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Posts Tagged ‘Feudalismus’

„Jenseits des globalisierten Feudalismus ist gedanklich … nur noch ein großes Nichts!“

August 19, 2019 5 Kommentare

Der folgende Text lässt sich als Fortsetzung meines letzten Artikels Steht uns eine technokratische Refeudalisierung bevor? sehen. Geschrieben wurde er vom Eifelphilosophen, den hier auch Mal wieder zu Wort kommen lassen möchte. Steht es wirklich so düster um den Kampf von Reich gegen Arm? Gab es eine Konterrevolution seit Brandt, der mehr Demokratie wagen wollte und damit ein viertes Reich eingerichtet hat, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt?

Bauer, Bürger, Edelmann: der real existierende Neofeudalismus in Deutschland 2019 – und seine Exzesse (Quelle)

Im Rahmen des „betreuten Denkens“ haben wir ja eine Losung erhalten, nach der wir uns zu richten haben: dies ist das beste Deutschland, das wir je hatten. Diese Losung hat die Führerin des vierten Reiches ausgegeben, das 2019 ganz Europa beherrscht – und das nun mit Ursula von der Leyen endlich eine deutsche – Entschuldigung – europäische Kaiserin hat. Endlich – 230 Jahre nach der französischen Revolution von 1789 – ist wieder eine genetisch adelige Person an der Spitze des Kontinents … und zwar aus Deutschland, wie es sich der Führer erträumt hat. Wir herrschen allerdings smart mit Geld – nicht mehr mit Karabinern. Jedenfalls: in Deutschland.

Was ist nur aus der kleinen, gemütlichen, friedlichen Bonner Republik geworden, die ein Garant war für Frieden, Sicherheit, Gerechtigkeit, Fortschritt, jener Demokratie, die als Vorbild der Welt galt und für die wir bewundert wurden? Bewundert nicht etwa, weil wir in Punkto Demokratie schon das Ende erreicht hätten, sondern weil wir mit Willy Brandt einen Bundeskanzler hatten, der im Folge der Unruhen der ausgehenden sechziger Jahre den Zeitgeist zutreffend formuliert und uns alle dazu aufforderte, „mehr Demokratie zu wagen“.

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Arbeit macht frei!?

Dezember 15, 2013 8 Kommentare

Eingangstor des KZ Auschwitz, Arbeit macht frei (2007, Foto: Wikipedia)

Den Spruch „Arbeit macht frei“ kennen wir in Deutschland recht gut, werden uns doch jedes Jahr die Schilder an den berüchtigten, gut konservierten Vernichtungslagern der Nazis, vor Augen gehalten. Zumindest vor die Augen Jener, die die Mainstream-Medien noch verfolgen. Wissend, was hinter den Zäunen der Lager passierte, kann der Spruch hier nur zynisch gemeint sein. Aber war das immer so? Und wer meine Artikel kennt: nein, auch hier wurde mal wieder etwas auf den Kopf gestellt.

Es gibt eine schöne Buchrezension von Friedrich-Christian Schröder, in der Folgendes zu lesen ist:

Aber mit diesen wörtlichen Vorläufern gibt sich der Autor nicht zufrieden. Er durchmustert alle vorausgegangenen Devisen ähnlichen Inhalts. Dabei stößt er auf die Sentenz „Arbeit ist des Bürgers Zierde“ aus Schillers „Lied von der Glocke“. Auf einem Foto vom Kontor einer Leipziger Firma von 1908 hat er die Parole „Arbeit besiegt alles“ gefunden; sie kehrte zwei Jahrzehnte später in lateinischer Fassung als „Omnia Vincit Labor“ auf der Fassadenuhr einer jüdischen Firma wieder. Einen weiteren Vorläufer sieht er in Thomas Carlyles Uminterpretation von Goethes Gedicht „Symbolon“, in der er die Schlußzeile „Wir heißen Euch Hoffen“ durch die Worte „Work and despair not“ ersetzte.

Diese doch noch als Stärke der Weiterlesen …

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