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Posts Tagged ‘Erfahrung’

„Digitalisierung macht dumm!“

Handy-Zombie auf der Jagd nach Pokemons, mit einer APP des CIA, die kostenfrei Bilder der Umgebung einspielt.

Das ist das Fazit des ‚Gehirnforschers‘ Manfred Spitzer, der zugespitzt weiß:

Der übermäßige Gebrauch des Internets führt zu digitaler Demenz. Smartphones können abhängig und kurzsichtig machen.

Ich habe selten einen so kurzweiligen und mit vielen Schmunzlern begleiteten Vortrag über das Lernen  und Wissen verfolgt, wie den folgenden. Das für mich Spannendste ist die Erkenntnis, dass Mensch mit den Smartphones das Glückserlebnis genommen wird, das Mensch erfährt, wenn er sein eigenes Ding, sein Wollen durchzieht und erreicht. Denn wer in den Momenten, in denen gerade nichts zu tun ist, zum Smartphone greift und mal schaut, was es Neues gibt, sich eben nicht mit SEINEM DING beschäftigt. Inzwischen sagen Ausbilder:

Es ist gruselig mit den 16-Jährigen, die zu uns in die Ausbildung kommen! Die wollen nichts mehr!

Herr Spitzer weist auf einige wenige der negativen Einflüssen von Smartphones hin, und erzählt über eine Mail eines Vaters an ihn:

Herr Spitzer, ich war gestern Abend bei Ihrem Vortrag, und habe hinterher noch Ihr Buch gekauft, und danach mir meinen 15-Jährigen vorgenommen (Lachen) … Ich habe ihm gesagt, dass ich ein Buch hätte, das ganz interessant sei und er es lesen solle. Auf die Antwort, dass er es nicht lesen werde, macht ich ihm das Angebot, dass er pro gelesene Seite 1 € pro Seite bekäme. 2 Tage später kam er und sagte, dass ich ihm kein € geben müsse. Das Buch sei so spannend, dass er es freiwillig lesen würde. Und gestern kam er, und Sie werden es nicht glauben, und sagte: ‚Papa, ich habe mein Smartphone weggeworfen.‘

Ein weiterer wichtiger Aha-Effekt war für mich, dass das mit der Künstlichen Intelligenz ein Hype sei, und dass Mensch noch lange nicht Weiterlesen …

Auf meiner Reise der Erkenntnis – was ist schon ethisch?

Wie unschwer an meinen letzten Artikeln zu erkennen ist, befasse mich seit einiger Zeit mit genau der Erkenntnis, dass unsere Welt, wie wir sie verstehen, absolut subjektiv ist, sprich es gibt keine absoluten Wahrheiten, denn die Wirklichkeit wird in unserem Gehirn auf Basis von individuell Erlebtem sowie wahrgenommenem Hörensagen konstruiert. Also ist unsere Welt einfach nur subjektiv. Und wenn das so ist, wie sieht es dann mit unserer Vorstellung von Ehtik aus, denn auch sie wird ja dann von uns konstruiert. Und weil wir uns diese konsturieren, wird sie auch Sinn machen, also für etwas zuträglich sein. Und hier möchte ich mal wieder ein Kapitel eines Buches mit dem Titel Wissensaktivierung  – Neue Denkwege von Armin Rütten und Luca Pogoda bringen. Das Buch wird es in ca. 6 Wochen zu kaufen geben.

<<<< Beginn des Buchausschnitts >>>>

Ethik

Es gibt also keine allgemeingültigen, regelraumunabhängigen Wahrheiten. Eine Aussage kann allerhöchstens „innerhalb“ eines konstruierten Regelraumes „allgemeingültig“ wahr sein. Da alle dem Menschen verfügbaren Regelräume von ihm selbst konstruiert werden, sind alle Wahrheitsaussagen subjektiver Natur und können somit keine objektive Gültigkeit beanspruchen. Dies gilt insbesondere auch für ethisch-moralische Urteile, denn diese basieren auf einer von Menschen konstruierten Ethik. In der konkreten Anwendung bedeutet das, dass es sich nicht allgemeingültig festlegen lässt, ob ein Mensch etwa „gut“ oder „schlecht“ ist. Ob etwas nach Auffassung eines Individuums „gut“, „schlecht“ oder „böse“ ist, hängt nämlich immer davon ab, welches Ethiksystem das urteilende Individuum während der Urteilsfindung verwendet. Dieses Ethiksystem muss nicht zwangsläufig ein gesellschaftlich oder religiös aufgenötigtes sein; es ist durchaus möglich, dass ein Individuum bei seiner Urteilsfindung auf ein für sich individuell angepasstes oder kreiertes Ethiksystem zurückgreift. Das heißt, dass es in der Natur an sich solche Dinge wie „gut“, „schlecht“, „böse“, „lieb“ oder „nett“ nicht gibt.

Ein Beispiel: Angenommen zwei Auftragskiller „A1“ und „A2“ arbeiten auf Provisionsbasis. Ihre Provision bekommen sie wöchentlich ausgezahlt. A1 und A2 haben Frau und Kinder, welche sie durch ihre wöchentliche Provision ernähren und die somit auf sie notwendigerweise angewiesen sind. Nun erkrankt A1 für 2 Wochen an einer Grippe und bittet daher A2 das wöchentliche Pensum an Auftragsmorden Weiterlesen …

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