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Posts Tagged ‘Gemeinschaft and Gesellschaft’

Wir sind eben nicht Gen-gesteuert! Darüber wie wir werden, was wir sind …

Bruce Lipton

Mit Blick auf die Illusionierung durch unsere Matrix möchte ich nochmals einen Artikel nach vorne holen, der deutlich macht, wie wichtig es ist, sich aus den Fängen unserer „Angst-Zuhälter“ zu befreien, um gesund durch das Leben zu schreiten:

Hier kommt eine Empfehlung eines Vortrags, der es in sich hat. Bruce Lipton räumt mit einem weiteren falschen Modell auf, d.h. wir haben unsere Biologie komplett zu überdenken. Wir waren bisher davon ausgegangen, dass unsere Gene uns ausmachen, also bestimmen, was wir sind bzw. werden. In diesem Vortrag zeigt er die neuesten Erkenntnisse, nämlich dass der Zellverband, der wir sind, durch die Wahrnehmung unserer Umwelt gesteuert wird. Dabei erklärt er, wie die Gene, Proteine und Zellenstrukturen miteinander wie ein Uhrwerk zusammenarbeiten, gesteuert über Signale, die von außen kommen.

Und wir hatten schon einige Male darüber gesprochen, welche Macht Worte haben. Und es sind nicht nur die Worte sondern alles andere auch, was wir durch Wahrnehmung in uns aufnehmen und entweder Wachstumsfördernde (Liebe) oder -hemmende (Angst) Gefühle in uns erzeugen. Und diese Gefühle gehen als Signale in die hinterste Zelle. Und jeder mag schon ahnen, worauf das hinaus läuft. Ich habe ein kurze Mitschrift erstellt für Jene, die sich nicht den kompletten Vortrag über 1,5 Stunden anhören mögen, auch wenn ich unbedingt empfehle es zu tun. Es ist das bisher Gehalt- und Erkenntnis-förderndste Video gewesen, das ich seit Langem gesehen habe:

Wie wir werden, was wir sind – von Bruce Lipton

Bruce erklärt, dass es nicht genug Gene gibt, als dass diese unsere Zellen steuern könnten. Auch zeigt sich, dass die vermeintliche Kommandozentrale Zellkern mit all seinen Genen aus Zellen entfernt werden können und doch leben sie bis zu zwei Monate weiter und ernähren sich, bewegen sich und tun, was sie sonst so im Verband für Aufgaben haben.

Er zeigt anand einer mechanischen Maschine sehr einfach, wie Weiterlesen …

Diversity Management schafft Einfalt statt Vielfalt

Dezember 16, 2012 7 Kommentare

Heute Morgen wurde in der Google+ Community Initiative WirtschaftsDemokratie, wo ich Mitbegründer und aktiver Unterstützer bin (Danke noch einmal für die Einladung Martin), ein sehr interessantes Thema zur Diskussion gestellt. Es geht um eine Studie des Frauenhofer Instituts zum Diversity Management in Unternehmen. Zu diesem Thema habe ich vor geraumer Zeit meine Gedanken und Ideen strukturiert. Das Ergebnis möchte ich gerne mit Ihnen teilen.

Ich habe viele Diskussionen, Vorträge und Schulungsveranstaltungen zum Thema Diversity erlebt. Diversity bedeutet auf Deutsch Vielfalt. Unternehmenslenker möchten in ihren Unternehmen die soziale Vielfalt der Menschen konstruktiv nutzen. Aus diesem Grund heraus wurde auch eine Managementdisziplin namens Diversity Management aufgesetzt, die wohl inzwischen in jedem Unternehmen, was etwas auf sich hält, etabliert ist. Zur Definition von Diversity Management verweise ich gerne auf Wikipedia.

Diversity Management (auch Managing Diversity) bzw. Vielfaltsmanagement wird meist im Sinne von “soziale Vielfalt konstruktiv nutzen” verwendet. Diversity Management toleriert nicht nur die individuelle Verschiedenheit (engl.: diversity) der Mitarbeiter, sondern hebt diese im Sinne einer positiven Wertschätzung besonders hervor und versucht sie für den Unternehmenserfolg nutzbar zu machen. Die Ziele von Diversity Management sind es, eine produktive Gesamtatmosphäre im Unternehmen zu erreichen, soziale Diskriminierungen von Minderheiten zu verhindern und die Chancengleichheit zu verbessern. Dabei steht aber nicht die Minderheit selbst im Fokus, sondern die Gesamtheit der Mitarbeiter in ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten. Bei den Unterschieden handelt es sich zum einen um die äußerlich wahrnehmbaren Unterschiede, von denen die wichtigsten Geschlecht, Ethnie, Alter und Behinderung sind, zum anderen um subjektive Unterschiede wie die sexuelle Orientierung, Religion und Lebensstil.

Ich möchte Ihnen heute mit diesem Post eine differenzierte Sicht zum Diversity Management anreichen. Diversity Management, wie es derzeit in Unternehmen aufgesetzt ist, schafft nämlich Einfalt statt Vielfalt. Die Ziele, die in obiger Definition dargelegt sind, sind aus meiner Sicht total sinnvoll und erstrebenswert. Die Aktionen, die allerdings aufgesetzt werden, sind diesen Zielen nicht zuträglich, ganz im Gegenteil. Das möchte ich Ihnen am Beispiel der Unterscheidung Mann und Frau darlegen. In allgemeinerer Form habe ich diese Thematik in meinem Post Gleichberechtigung ist die Erfindung eines Machthabers gespiegelt.

Es gibt Forschungsrichtungen, die sich mit dem unterschiedlichen Kommunikationsverhalten von Männern und Frauen beschäftigen. Die amerikanische Soziolinguistin Deborah Tannen hat beispielsweise ein Modell aufgestellt, welches das unterschiedliche Kommunikationsverhalten von Männern und Frauen reflektieren soll und eine Unterscheidung in hierarchisch, was den Männern, und kooperativ, was den Frauen zugeschrieben wird, eingeführt. Einige tiefergehende Informationen kann man hier finden.

Kommunikation ist natürlich in unserer Gesellschaft unumgänglich. Sprache ist ein Vergesellschaftungsfaktor. Wir erkennen aber auch immer wieder dass Missverständnisse in der Kommunikation zu Problemen im Umgang miteinander führen. Der Mensch ist aber aus meiner Sicht zu komplex, als dass man einfach eine Unterscheidung in männlich und weiblich durchführen sollte, dann den Männern eine hierarchische Kommunikationsform, den Frauen eine kooperative Kommunikationsform, wie Tannen es macht, zuschreibt und dann damit Kommunikationsprobleme zu lösen versucht. Tut man dies kann man sich auch den Zusatz, dass diese Zuordnung nicht auf alle Männer und Frauen zutrifft, sparen.

Denn genau dieses Verharren auf dieses einfache Modell der Kommunikationsunterschiede erzeugt eine Hürde für die Frauen auf ihrem Karriereweg, welche man im Rahmen des Diversity Managements ja eigentlich einreißen möchte. Fatal ist aber, dass diese Hürde sogar noch erhöht wird. Denn der Glaube an dieses Modell zieht eine selbsterfüllende Prophezeiung nach sich. Es bildet sich eine Norm heraus, die die Kommunikations- und damit die Führungsform von Männern und Frauen klar aufzeigt. Verhalten sich Frauen oder Männer in Führungspositionen nicht nach dieser Norm, laufen sie Gefahr ausgegrenzt zu werden. Frauen, die sehr hierarchisch kommunizieren und damit führen, werden häufig als Mannsweiber dargestellt, Männer, die sich dem Modell “widersetzen” als Weicheier. Also verhalten sich die Menschen in der Regel entsprechend. Und genau dieses Verhalten wird dann logischerweise in Untersuchungen auch “gemessen”. Wir befinden uns hier also in einem selbstverstärkenden Kreislauf. Das Normative verstärkt das Deskriptive und das Deskriptive verstärkt wieder das Normative. Oft wird mir entgegnet, wenn ich diese einfachen Klassifizierungen kritisiere, dass man wenigstens für diese Unterschiede sensibel sein muss, damit diese auch erkannt werden können. Genau das ist nicht mein Verständnis. Denn diese Sensibilität erhöht auch die Wahrnehmungsfähigkeit in Richtung dieses Modells, was den selbstverstärkenden Effekt eben erhöht.

Menschen, die in diesem Forschungsrichtungen tätig sind, bestätigen die Bedeutung ihrer Forschungsrichtung immer wieder aufs Neue. Schön für Sie. Schlecht für die Frauen, die Karriere machen möchten. Denn Unternehmen sind nun einmal in der Regel hierarchisch aufgebaut. Da ist es also auch nicht verwunderlich, dass in Unternehmen den Menschen mit einem hierarchischen Kommunikations- und Führungsstil eher die Rolle einer Führungskraft zugeschrieben wird. Das sind aber nun mal die Männer. Das Modell sagt es ja aus und wir glauben ja alle an das Modell, weil die Forschung dieses ja immer wieder aufs Neue bestätigt. Auch in den Assessment Centern, wo die Fähigkeit der Menschen auf Führungsqualität untersucht werden soll, wird auf diese Form der Führung Wert gelegt. Es wird also nach Gleichförmigkeit gesucht, da viele Assessoren, die hierarchisch kommunizieren und führen, sich selber aussuchen. Würden sie nicht nach Qualitäten suchen und auswählen, die sie sich selber zuschreiben, würden sie sich ja als Führungskraft negieren. Ein Hoch auf die Vielfalt.

Ich denke es ist sinnvoller nicht nach diesen einfachen Modellen zu denken und zu handeln. Grundsätzlich gibt es sicherlich verschiedene Kommunikationsformen (oder besser Kommunikationseigenschaften oder -merkmale), wahrscheinlich sogar noch viel mehr als nur die beiden, hierarchisch und kooperativ. Es gibt viele Menschen und viele Eigenschaften, die man Kommunikation zuschreiben kann. Je nach Situation und auch Gefühlslage kommunizieren die Menschen. Ich lasse mich beispielsweise nicht in eine der beiden beschriebenen Kommunikationsformen einordnen. Aber genau das lässt das Aufstellen eines Rezeptes für Kommunikation unmöglich werden. Ja genau und das ist auch richtig so. Es gibt nämlich kein Rezept.

Möchte man seine Fähigkeiten und Fertigkeiten bzgl. Umgang und Kommunikation mit Menschen verbessern, was ohne Zweifel für eine gute Führungskraft unumgänglich ist, sollte man aus meiner Sicht erst einmal beginnen jeden Menschen als einzigartig wahrzunehmen. Dann sollte man sich in zweiter Instanz tiefgehend mit Kommunikation auseinander setzen. Ich empfehle dafür die beiden Bücher Form und Formen der Kommunikation von Dirk Baecker und Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien von Paul Watzlawick. Der dargereichte Inhalt in diesen Büchern ist natürlich kognitiv viel schwieriger zu verarbeiten als das Modell von Tannen beispielsweise. Aber das passt ja. Der Mensch an sich ist ja auch nicht einfach.

Möchte man also Vielfalt in Unternehmen, sollte man dieses Thema nicht zum Thema machen.

Über Conny Dethloff
Conny privat 2Diplom-Mathematiker und in der Wirtschaft tätig seit 1999. Berater und Manager mit Fokussierung auf die Themenbereiche Information Management und Change Management. Autor der beiden Bücher The Race – Change Management mit dem ChangeModeler und Von einem der auszog die Wirtschaft zu verstehen: Auszüge aus dem Logbuch der Reise sowie seines Logbuchs der Reise des Verstehens.

Entweder „Himmelhoch jauchzend“ oder „zu Tode betrübt“

Dezember 15, 2012 5 Kommentare

Nach dem Ausscheiden der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der diesjährigen EM im Halbfinale gegen Italien habe ich in meinem Logbuch der Reise des Verstehens folgende Gedanken nieder geschrieben, die ich Ihnen hier in diesem Kanal auch gerne anreichen möchte.

Ich habe des Öfteren über die Notwendigkeit gesprochen, eine Mehrwertigkeit in unserem Denken zu etablieren. Unser abendländisches Denken ist geprägt von der zweiwertigen aristotelischen Logik. Entweder eine Sache ist gut oder böse. Eine andere Option gibt es nicht. Detaillierte Ausführungen habe ich in verschiedenen Ausführungen zur Polykontexturalität gegeben.

Heute möchte ich aus gegebenem Anlass des Ausscheidens der deutschen Mannschaft bei der Fußball-EM, eine Auswirkung zur Diskussion stellen, die ich wahrnehme, wenn wir bei der Zweiwertigkeit im Denken und Handeln bleiben.

Vor dem Halbfinale gab es in den Medien durchweg überschwänglich positive Meldungen über die deutsche Mannschaft zu lesen. Jogi Löw hat ein Goldhändchen. Mats Hummels spielt eine überragende EM, was kaum zu toppen ist. Ihnen fallen bestimmt weitere Meldungen ein, die in die gleiche Richtung zeigen.

Nach einhelliger Meinung können wir einer rosigen Zukunft entgegen sehen.

Nach dem Halbfinale war auf einmal alles anders. Der komplette Gegensatz war zu lesen. Jogi Löw hat mit seiner Weiterlesen …

In der Schule verlernen Schüler das Denken

Dezember 13, 2012 26 Kommentare

Problemlösen ist heute in den meisten Fällen nur noch das ungefilterte und unreflektierte Anwenden von vorgefertigten Lösungen. In diesen Fällen haben wir dann auch keine Chance, die tiefgreifenden Probleme unserer heutigen Zeit, wie die Finanzkrise oder die Umweltproblematik, zu lösen. Denn es sind neuartige Denkansätze notwendig, keine Best Practice, wie Albert Einstein so schön sagte.

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.

Aber warum sind wir Menschen in der Regel dazu nicht mehr in der Lage? Warum können wir nicht mehr denken? Aus meiner Sicht ist der Grund dafür in unserem Bildungssystem zu suchen. Wir haben das Denken in der Schule verlernt. In der Schule bekommen wir Menschen vermittelt, dass es nicht mehr notwendig ist, seinen eigenen Kopf zu benutzen, sondern dass es ausreicht den Kopf Anderer zu benutzen, in dem Wissen “gebimst” wird. Wissen, dass man im heutigen Internetzeitalter in Sekundenschnelle auch “googeln” kann.

Um es auf den Punkt zu bringen. In der Schule werden die Kinder trivialisert. Später wundern wir uns dann, wenn in der Mehrzahl nur noch unkreative Menschen ins Arbeitsleben eintreten, die nur noch Antworten liefern können, die die betreffenden Probleme trivialisieren. Schüler, die beispielsweise auf die Frage “Was ergibt 5*4″ der Lehrerin/ des Lehrers mit Weiterlesen …

Warum wir eine neue, bedingungslose Definition des WIR brauchen …

November 24, 2012 11 Kommentare
nicht trennen sondern verbinden ...

nicht trennen sondern verbinden …

Der Konflikt im Gaza-Streifen hat in der vergangenen Wochen meine Timeline okkupiert und war DAS Thema in den Nachrichten. Obwohl ich keinen direkten Bezug zu den Geschehnissen dort habe, haben mich die Vorgänge dort eigenartig stark beschäftigt. Und ich gebe zu, dass ich im ersten Moment geneigt war, mich auf die Seite einer der Parteien zu stellen (und zwar nicht auf die israelische).

Der nächste Gedanke war dann allerdings: Ist es nicht genau das Denken in „Wir“ gegen „Die“, das den Kern dieser Konflikte ausmacht? Das von den Herrschenden gnadenlos ausgenutzt wird, um auf Kosten vieler Menschenleben die eigene Macht zu sichern und Reichtum anzuhäufen?

Wenn man mal bewusst darauf achtet, wird deutlich, wie stark wir darauf konditioniert sind, uns einer der Gruppen anzuschließen – und damit genau Teil des Spiels zu werden, das zu den unmenschlichen Auswüchsen führt, die wir gerade im Gaza-Streifen und auf vielen anderen Schauplätzen dieser Erde sehen.

Um es deutlich zu sagen: ich finde es furchtbar, dass

Wege in die Zukunft – Aufbruch 2012

Der Autor hat sich entschlossen, seine Artikel hier löschen zu wollen. Ich respektieren dies, auch wenn ich das als sehr schade erachte, waren sie doch ein echter Zugewinn.

WEGE IN DIE ZUKUNFT – Aufbruch 2012

Der Autor hat sich entschlossen, seine Artikel hier löschen zu wollen. Ich respektieren dies, auch wenn ich das als sehr schade erachte, waren sie doch ein echter Zugewinn.

Die 7 Tugenden, wie wir unsere Welt neu erfinden können

Oktober 9, 2012 1 Kommentar

Vielen Dank an Herrn Bernd Kolb, ehemaliger Vorstand bei der Telekom, für seinen richtungsweisenden Vortrag, den er auf dem Entrepreneurship Summit 2011 in einer Impulsgruppe hielt. Er sprach über das, was wir tun können, um einen Wandel hin zu der notwendigen Nachhaltigkeit in unserer Gesellschaft herbeiführen zu können.

Sein Vortrag ist im Prinzip eine sehr gute Zusammenfassung vieler unserer Analysen und Sichten auf die Zukunft hier auf diesem Blog.

Er steigt ein mit dem Hinweis auf die 7 Todsünden, die noch immer wahrzunehmen sind. Und stellt fest, dass das Goldene Kalb inzwischen ausgewachsen ist und vor der Börse steht. Zeigt auf, was im Zuge der Diskussion um den Klimawandel an Schieflagen zu sehen ist, aber wir fleißig so weitermachen. Geht auf die ungerechte Reichtumsverteilung ein, und das die aufstrebenden Länder auch noch was vom Kuchen abhaben wollen. Zeigt, wie unsere Gesellschaft und die Erde durch das immer noch mehr Haben-wollen immer kranker wird.

Am Ende geht er auf die 7 Tugenden ein, die schon eine Reihe erkennender Größen formuliert haben und dass wir unsere Gesellschaft weg vom Haben hin zum Sein entwickeln sollten. Denn Gesellschaften, die schon heute so aufgestellt sind, seien wesentlich glücklicher als die unsere.

Und er fordert auf, achtsam zu sein, sich der Lage bewusst zu werden, miteinander darüber zu sprechen und direkt entsprechend anders zu handeln.

War die religiöse Drohkulisse der Hölle stärker als unsere heutige Gesetzgebung?

September 1, 2012 1 Kommentar
Wilhelm von Humboldt

Wilhelm von Humboldt

Das Bild der Hölle hatte vor der 2. Aufkärung noch die Mächtigen in Schach gehalten, sprich sie angehalten, „anständig“ zu sein. Heute soll das unsere Gesetzgebung inkl. Strafandrohung gewährleisten. Da aber jedes Gesetz wieder ein Schlupfloch hat, sehen wir in unserer auf Konkurrenz aufgebauten Gesellschaft regelmäßig neue Übertretungen (u.a. Korruption). Dann den Schrei nach weiterer Regulierung. Und am Ende eine Überregulierung, wo an die Stelle einer sozialmoralischen Selbststeuerung die soziale Fremdsteuerung durch Vermehrung von Vorschriften und Gesetzen tritt.

Quergedacht (vor 2 Jahren erstmals hier)

Der Jurist Wieland Kurzka weist in seiner Abhandlung zur Überregulierung in Deutschland darauf hin, dass allein der Büger 80.000 Bestimmungen beachten muss. Kannest Du das? Ich nicht. Dass er von einer “gesetzgeberischen Inkontinenz“ spricht, scheint mir doch sehr einleuchtend. Der Rezensor Michael v. Prollius fasst zum Buch entsprechend zusammen:

Auf jeden Fall gilt es gegen die Sozialingenieure eine Selbststeuerung in einer offenen Gesellschaft durchzusetzen (213f.) und den zur Beute der Interessengruppen gewordenen Staat, so umzubauen, dass das „Netz der Gesetzesregulierung [nicht länger, MvP] .. die Freiheit des Bürgers [tötet]“

Prof. Pompey erkennt in seiner oben schon erwähnten Schrift den Beginn des Werteverfalls wie folgt: Weiterlesen …

Die Seelenfresser – jeder ist schon einem Psychopathen begegnet …

Vorbemerkung von Martin Bartonitz: Den folgenden Text habe ich heute morgen von Andreas Helten erhalten, der auf seinem Blog gedankenfrei klar macht, dass es ein Verbrechen ist, G E D A N K E N auszusprechen. Und das macht er messerscharf und mit Angabe der entsprechenden Quellen, und knüpft an unsere bisherigen Themen der Psychopathen, Scharlatanen und Parasiten an. Aber lest selbst:

Die Seelenfresser

Es ist sehr schwierig, einen Vorgang in Worten zu beschreiben, der selbst erfahren werden muss, um verstanden zu werden. Der Vorgang, den ich meine, ist die Beobachtung des Psychopathen oder des psychopathischen Systems in seiner wahren Form, nachdem die Maske entfernt worden ist. Es kann als etwas zutiefst Entsetzliches beschrieben werden. Dies ist eine furchtbare Erfahrung für eine gewöhnliche Person, und kann ein schwerwiegendes Trauma verursachen, besonders wenn sie dem nicht entkommen kann.
Dr. Andrzej M. Lobaczewski

Wo auch immer eine Gesellschaft mit psychischer Gewalt und den Gesetzen einer menschlich entfremdeten, autoritären Klasse gezwungen wird, sich zu unterwerfen, dort ist die Psychologie die erste Wissenschaft, die von einer Administration scharf zensiert wird. Diese Administration wird sehr gründlich bei der Zensur und der Vernichtung unliebsamer Dokumentationen über die Symptomatik psychopathologischer Eigenschaften vorgehen und letzten Endes wird sie ihre Aufgabe damit abschließen, die Darstellung wissenschaftlicher Tatsachen zu überarbeiten und anzupassen. Sie werden das letzte Wort an sich reißen, denn sie haben allen Grund dazu.

 In Zivilisationen, deren Grundwissen über psychologische Erkenntnisse große Mängel aufweist, finden Menschen, die von ihren inneren Zweifeln, – verursacht durch das Gefühl anders zu sein – leicht ein bereitwilliges Echo im unzureichend entwickelten Bewusstsein anderer Menschen. Solche Menschen träumen davon, ihre Andersartigkeit Weiterlesen …

Keimlinge des neuen Lebens beginnen zu sprießen

Wir hatten schon mehrfach darüber gesprochen, dass sich ein Wandel nur hält, wenn er sich von „unten“, als im „gemeinen“ Volk schon vollzogen hat. Und dass wir einen weiteren Wandel brauchen, ist auch auf MicroNatio EcoEden entsprechend formuliert:

Immer mehr gerät die Ohnmacht der politischen Lenker, die wachsende Ungerechtigkeit in den Systemen, die steigende Armut und Unzufriedenheit in allen Gesellschaften in den Fokus und damit auch die Frage und Suche nach Antworten für die Zukunft. Das Explodieren von Atomkraftwerken und Bohrinseln kann bei allen Errungenschaften der modernen Industriegesellschaft wohl für niemanden ein zu akzeptierender Preis für Wohlstand und technischen Fortschritt sein.

Gibt es Alternativen, realistische Ansätze für Formen gemeinschaftlichen Zusammenlebens jenseits Burnout-Bedrohung oder inflationärer Billionen-Rettungsschirme? Werden diese Ansätze erst in einem Post-Crash-Szenario, also wenn es zu spät ist, zum Tragen kommen – oder können wir uns nicht schon heute konstruktiv mit möglichen Veränderungen unserer Systeme auseinandersetzen, um ab sofort unsere Weiterlesen …

Darüber, wie Mensch gedeihen sollte: Das Leitbild der Freien Schule Heckenbeck

Die Schule ist seit 1911 Mitglied dieser Vereinigung

Die Schule ist seit 1911 Mitglied dieser Vereinigung

Wir hatten schon viel über den fürchterlichen Zustand unserer Art zu bilden diskutiert. Nun hat uns Ralf Mölln (Danke!)  heute Abend einen längeren Kommentar von zum Post Eure Kinder sind nicht Euer Besitz, sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst… hinterlassen und da es aber wieder einmal so ein wichtiger Text ist, der nicht übersehen werden sollte, bringe ich ihn nochmals als eigenständigen Artikel. Es handelt sich um das Leitbild der Freien Schule Heckenbeck, die ich als nachahmenswertes Beispiel erachte, wie Schule funktionieren sollte.

<<<< Beginn: Leitbild der Freien Schule Heckenbeck >>>>

Im Zentrum stehen unsere Kinder. Wir halten drei Elemente für wesentlich im Hinblick auf die Entwicklung von Kindern.

  1. Kinder benötigen Erwachsene als präsente Beziehungspartner und orientierende Vorbilder.
  2. Sie brauchen eine tragende Gemeinschaft, in der sie sich geborgen fühlen und
  3. Herausforderungen, die sie weder über- noch unterfordern, sondern sie in ihren Stärken und Fähigkeiten bestätigen.

Um einen Schulort zu gestalten ist es wichtig, dass die Erwachsenen auch für sich ein Umfeld gestalten, in dem sie sich wohl fühlen und entwickeln können. Nur so können sie ihrer Vorbildfunktion gerecht werden.

Wir verstehen unser Projekt als eine lernende Gemeinschaft aus Eltern, Kindern und Begleitpersonen, die sich an diesem Leitbild orientiert. Wir arbeiten daher eng mit den Elternhäusern und mit außerschulischen Lernorten zusammen.

Nachfolgende Punkte beschreiben einen Idealzustand, an dem wir uns orientieren und der uns leitet.

Anerkennung und Respekt

Grundlegend für unser Projekt ist der Respekt gegenüber allen Weiterlesen …

Schnapszahl erreicht – 222.222 mal hat es Klick gemacht

Wieder ist ein Meilenstein erreicht. Seit meiner letzten Meldung zu einer interessanten Zahl, der 200.000, haben wir begonnen, uns auf den beiden Strängen Natur begreifen und bewusstes Fotografie noch reichlicher zu beschenken, als es durch die Diskussionen so schon war. Und da geht mein Dank auch wieder an die vielen Kommentierer, die in bienengleicher Manier Gedanken-befruchtend hier vorbei kamen.

Und noch etwas hat sich erweitert: ich schreibe nun nicht mehr allein Artikel, es kommen zunehmend Gastbeiträge hinzu, was mich besonders freut. Denn es hat was von miteinander Verwurzeln. Solveigh hatte in der letzten Nacht diese Metapher zum Thema Entwurzelung der Menschen gebracht:

Erst wenn Du an einem Ort Wurzeln geschlagen hast, wenn Du mit einem Ort verwachsen bist, kannst Du getrost in die Welt gehen und Dich als Weltbürger fühlen, das funktioniert jedoch gesund nur solange wie Du Weiterlesen …

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