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Posts Tagged ‘Drohnenkrieg’

„Ich möchte Fotos von ihren aufgespießten Köpfen sehen“ – Der mörderische Drohnen-Krieg der USA – eine Rezension

Ich hatte mal wieder einen meiner seltenen Blicke in den politischen Teil des Kölner Stadt-Anzeigers geworfen. Der böse Putin war gleich mehrfach dran. Einerseits droht er asymmetrisch mit einem neuen Arsenal von Atomwaffen (dass die NATO ihre Einheiten immer weiter gegen die russischen Grenzen positioniert hat inklusive Raketenabwehr, wird natürlich verschwiegen, auch dass die Atomwaffen in Deutschland erneuert werden), und es wird vermutet, dass er die Fäden der seit Ende des letzten Jahres laufenden Hacker-Angriffen auf die Systeme unserer Bundesorgane ziehe. Was die Asymmetrie der Berichterstattung angeht, da wäre doch mal mehr als wünschenswert, dass auf dem scheinbar anderen blinden Auge über das folgende Thema etwas gebracht wird:

Drohne (Foto: Wikipedia)

Wer das Buch Tod per Knopfdruck: Das wahre Ausmaß des US-Drohnen-Terrors oder Wie Mord zum Alltag werden konnte des Journalisten Emran Feroz gelesen hat, der kann es eigentlich gar nicht fassen, dass unsere Medien sich einerseits auf jeden echten oder vermeintlichen Rechtsbruch der Putin-Regierung stürzen, aber die offensichtlichen Rechtsbrüche und Verbrechen, die die US-Regierungen mit ihren Drohnenangriffen begehen, selten bis gar nicht thematisieren. Da drängt sich einem doch geradezu die Frage auf: Warum wundern sich die Mainstreammedien bis heute darüber, dass sie ihre Glaubwürdigkeit verloren haben und von vielen nur noch als „Lügenpresse“ gesehen werden?

… Die politische Elite um Bush, so Feroz, wollte den Krieg sehen und dass Blut fließt – und habe daraus auch keinen Hehl gemacht. Feroz zitiert dazu den damaligen Leiter der Anti-Terrorismus-Abteilung, Cofer Black. Quelle für dieses Zitat wiederum ist das Buch „Bush at war. Amerika im Krieg“ des berühmten amerikanischen Journalisten Bob Woodward, der seinerzeit zusammen mit seinem Kollegen Carl Bernstein in der Washington Post die sogenannte Watergate-Affäre aufgedeckt hatte. Cofer Black sagte dieser Quelle zufolge:

„Sie müssen erledigt werden. Ich möchte Fotos von ihren aufgespießten Köpfen sehen. Ich möchte, dass bin Ladens Kopf in einer mit Trockeneis gefüllten Kiste in die USA gebracht wird. Ich möchte dem Präsidenten bin Ladens Kopf zeigen. Das habe ich ihm versprochen“ (S. 41).

Wer mehr über die Inhalte des Buchs erfahren möchte, der kann auf den Nachdenkseiten weiterlesen.

Hat nun der militärisch-industrielle Komplex auch Trump an den Eiern?

Nationalfriedhof der Vereinigten Staaten in Arlington, Virginia (Forot: Wikipedia)

Wenn Amerika seine Krieger zum Kampf verpflichtet, müssen wir sicherstellen, dass sie jede Waffe schnell, entscheidend und überwältigend anwenden. Unsere Truppen werden kämpfen, um zu gewinnen. Wir werden kämpfen, um zu gewinnen. … Unter meiner Führung wird es viele Billionen Dollar mehr geben für unser Militär und das schließt ein, dass eine große Summe für den Nuklearbestand und die Raketenabwehr ausgegeben wird. In jeder Generation, die vor dem Angesicht des Teufels stand, haben wir gesiegt. Wir siegten, weil wir wussten wer wir sind und wofür wir kämpften. … Nicht weit von dem Platz, an dem wir uns versammelt haben, liegen Hunderttausende von Amerikanern auf dem Arlington National Friedhof. Auf diesem ist mehr Mut, Tapferkeit und Liebe vereint, als in irgendeinem Gebiet auf dieser Welt. … Viele derjenigen, die in Afghanistan gekämpft haben und gestorben sind, stehen in Verbindung mit den Ereignissen des 11. September 2001. Sie starben aus dem einfachen Grund: Sie liebten Amerika und sie waren dazu berufen, es zu verteidigen.
Donald Trump in seiner Rede auf dem Militärstützpunkt Fort Myer in Arlington
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Kann sich noch wer erinnern, dass Trump die US-Soldaten wieder nach Hause holen wollte, der er offizielle Geschichte zu 911 nicht glaubt und sie untersucht wissen möchte. Kann sich nur wer erinnern, dass Obama die Atomwaffen reduzieren wollte, wenn er Präsident wird, und dass er das Foltercamp Guantanamo schließen wird. Und jedesmal dürfen wir feststellen, dass die Kraft eines Präsidenten nicht ausreicht und er doch nur das tun darf, was der militärisch-industrielle Komplex benötigt: willige Soldaten, um sich die Welt untertan zu machen.

Ich möchte gerne einladen, sich die ganze Trump-Rede anzutun. Doch zuvor wäre es gut, den folgenden Artikel zu lesen Darüber, wie wir unsere menschlichen Tötungsmaschinen züchten …  und sich auch noch einmal daran zu erinnern, was der junge Boxer Muhammad Ali zum Thema Wehrdienst zu sagen hatte:

Muhammad Ali (Foto: Wikipedia)

Kein Vietkong hat mich je Nigger genannt. (…) Ich drück mich nicht. Ich verbrenne keine Fahne und ich fliehe nicht nach Kanada. Ich bleibe hier. Ihr wollt mich ins Gefängnis stecken? Nur zu, ich war 400 Jahre im Gefängnis, da schaffe ich auch noch 4 oder 5 Jahre mehr, aber ich fliege keine 10.000 Meilen um andere arme Menschen zu töten. Wenn ich sterbe, dann sterbe ich hier und jetzt im Kampf gegen Euch! Wenn ich kämpfen muss, dann hier und jetzt. Ihr seid mein Feind, nicht die Chinesen, nicht der Vietcong. Ihr seid mein Gegner, wenn ich Gerechtigkeit will. Ihr seid mein Gegner, wenn ich Freiheit will. Ihr seid mein Gegner, wenn ich Gleichheit will. Ich soll irgendwo hin fliegen und für euch kämpfen? Ihr tretet nicht mal in Amerika für mich ein. Nicht für meine Rechte und nicht für meinen Glauben. Ihr tretet nicht mal in meiner Heimat für mich ein.

Als ich die folgende Rede gelesen hatte, fragte ich mich spontan, was, wenn diese Rede der aktuelle Kanzler Deutschlands gehalten hätte?

Hier nun die ganze Rede von Donald Trump auf dem Militärstützpunkt Fort Myer in Arlington zur künftigen US-Politik in Afghanistan veröffentlicht in der New York Times am 21.8.2017 übersetzt von Brigitte Queck am 22.8.2017:

PRÄSIDENT TRUMP:

Vielen Dank. Vielen Dank. Bitte setzen Sie sich. Weiterlesen …

Legal heißt ja nur „nach Gesetz“

Wenn die Bundesregierung gegen den Drohnenkrieg nichts macht, gehört sie eigentlich vor den internationalen Gerichtshof. Und wenn sie wirklich nichts davon weiß, dann gehört sie abgesetzt mangels Intelligenz.

Diesen Kommentar schrieb Peter Coler auf Facebook, nach dem er sich die Antworten der Regierung zur Frage, was sie denn über den von Ramstein organisierten Drohnenkrieg wisse (siehe auch: „Ohne Ramstein wäre das unmöglich„) angehört hatte:

Die Antwort von Juergen Korthof mit Blick auf unsere Gesetzgebung möchte ich Euch nicht vorenthalten, zeigt sie doch, dass unsere Politiker nach Belieben schalten und walten können, ohne belangt zu werden …:

Legal heißt ja nur „nach Gesetz“

Wenn Kriminelle (StGB §129 Bildung krimineller Vereinigungen beachten:  (1) Wer eine Vereinigung gründet, deren Zwecke oder deren Tätigkeit darauf gerichtet sind, Straftaten zu begehen, oder wer sich an einer solchen Vereinigung als Mitglied beteiligt, für sie um Mitglieder oder Unterstützer wirbt oder sie unterstützt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. (2) Absatz 1 ist nicht anzuwenden, 1. wenn die Vereinigung eine politische Partei ist, die das Bundesverfassungsgericht nicht für verfassungswidrig erklärt hat, …) „Gesetze“ machen, dann ist in den Gesetzen höchstens mal aus versehen „Recht“ enthalten und nur dann, wenn sich die Kriminellen damit weitere Vorteile verschaffen. Wo die Gesetzgeber nachgewiesen gegen das Wahlrecht verstoßen, ist so ein Gesetz allerdings nur ein AGB-Vorschlag – aber wir alle wurden hinter die Fichte geführt und den AGB durch Rummaulen aber ohne Zurückweisung bisher zugestimmt. So lange wird die Zustimmung als geltendes Gesetz mit Gewalt angewendet, bis wir diese Gesetze wegen „Täuschung im Rechtsverkehr“ als von Anfang an nichtig erklären.

Institutionen können das Paradoxon nicht lösen. Wir müssen die Gefängnisgitter loslassen, die wir selber festhalten! Niemand anderes als wir selber sperren uns ein und ziehen von Mitmensch zu Mitmensch und verbreiten Existenzangst und plündern uns gegenseitig zu Gunsten der höhnisch lachenden Finanzelite. Geben wir ihnen doch endlich alles Geld und verkaufen wir uns nicht weiter selber für dumm. Menschen müssen aufgeklärt werden.

Institutionen sind überflüssig. Keine Weiterlesen …

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