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Posts Tagged ‘Gemeinschaft’

Hat dieses neue genossenschaftliche Geldsystem das Zeug, die Geldkrise zu wenden?

November 1, 2014 64 Kommentare

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OSBEEE:Money ist das globale ergänzende Geldsystem, das auf Wert, Nachhaltigkeit, Verantwortung und Fairness basiert. Zins und Spekulation existieren darin nicht mehr.

Diese genossenschaftlich organisierte neue übernationale Wirtschafts- und Finanzwelt ist heute, am 1.11.2014 an den Start gegangen. Laut den Machern dient OSBEEE dazu, unsere Gemeinschaft auf neue Füße zu stellen, ja eigentlich wieder auf die Füße, schauen wir uns an, was heute auf dem Kopf steht:

Ärzte zerstören die Gesundheit,
Anwälte zerstören die Gerechtigkeit,
Universitäten zerstören Wissen,
Regierungen zerstören Freiheit,
die Massenmedien zerstören Information und
Religionen zerstören Spiritualität.

OSBEE werde zu einem Für-einander und Mit-einander anstelle des Gegen-einanders, also Kooperation statt Konkurrenz führen und dafür sorgen, dass genau das Zerstörerische gewendet wird. Die Basis dieses neuen Geldsystems ist das Weiterlesen …

Von den Bäumen kann man lernen. Die Natur ist so viel weiser als der Mensch.

sichtbares Wurzelwerk (Foto: Christiane Ginschel - pixeliio)

sichtbares Wurzelwerk (Foto: Christiane Ginschel – pixeliio)

Die Stille und Ruhe gönnen dem inneren Sein eine tiefe Macht und freieres Walten, und es ist immer besser, wenn das Innere nach außen, als wenn umgekehrt das Äußere nach innen strömt.
Friedrich Wilhelm Christian Karl Ferdinand
Freiherr von Humboldt

Der Fingerphilosoph hat gerade in einem Kommentar mit einer These hinterlassen, die ich gerne hier zur weiteren Diskussion stellen möchte.

Man kann nicht ein SELBST haben und gleichzeitig SELBST-LOS sein

Ein SELBST ist per Definition ein Für-sich-Zurückbehalten. Wer ein SELBST hat oder ist, bringt sich nicht voll und ganz ein und reagiert nicht mehr mit allem, was er IST, sondern nur mit einem Teil von sich. Das SELBST ist das große Hindernis. Ob man das nun SELBST, EGO, ICH oder SEELE nennt, ist völlig wurscht. Es sind bloß verschiedene Wörter für dasselbe Phänomen. Man kann nicht ein SELBST haben und gleichzeitig SELBST-LOS sein, wie die Erleuchteten behaupten. Bewusstsein kann man außerdem nicht HABEN. Bewusstsein ist, wie der Name schon sagt, ein SEINSZUSTAND. Damit entzieht er sich der Beschreibung, ja sogar der Erkenntnis.

Das Bewusstsein ist ein Geheimnis, und alles, was wir Menschen so treiben, besteht darin, über das Geheimnis nachzudenken. Dieses “Nachdenken über” nennen wir dann Bewusstsein. Da das Bewusstsein ein Geheimnis ist, weiß ich nicht, ob es zerstörbar ist oder nicht. Ich finde das auch nicht wichtig.

Vom Wesen der Bäume

Bäume reagieren mit ihrem ganzen SEIN auf die Umwelt. Bäume behalten nichts für sich zurück. Sie sind ein authentisches Abbild des Bewusstseins. Deshalb kann man von Bäumen viel lernen. Beispielsweise, dass sie eine Doppelnatur haben.

Vom lichten Teil

Der eine Teil über dem Erdboden reckt und streckt sich der Sonne entgegen, geht ganz auf im Sonnenlicht. Es ist dem Baum dabei völlig egal, ob er Weiterlesen …

Der Geist im System des Geistes

Dezember 10, 2013 8 Kommentare

Um das Wesen von Geist verstehen zu können, müssen einige Menschen Schwierigkeiten überwinden – da sie selber Geist sind, und zwar ohne das entsprechende Bewusstsein. Wir könnten das menschliche Geist-Beschränkungs-System verstehen, wenn wir uns das Prinzip des Unbewussten und das Prinzip der Traumatisierung klar machen. Beide systemische Prinzipien verhindern ein Klar-Bewusstsein, weil es nötig ist. Aber das Verstehen des Geistes ist indirekt möglich über Erscheinungen, die Geist hervor – in eine vom Menschen wahrnehmbare Realität – bringt.

Geist zeigt sich im Menschen als individuelles und gesellschaftliches Verhalten; er zeigt sich im Wesen der Naturordnung; er zeigt sich als planetarisches Konstrukt, eingebunden in eine kosmische Ordnung; er zeigt sich als Krankheit/Störung und Gesundung/Harmonisierung. Er zeigt sich als Lebensgeist, der eine Erlebens- und Erfahrungs- und Erkenntnis-Dynamik, und er zeigt sich als Naturgeist als stabile Ordnung und innerhalb dieser Ordnung als kreativer Schöpfer.

Eine wesentliche Voraussetzung, um Geist verstehen zu können, ist die Kenntnis des Menschen über den Menschen. Einerseits stellten wir hier die Diskussion/Erörterung über das grundsätzliche System Mensch in den Fokus der Aufmerksamkeit. Heraus kam eine vorläufige Beschreibung: Körper – Psyche – Wesen. Und wenn ich mit dem Wesen eine Weiterlesen …

Dorfgeist: Mehrgenerationenwohnen

Ich habe heute wieder mit Udo Weinig am Dorfgeist, einer Plattform zur Förderung eines alternartiven Gesellschaftsmodells gearbeitet. Er hat übers Wochenende eine kleine Design-Auffrischung erhalten und wirkt nun klarer. Wir haben zuerst einen kleinen Feinschliff bei den „Finanzen“ gemacht und sind dabei auch einer Eurer Anregungen gefolgt: den „Partner“ Sicherheit haben wir mit Vermögen getauscht. Liegt doch hier ein Teekesselchen in diesem Wort verborgen 😉

Etwas mehr Zeit haben wir uns dann für das Thema Mehrgenerationenwohnen genommen. Wir mussten feststellen, dass es eine große Herausforderung ist, Worte zu finden, die eben nicht auf dem alten Denken fußen und dennoch Menschen des alten Denkens für das Neue zu begeistern. Ob es uns gelungen ist? Wir würden uns über weitere Rückmeldungen von Euch freuen:

Mehrgenerationenwohnen
Ein Kind zu erziehen benötigt ein ganzes Dorf

Foto: © Sieben Linden

Foto: © Sieben Linden

„Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei.
Ich will ihm eine Hilfe schaffen, die ihm entspricht.“

1. Mose 2,18

Gemeinschaft ist die Basis des Mehr-Generationen-Wohn-Projektes, das der ehemaligen Großfamilie nachempfunden ist.

Alt und Jung geben sich Weiterlesen …

Die Bodensee Charta – Leitbild der Lebensunternehmer Genossenschaft

November 9, 2012 13 Kommentare

Als zweiten Artikel zum Thema Hebung von Potentialen sowie Klärung und Erfüllung von Visionen einzelner Menschen, wie ich das in meinem ersten Artikel beschrieb, möchte ich das Leitbild der darin erwähnten Genossenschaft der Lebensunternehmer, wie sie in der Klausur auf dem Bodensee von 14 Personen unterschiedlicher Organisation vom 12.-14.7.2006 entwickelt und verabschiedet wurde, wiedergeben.

Präambel des Leitbilds der Lebensunternehmer

Die Entwicklung der Menschheit gibt dem Menschen immer mehr und immer handlungsmächtigere Mittel in die Hand, sein Leben mit immer weiter reichender schöpferischer Kraft zu gestalten und zum immer aktiveren Mitgestalter dieser Erde zu werden. In dieser Phase der Evolution des Menschen und der Menschheit halten wir es für eine zukunftsentscheidende Aufgabe, dazu beizutragen,

a) dass jeder Mensch zu einem möglichst selbständigen und verantwortungsvollen „Unternehmer seiner besten Potentiale“ wird – zu einem „Lebensunternehmer“

b) und dass jeder Mensch zu einem Lebensunternehmer in ganzheitlicher und globaler Verantwortung

Letztlich geht es um nichts geringeres, als das Denken in Kategorien der „Macht des Weiterlesen …

Ist das Gemeingüter-basierte Leben die Lösung für alle unsere Probleme?

Auf keimform.de – Ein Blog auf der Suche nach dem Neuen im Alten – ist wieder ein innovativer Artikel erschienen, der ein Leben auf Basis von Gemeingütern aus vielen Richtungen beleuchtet und mich sehr angesprochen hat, da er wieder Vieles anspricht, was ich in meinen Artikeln auf der Suche nach einer besseren Welt schon selbst vorgeschlagen habe.

Der Artikel lautet Produzieren ohne Geld und Zwang und wurde von Christian Siefkes eingestellt.

Für Christian ist eine Zukunft denkbar, in der wir alle gleichberechtigt leben und dabei produzieren, was uns Spaß macht (was ja auch die Gruppe Realexperiment – sinnvoll Wirtschaften vertritt), und in der wir dabei sogar ohne Geld auskommen können, ja sogar ohne Tauschen. Denn in dieser Gesellschaft ist alles Bedürftige für alle vorhanden und kann genommen werden.

Er zeigt auf, dass Vieles in seinem Gesellschaftsmodell auch heute schon erkennbar ist. So haben schon viele Open Source Software-Produkte kapitalistisch produzierte Waren vom Markt zurück gedrängt: Weiterlesen …

Der Himmel auf Erden: Anarchie?

Dezember 28, 2010 4 Kommentare

Ich beobachte im Umfeld des Geschäftsprozessmanagements, dass der Trend hin zu immer mehr Verantwortung zu den Teammitgliedern geht. Der Chef agiert mehr und mehr als Koordinator und achtet darauf, dass die gemeinsamen Ziele nicht aus den Augen verloren werden. Ein besonders gut funktionierendes Beispiel ist die agile SCRUM Methodik, wie sie anfangs in Entwicklungsteams eingeführt wurde, aber inzwischen in beliebigen anderen Teams zum Zuge kommt. Diese Teams arbeiten in nicht-Hierarchischen Strukturen.

SCRUM – eine agile (anarchistische) Organisationsmethode

Der Product Owner vertritt hierbei vor dem Team eine Menge an Einzelprodukten (z.B. neuen Funktionen in einer Standard-Software), die durch das Management entschieden wurden, und die am Ende eines Zeitraums von mehreren Moanten  fertiggestellt sein sollen. Damit die Entwicklungsgeschwindigkeit abschätzbarer wird, trifft man sich alle 2-4 Wochen, um über die Menge an Einzelprodukten zu befinden, die in den nächsten 2-4 Wochen (=Iteration) vom Team abgeliefert werden sollen. Was genau zu liefern ist, hat der Product Owner zuvor beschrieben. Während der Iteration arbeiten die Teams quasi anarchisch. Sie legen gemeinsam fest, Weiterlesen …

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