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Posts Tagged ‘Eigentum’

Unser Planet gehört niemandem, sondern uns allen gemeinsam

Oktober 28, 2016 5 Kommentare

Der erste, der ein Stück Land mit einem Zaun umgab und auf den Gedanken kam zu sagen »Dies gehört mir« und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der eigentliche Begründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wieviel Elend und Schrecken wäre dem Menschengeschlecht erspart geblieben, wenn jemand die Pfähle ausgerissen und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: »Hütet euch, dem Betrüger Glauben zu schenken; ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass zwar die Früchte allen, aber die Erde niemandem gehört«.
Jean-Jacques Rousseau, schweizerischer Philosoph, Schriftsteller und Staatstheoretiker, * 28.06.1712, † 02.07.1778

Egon Vouilléme

Egon Vouilléme, Autor und Weltverbesserer

Dass es in der Welt mit der Verteilung der Ressourcen ungerecht zugeht und es Reformen bedarf, darüber haben wir hier schon einige Texte gelesen, z.B. Würde eine Bodenwertsteuer für einen Ausgleich zwischen Arm und Reich sorgen?, aber auch die Wissensmanufaktur hat mit ihrem Plan B aufgezeigt, wie es mit einer Neuordnung zu mehr Gemeinsinn und -wohl kommen kann. Nun hat mir Egon Vouilléme dankenswerterweise erlaubt, seinen Artikel zum Thema auch hier nochmals zu veröffentlichen. Spannend auch seine Gedanken zum Thema Erbschaft:

 Unser Planet gehört niemandem, sondern uns allen gemeinsam – (Quelle)

Ist es richtig, dass einzelnen Menschen, Unternehmen oder Nationen Teile unseres Planeten gehören und wenn ja, wer verteilt mit welchem Recht den Planeten, die Natur und an wen? Wem gehört die Antarktis und die dortigen Bodenschätze? Der Grund und Boden sowie die „Schätze des Bodens“ sind Grundlagen des Lebens aller Menschen und im Grunde ein Geschenk an die Menschheit als ganzes. Sie sind derzeit jedoch größtenteils nicht mehr allgemein verfügbar sowie durch übermäßige Ausbeutung und Vergiftung massiv bedroht. Immer weniger Menschen kommen in den Genuss dieses Geschenks, obwohl der Boden direkt oder indirekt die Grundlage allen Lebens ist.

Der Sparzwang vor allem in Europa führt uns allen vor Augen welche Naturgüter (Wälder, Seen und sogar Schutzgebiete) plötzlich im Angebot sind und als Privateigentum vermutlich bald dem öffentlichen Zugriff entzogen werden. Flankiert wird diese Entwicklung durch die weltweit zunehmende Bodenspekulation (Stichwort Landraub).

Boden ist aber nicht durch menschliche Leistung entstanden und auch nicht vermehrbar. Das Naturgut Boden ist das Weiterlesen …

Eigentumsverhältnisse …

September 24, 2016 9 Kommentare

Ich teilte heute auf Facebook das folgende Sprichwort der australischen Aborigines:

Wenn Jemand glaubt, ein Stück Land gehöre ihm,
ist das genauso lächerlich, wie wenn ein Floh glaubt,
der Hund, auf dem er sitzt, sei sein Eigentum.

Dazu bekam ich noch folgende Dreingabe von Udo Rohner:

Korrekt – es ist im Prinzip genau anders herum und darüber hinaus eine enge Wechselbeziehung:

Der Floh „gehört“ zu dem Hund den er sich mehr oder weniger freiwillig als Lebensraum gewählt hat und der Hund wird dadurch, ob er will oder nicht, zum Besitz des Flohs, da dieser ihn mit seinen Kollegen „besetzt“ hat.

Und weil es nun mal zur Eigenart des Hundes gehört ein beliebter Lebensraum für Flöhe zu sein, wird der Floh als Besitzer des Hundes zu dessen Eigentum.

Einem Buchenwald „gehört“ natürlich auch nicht das Land auf dem er wächst, vielmehr „gehört“ der Wald zu jenem Land das so beschaffen ist, dass es dem Wald gelingt es zu besetzen, weil dieser ganz nach seiner Eigenart den Lebensraum beherrscht und dadurch zum Eigentum des Landes wird.

Der Mensch unterscheidet sich vor dem Hintergrund dieser Betrachtung im Wesentlichen nicht von seinen Mitgeschöpfen, mit denen er sich von Natur aus gleichberechtigt den Lebensraum Erde zu teilen hat!
Denn wer hätte schon das Recht der Menschheit oder einer bestimmten Gruppe von Menschen oder gar einem Einzelnen, mehr Rechte auf die Nutzung des gemeinsamen Lebensraumes einzuräumen als dem Floh, dem Hund, dem Wald oder irgendeinem anderen Lebewesen auf diesem Planeten?

„Macht Euch die Erde untertan ….“
soll ein göttliches Wesen vor ein paar Jahren mal der Menschheit verkündet haben.

Ich aber sage Euch 🙂

Wenn die Quelle dieses Spruches eines göttlichen Wesens Geist wäre, dann muss er unterwegs wohl Opfer eines menschlichen Übersetzungsfehlers geworden sein – denn wirklich Sinn würde der Spruch nur machen, wenn man das kleine Wörtchen „die“ durch ein „der“ ersetzt.

Langer Rede kurzer Sinn: Weiterlesen …

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#TTIP, #CETA, #ISDS – Sind die Konzerne wuchernde Krebszellen unseres von Grund auf kranken Gesellschaftssystems?

Februar 23, 2015 44 Kommentare

Schmerz ist das Zerbrechen der Schale,
die dein eigenes Erkennen umgibt.
Kahlil Gibran

In letzter Zeit bewegte mich zunehmend mit Blick auf TTIP und CETA (in wenigen Sekunden erklärt)  das Thema der sich immer weiter unserer Erde bemächtigenden Konzerne (siehe u.a.:Heimliche Bodenreform: Spekulanten kaufen in großen Stil deutsches Ackerland). Am Ende sehe ich nun das Bild der Konzerne als Krankheitssymptom eines zutiefst kranken Organismus. Sprich, wir könnten das, was wir in unserer Gesellschaft beobachten auf unseren menschlichen Körper beziehen.

Die nach außen scheinenden Krankheitssymptome sind nach neuesten Erkenntnissen Signale, die anzeigen, dass etwas Grundsätzliches im Körper nicht mehr ordentlich funktioniert. Viele unserer Krankheiten sind leicht und die Symptome verschwinden wieder schnell. Eine unserer schwerwiegenderen Krankheiten mit zunehmender Tendenz ist der Krebs. Es deutet alles darauf hin, dass Krebes besonders bei schlechter Nahrung, giftiger Umwelt und bei viel Stress im Alltag auftritt. In der Regel frisst der Krebs sich stetig vermehrend alles Gesunde um sich auf, bis er durch den Tod des Menschen selbst sterben muss.

Aber es gibt Hoffnung: Menschen, die ihre Lebensweise mit Auftreten des Krebses komplett umstellen und sich auch auf positive Gefühle einstellen, scheinen via Selbstheilungskräfte diesen Krebs besiegen zu können (siehe Beispielund wer am Krebs „totsicher“ verdient …).

Für mich deutet alles darauf hin, dass unsere seelenlosen, ja psychopathisch wirkenden Konzerne den unkontrolliert wachsenden Krebsgeschwüren gleichen, die gerade im Sinne der Gewinnmaximierung dabei sind, unsere Erde zu Weiterlesen …

Würde eine Bodenwertsteuer für einen Ausgleich zwischen Arm und Reich sorgen?

Dezember 27, 2014 10 Kommentare

Bruno Moser

Es gibt keinen Zweifel darüber, dass alleine die Bodenrente für alle nötigen öffentlichen Ausgaben­ auf Gemeinde-, Kantons- und Bundesebene ­ reichen würde.
NEULAND – Verein für menschengerechte Steuern in der Schweiz

Im meinem letzten Artikel war angesprochen, wie ein Staat mit einem umfassenden Freiheitsrecht auf Eigentumsverwendung zur fortwährenden Umverteilung von Arm = Nichteigentümer und Reich = Eigentümer sorgt. In diesem Artikel möchte ich auf ein Regularium hinweisen, wie in einem solchen Staat dennoch ein Korrektiv implementiert werden kann, so dass der Reichtum des Einen und die Armut des Anderen nicht ins Bodenlose fällt.

Bruno Moser, Volkswirt und Politologe,  spricht in dem folgenden Video über die Bodensteuer, die es in einigen Ländern gibt und dort für mehr Ausgleich in der Gesellschaft sorgt. Die Bodenwertsteuer ist in Veröffentlichungen des amerikanischen Ökonomen und Wirtschaftsethiker Henry George 1890 erstmals ausführlich beschrieben worden. Er ist der Frage nachgegangen, warum es bei so viel Fortschritt dennoch so viel Armut gab.

Welchen Vorteil neben der Entlassung vieler dann überflüssiger Steuerbeamter eine Steuer allein auf Boden hätte, will der Verein für menschengerechte Steuern in der Schweiz wie folgt sehen:

Von 1850 bis 1980 stiegen in der oberen Berner Altstadt die Bodenpreise um das 16’000fache. Allein in den folgen Boomjahren von 1980 bis 1990 stiegen die Baulandpreise gesamtschweizerisch im Durchschnitt nochmals um das Sechsfache. Die Bodenpreise, die Steuerlast auf Arbeit und Kapital und die munter privat abgeschöpfte Grundrente haben wesentlich zur Inflation beigetragen und stellten in mancher Hinsicht eine wirtschaftliche und soziale Belastung dar. Davon profitierte eine Minderheit. Dies war «vernachlässigbar», solange die Wirtschaft wuchs, die Umwelt ignoriert und der Staat sich weiter verschulden konnte. Wäre während der ganzen Periode der Ertrag aus Grund und Boden der Allgemeinheit zugeflossen, hätten wir vielleicht ein paar tausend Millionäre weniger. Dafür stünden Gemeinden, Städte, Kantone und Bund nicht vor dem Bankrott. Sie wären schuldenfrei, sozial gesund und wirtschaftlich stark.

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Das Konzept der Nation als Ideologie …

Dezember 26, 2014 8 Kommentare
Dr. Peter Decker

Dr. Peter Decker

Der Staat ist die politische Gewalt der kapitalistischen Gesellschaft.
Peter Decker

Ich habe mich in den letzten Monaten immer mal wieder mit dem Staat, unserer Verfassung, und speziell den Definitionen von Freiheit und Gleichheit im Kontext von Eigentum beschäftigt, da ich hier den Webfehler in unserer Gesellschaft vermute. Nun habe ich einen Vortrag von Peter Decker gefunden, der mir die Zusammenhänge recht gut zu erklären scheint und ich hier gerne in einer Zusammenfassung bringen möchte.

Anfangs stellt Herr Decker fest, dass der Staat die einzig legitime Gewalt sei. Polizei und Justiz haben die Staatsgesetze mit Gewalt durchzusetzen. Eine gewählte Obrigkeit zwingt die Menschen in einem Herrschaftsverhältnis zu etwas, was sie von sich in der Regel nicht wollen würden.

Wenn man sie aber fragt, so stellt Herr Decker fest, dann wollen die Menschen diesen Staat, was sie u.A. durch ihr Wählengehen ausdrücken. Die gewählten Verwalter des Staates würden dafür sorgen, dass sich die Menschen in diesem Staat vertragen, weil man annimmt, dass sie es sonst nicht täten. Der Staatsmensch denkt damit, dass sein gesellschaftliches Leben nur so zu schützen sei. Er muss halt nur auch selbst den Gesetzen gehorchen, egal wie sie ausfallen. Es ist damit eine Herrschaft, die Freiheit verordnet, durchsetzt und schützt, und so von den Untertanen akzeptiert und gewollt ist, und sorgt so für Stabilität. Wer diesen Staat ändern wollte, hat nicht nur die Obertanen sondern auch die Untertanen gegen sich. Die Menschen müssen ja schon frei sein, wenn sie diesen Staat so wollen.

Frei zu sein heißt: ich kann tun und lassen, was ich will.

Das kann ein Mensch gut dort, wo kein anderer stört. In Gesellschaft geht das nicht mehr. Hier kann man in der Regel tun, was erlaubt ist. Es braucht also eine Weiterlesen …

Wem gehört die Welt – eine Fortsetzung

Monopoly-Spiel (Foto: Wikipedia)

Kaum hatte ich den gestrigen Artikel Wem gehört die Welt? mit Aspekten rund um das Konzept des Eigentums gepostet, bekam ich auf Facebook die folgenden Fakten präsentiert, der den historische Ablauf der Bankabhängigkeit der Staaten und damit der Welt aufzeigt. Zu-Fall?

Ich möchte vorab klar stellen: es geht mir hier nicht um ein Juden-Bashing. Dass viele der hier genannten Personen der jüdischen Gemeinde zugerechnet werden, erachte ich eher als Zufall. Es hätten in einem System der erlaubten Ausbeutung durch unbegrenzte Eigentumsmehrung genauso gut Vertreter aller anderen Ismen sein können. Es geht um das nüchterne Verstehen, wohin dieses Monopoly-Spiel läuft: ein mächtiger Sog zielt alles auf einen Punkt, während alle anderen leer ausgehen:

++ Rothschilds: Die mächtigste Familie der Welt ++

Die Rothschilds und ihre Freunde sandten ihre Vertreter, kurz Banksters, um Amerika zu erobern! Sie etablierten zwei Banken: JP Morgan und Kuhn & Loeb. Der erste Versuch, eine Zentralbank einzurichten, scheiterte jedoch am Widerstand von Präsident Jackson, und die „Bank of the United States“ wurde wieder geschlossen. Derweilen kauften die Banksters durch ihre Filialen halb Amerika: Die Stahlindustrie gehörte ihnen zu 70% (Carnegie), das Eisenbahnnetz zu 30% (Harriman), Telefongesellschaften (ATT, ITT), General Electric, General Motors, Du Pont, Presse, Filmstudios etc.

Jacob Schiff, ein alter Nachbar der Rothschilds aus Frankfurt, der gute Verbindungen zu Europa hatte, unter anderem zu Warburg, wurde der Vorsitzende von Kuhn & Loeb. Das durch die Schiff-Warburg Verbindung eingeschleuste Kapital Rothschilds ermöglichte es John D. Rockefeller, sein Standard Oil Imperium aufzubauen.

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Wem gehört die Welt?

ego versus ecoIst das Grundübel für allen Neid, Hass, Gier etc. das Konzept des unbegrenzten Eigentums, das am Ende jene ausgrenzt, die nichts mehr besitzen und von den Almosen der Besitzenden maximal abhängig werden (siehe u.a. das römische Imperium)? In dem Artikel Die Konkurrenzlose Gesellschaft auf Ganzheitliches Bewusstsein ist wie folgt zu lesen:

Alte Vorstellungen von „Geistigem Eigentum“ erweisen sich nun, da man erkennt, dass alle Gedanken aus jenem großen Pool geschöpft werden, in dem alle Gedanken, die Menschen je dachten, die Basis allen Denkens sind, als obsolet und überholt. Keine moderne Komposition, keine neue wissenschaftliche Erkenntnis oder technische Erfindung kommt aus dem Nichts. Sie sind nicht wirklich Geistesprodukt dessen, der diese Musik, Erkenntnis, Erfindung in sich fand, sondern auf dem Humus aller menschlicher Erfahrung vor dem Hintergrund der kosmischen Seinswirklichkeit gewachsen. Kein Produkt eines Einzelnen also – sondern Gemeinschaftsleistung Aller. Anstatt über Urheberrechte zu streiten, wird Jeder, der seine Ideen aus diesem allen gemeinsamen Inspirationspool schöpft, danach trachten, bestmögliche Gedanken in diesen Pool hineinzudenken – zur Bereicherung des Allen gemeinsamen Ganzen. (Unabhängig davon, dass das Zitieren von Texten, die besser nicht auszudrücken sind, bitte mit Angaben der Quelle zu versehen sind).

Neben dem geistigen Eigentum, das als letztes Konzept von Besitz in die Welt kam, wird auch der Besitz an Land betrachtet: Weiterlesen …

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