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Posts Tagged ‘Fleisch’

Mindset: Braucht Mensch Fleisch zum Gedeihen oder verdirbt ihn gar der Verzehr?

Kälber auf der Weide – Foto: Wikipedia (Klick zeigt die Rechte)

Solange es Schlachthäuser gibt,
wird es Schlachtfelder geben.

Leo Tolstoi

Aus gegebenem Anlass möchte ich gerne einen hörenswerten Vortrag zum Thema Fleischkonsum ins Regal stellen. Eine Bekannte von mir hat sich vor kurzem eine Dokumentation über unsere Schlachthäuser angeschaut. Seitdem bekommt sie kein Fleisch mehr runter. Sie sagt, es gäbe in Deutschland nur noch etwa 5 Schlachterei-Konzerne, in denen Menschen am Fließband zu Niedriglöhnen unter Zeitdruck Tiere schlachten, die unter Qualen großgezogen wurden und denen halb lebend schon sprichwörtlich das Fell über die Ohren gezogen wird. Und was das Beschämende ist: Das geht auch so mit den Tieren, deren Fleisch unter Bio auf den Markt kommen. Am Ende ist es also egal, wie gut oder schlecht es den Tieren vorher ging, hier werden sie gleich schlecht aus dem Leben getrieben.

Ich esse inzwischen auch kaum noch Fleisch. Gerne wüsste ich, wenn ich Fleisch kaufe, dass es dem Tier, das mir zum Leben seines gab, gut ergangen ist. Das ist aber kaum mehr in Erfahrung zu bringen. Hier erfahren wir reichlich Gründe, warum wir kein Fleisch essen sollten, aber auch nicht müssten:

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von einer tierischen Arbeitswelt – Mann, Mann, Mann

November 6, 2013 2 Kommentare
Schlachterei (Foto: Udo Böhlefeld - pixelio.de

Schlachterei (Foto: Udo Böhlefeld – pixelio.de

Andreas Zeuch hat heute eine lesenwerte Rezension zum Buch Tiere essen veröffentlicht, die sich unserem tierischen Lebensmittlen widmet, mit Blick auf Ökologie, Gesundheit, Arbeitswelt als auch Ethik. Ich möchte gerne das Kapitel über das Arbeiten in den Massentierhaltugnen als auch den Schlachtereien bringen, auch wenn es wenig gute Gefühle macht. Vielleicht hilft es aber doch noch etwas mehr, durch den eigenen Umgang mit Lebensmitteln für eine Umdenken und -handeln zu sorgen:

Arbeitsbedingungen und Arbeiterausbeutung

Fleisch soll billig sein. Morgen am besten noch billiger als heute. Aber fast jeder meckert, wenn er selbst nicht ausreichend Geld verdient. Höchst interessant, diese kognitive Dissonanz. Denn der Preiskrieg bei der Fleischproduktion wird natürlich auch auf dem Rücken der Angestellten ausgeübt. Bekanntermaßen sind Personalkosten zumeist eine der größten Ausgaben eines Unternehmens. Also müssen sie gesenkt werden. Und das geht besonders gut, in dem man ausländische Leiharbeiter einstellt, die ebenso billig zu haben sind, wie das Produkt, was am Ende bei diesem Spiel massenhaft auf den Markt geschmissen wird.

Safran Foer berichtet vom – im wahrsten Sinne des Wortes – Wahnsinn in amerikanischen Schlachthöfen: Illegale Weiterlesen …

Ein Briefwechsel zum Thema Gefühle, Empathie und Bewusstsein bei Tieren

Wolfgang hat vor nicht allzulanger Zeit seinen ersten Artikel zum Thema Fleischkonsum hier gepostet, nun hatte meine Älteste und ich einen Briefwechsel mit einem ähnlich gelagerten Thema gehabt. Es ja mehrere Gründe, auf Fleisch zu verzichten. Wolfgang wie auf unsere Gesundheit hin, und das wir mehr Menschen satt bekommen, wenn wir weniger Fleisch essen.

Maren und mich interessierten eher so genannte „ethische“ Aspekte. Denn was, wenn ein Teil der Tiere, die wir essen, genauso Gefühle, Empathie und ein Bewusstsein über sich selbst hätten, ja sogar sprechen könnten. Maren begann ihren Brief so:

Lieber Papa,

ja, auch bei mir bemerke ich in letzter Zeit immer häufiger, dass wenn bei mir ein Stück Fleisch auf dem Teller landet, ich mich dabei erwische, wie ich dieses Stück Fleisch – oder auch Wurst – anstarre und mich frage, was ich da eigentlich tue. Ist es rechtens, dass ein denkendes und fühlendes Wesen sein Leben Weiterlesen …

Über die Empathie von Tieren …

Empathische Schimpansen: If you ever doubted that animals feel sorrow, this photo will make you believe. Dorothy, the female chimp on the stretcher was a mascot at some amusement park where she was taught to drink beer and smoke cigarettes. She entertained the crowd for close to 25 years. As Dorothy neared her 40s, she was obese and in poor health. When owners of the amusement park failed to make enough money out of her, she was moved to the Cameroon's Sanaga-Yong Chimpanzee Rescue Centre where she took her last breath after 8 painful years of treatment. Finally the news of her death brought the entire gang of chimps gather together to pay their last tribute to this wonder chimp. A BIG HUG TO DOROTHY.

Empathische Schimpansen: If you ever doubted that animals feel sorrow, this photo will make you believe. Dorothy, the female chimp on the stretcher was a mascot at some amusement park where she was taught to drink beer and smoke cigarettes. She entertained the crowd for close to 25 years. As Dorothy neared her 40s, she was obese and in poor health. When owners of the amusement park failed to make enough money out of her, she was moved to the Cameroon’s Sanaga-Yong Chimpanzee Rescue Centre where she took her last breath after 8 painful years of treatment. Finally the news of her death brought the entire gang of chimps gather together to pay their last tribute to this wonder chimp. A BIG HUG TO DOROTHY.

Dieses Foto hat mich motiviert, das heikle Thema des Tötens von Tieren mal wieder aufzunehmen: Wenn wir Menschen die Krönung der Schöpfung sind, so wie uns dies  vorgesagt wird, müssten wir nicht gerade deshalb Vorbild sein, und Tiere genauso wenig töten wollen, wie wir das Töten von Menschen verurteilen. OK, es gibt noch ein paar Länder, die noch die Todesstrafe ausüben. Aber auch hier wird das Töten eines Menschen in Nicht-Kriegszeiten aus ethischen oder sonstigen Gründen verurteilt.

Welches Argument könnte ziehen, dass wir Tiere töten?

1. Weil der Mensch die Macht hat?

Das kann nicht ziehen, denn dann dürften wir auch Menschen töten.

2. Weil es so geschrieben steht?

Gut, in der Bibel soll was stehen, dass der Mensch sich die Erde untertan machen soll. Ich hatte aber auch schon gesehen, dass diese Bibelstelle unvollständig zitiert ist.  Richtig ist, dass er verantwortlich mit ihr umgehen solle.

3. Weil die Schöpfung Wesen geschaffen hat, die sich von anderen Wesen ernähren?

Das wird nun wirklich schwierig. Es gibt auch Weiterlesen …

Kategorien:Ökologie, Ethik, Gesundheit Schlagwörter: , ,

Von der „R“Evolution beim Essen

Ich komme gerade mit vielen tiefen Gefühlen gleichzeitig von einer gerade neu geschaffenen Web-Site, die ich allen Lesern dieses Blogs ans Herz legen möchte. Nicht nur, weil sie von zwei Menschen stammen, die sich vor ein paar Monaten auf meine n Blog verirrten, blieben und intensiv mit uns die verschiedenen Theman abarbeiteten und mir inzwischen Freunde geworden sind. Während meiner Zeit des Artikelschreibens, und das sind mit dem SAPERION-Blog inzwischen über drei Jahre, ist mir immer mehr bewusst geworden, was ich (wir) ohne Not mit unserem und viel schlimmer mit anderem Leben anstelle(n). Ich hatte das Thema das erste Mal in dem Artikel Wie jeder von uns dafür zahlt, dass Menschen verhungern behandelt. Seitdem ist unser Fleischkonsum auf ein Minimum zurückgegangen.

Ich hatte ein weiteres Video zum Fleischverzehr in den letzten Tagen in einem Kommentar eingebaut, was Wolfgang und Susanne zu einem wesentlich konsequenteren Schritt verleitete, als es bei mir der Fall war: sie haben von Heute auf Morgen entschieden kein Fleisch mehr zu verzehren und haben gleichzeitig auf ihrer so schon besonders für Kinder sehr interessanten Homepage mit vielen schönen Tier-Bildern und begleitenden Texten einen eigenen Bereich hinzugefügt, den sie „R“Evolution nennen. Hier schreiben sie über ihre Motivation, kein Tier mehr für ihren Bedarf töten zu lassen. Und von dieser Seite komme ich nun beeindruckt wieder zurück und muss darüber berichten.

Auf der ersten Seite schreibt Wolfgang kurz über unsere gegenseitige Weiterlesen …

Wie jeder von uns dafür zahlt, dass Menschen verhungern

Es gibt ein Geschichte über Solschenizyn, wie er einer Cousine beim einem Mahl ein lebendes Huhn auf dem Teller mit einem Messer dazu servierte, nachdem sie sich beim letzten Mal ihm beschwert hatte, dass es kein Fleisch bei ihm gab. „Wenn Du es töten kannst, dann bereite ich Dir das Huhn zu“, war sein Kommentar.

Am letzten Wochenende erzählte mir eine Bekannte von einer Schulveranstaltung zum Thema „Leben wie in der Steinzeit“. Ein Vater hatte an dem Abend zum Lagerfeuer eines seiner Kaninchen lebend mitgebracht. Er zeigte, wie damals das Essen zubereitet wurde. Er gab dem Kaninchen den Betäubungsschlag, zog es ab, weidete es aus, steckte es Weiterlesen …

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