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Posts Tagged ‘Eltern’

Eure Kinder sind nicht Euer Besitz, sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst…

Khalil Gilbran (Foto: Wikipedia)

Ich hatte diesen Post vor zwei Jahren schon einmal gebracht und möchte ihn gerne für die neuen Leser nochmals hervorholen. Wir haben in den unterschiedlichsten Artikeln und kommentaren festgestellt, dass in unserer heutigen Welt Mechanismen wirken, die für uns und sie unzuträglich sind, sei es, dass wir unsere Kinder durch unsere Art der Erziehung und Ausbildung verbiegen, oder unsere Umwelt schädigen und unsere Gesundheit damit auf tönerne Füße stellen, stellt sich die Frage, was geändert werden müsste.

Nick hatte in einem herrlich genialen Kommentar zum freien Willen festgestellt, dass das Einfachste wäre, wenn wir anstelle des MACHENs lieber LASSEN würden. Karin Desai hatte zur gleichen Zeit auf Facebook zum Thema der Kindererziehung in einem Kommentar den obigen Titel hinterlassen. Neugierig geworden, habe ich dieses geniale Gedicht von Khalil Gibran gefunden, das zumindest klar macht, was unsere Kinder sind und was wir deshalb besser lassen sollten:

Von den Kindern

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch Euch aber nicht von euch,
und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.

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Worte auf die Goldwaage gelegt, hier: Eltern

November 21, 2013 4 Kommentare

Und ein weiteres Wort möchte ich aus dem Buch über WOPOLOGIE = Wort-Gold-Potenz-Logik bringen, denn harmoniert es doch sehr mit dem Gedicht Von den Kindern von Gibran Khalil Gibran. Es macht die Beziehung von Eltern und Kindern deutlicher:

„ELTERN“

Das Verständnis der Elternschaft erfährt eine große Veränderung, wenn wir erkennen, dass die Eltern lediglich die Älteren sind.

Die Eltern sind – auf ein Erdenleben gesehen, in Wirklichkeit nur die Älteren. Wer das verstehen und annehmen kann / will, wird sich einen völlig neuen Umgang mit Kindern erobern.

Solange Menschen noch davon ausgehen, dass Kinder >nachdem Sie geboren wurden< noch nichts wissen und können und wir ihnen erst Alles beibringen müssen, trauen wir unseren Kindern nichts von selber zu. Dann fühlen wir uns verständlicherweise dafür zuständig, dass wir unseren Kindern so viel wie möglich >durch Vorgaben< beibringen.

Das ist die Sicht, auf welche die meisten staatlichen Schulsysteme aufgebaut sind. In einem derartigen System wird nicht darauf vertraut, dass sich jedes
Kind >gemäß seinem eigenen, inneren Plan entsprechend< in seinem eigenen Tempo Alles perfekt aneignen wird, was die Fähigkeiten des jeweiligen Kindes optimal fördert. In den meisten Fällen wurde aus unbewusster Angst – die Kinder könnten im Leben nicht bestehen – dieser Plan von den Älteren >Eltern< behindert. Das ließ eine unbewusste Haltung erkennen, die viel damit zu tun hatte, dass die Älteren es selber nicht anders erfahren haben.

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Kinder brauchen eine starke Geborgenheit zu ihrer Potentialentfaltung

Kleine Kinder schon mit einem Jahr in die Krippe zu geben, befriedigt nicht das Bedürfnis der Kinder sondern die der Erwachsenen, die die „gemachte“ Erwartungshaltung der Gesellschaft erfüllen wollen.

… so Dagmar Neubronner vom Neufeld Insitute zur Erkaltung unserer Gesellschaft. Sie stellt fest, dass die Mütter danach lechzen, die Kinder möglichst schnell abzugeben, um gesellschaftlich teilzuhaben. Sie sieht Mechanismen des Teilens und Herrschens an dieser Stelle installiert: es wird so getan, als hätten nur die Mütter die Kinder erzogen, und so wäre es keine wertvolle Tätigkeit. Arbeit dagegen sei viel wertvoller (siehe auch Ist unsere Arbeit eine Religion: frohes Schaffen). Und da wird es Zeit, dass nun endlich auch die Frau sich dieser annehmen kann. Das Kind würde auch so groß werden.

Plakat von 1956

Plakat von 1956

Vor der Industrialisierung waren Mutter und Vater für die Kinder da, da dort gelebt wurde, wo die Arbeit zum Überleben anfiel. Kinder lernten dabei durch Zuschauen und Nachmachen. Seitdem der Vater nicht mehr zuhause arbeitet,  fehlt ihm etwas. Bei der Einführung der 5-Tagewoche wurde seitens der Gewerkschaften die Sehnsucht in der Werbung genutzt. Wer kennt noch das Plakat mit dem Slogan: „Samstags gehört Vati mir.“ Und nun soll auch die Mutter noch in den Arbeitsmarkt und von den Kindern getrennt werden.

Die Krippe soll es nun richten. Nur, kann sie das wirklich? Kann sie das tiefe Weiterlesen …

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