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Posts Tagged ‘Faulheit’

„Lasst uns aufstehen für ein Recht auf Faulheit“

Antreiben
Antreiben (Bild: Wikipedia)

Meinen 2.000 Artikel möchte ich mit meinem Lieblingsthema, der Arbeit feiern. Die Tage hören wir wieder so häufig, dass Mensch ein Recht auf Arbeit habe. Früher gab es Schilder, da stand drauf „Arbeit macht frei“. Inzwischen gibt es Konzepte, die heißen auf Neudeutsch New Work, oder agile. Hier geht es darum, dass sinn-gekoppelte Arbeit motiviert und Spaß macht, dass Arbeit doch eigentlich auch Leben ist, und es sonst verschwendete Zeit sei. Inzwischen nehmen uns Maschinen die Arbeit ab, Manche sagen auch weg. Es gibt Arbeit, die ist angesehen, und wird daher gut ent-lohnt. Für andere Arbeit gibt es wenig oder gar keinen Lohn und Rente für. Das ist dann ehrenamtlich oder Familien-dienlich. Inzwischen sollen 70% aller entlohnten Arbeiten sinnlos sein. Wäre es da nicht an der Zeit, weniger zu arbeiten. Zumal für das Arbeiten Material benötigt wird, dass die Umwelt belastet. Wenn wir also weniger arbeiteten, würden wir auch was für das Klima tun. Ich möchte gerne einen Artikel von Felix Feistel, der auf Rubikon erschien, ins Regal stellen, da er mal wieder so richtig Gedanken zum Draufrumkauen dazu bietet:

Recht auf Faulheit (Quelle)
Warum wir nicht mehr, sondern weniger Arbeit benötigen.

Gesellschaftliche Utopien bewegen sich heutzutage fast ausschließlich innerhalb des herrschenden Systems. Linke Kräfte begnügen sich schon lange damit, marginale Verbesserungen des Status Quo zu fordern. Doch diese lösen das grundlegende Problem nicht, zum Beispiel das der Arbeitslosigkeit. In Zeiten zunehmender Rationalisierung und Automatisierung macht es keinen Sinn mehr, Arbeitende anzutreiben und Arbeitslosen ein schlechtes Gewissen einzureden. Wir müssen mehr Arbeitslosigkeit wagen, die Arbeit gerechter verteilen und endlich ohne Scham genießen, was uns der technologische Fortschritt an Möglichkeiten beschert.

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Fleiß: eine Tugend oder nur Einpeitscher für Sklaven?

Februar 25, 2017 20 Kommentare

Lohnarbeit ist die Forsetzung der Sklaverei mit modernen Mitteln.
Gerald Dunkl, (*1959), österreichischer Psychologe und Aphoristiker

Es ist gerade erst einmal etwas über 200 Jahre dass, dass weite Teile der „westlichen Welt“ die Sklaverei hinter sich ließen. Wir haben hier häufiger die Perspektive diskutiert, dass nur das Bühnenbild etwas geändert wurde:

  • Die vielen Sklaven und Leibeigenen wurden nur aus ihrem kleinen Käfig der Großgrundbesitzer in den des Staates entlassen.
  • Ihre Ketten wandelten sich dabei in das Steuersystem kombiniert mit dem räuberischen, Zins-basierte Geldsystem ist.
  • Das ganze ist garniert mit einem Politikzirkus, einer Demokratie-Simulation, in der alle 4 Jahre nur das mittlere Management gewählt wird, das die Befehle der im Hintergrund herrschenden umsetzt (dazu: Parteiensystem).

In einer solchen Menschenfarm zum Nutzen dieser Wenigen müssen zu ihrem Wohl günstig und vielfältig Waren produziert und Dienste geleistet werden, je mehr desto besser.  Nun fand ich diesen Blick auf Faulheit, Fleiß und Glück:

fleiss

Nach dem Durchlauf von Schule und Studium ist es gelungen, dem überwiegenden Teil der Menschen als Glück das Streben nach HABEN und ARBEITEN (Karriere machen) als den Lebenszweck zu verkaufen statt SEIN und LEBEN.

So hören wir in der rechten Szene immer wieder, dass der Deutsche stolz auf seine fleißigen, disziplinierten, pünktlichen Volksmitglieder sein könne und verkaufen dies als wichtige kulturelle Werte, die es zu bewahren gelte. Wobei ich mich frage, warum ich stolz auf etwas sein soll, dass Andere sind … bzw. warum soll ich stolz auf ein maximal auf Gehorsam getrimmtes Volksgefüge sein? Wenn es wenigstens der Gehorsam wäre, der sich auf das Wohle aller richtet und nicht wie durch die Art des privaten Geldschöpfens im Zusammenspiel mit dem Zinsgeldsystem für das Wohl der Wenigen.

Ist also Fleiß eine Tugend? Oder führt uns der Fleiß am Ende in eine zerstörte Welt und ist genau das Gegenteil? Würde mehr Faulheit für eine nachhaltigere, gesündere Welt sorgen und sollte eher eine Tugend sein?

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