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Posts Tagged ‘Eigenwille’

Bräuchten wir nicht einmal die „Goldene Regel“, wenn wir EIGENWILLIG wären?

Hannelore Vonier hat schon so manche Denkblockade bei mir eingerissen, und mit dem folgenden Artikel schaffte sie es wieder. Dieser Artikel setzt sich kritisch mit der Goldenen Regel „schade nicht“, von der ich meinte, dass sie doch reichen sollte, auseinander. Nach der Lektüre kommt die Frage, die ich im Titel stelle, hoch:

Bräuchten wir nicht einmal die „Goldene Regel“, wenn wir EIGENWILLIG wären?

Hannelore stellt die Hypothese auf, dass, wer EIGENWILLIG ist, sich nicht beherrschen lässt.

Wenn wir noch einen Schritt weiterdenken, müsste dann nicht gelten:

Wer sich nicht beherrschen lassen will, der will auch keinen Anderen beherrschen.

Könnte die Welt besser werden, indem wir unseren Kindern den EIGENWILLEN beließen?

Hier ist der Artikel von Hannelore, die wie ich, ihre Artikel unter eine CC-Lizenz gestellt hat, mit der ausdrücklichen Bitte um Verbreitung:

Schade nicht – Die Goldene Regel hinterfragt – von Hannelore Vonier

“Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem andern zu!”

Die sogenannte “Goldene Regel” ist eine der wichtigsten Richtlinien des Patriarchats. Sie garantiert, dass Menschen als ‘gleich’ gelten und nicht als einzigartig.

Wenn man die Leute glauben macht, dass alles Weiterlesen …

Das Unnormale des Normalen – oder wie man sich irren kann …

September 28, 2013 39 Kommentare

Man muß das Wahre immer wiederholen,
weil auch der Irrtum um uns herum immer wieder gepredigt wird.
Und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse.“
Johann Wolfgang von Goethe

Blume un-normal?

Blume un-normal?

Auf meinem Balkon ist der Vogel los. Normalerweise sitzen hier sechs Dompfaffkinder, und wenn sie hier nicht sitzen, sitzen sie normalerweise woanders oder fliegen herum, so, wie das ihre Art ist. Normalerweise kommen die Blaumeisen und Kohlmeisen im Trupp angeflogen, fünf oder zehn gleichzeitig. Sie setzen sich niemals auf den gleichen Platz, da ist ja nur für eine Meise Platz, und sie verhalten sich normalerweise sehr unterschiedlich, mal mehr spielerisch und mal mehr hungrig. Was für die kleinen Vögel üblich ist: sie sind sehr flexibel, hopsen mal hier und mal dort hin und essen mal von den gemahlenen Erdnusskernen, mal von den geschälten Sonnenblumenkernen, und mal haben sie auch Bock drauf, die ungeschälten Sonnenblumenkerne wie wild aufzuhacken. Normal für mich ist, das Treiben meiner Freunde zu genießen.

Im wirklichen Leben sieht das Treiben etwas anders aus. An unserem Teich stehen normalerweise etwa dreißig sehr schöne Bäume – standen, nu sind sie wech. Warum fragt normalerweise niemand, und normalerweise fragen auch die Männer mit der Säge nicht, warum das völlig unsinnige Absägen von Bäumen normal ist, so wie der in Reih und Glied marschierende Soldat auch nicht fragt, was er da macht. „Das WIRD gemacht, und gut ist’s“. In meinem Verständnis ist der Mensch im Allgemeinen Spielball fremder Weiterlesen …

Wer EIGENWILLIG ist, lässt sich nicht beherrschen? Warum sind wir so wenig selbstbestimmt?

Ich berichtete schon mehrfach davon, dass die jährlichen Gallup-Studien feststellen, dass 84% der Menschen in ihrer Arbeit eher verkümmern als sich an ihrer Berufung zu freuen. Grund wäre, dass sie nicht emotional an die Firmen gekoppelt wären, den Sinn ihrer Arbeit nicht sehen und meist fremd- als selbstgsteuert sind. Da wir uns derzeit am Thema des „freien bzw. bedingten Willens“ abarbeiten, möchte ich nochmals einen interessanten Artikel von Hannelore Vonier einstreuen, der noch einige weitere Denkanstöße gibt. Sie stellt die Hypothese auf:

Wer EIGENWILLIG ist, lässt sich nicht beherrschen

Wenn wir noch einen Schritt weiter denken, müsste dann nicht gelten:

Wer sich nicht beherrschen lässt, der will auch keinen Anderen beherrschen.

Könnte die Welt besser werden, indem wir unseren Kindern den EIGENWILLEN beließen?

Hier ist der Artikel von Hannelore, die wie ich, ihre Artikel unter eine CC-Lizenz gestellt und bat ausdrücklich um Verbreitung:

<<<<< Beginn des Artikels von Hannelore Vonier >>>>>

Schade nicht – Die Goldene Regel hinterfragt

Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem andern zu!

Die sogenannte “Goldene Regel” ist eine der wichtigsten Richtlinien des Patriarchats. Sie garantiert, dass Menschen als ‘gleich’ gelten und nicht als einzigartig.

Wenn man die Leute glauben macht, dass alles, was sie wollen, das Gleiche ist, das auch ihre Mitmenschen verlangen, und dies als ihr Recht[1] betrachtet, dann sind “die andern” der Maßstab, und nicht sie selbst.

Derartig konditionierte Männer und Frauen sind dankbare Konsumenten.

Festgelegte Schablonen – von Kleidergrößen, Gesundheitstabellen, Wohneinheiten, Weiterlesen …

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