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Posts Tagged ‘Gier’

Die Problematik der Plutokratie

Mai 11, 2019 3 Kommentare

In allen sozialen Verhältnissen
und gesellschaftlichen Beziehungen
des Einzelnen zur Gesamtheit,
wo das ICH von größerer Bedeutung ist als das WIR,
dort kommt es zu endlosen
internen und externen Konflikten
unter den rechthaberischen Egoisten und Narzissten,
die alle von sich selbst behaupten,
dass alles Erbeutbare, alles Nehmbare,
und alles Tragbare ihnen gehört,
und das nennen sie dann
ihr Eigentum… ihren Eigenbesitz…
und sie wollen alles Ergreifbare,
alles Besitzbare nicht nur für sich
ergattern und behaupten…
sondern es endlos vermehren…
und dem Andern ein gleiches „Recht“
desgleichen zu tun
mit allen manipulierten Mitteln
der „Berechtigung“ zu verwehren…
Und das sind die plündernden Plutokraten,
die opportunistischen Oligarchen…
die angeblich „Großen“…
die vermeintlich „Mächtigen“…
die eigentlich Habgieringen
und willkürlich Niederträchtigen,
die die „Kleinen“ mit totalitären Taktiken
unentwegt unterdrücken, bekriegen, besiegen,
ausplündern, ausbeuten, fordern,
kommandieren, diktieren, befehlen und beordern…
und ihnen dann nichts als Mistmacherei
und Spektakelei vorgaukeln…
mit absolut idiotischem Palaver
und widerlichen Phrasen,
wie zum Bespiel:
„Weniger ist Mehr!?“…
Oder noch schlimmer:
“Die Hälfte des Ganzen
ist doch besser als garnichts!”…
“Sei zufrieden;
meckere und maule nicht,
denn es könnte ja noch viel schlimmer werden!”

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Wieso begleitet uns der Palästina-Konflikt schon seit Jahrzehnten?

„Wir wollen ja den Frieden. Gibt es denn da keine Möglichkeit, uns zu ändern, ehe es zu spät ist? Könnten wir es nicht vielleicht lernen, auf Gewalt zu verzichten? Könnten wir nicht versuchen, eine ganz neue Art Mensch zu werden? Wie aber sollte das geschehen, und wo sollte man anfangen? Ich glaube, wir müssen von Grund auf beginnen. Bei den Kindern.“
Astrid Lindgren

Fries über dem Eingang des ehemaligen Gästehauses der Regierung der DDR in Berlin-Niederschönhausen (Foto: Wikipedia)

Öffentlich wird dieser Konflikt gerne als ethnisch-religiöse Auseinandersetzung dargestellt und durch das In-den-Vordergrund-rücken dieser sehr wohl vorhandenen Unterschiede am Laufen gehalten. Dabei übersehen dann gerne mal beide Seiten die sehr wohl auch vorhandenen Gemeinsamkeiten und verbauen sich so die Möglichkeit für beide Seiten gangbare Kompromisse und den dafür notwendigen Kooperationen und Lösungen zu finden.

Vertrauen

Alle Menschen streben danach, ihre grundsätzlichsten Lebensbedürfnisse (Essen, Trinken, Wohnen, Wärme, Gesundheit, Frieden, Zukunftsperspektiven….) für sich und ihre Nachkommen abgedeckt zu wissen. Wir sind stets auf der Suche nach den Glücksgefühlen, dem Glücklichsein, welches wir von unseren ersten Erfahrungen im Mutterleib her kennen. Diese Erfahrungen waren Verbundenheit, persönliches Wachstum und die Sicherheit alle Lebensbedürfnisse abgedeckt zu bekommen,bzw.  abdecken zu können. Das können wir nur dann wieder erleben und erfahren, wenn wir all das auch allen Anderen zugestehen und nicht auf Kosten Anderer, der Natur oder gar unserer eigenen Nachkommen (Schuldenpolitik sowie die div. politischen/religiösen Schuldkonzepte und Zuweisungen) leben.

Beherrschung

Materieller Besitz und Wachstum ist nett, gehört aber nicht zu den Grundbedürfnissen sondern ist eher der Lockruf auf den Irrweg in die Unmenschlichkeit. Wir Menschen haben Krieg noch nie gebraucht, um Lösungen zu finden, sondern sind seit jeher von Hab- und Machtsüchtigen, alles beherrschen-wollenden Interessensgruppen in diesen hineingedrängt, von den Medien hineingeschrieben oder von der Politk hineingeredet geworden. Wäre es vielleicht nicht mal an der Zeit, Denjenigen, welche die Lösungen im Kampf und Zerstörung suchen, daran zu erinnern, dass es nie möglich sein wird, Alle und Alles zu beherrschen? Dass das gar nicht Notwendig ist?

Selbstbeherrschung

Ist das höhere Ziel von Weiterlesen …

Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr …

Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr …
(Erich Kästner, gefunden hier)

Wer immer diesen Spruch kreiert hat, der hat ganz unabhängig davon, ob er das Wort im Sinne von der Unterscheidungsfähigkeit von Gut und Böse, oder einfach nur im Sinne von “ Zurückhaltung “ gebraucht hat, damit zwei wesentliche Aussagen getroffen: Zum Einen, dass dem Menschen solch ein Wesenszug recht gut zu Gesicht steht und zum Anderen, dass solch ein Charaktermerkmal nicht gerade dazu geeignet ist, um die durch sie gezierte Persönlichkeit im gesellschaftlichen Miteinander besonders weit voran kommen zu lassen (Anmerkung: in der Hierarchie, beim Ansammeln von Eigentum).

Wir als Gesellschaft sind alles Andere als bescheiden, wenn wir uns unsere Lebensweise vor Augen halten! Der Mangel an Bescheidenheit hat uns reich an Erfolg gemacht und uns weit voran gebracht unter den Völkern dieser Welt, doch eine Zier für das Antlitz unserer Gesellschaft ist dieser Mangel nicht, denn er entstellt das Gesicht unserer Zivilisation zu der verzerrten, gierigen Grimasse eines unersättlichen Molochs, der eine zerstörerische Bresche schlägt, alles zermalmend, was ihm im Wege steht …. und letztlich seinen Weiterlesen …

Warum handeln wir so unzuträglich? 15 Denkanstöße zur Solidarität …

September 20, 2012 11 Kommentare

Ich treffe immer mehr Menschen, die auch feststellen: irgendwas läuft mächtig schief. So fangen sie an, mehr und mehr Fragen zu stellen:

1. Warum erachten wir weiterhin ein System für erstrebenswert und notwendig, welches ausschließlich zur Verschwendung, Vernichtung, Ausbeutung, Kriminalität, Krieg und soziale Ungerechtigkeit sorgt?

2. Warum dienen wir der Wirtschaft und dem Geld, aber nicht umgekehrt?

3. Warum begründen wir den Egoismus als menschliche Natur, obwohl kein Mensch mit Hass, Gier, oder Neid geboren wurde?

4. Warum denken wir, dass Arbeit produktiv ist, obwohl zwei Drittel unseres Einkommens ausschließlich zur Bezahlung von Schulden, Zinsen, Abgaben, Steuern, Versicherungen und Sonstigem aufgewendet werden müssen, welche uns niemals direkt zu Gute kommen?

5. Warum denken wir, dass die Erschaffung von künstlichen Bedürfnissen, die angebliche Wahlfreiheit darstellt und nicht die Suggestion der persönlichen Minderwertigkeit, nur weil wir diesen Bedarf nicht besitzen?

6. Warum denken wir, Freiheit und Unabhängigkeit zu besitzen, obwohl täglich neue Gesetze geschaffen werden, um unsere Leben bis ins Detail zu regulieren und zu begrenzen?

7. Warum denken wir, Meinungsfreiheit zu besitzen, aber mehrheitlich Angst haben, wenn wir sagen, was wir Weiterlesen …

Kategorien:Ökonomie, Ethik, Politik Schlagwörter: , ,

Sind der Ehrgeiz und die Habsucht das Paar Schuhe, das das Glück auf der Welt zertrampelt?

Wikipedia: James Tissots Ölgemälde A Woman of Ambition (1883‒85) zeigt eine junge Frau, deren Interesse, in der Politik mitzureden, im späten 19. Jahrhundert die Gemüter der Männer erregt.

Wikipedia: James Tissots Ölgemälde A Woman of Ambition (1883‒85) zeigt eine junge Frau, deren Interesse, in der Politik mitzureden, im späten 19. Jahrhundert die Gemüter der Männer erregt.

Nachdem wir Leid und Gier (=Habsucht) als durchaus zuträgliche Motivatoren zum Überleben erkannt haben, die aber auch durch Übertreibung zu unzuträglichem  Handeln antreiben können, möchte ich mich nun einem weiteren Antreiber widmen: dem Ehrgeiz. Zuerst schauen wir mal, was unsere Alten so zu sagen hatten:

Ehrgeiz ist die zentrale Ursache allen Unglücks und Unfriedens auf Erden. (Luther)

Weil Ehrgeiz und Habsucht direkt gegen das Wohl des jeweils anderen Menschen gerichtet sind, sind sie die schicksalhafte Ursache allen menschlichen Unglücks. … Wenn Feigheit und schlechte Ordnung sich dem Ehrgeiz beigesellen, so kommt schnell jedes Unheil, Zerfall und jedes andre Übel.(Machiavelli war dem Ehrgeiz also ambivalent eingestellt, und er schrieb unter dem Eindruck der damaligen Besatzung Italiens durch Frankreich)

Der Nichtehrgeizige werde getadelt, weil er nicht einmal die Ehre sucht, die aus dem sittlich Schönen erwächst (Aristoteles)

Es gilt also auch hier das Polaritätsgesetz beim Ehrgeiz, denn das Ergebnis kann zuträglich  oder eben auch nicht für die Gemeinschaft sein.

In alten Zeiten war Ehrgeiz eher negativ belastet. In der letzten Zeit des neolibaleren Kapitalismus scheint mir der Ehrgeiz in dieser Konkurrenzgesellschaft salonfähig geworden zu sein, zumindest unter Jenen, die nach oben in der Hierarchie wollen und sich damit auf Kosten Anderer besser stellen wollen.

Dieser Artikel wurde von BÜRGERSTIMME angefragt, dort publiziert werden zu dürfen, daher geht es nun dort weiter.

 

Über das Triumvirat: Die Gier – Der Neid – Der Hass – ob sie uns noch auffressen werden?

Januar 17, 2012 9 Kommentare

Wir hatten ja trefflich über unsere Gier, wozu sie da sein könnte und was sie mit uns macht, zum Artikel Reicht es aus, das Geld abzuschaffen, damit wir auch von unserer Gier lassen? intensiv diskutiert. Wilfried Schmickler trägt hier sein Gedicht Die Gier vor. Ob wir sie irgendwann doch besiegen werden können, wenn wir intelligenten Wesen unseren Geist mit unserem Herzen verschmelzen?

hier noch der Text des Gedichts: Weiterlesen …

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Reicht es aus, das Geld abzuschaffen, damit wir auch von unserer Gier lassen?

Dezember 30, 2011 167 Kommentare

Fehler im System

Fehler im System

Solveigh hat gerade auf einem anderen Blog einen interessanten Kommentar hinterlassen und dabei die Frage nach dem Sinn der Geldabschaffung und dem Grund unserer Gier beleuchtet:

Das Geld ist eben gerade nicht die Ursache, sondern Symptom der Krankheit des Systems ist. Und auch die Gier ist nur ein Symptom dieses Systems ist.

Wenn ich Gier ad absurdum führen will, reicht Aufklärung nicht aus. Zu allererst muss ich mich fragen:

Woraus entsteht die Gier? Antwort: Gier entsteht aus dem Wunsch mehr zu besitzen als der andere.

Nächste Frage: Woraus entsteht der Wunsch mehr zu besitzen als der andere? Antwort: Aus der Knappheit der Güter!

Begründung für diese Annahme: Es kommt keiner auf die Idee, mehr Weiterlesen …

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