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Posts Tagged ‘Gemeingüter’

Wird die Transformation unserer Gesellschaft von der Ware zu den Commons laufen?

Ich verfolge seit dem letzten Jahr den Blog keimform.de, auf dem das Thema Commons immer wieder behandelt wird. Ich hatte auch schon darüber geschrieben und gefragt: Ist das Gemeingüter-basierte Leben die Lösung für alle unsere Probleme?.

Stefan Meretz

Stefan Meretz

Nun hat Stefan Meretz, Ingenieur und Informatiker, der sich mit der politischen Ökonomie Freier Software und Commons befasst und dazu schreibt, einen Vortrag in Kassel im Rahmen der Vortragsreihe Auf der Suche nach anderen Wegen zu einem schönen Leben des AK SPUNK gehalten, in dem er den Übergang von einer Kapital-orientierten zu einer Commons-basierten Gesellschaft diskutiert hat.

Die Ankündigung zu dem Vortrag verfasste er so:

Emanzipatorische Bewegungen verbindet zwei Gewissheiten: Der Kapitalismus verstößt gegen die Lebensbedürfnisse vieler Menschen und er ist endlich. Den Kapitalismus aufzuheben, ist also historisch notwendig. Ist eine Aufhebung aber auch möglich? Welche Konzeptionen der Aufhebung gab und gibt es? Warum reden wir überhaupt von „Aufhebung“ und nicht bloß von „Abschaffung“?

Um diese und andere Fragen klären zu können, benötigen wir ein begriffliches Verständnis des Kapitalismus. Begriffen ist eine Sache dann, wenn ihre „widersprüchliche Selbstbewegung“ gedanklich erfasst werden kann. Was sind die Elemente der widersprüchlichen Weiterlesen …

Ist das Gemeingüter-basierte Leben die Lösung für alle unsere Probleme?

Auf keimform.de – Ein Blog auf der Suche nach dem Neuen im Alten – ist wieder ein innovativer Artikel erschienen, der ein Leben auf Basis von Gemeingütern aus vielen Richtungen beleuchtet und mich sehr angesprochen hat, da er wieder Vieles anspricht, was ich in meinen Artikeln auf der Suche nach einer besseren Welt schon selbst vorgeschlagen habe.

Der Artikel lautet Produzieren ohne Geld und Zwang und wurde von Christian Siefkes eingestellt.

Für Christian ist eine Zukunft denkbar, in der wir alle gleichberechtigt leben und dabei produzieren, was uns Spaß macht (was ja auch die Gruppe Realexperiment – sinnvoll Wirtschaften vertritt), und in der wir dabei sogar ohne Geld auskommen können, ja sogar ohne Tauschen. Denn in dieser Gesellschaft ist alles Bedürftige für alle vorhanden und kann genommen werden.

Er zeigt auf, dass Vieles in seinem Gesellschaftsmodell auch heute schon erkennbar ist. So haben schon viele Open Source Software-Produkte kapitalistisch produzierte Waren vom Markt zurück gedrängt: Weiterlesen …

Sollten wir besser gleich ganz ohne Geld leben?

Motiviert durch die aktuellen Finanzkrisen habe ich mich etwas weiter ins Thema vertieft. Dabei  hatte ich auf dem Blog keimform.de, der sich im Wesentlichen um Commons, also Gemeingüter dreht, einen Dialog begonnen und Fragen gestellt. Aufhänger war, dass ich als wesentliche Lösung neben den Gemeingütern Energie, Wasser und Lebensmittel auch noch die Umstellung unseres Geldsystems auf ein zinsloses vorgeschlagen hatte. Neben einem Schwall Unverständnisses, dass ich so einen unsinnigen Vorschlag unterbreiten konnte, gab es die folgende hilfreiche Antwort:

Der Witz bei den Commons ist, dass die Regeln, wann wer was nehmen kann, selbst verabredet werden. Und da gibt es nichts pauschales, sondern die Regeln müssen zu der Art der Ressourcen und Produkte sowie den Bedürfnissen der beteiligten Menschen passen. Selbstbestimmte Regeln sind da am besten geeignet. Bei Wissensgütern, das war Dein Beispiel, sind »open access« Regeln oft perfekt: Sie fördern die maximale Verbreitung. Wichtig: open access ist eine vereinbarte Regel, und keine Selbstverständlichkeit für alle Commons.

Bei rivalen Gütern (solche mit Nutzungskonkurrenz) sieht das anders aus. Hier kann »open access« sinnvoll sein, wenn genug da ist. Wenn nicht genug da ist, besteht die Gefahr Weiterlesen …

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Auf der Suche nach einer besseren Welt: von Commons = Allmende = Gemeingut und dem bedingungslosen Schenken

Diskutant Stefan sagt: „Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die ich in 2000 bei der Arbeit an freier Software hatte, war: Es handelt sich nicht um eine Geschenk-Ökonomie, die nur funktioniert, wenn wieder zurück geschenkt wird. Es handelt sich gar nicht um Ökonomie. Bei der freien Software existiert die Koppelung zwischen Geben und Nehmen nicht. Wenn ich freie Software programmiere, dann tue ich das, weil ich es will. Wenn ich einen Artikel in Wikipedia erfasse, tue ich das, weil ich etwas zu einem Thema weiß, und nicht, weil ich morgen dafür die Wikipedia lesen darf. Ökonomie beinhaltet immer ein Tausch-Element, und davon will ich wegkommen. Die Menschheit ist reich genug, alle notwendigen Dinge so zu produzieren, dass wir alle gut leben können, und zwar nach folgendem Prinzip: Wir nehmen uns das, was andere geschaffen haben, und sie haben es aus keinem anderen Grund geschaffen, als dass sie es schaffen wollen, weil ihre individuelle Selbstentfaltung darin besteht, weil sie ihre Persönlichkeit darin ausdrücken, Dinge in die Welt zu setzen – Gedanken, Tassen, Computer, Käsekuchen, Gemälde oder was auch immer.

Als ich das in dem Artikel »Lasst uns die Spielregeln ändern« auf dem sehr interessanten Blog keimform.de gefunden hatte, sagte mir meine Intuition, ja, da ist was dran. Viele mich umgebende Menschen geben Weiterlesen …

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