Archiv

Posts Tagged ‘Eigentum’

Die Problematik der Plutokratie

Mai 11, 2019 3 Kommentare

In allen sozialen Verhältnissen
und gesellschaftlichen Beziehungen
des Einzelnen zur Gesamtheit,
wo das ICH von größerer Bedeutung ist als das WIR,
dort kommt es zu endlosen
internen und externen Konflikten
unter den rechthaberischen Egoisten und Narzissten,
die alle von sich selbst behaupten,
dass alles Erbeutbare, alles Nehmbare,
und alles Tragbare ihnen gehört,
und das nennen sie dann
ihr Eigentum… ihren Eigenbesitz…
und sie wollen alles Ergreifbare,
alles Besitzbare nicht nur für sich
ergattern und behaupten…
sondern es endlos vermehren…
und dem Andern ein gleiches „Recht“
desgleichen zu tun
mit allen manipulierten Mitteln
der „Berechtigung“ zu verwehren…
Und das sind die plündernden Plutokraten,
die opportunistischen Oligarchen…
die angeblich „Großen“…
die vermeintlich „Mächtigen“…
die eigentlich Habgieringen
und willkürlich Niederträchtigen,
die die „Kleinen“ mit totalitären Taktiken
unentwegt unterdrücken, bekriegen, besiegen,
ausplündern, ausbeuten, fordern,
kommandieren, diktieren, befehlen und beordern…
und ihnen dann nichts als Mistmacherei
und Spektakelei vorgaukeln…
mit absolut idiotischem Palaver
und widerlichen Phrasen,
wie zum Bespiel:
„Weniger ist Mehr!?“…
Oder noch schlimmer:
“Die Hälfte des Ganzen
ist doch besser als garnichts!”…
“Sei zufrieden;
meckere und maule nicht,
denn es könnte ja noch viel schlimmer werden!”

Weiterlesen …
Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: , , , ,

Wie viel Eigentum darf es denn sein?


Pierre-Joseph Proudhon – Bild: Wikipedia


Eigentum ist Diebstahl …

Das Eigentum aber ist ethymologisch wie nach den Definitionen der Rechtswissenschaft ein Recht außerhalb der Gesellschaft. Denn stammten die Güter eines jeden von der Gesellschaft, so wären die Bedingungen für alle gleich, und nachstehender Satz müßte einen „Widerspruch enthalten: Das Eigentum ist das Recht, das ein Mensch besitzt, völlig uneingeschränkt über ein gesellschaftliches Eigentum zu verfügen. Haben wir uns also um der Freiheit, Gleichheit, Sicherheit willen zur Gesellschaft zusammengeschlossen, so haben wir es nicht um des Eigentums willen getan; wenn also das Eigentum ein Naturrecht ist, so ist dieses Naturrecht kein soziales, sondern ein antisoziales. Eigentum und Gesellschaft sind zwei Dinge, zwischen denen unversöhnliche Feindschaft besteht: es ist ebenso unmöglich, zwei Eigentümer zu vereinigen, wie zwei Magnete mit ihren gleichen Polen. Entweder muß die Gesellschaft zugrunde gehen oder sie muß das Eigentum vernichten.

Zitiert aus: J.P.Proudhon, Was ist das Eigentum – Erste Denkschrift Untersuchungen über den Ursprung und die Grundlagen des Rechts und der Herrschaft (1840)

Wir beobachten gerade intensivste Schnappatmung bei den Profiteuren unseres Raubtierkapitalismus, die Debatte um Enteignungen, Verstaatlichungen und Sozialismus, betreffend, entfacht durch ein Zeit-Interview mit dem Jusochef Kevin Kühnert. Gerne möchte ich dazu einen Artikel von Tomasz Konicz anreichen, in dem der Autor in meinem Augen gut die aktuelle Situation darlegt, und einen Ausblick wie folgt bringt:

Weiterlesen …
Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: , ,

Die Gier nach materiellem Haben ‚macht‘ bei Reich und Arm Angst …

Skulpturen auf der Museumsinsel Hoimbroich – Bild: Martin Bartonitz 2018

Alles, was das Böse benötigt, um zu triumphieren, ist das Schweigen der Mehrheit.
Kofi Anan, 7. Generalsekretär der UN

Ob es Angst ist, die süchtig nach dem Haben von Materiellem macht? Und ist es nicht auch Angst, die es diesen reichen Psychopathen erlaubt, ihr Ding durchziehen zu können? Manche mutmaßen, dass die süchtigwirkende Urangst schon mit der Sintflut über die Menschen herein brach …

Zweifellos wird nicht darauf gewartet werden, bis der letzte Beweis für den Umfang des anthropogenen Einflusses auf die Verhältnisse gefunden wurde …

Ich bin mir sicher, dass bereits effektive Konzepte für die Rettung der Welt in diversen Schubladen nur darauf warten, hervor geholt zu werden.

Man ist sich vermutlich nur noch nicht ganz im Klaren darüber, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Weise man die Weltbevölkerung rasch und kostengünstig auf etwa ein Fünftel zusammenschrumpfen soll, damit die herrschenden Besitz – und Vermögensverhältnisse erhalten werden können und es noch ein paar Jahrhunderte genau so weiter laufen kann wie bisher. [Anmerkung: Siehe Georgia Guide Stones]

Oder glaubt irgendjemand ernsthaft an die Verwirklichung humaner Lösungsansätze durch jene Art von Zeitgenossen, die bereits seit Jahrhunderten gewissenlos über Leichenberge stolzieren und sich im Zuge humaner und dem Leben zugewandter Lösungen selbst beschränken müssten, obwohl sie die Macht dazu haben, die Angelegenheit anders zu bereinigen? [Anmerkung: satanische Welt?]

Es mag paradox klingen …. doch wer dem Leben in seiner Ganzheit wohlgesonnen gegenüber steht, der sollte sich frühzeitig auf den eigenen Tod vorbereiten und bereit sein, im Kampf für Liebe, Freiheit und Gerechtigkeit zu fallen und in die Hallen seiner Ahnen einzufahren.

Denn die Gewalt – und nichts Anderes ist letztlich die Essenz von Besitz und Vermögen und der daraus resultierenden Macht – schöpft ihre größte Kraft aus der Angst vor dem Tod.

So kommentierte  Udo Rohner auf Facebook zu diesem Video:

Udos Kommentar hatte noch einen Vorspann:

Karin Mast brachte zu dem Video zuerst an: Weiterlesen …

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: , , , ,

Utopie Commons? … Über unsere Leitwerte …

Der folgende Text gehört zur Fortsetzung der Serie mit Betrachtungen darüber, ob das Konzept der Commons anstelle von Eigentum das Potential hat, den Niedergang der Menschheit, den wir in aktueller Zeit wahrnehmen (siehe z.B. hier), umzukehren. Also auch das ab ins Regal.

Wir können drei grundsätzlich verschiedene Arten von Werten bzw. Wertmaßstäben unterscheiden. Da wäre zuerst der naheliegende Gebrauchswert zu nennen. Er lässt sich sämtlichen Objekten (also allem Dinglichen, wie aber auch Immateriellem (z.B. Informationen)) zuordnen und gibt an, welchen individuellen Nutzen das Objekt für das jeweilige Individuum hat. Dabei ist entscheidend, ob dieses Individuum, dieses Objekt auch zur Funktion bringen kann und wie sehr sein Leben oder auch seine persönliche Entfaltung und
Tätigkeit unmittelbar davon abhängig sind.

Ein anderer, naturgegebener Wertmaßstab ist der des ideellen Wertes. Es ist vermutlich dieser Wertmaßstab, der den Menschen zum Menschen macht und von Natur aus vom Tier unterscheidet. Er existiert auf Grund unseres Weiterlesen …

Utopie Commoning? – Ein Blick zurück aus dem 22. Jarhundert

Dies ist der zweite Beitrag einer Serien von Texten, die ich zum Teilen mit Euch zum Thema Commoning erhielt (zum 1. Beitrag). Es ist eine Kurzgeschichte aus der Perspektive eines Mädchens, das sich im 22. Jahrhundert von ihrer Uroma das Leben aus ihrer Zeit erzählen, und dies auf dem Hintergrund ihres heutigen Lebens kaum verstehen kann. Lasst Euch überraschen: 

Ein historischer Tag

Lotte blinzelt noch etwas verschlafen, als sie die Sonnenstrahlen durch ihr Zimmerfenster an der Nase wach kitzeln. Langsam richtet sie sich in ihrem Bett auf und wirft einen Blick hinaus. Die Sonne lugt gerade zwischen einigen Wolken hervor und taucht den ansonsten noch relativ tristen Morgen des Frühjahrs in einen kurzen, fast sommerlichen Anblick. Die Bäume und Sträucher, die sie reichhaltig erblicken kann, sind tatsächlich schon ziemlich grün. Das war der Dreizehnjährigen bis zum Vortag noch gar nicht aufgefallen. Sie öffnet das Fenster und schaut hinaus in die Großstadt des 22. Jahrhunderts, in der sie lebt. Die Vögel zwitschern ihr alltägliches Morgenkonzert, ein paar Hasen und Eichhörnchen huschen umher, ab und an rollt fast lautlos ein kleines Auto vorbei, die vielen Fahrräder sind am Ende lauter. Doch am lautesten erscheinen letztlich die Vielzahl von Unterhaltungen der unzähligen Menschen unten entlang der einspurigen Straße, die sich zwischen weitläufigen Grünstreifen entlang schlängelt. Schließlich wohnen in der Stadt weit über 10 Millionen Menschen. Den Weckruf des Hahns im Garten des Nachbarblocks hat sie heute offenbar verpasst. Lotte atmet tief ein und glaubt, bereits den nahenden Frühling riechen zu können. Der Geruch frischer Blüte liegt jedenfalls in der Luft und gibt Lotte zusätzliche Kraft und Energie, um in den Tag zu starten.

„Mutti und Vati sind nicht in ihrem Zimmer. Offenbar sind sie bereits Weiterlesen …

Kategorien:Gesellschaft, Politik Schlagwörter: , , ,

Über die Legalität von Eigentum und Commons

Auf meiner Finde nach einer besseren Welt hatte ich schon mehrfach hier bemerkt, dass der stärkste Webfehler unseres Systems das Konzept des unbegrenzten Eigentums ist. D.h. wenn ein Mensch mehr besitzt als er durch seine eigene Hände Arbeit erreicht hat. Ich möchte nun einen weiteren Text zum Thema einstellen, der aus der Commoning-Szene stammt, und auf dem es sich wieder genüsslich draufrumkauen lässt, oder?

Was ist die Matrix?

Was du weißt, kannst du nicht erklären, aber du fühlst es. Du hast dein ganzes Leben lang gespürt, dass mit der Welt was nicht stimmt. Du weißt nicht, was es ist, aber du weißt, es ist da, wie ein Splitter in deinem Verstand, der dich zum Wahnsinn treibt. 
Morpheus im Film Matrix

Unser Verstand ist manipuliert. Nein, es folgt nun keine Verschwörungs-, sondern eine Systemtheorie.

Es gibt etwas, an das wir alle glauben, was uns von Kind an erzählt und beigebracht wurde, was die meisten von uns wohl noch nie in Frage gestellt haben und als unumstößliche Gesetzmäßigkeit hinnehmen. Jedoch ist die Vorstellung von Eigentum, das hier gemeint ist, lediglich ein Konstrukt des menschlichen Verstandes und kommt ansonsten in der Natur eigentlich gar nicht vor. Deshalb ist es eben auch kein unabänderliches Naturgesetz, das gilt, egal ob wir wollen oder nicht, sondern ein juristisches Gesetz, in dem es um das Verfügungsrecht geht.

Was mir gehört, über das darf ich ganz allein bestimmen und andere auch davon ausschließen!

Von Verfügung über Menschen selbst, was man als Sklaverei bezeichnet, haben wir uns weitgehend emanzipiert [Anmerkung: zumindest, was die direkte Sklaverei betrifft]. Jedoch ist die alleinige Verfügungsgewalt – und damit Macht (!) – über gegenständliche Objekte und Dinge bis heute noch immer völlig legal. Problematisch wird es im Grunde ja auch erst dann, wenn Weiterlesen …

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: , , , ,

Unser Planet gehört niemandem, sondern uns allen gemeinsam

Oktober 28, 2016 5 Kommentare

Der erste, der ein Stück Land mit einem Zaun umgab und auf den Gedanken kam zu sagen »Dies gehört mir« und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der eigentliche Begründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wieviel Elend und Schrecken wäre dem Menschengeschlecht erspart geblieben, wenn jemand die Pfähle ausgerissen und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: »Hütet euch, dem Betrüger Glauben zu schenken; ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass zwar die Früchte allen, aber die Erde niemandem gehört«.
Jean-Jacques Rousseau, schweizerischer Philosoph, Schriftsteller und Staatstheoretiker, * 28.06.1712, † 02.07.1778

Egon Vouilléme

Egon Vouilléme, Autor und Weltverbesserer

Dass es in der Welt mit der Verteilung der Ressourcen ungerecht zugeht und es Reformen bedarf, darüber haben wir hier schon einige Texte gelesen, z.B. Würde eine Bodenwertsteuer für einen Ausgleich zwischen Arm und Reich sorgen?, aber auch die Wissensmanufaktur hat mit ihrem Plan B aufgezeigt, wie es mit einer Neuordnung zu mehr Gemeinsinn und -wohl kommen kann. Nun hat mir Egon Vouilléme dankenswerterweise erlaubt, seinen Artikel zum Thema auch hier nochmals zu veröffentlichen. Spannend auch seine Gedanken zum Thema Erbschaft:

 Unser Planet gehört niemandem, sondern uns allen gemeinsam – (Quelle)

Ist es richtig, dass einzelnen Menschen, Unternehmen oder Nationen Teile unseres Planeten gehören und wenn ja, wer verteilt mit welchem Recht den Planeten, die Natur und an wen? Wem gehört die Antarktis und die dortigen Bodenschätze? Der Grund und Boden sowie die „Schätze des Bodens“ sind Grundlagen des Lebens aller Menschen und im Grunde ein Geschenk an die Menschheit als ganzes. Sie sind derzeit jedoch größtenteils nicht mehr allgemein verfügbar sowie durch übermäßige Ausbeutung und Vergiftung massiv bedroht. Immer weniger Menschen kommen in den Genuss dieses Geschenks, obwohl der Boden direkt oder indirekt die Grundlage allen Lebens ist.

Der Sparzwang vor allem in Europa führt uns allen vor Augen welche Naturgüter (Wälder, Seen und sogar Schutzgebiete) plötzlich im Angebot sind und als Privateigentum vermutlich bald dem öffentlichen Zugriff entzogen werden. Flankiert wird diese Entwicklung durch die weltweit zunehmende Bodenspekulation (Stichwort Landraub).

Boden ist aber nicht durch menschliche Leistung entstanden und auch nicht vermehrbar. Das Naturgut Boden ist das Weiterlesen …

%d Bloggern gefällt das: