dass bei nur noch einem herrschenden, Regel gebenden, kontrollierenden Gremium (wir erinnern uns an den Big Brother von Orwells 1984) Friede auf der Erde herrschen sollte. Denn die allmächtige Gestapo/Stasi würde dann jedwede Aufstände im Keim ersticken können. Und es gibt die andere Seite, die eine direkte Demokratie in einer gemeinsam Welt sieht. Ich hatte schon mal über den Wettlauf dieser beiden Lager geschrieben.

Rudolf Kuhr beschreibt die Anforderungen an einen Bürger, der eine solche Welt tragen sollte. Ich gehe nicht mit allen Punkten mit, dennoch sollte es helfen, friedlicher miteinander umgehen zu können? Aber lest selbst:

Ein Beitrag zum neuen Weltbürger-Bewußtsein

Ziel des neuen Weltbürger-Bewußtseins ist es, in der gesamten Menschheit eine politische Einheit zu sehen, um ein friedliches Miteinander zu erreichen. Um diese Vorstellung verwirklichen zu können, müssen genügend einzelne Menschen ihre innere Stabilität, ihre Identität aus sich selbst heraus in individueller Verbundenheit zum Weltganzen gebildet haben und nicht durch Bekenntnisse zu religiösen oder ethnischen Gruppierungen, die sich von anderen Menschen abgrenzen. Das heißt, sie müssen in der Lage, also innerlich so stabil sein, ihre Verbundenheit zum universellen Menschentum über ihre Verbundenheit zu einem religiösen oder ethnischen Bekenntnis zu stellen, wenn sie ein Weltbürgertum nachhaltig praktizieren wollen.

Wie die Realität zeigt, entstehen in unserer Zeit immer wieder Weiterlesen …

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The “Land of Luck?”

Februar 26, 2014 1 Kommentar

The “Land of Luck?”
Land of the “Big Buck?”
No-one in need?
No-one destitute?
No-one in trouble?
No-one in misery?
No-one unhappy?
No-one slaving, skimping, and saving…?
No-one is stuck
in the eternal rat race
and deep in muck?
Everyone simply
dreaming, scheming,
wheeling, dealing, and craving…
to obtain the winning ticket…
of absolutely guaranteed
eternal luck?

Gewinn mit Garantie?
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Eine weltweite Epidemie verbreitet sich mit rasender Schnelligkeit!

Die WHO befürchtet – selbst schon ganz aufgelöst und verwirrt – , dass Milliarden Individuen in den nächsten 10 Jahren infiziert werden könnten– mit unabsehbaren Folgen für unsere so kostbare Konsumgesellschaft!

Hier folgen die Hauptsymptome dieser schrecklichen Krankheit:

  1. Die Neigung sich durch seine eigene Intuition leiten zulassen, anstatt unter dem Druck von Ängsten, aufgezwungenen Ideen und Verhalten, das in der Vergangenheit konditioniert wurde.
  2. Totaler Mangel an Interesse, andere oder sich selbst zu beurteilen, oder sich mit etwas zu beschäftigen, das Konflikte verursachen könnte.
  3. Totaler Verlust der Fähigkeit, sich Sorgen zu machen – das ist eines der allerschlimmsten Symptome.
  4.  Eine konstantes Wohlgefühl beim Wertschätzen von Menschen und Dingen so wie sie sind, was zur Folge hat, dass man Andere nicht mehr verändern will.
  5. Das Bestreben, sich selbst zu ändern, um für die eigenen Gedanken, Gefühle, Emotionen, Körper, das materielle Leben und die Umgebung auf eine positive Art zu sorgen, so dass unser Weiterlesen …

Still Searching for Happiness?

Februar 21, 2013 3 Kommentare

Still Searching for Happiness?

You find it right within yourself.
You are the center and the source.
It’s in your heart and soul.
It’s always been with you.
It was never lost.
It’s not the result
of gambling games to be played.
It’s not made up of winnings
from lottery tickets bought.
This is a fact, of course.
It’s right there…within your thoughts.
It’s made manifest
by good deeds done.
It’s the joy of victory
over life’s hard battles won!
It’s on your mind.
It’s your strength of character
to be peaceful, gentle, charitable,
gregarious, generous,
cheerful, joyful, and kind!
Thus, happiness has always been
right within your reach.
No need to be mystified
No need to wonder.
Just look within.
You and the happiness you seek,
have always been kin!

Gerhard A. Fürst
2/20/2013

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Entweder „Himmelhoch jauchzend“ oder „zu Tode betrübt“

Dezember 15, 2012 5 Kommentare

Nach dem Ausscheiden der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der diesjährigen EM im Halbfinale gegen Italien habe ich in meinem Logbuch der Reise des Verstehens folgende Gedanken nieder geschrieben, die ich Ihnen hier in diesem Kanal auch gerne anreichen möchte.

Ich habe des Öfteren über die Notwendigkeit gesprochen, eine Mehrwertigkeit in unserem Denken zu etablieren. Unser abendländisches Denken ist geprägt von der zweiwertigen aristotelischen Logik. Entweder eine Sache ist gut oder böse. Eine andere Option gibt es nicht. Detaillierte Ausführungen habe ich in verschiedenen Ausführungen zur Polykontexturalität gegeben.

Heute möchte ich aus gegebenem Anlass des Ausscheidens der deutschen Mannschaft bei der Fußball-EM, eine Auswirkung zur Diskussion stellen, die ich wahrnehme, wenn wir bei der Zweiwertigkeit im Denken und Handeln bleiben.

Vor dem Halbfinale gab es in den Medien durchweg überschwänglich positive Meldungen über die deutsche Mannschaft zu lesen. Jogi Löw hat ein Goldhändchen. Mats Hummels spielt eine überragende EM, was kaum zu toppen ist. Ihnen fallen bestimmt weitere Meldungen ein, die in die gleiche Richtung zeigen.

Nach einhelliger Meinung können wir einer rosigen Zukunft entgegen sehen.

Nach dem Halbfinale war auf einmal alles anders. Der komplette Gegensatz war zu lesen. Jogi Löw hat mit seiner Weiterlesen …

Auf welche Dinge legen Sie in ihrem Arbeitsleben den größten Wert?

Oktober 26, 2012 2 Kommentare

Wir sind der Meinung, dass auf lange Sicht gesehen Afrikas Beitrag für die Welt aus dem Bereich der menschlichen Beziehungen stammen wird. Die großen Weltmächte haben vielleicht Wunder darin vollbracht, der Welt ein industrielles und militärisches Antlitz zu verleihen, aber das große Geschenk wird aus Afrika kommen –
Der Welt ein menschlicheres Gesicht zu geben.

Steve Biko 1970
Politischer Aktivist, der wegen seiner Überzeugungen sterben musste.

So beginnt das Buch Ubuntu – So arbeiten Ihre Teams entspannt und effektiv zusammen der Bestseller-Autoren Stephen Lundin und Bob Nelson. Da diese Beiden noch leben, hoffe ich mal, dass mir das Schicksal von Steve Biko auf erspart bleibt, wenn ich mich als ein Unterstützer seiner Idee oute 😉

Das Buch bringt in Romanschreibe eine äußerst zuträgliche Führungskultur rüber. Es geht um nicht mehr, als das Gefühl der Erfüllung beim Arbeiten. Und was aber die Unternehmensführung mehr freuen wird: diese Kultur führt zudem zur Steigerung der Produktivität.

Was ist Ubuntu?

Die afrikanische Lebensphilosophie mit dem süd-afrikanischen Zulu-Wort Ubuntu lässt sich in dem folgenden Satz kurz beschreiben:

mir geht es nur gut, wenn es Allen gut geht, denn ich bin ein Teil von ihnen

Viele afrikanische Menschen sind mit dieser Denkweise aufgewachsen und sie ist für sie wie das Atmen. Etwas detaillierter beschreiben es die Autoren über die Stimme eines der Protagonisten so: Weiterlesen …

Sind der Ehrgeiz und die Habsucht das Paar Schuhe, das das Glück auf der Welt zertrampelt?

Wikipedia: James Tissots Ölgemälde A Woman of Ambition (1883‒85) zeigt eine junge Frau, deren Interesse, in der Politik mitzureden, im späten 19. Jahrhundert die Gemüter der Männer erregt.

Wikipedia: James Tissots Ölgemälde A Woman of Ambition (1883‒85) zeigt eine junge Frau, deren Interesse, in der Politik mitzureden, im späten 19. Jahrhundert die Gemüter der Männer erregt.

Nachdem wir Leid und Gier (=Habsucht) als durchaus zuträgliche Motivatoren zum Überleben erkannt haben, die aber auch durch Übertreibung zu unzuträglichem  Handeln antreiben können, möchte ich mich nun einem weiteren Antreiber widmen: dem Ehrgeiz. Zuerst schauen wir mal, was unsere Alten so zu sagen hatten:

Ehrgeiz ist die zentrale Ursache allen Unglücks und Unfriedens auf Erden. (Luther)

Weil Ehrgeiz und Habsucht direkt gegen das Wohl des jeweils anderen Menschen gerichtet sind, sind sie die schicksalhafte Ursache allen menschlichen Unglücks. … Wenn Feigheit und schlechte Ordnung sich dem Ehrgeiz beigesellen, so kommt schnell jedes Unheil, Zerfall und jedes andre Übel.(Machiavelli war dem Ehrgeiz also ambivalent eingestellt, und er schrieb unter dem Eindruck der damaligen Besatzung Italiens durch Frankreich)

Der Nichtehrgeizige werde getadelt, weil er nicht einmal die Ehre sucht, die aus dem sittlich Schönen erwächst (Aristoteles)

Es gilt also auch hier das Polaritätsgesetz beim Ehrgeiz, denn das Ergebnis kann zuträglich  oder eben auch nicht für die Gemeinschaft sein.

In alten Zeiten war Ehrgeiz eher negativ belastet. In der letzten Zeit des neolibaleren Kapitalismus scheint mir der Ehrgeiz in dieser Konkurrenzgesellschaft salonfähig geworden zu sein, zumindest unter Jenen, die nach oben in der Hierarchie wollen und sich damit auf Kosten Anderer besser stellen wollen.

Dieser Artikel wurde von BÜRGERSTIMME angefragt, dort publiziert werden zu dürfen, daher geht es nun dort weiter.

 

Was ist eigentlich Bewusstsein? Können wir es für eine bessere Welt verändern?

Prof. Dr. Thilo Hinterberger sprach im Haus der Wissenschaft über den Forschungszweig der „Angewandten Bewusstseinswissenschaften„. Ich habe mal die wichtigsten Fakten des Vortrags im Folgenden kurz dargestellt.

Wahrnehmung, Erkennen und Assoziieren sind nicht-bewusste Vorgänge in unserem Gehirn, die zu einer internen Repräsentation als Abbild der äußeren Welt führt.

Bewusstsein, im Englischen Consciousness leitet sich aus Lateinischen con = mit und scire = wissen, also dem Mitwissen ab.

Wir alle sind ein uns gegenseitig spiegelndes Gefüge.

Täuschung

Täuschung

Unser Gehirn konstruiert auf Basis des schon Erlebten laufend unsere Welt neu, dabei kann es leicht zu Fehlern kommen (das Bild links kommt bei ca. Minute 16). Und dass wir uns eine virtuelle Realität selbst bauen können, zeigen uns die Möglichkeit der luziden Träume, also jenen Träumen, denen wir uns bewusst sind und die wir in der Lage sind, selbst zu steuern. Viele Menschen wissen darüber nicht. Luzide zu träumen ist lernbar.

Die Vorstellung von uns selbst unterscheidet sich in Nichts anderem als eine Vorstellung von jemand Anderem.

Bewusstsein entsteht, wenn das Denken selbstreflexiv beobachtet wird. Damit ist das Selbst nur eine Illusion.

Es gibt das Beobachterproblem in Bezug auf die Trennung zwischen dem Ich und dem Gegenüber. Was passiert, wenn ich mich selbst in Beziehung mit dem zu beobachtenden Objekt setze? Die Realität ist abhängig vom Standpunkt des Beobachters.

Die aktuelle Chemie im Gehirn trägt stark dazu bei, wie die Realität rekonstruiert wird.

Bewusstsein ist Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Präsenz. Meditation ist der Zustand höchster Weiterlesen …

Kategorien:Bildung, Ethik, Gesellschaft Schlagwörter: , , ,

Jamilanda – die öko-ligente LebensArt

Dieses Buch, Jamilanda: Die öko-ligente LebensArt,  hat mich besonders berührt. Alexander Baltosée hat im letzten Jahr einen lesenswerten Roman der besonderen Art veröffentlicht. Er denkt visionär auf 700 Seiten das Leben in einer kleinen Region, wie ich es mir inzwischen wünschen würde, dass es so sein sollte. Was das Buch so besonders macht, ist die Kombination der fachlichen Wissensvermittlung über schon heute mögliches, weil  überall in der Welt vereinzelt praktiziertes, alternatives Leben, und der Erzählung einer sich vorsichtig und zeitnehmenden Entwicklung einer neuen Liebe aus der Ich-Perspektive. Der Erzähler ist ein Journalist, der über das Leben der Menschen in Jamilanda berichten soll. Der Leser begleitet so den Protagonisten während seiner Recherchen und erblickt durch seine Augen eine gleichsam prickelnd-pulsierende auch als beschauliche Welt.

Für mich war Vieles nicht neu, habe ich diese Themen doch schon, seit ich vor vier Jahren angefangen habe zu bloggen, selbst angesprochen. Alexander hat es also anders als ich geschafft, aus den vielen Teilaspekten ein äußerst informierendes Buch zu schreiben. Ohne nicht auch die Quellen und weiterführende Schriften im Abspann zu nennen, geht er auf fast alles im Leben ein, wie wir es so tun können, dass daraus eine bessere Welt als die jetzige entstehen kann. Damit ist er mir auf meiner Reise weit voraus und ich durfte darüber hinaus auch viel Neues von ihm lernen.

Sein roter Faden spinnt sich von der Art des offenen, transparenten Umgangs miteinander, über die freie Ausbildung unserer Kinder hin zu Weiterlesen …

Kategorien:Ökologie, Ökonomie, Bildung, Politik Schlagwörter: ,

Steht unser Rechtssystem auf dem falschen Fundament: ist Eigentum Diebstahl?

Proudhon und seine Kinder

Pierre-Joseph Proudhon und seine Kinder

Ich hatte vor eniger Zeit schon einmal formuliert: Unser Geldsystem steht im Widerspruch zur Grundregel „Du sollst nicht stehlen“. In unseren Diskussionsbeiträgen ist in letzter Zeit immer wieder Mal der Begriff des Eigentums als ein zu hinterfragender aufgetaucht. Nun bin ich in dieser Woche mal der Frage nachgegangen, ob Eigentum so etwas wie ein natürliches Recht ist, oder ob es aus vernünftigen Gründen Sinn macht, es zu haben. Und wie so Vieles, sieht man Licht und Schatten. Meine Intuition sieht allerdings mehr Schatten, so dass ich zu meiner aktuellen Ansicht komme, dass ich mich der Meinung Proudhons anschließen mag, die er in seiner etwas längeren Streitschrift zum Eigentum sezierend seiner Leserschaft klar macht:

Eigentum ist Diebstahl.

Wobei wir einen weiteren Punkt unseres kapitalistischen Systems zu erkennen hätten, was uns weniger zuträglich ist, weil es für einige Wenige vermehrend wirkt, besonders. Proudhon schreibt in seinem Traktat unter anderem:

Das Eigentum aber ist ethymologisch wie nach den Definitionen der Rechtswissenschaft ein Recht außerhalb der Gesellschaft. Denn stammten die Güter eines jeden von der Gesellschaft, so wären die Bedingungen für alle gleich, und nachstehender Satz müßte einen „Widerspruch enthalten: Das Eigentum ist das Recht, das ein Mensch besitzt, völlig uneingeschränkt über ein gesellschaftliches Eigentum zu verfügen. Haben wir uns also um der Freiheit, Gleichheit, Sicherheit willen zur Gesellschaft zusammengeschlossen, so haben wir es nicht um des Eigentums willen getan; wenn also das Eigentum ein Naturrecht ist, so ist dieses Naturrecht kein soziales, sondern ein antisoziales. Eigentum und Gesellschaft sind zwei Dinge, zwischen denen unversöhnliche Feindschaft besteht: es ist ebenso unmöglich, zwei Eigentümer zu vereinigen, wie zwei Magnete mit ihren gleichen Polen. Entweder muß die Gesellschaft zugrunde gehen oder sie muß das Eigentum vernichten.

Und er geht bis auf Cicero zurück, der Eigentum durch Okkupation und Arbeit daran betrachtet:

… denn die Okkupation ist eine reine Weiterlesen …

Verstärkt sich das Hinterfragen unserer Welt darüber …

…, warum sie so ist wie wir sie wahrnehmen? Mein Lieblingsartikel, der aufweist, warum wir es so schwer mit dem Ändern überlieferter Traditionen haben, ist auf unserem SAPERION Blog heute unter den Alltime Top Ten aufgetaucht:

Wie eine Geschichte mit fünf Affen die Analogie zu den Problemen beim Ändern von alten Prozessen aufzeigt (Business Process Improvement) …

Zum Beispiel könnten wir wissen wollen,

  • ob wir auch ohne Geld wirtschaften könnten, oder
  • ob Hierarchien natürlich sind oder eher Gott-gegeben, oder
  • ob die Welt wirklich so aussieht, wie wir sie mit unseren beschränkten Wahrnehmungsorganen wahrnehmen,
  • ob der Mensch von Natur aus faul ist oder Weiterlesen …

Sollten wir die Goldene Regel besser erneuern in “Strebe nach deinem Glück und teile es”?

März 14, 2012 24 Kommentare

Glück ist wie ein Schmetterling.

Nana Mouskouri singt ein schönes Lied, aber was verstand sie von Glück und Schmetterlingen?

Beginnen wir mit dem „Glück“. Ein Sechser im Lotto – Glück gehabt? Die Folge des Geldsegens muss nicht mal anhaltende Freude bedeuten. Und wie verhält es sich mit dem Glück in der Liebe? Wenn sich mit Liebe Glücklichsein verbindet, scheint beides in der Gesellschaft nicht weit verbreitet zu sein.

Glück, das glaube ich, gönnt man den mit Erbsünde beladenen Menschen nicht – und führt sie statt dessen in Versuchung. Das bestätigt in gewisser Weise das Postulat der Erbsünde.

Schmetterlinge sind einfach nur wunderbar, und es fällt mir zugegebenermaßen nicht leicht, sie in die Ordnung der Tiere zu stecken. Jedenfalls entwickeln sie sich über ein befruchtetes Ei zu einer Raupe, die sich verpuppt und sich zu einem Schmetterling transformiert. Ist er geschlüpft, beginnt er ein friedvolles Dasein, flattert von Blüte zu Blüte und muss sich nur seiner so genannter Fressfeinde erwehren, und ist dann bestrebt, die Generationenfolge aufrecht zu erhalten.

Glück ist wie ein Schmetterling. Es entpuppt sich, wenn die Bedingungen stimmen. Versuchen wir gemeinsam, nach diesen Bedingungen zu suchen, um das Geheimnis des Glücks zu lüften und uns und die Welt mit vermehrtem Glück reicher zu machen.

Kategorien:Ethik, Gesellschaft Schlagwörter: , ,

Volle Breitseite: „Alle wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl“

Ich habe am Wochenende eine News-Mail bekommen, die es bzgl. Informationen rund um unser Geld in sich hat. Anregungen ohne Ende …
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„Occupy Economics!“ Mit diesem Schlachtruf haben kürzlich 10 angehende Studenten der Wirtschaftswissenschaften in Harvard die einseitige und realitätsferne Ausrichtung der Standardökonomie in den Hochschulen bestreikt, sind aufgestanden und haben Gregory Mankiw’s Vorlesung demonstrativ verlassen. Hierzulande haben 50 Wissenschaftler gerade ein neues Wirtschaftsmodell gefordert. Die Vorstellungen, wie das aussehen könnte, sind zwar nach wie vor unscharf, doch wird immer deutlicher, wie es nicht mehr aussehen kann. Hubbert, bekannt geworden für seine frühe und genaue Vorhersage des Ölfördermaximums, hatte schon 1974 darauf hingewiesen, dass auch unser Finanzsystem nicht für die Ewigkeit gebaut ist. „Wir haben eine Kultur hervorgebracht, deren Stabilität dermaßen abhängig ist von anhaltend exponentiellem Wachstum, dass sie völlig unfähig ist mit den Herausforderungen von Nicht-Wachstum umzugehen.“ Wie könnte das künftige Wirtschaftsmodell aussehen?
Der wachstumskritische französische Philosoph Serge Latouche propagiert einen Mix aus Schrumpfung und Regionalisierung. Alf Hornborg, ein Schwedischer Ökonom, hält künftig mindestens zwei verschiedene Währungen für nötig: Eine für die „globalisierte Spaßgesellschaft“ und eine für die lokale Subsistenz und den Ernst des (Über)lebens. In ihrem neuen Buch „Occupy Money“! beschreibt auch die „Geldarchitektin“ Margrit Kennedy eindrucksvoll, warum Weiterlesen …

Wenn der Sinn des Lebens glücklichzusein ist, macht dann das Schulfach Glück Sinn?

Dezember 27, 2011 27 Kommentare

Spontan hätte ich bei dieser Frage gesagt, ja, unbedingt sofort einführen! Denn was, wenn alle unsere Schüler Methoden lernten, wieder glücklich zu werden? Denn dass in unseren Schulen ja mächtig was schief läuft und die Schüler überwiegend unglücklich mit dieser Form der VERBildung sind, bestätigt mir die hohe Klickrate auf den Artikel Warum Schüler unsinnig büffeln müssen – Brief eines Vaters an seine Tochter zur Erklärung.

Da findet man in einem alten Focus-Glücksartikel so positive Wohlfühlworte:

„Wie viele von euch setzen sich zur Entspannung vor den Fernseher?“, fragt die Lehrerin. Rund die Hälfte der Schüler heben die Hand. „Wie fühlt ihr euch danach?“, fragt sie weiter. „Schwindlig“, kommt als Antwort, „leer“, „unzufrieden“, „müde“, „betäubt“, „frustriert“. Als Nächstes sollen die Jungen zu einer vorgegebenen Melodie den Rhythmus klopfen. Nach einer Weile gelingt das recht gut. Pearson jetzt: „Wie geht es euch, wenn ihr etwas tut, das ihr gut beherrscht?“ „Voller Energie“, beschreiben sich die Jungen, „beglückt“, „alles um einen wird Weiterlesen …

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