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Posts Tagged ‘Empathie’

Ist unser Denker das Problem?

Ich möchte einen Text nochmals zur Diskussion stellen, den einer der Kommentatoren hier hinterlassen hat:

IST UNSER DENKER DAS PROBLEM?

Gesetze und Moral kommen dann, wenn keine Liebe da ist. Deshalb gibt es die Zehn Gebote, das Grundgesetz und das moralische Selbstverständnis unserer Gesellschaft. Es sind vom Denken ergriffene Maßnahmen, um ein Desaster zu verhindern.

Das Denken hat die Nicht-Liebe erfunden, die Lüge, die Gewalt, die Gier. Ihm ist ein Dasein fremd, in dem es nur Wahrheit gibt, Liebe und Mitgefühl. Aber da Sie dem Denken verpflichtet sind, erzogen und konditioniert durch eine dem Denken unterworfene Gesellschaft, setzen Sie dieses Instrument ein, um das Schlimmste zu verhindern und erstellen Regeln. Die Liebe lässt sich aber nicht regeln oder herstellen. Wenn Ihr Bewusstsein sich nicht radikal ändert und sich dem Tieferen in Ihnen ergibt, wird es nie wissen, was Liebe ist.

Abhängigkeit, Besitzdenken und Eifersucht prägen die meisten Beziehungen und sind nicht Liebe. Das gegenseitige Gewähren von angenehmen Empfindungen und die Vermittlung des Gefühls von Geborgenheit haben nichts mit Liebe zu tun. Wer in Beziehung ist, um geliebt zu werden, um der Einsamkeit auszuweichen oder weil er das Alleinestehen nicht schafft, liebt nicht.

Schon als Kinder werden dazu gebracht, die Welt über das Denken wahrzunehmen, zu verstehen und zu interpretieren. Der Wert des sinnlichen Erlebens spielt eine untergeordnete Rolle. Und um die negativen Auswirkungen dieser Konditionierung im Zaum zu halten, werden sie erzogen und die Regeln der Gesellschaft und des Zusammenlebens beigebracht, deren Nichtbefolgung unter Strafe stehen. Das nennt man dann Zivilisiertheit, ein auf vernünftiger Einsicht beruhendes Verhalten.
Das auf dem Vorrang des Denkens beruhende Weltbild kann sich eine friedliche Welt ohne Gesetze und Strafen nicht vorstellen. Kriege, Ausbeutung, Gewalt, alles Leid entstehen dadurch.

Wer einen anderen Menschen fühlt, kann ihm nichts zu Leide tun. Diese Haltung liegt nicht nur den kriegerischen Auseinandersetzungen zugrunde, sondern ist in allen politischen, gesellschaftlichen Diskussionen zu sehen.

Diese “Menschheit” hat kein Überleben.“

Freundliche Gewalt

AngstIn Anknüpfung an Guidos letzten Artikel zur Propaganda möchte ich einen Artikel von Martin Scheuringer bringen, der die Auswirkungen der zunehmenden Manipulation unserer Kinder im kapitalistischen System anspricht und darauf aufmerksam macht, dass die Unterdrückung negativer Gefühle zum Tragen freundlicher Masken nicht gut ausgehen kann, aber lest selbst:

Freundliche Gewalt

Dem ausgebildeten eingewobenen Subjekt der kapitalistischen Weltordnung erscheinen die mit der abstrakten Arbeit einhergehenden Grässlichkeiten Krieg, Land Grabbing, Mobbing, Beschleunigung etc. als Folge unzureichender Vermarktung der sozialen Beziehungen sowie ihrer Trägereinheiten. Ungeheuerliche Mengen psychischer und physischer, latenter und manifester, chronischer und akuter Gewalt werden meist nicht wahrgenommen, selten ernst genommen, aber niemals ursächlich mit dem Kapitalismus in Verbindung gebracht.

Zähmung einer Delusion

Falschen Begründungen für Gewalt ist Tür und Tor geöffnet: Sie entstünde im schlecht erzogenen, seine Gefühle nicht beherrschenden Individuum. Voller Sorge vermeint ein von einer solchen Annahme geprägter Erwachsener Gewalt unterbinden zu können, wenn er die Äußerung aggressiver Gefühle bei Kindern verbietet. Voller Eifer werden die vermeintlichen Ursprünge von Krieg und Terror bekämpft, indem Kindern untersagt wird ihren Zorn, ihre Wut, ihren Frust oder ihren Hass zu zeigen. Voller Verblendung unterdrücken so aufgeklärte Erwachsene wesentliche Reaktionen ihrer Kinder auf die Zumutungen ihrer Einpassung. Durch Tabuisierung von Aggression wird mit Gewalt eine gewaltförmige Herrschaftsweise reproduziert. Kinder, die in einer bunten, glitzernden, von Spielzeug angefüllten Welt aggressiv auf die für sie unerträgliche Forderung der Subjektivierung reagieren und den kleinen Spielwaggon gegen die Wand schleudern, sind für Erwachsene kaum zu ertragen. (Vgl. Creydt, Streifzüge 60, S. 39)

Konform zum überlagernden dichotomen Bewertungsschema teilt das Subjekt seine Gefühle ein, wobei die guten (Fröhlichkeit) in die Scheinwelt des Distributionshimmels gehören und die schlechten (Neid, Zorn, Hass, Frust, Wut) im rückständigen Rest lokalisiert werden. Die als negativ abgewerteten Gefühle grantiger Kinder hätten in China, Brasilien oder Indien ihren berechtigten Ort, dort gibt’s ja Armut, Gewalt und kein Spielzeug, da darf das Kind schon mal wütend sein. Unfähig die Berechtigung des Weiterlesen …

Wie weit sind Tiere Gefühle betreffend wirklich vom Menschen entfernt?

Es hat mich wieder einmal etwas tief brührt und ich möchte Euch den verursachenden Text inklusive Video nicht vorenthalten (Quelle):

Jane Goodall ist eine britische Primatenforscherin und gilt als die führende Schimpansenexpertin der Welt. … Sie gründete das Jane Goodall Institute, eine Organisation, die sich für internationalen Tier- und Klimaschutz einsetzt. Damit will sie den Tieren helfen, die sie so sehr liebt.

In der Republik Kongo haben Mitarbeiter des Jane Goodall Instituts Tchimpounga Chimpanzee Rehabilitation Center eine Schimpansin gefunden, die im Sterben lag. Sie nannten sie “Wounda”, was soviel bedeutet wie “fast tot”. In diesem Video wirst du sehen, warum. Vielleicht musst du dir vorher ein paar Taschentücher bereitlegen. Es ist unglaublich:

Tiere haben Gefühle, genau wie wir. Das Video zeigt, dass die Schimpansin fühlt – ob es Dankbarkeit oder Freude oder beides war, werden wir nie wissen. Ich bin nur glücklich, dass dieses süße Mädchen vor einem schrecklichen Schicksal bewahrt wurde.

Inzwischen hat Indien als viertes Land reagiert und die Weiterlesen …

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Sollten wir besser vom Gewinner- zum Nicht-Kampfprinzip wechseln?

September 30, 2013 46 Kommentare

Ein gewisses Maß an Ignoranz führt zum Glück, stellte Erasmus von Rotterdam fest.
Dem hält Rüdiger Lenz entgegen, dass Ignoranz die höchste Form von Gewalt sei.

Startschuss beim Wettlauf - Foto Paulwip  / pixelio.de

Startschuss beim Wettlauf – Foto Paulwip / pixelio.de

Auf diesem Blog haben wir immer wieder darüber gesprochen, dass wir in unserer Gesllschaft das Prinzip der Konkurrenz viel stärker gewichten als die Kooperation, und dass letztere aber für eine gesunde Gemeinschaft wesentlich tauglicher ist. Rüdiger Lenz meint zu unserer auf Konkurrenz aufbauenden Ökonomie:

Wettbewerb ist eine schönere Beschreibung für das Wort Wettkampf.

Eine Gesellschft, die den Kampf um Alles und gegen Jeden als sinnvoll erachet, tut dies, weil in ihr der Zins und ZinsesZins als Werkzeug zur Umverteiling von Arm nach Reich manipuliert durchgesetzt wurde. Der Motor unserer Kampfkultur sei das Schuldgeldsystem….

Dieses Prinzip fördert zunächst den Wettbewerb, der aber dann im Wettkampf mündet und zum Motor eine „Angriffskriegsführung“ und Kriegsinszenierung gegen einen äußeren Feind das vorherrschende Finanzwirtschaftssystem perpetuiert.

Das Nichtkampf-Prinzip von Rüdiger Lenz ist eine brillante Möglichkeit, einmal darüber nachzudenken, in was für einer Gesellschaft wir leben würden, wäre das oberste Prinzip Weiterlesen …

Projektmanagement ist eine Frage der Haltung

Hochrad. Aufnahme von 1886 (Quelle: Wikipedia)

Auch im Projektmanagement ist angekommen, dass die zunehmende Komplexität im Zusammenspiel mit dem Klein-Expertentum ein anderes Führen benötigt. Eines, das auf die Fähigkeit von Authentizität und Empathie setzt. Denn ohne Vertrauen werden ihm die wissensarbeitenden Team-Mitglieder zukünftig nicht mehr folgen wollen. So schreiben Marcus Raitner und Cüneyt Tural in ihrem neuen, sehr stark gelesenen Artikel Modernes Projektmanagement: Eine Frage der Haltung auf Initiative Wirtschaftsdemokratie u.a.:

Umgang mit Komplexität vor Effizienz

Projektorganisationen als soziale Systeme waren schon immer komplex und werden durch zunehmende Dynamik in ihrem Umfeld komplexer. Wichtiger als Effizienz ist daher die Effektivität, also das Finden der richtigen Lösungen zum richtigen Zeitpunkt und das Treffen der richtigen Entscheidungen in komplexem Umfeld. Im Vordergrund steht das Erkennen und Lösen von komplexen Fragestellungen im Team. Die Aufgabe des Projektmanagers ist es, als Coach das Team zur kreativen Bewältigung der Herausforderungen zu befähigen und zu führen.

Ich sehe inzwischen einen Schritt weiter: wir werden uns zukünftig viel mehr Projekt-orientiert organisieren, denn das Leben ist ein Fahrradfahren und benötigt laufend Weiterlesen …

Vom mechanistischen zum organischen Denken und Handeln!

Leseempfehlung, daraus ein Auszug:

…Goethe und Sheldrake ging und geht es vor allem um eine dem Lebendigen angemessenen Erkenntnishaltung. Daraus resultiert natürlich auch eine veränderte Handlungsweise.

Es wurde bereits dargestellt, wie Rupert Sheldrakes morphogenetische Felder von einer punktuellen Betrachtung wegführen. Unter anderem zeigt er auf, wie jedes Wesen in seinen Beziehungen lebt, welche durch ein verbindendes Feld als wirkende Realität vorstellbar werden. Die duale Subjekt-Objekt Beziehung wird in eine Subjekt und Objekt als Polaritäten umfassende Feldgesamtheit verwandelt. Das ist zunächst schwer zu denken. Wenn es sich jedoch mehr und mehr als wissenschaftlich sinnvoll erweist und sich im allgemeinen Bewusstsein durchsetzt, so wird es sicherlich zu einem veränderten Empfinden, Verhalten und Handeln führen. Nicht Objekte und momentane Konkretisierungen, sondern ein Fluss sich wandelnder lebendiger Beziehungen, Verbundenheit und gegenseitige Abhängigkeit würde unsere Existenz ausmachen und das Handeln bestimmen.

Goethe war es wichtig aufzuzeigen, wie die Art der Betrachtung der Weiterlesen …

Delfin bittet Taucher um Hilfe …

Februar 1, 2013 1 Kommentar

In dem Video ist zu sehen, dass ein Delfin um die Befreiung eines Stück Angelschnurs bittet:

Diese Kombination von geistiger Kapazität und Verletzlichkeit ist nach traditionellem Verständnis allein dem Menschen zu eigen. Wenn der Delfin sie im Verlauf seiner fast 60 Millionen Jahre langen Evolution ebenfalls erworben haben sollte, stünden ihm ähnliche Rechte zu, wie sie der Mensch für sich beanspruche, argumentiert der Ethikprofessor.

Der Ethik-Professor Thomas White von der Loyola Marymount Universität in Los Angeles wies nach, dass Delfine alle Voraussetzungen erfüllen, um als Individuum definiert zu werden.

Sie haben positive und negative Empfindungen, Emotionen, Selbstbewusstsein und seien in der Lage, ihr Verhalten zu steuern. Delfine erkennen einander und begegnen sich mit Respekt, meist sogar mit offener Zuneigung. Sie erkennen sich im Spiegel – eine Leistung, die außer ihnen nur Menschen und Menschenaffen vollbringen – gehen analytisch und planmäßig vor und lösen komplexe Aufgaben. Außerdem haben sie die Kapazität, körperlich und gefühlsmäßig intensiv und langanhaltend zu leiden.

Diese Kombination von geistiger Kapazität und Verletzlichkeit ist nach traditionellem Verständnis allein dem Menschen zu eigen. Wenn der Delfin sie im Verlauf seiner fast 60 Millionen Jahre langen Evolution ebenfalls erworben haben sollte, stünden ihm ähnliche Rechte zu, wie sie der Mensch für sich beanspruche, argumentiert der Ethikprofessor.

Daher dürfen Delfine nicht “wie Sklaven” für Tiershows vermarktet und zu Hunderttausenden im östlichen Pazifik gejagt und geschlachtet werden. Die geselligen Meeressäuger dürfen nicht als Eigentum betrachtet, sondern müssen mit Achtung behandelt werden.

Für den Menschen bietet der Delfin nach Ansicht des Experten die Chance, eine Ethik zu entwickeln, die eine Wende in dem Verhältnis von Homo sapiens und anderen intelligenten Arten auf unserem Planeten herbeiführt.

Quelle: Delfin bittet Taucher um Hilfe.

Inzwischen als erstes Land hat Indien die Delphine zu nicht-menschlichen Personen anerkannt und unter Schutz gestellt. Wenn jetzt auch noch die Frauen in diesem Land  entsprechend wertgeschätzt würden …

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