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Posts Tagged ‘Demokratie’

„Wenn wir Demokratie schützen wollen, müssen wir über Eigentum reden“

Wir müssen uns entscheiden: Wir können eine Demokratie haben oder konzentrierten Reichtum in den Händen weniger – aber nicht beides.
Louis Brandeis, einflussreichster Juristen der USA und Richter am Obersten Gerichtshof.

In vielen Beiträgen habe ich herausgearbeitet, dass unsere Demokratie nur noch den Schein einer Beteiligung des Volkes darstellt (zuletzt hier und hier). Ich habe mir gerade Gespräch angeschaut, das Ken Jebsen mit Paul Schreyer geführt hat, dem Auto des Buchs Die Angst der Eliten: Wer fürchtet die Demokratie? Nach der Lektüre bleibt die Erkenntnis:

Wir haben keine Demokratie, wir werden von reichen Schnöseln regiert. Wie lange noch?

Ich habe hier wieder viel dazu gelernt, u.a. dass es in der Weimarer Republik Elemente der direkten Demokratie gab, als das Volk über wichtige Themen wie z.B. die Enteignung der Fürsten oder die Beschaffung von Kriegsschiffen befragt wurde, und wie es dazu kam, dass dieses Element doch noch aus dem Grundgesetz verschwand.

Paul arbeitet für mich sehr gut heraus, woran wir festmachen können, dass die gewählten Vertreter nicht für die Vielen sondern im Wesentlichen für die wenigen sehr Reichen entscheiden, und warum das so ist. Als friedliches Mittel zum Umsteuern sieht er die Mittel der direkten Demokratie (siehe dazu den Verein Mehr Demokratie, deren Mitglied ich schon länger bin) , also die Bürgerentscheide, wie sie in der Schweiz stattfinden und wie sie noch in der Weimarer Republik auch hier üblich waren, und wie sie auch im Grundgesetz in Artikel 20 Absatz 2 verankert sind, allerdings gut verklausuliert.

Auf youtube ist der folgende Text zum Gespräch veröffentlicht: Weiterlesen …

„Der ‚Deep State‘ hängt mit den Erfordernissen der Hegemonialmacht im ‚Großraum‘ zusammen.“

Die Unten-Haltung der Wahlbürger … (nach Platons Höhlengleichnis)

Allerspätestens seit dem ‚Verfall‘ des alten kalten Krieges und dem Mauerfall in Berlin spürt Mensch zunehmend: In der Demokratie geht es weniger um das Wohl der Bürger als seinen Nutzen für Profiteure, die wir nicht wirklich sehen. Da tanzen Puppen auf dem Parkett der Politik, die nicht wirklich was Eigenes zu sagen haben, denn hinter ihnen stehen Ungewählte, die die Richtung vorgeben, die ihre Regeln durch uns sichtbare Lobbyisten in Gesetze diktieren.

Ich möchte zu diesem Thema nun einen weitere Vortrag hier ins Regal stellen, der sich gut an Prof. Rainer Mausfelds „Warum schweigen die Lämmer?“ anschließt. Zu dem Vortrag von Dirk Pohlmann, einem Dokumentarfilmer, ist auf youtube der folgenden Text eingestellt worden:

„Der Staat – das klingt in unseren Ohren nicht unbedingt freundlich, aber es klingt nach Recht und Ordnung. In der Schule und an der Universität erfahren wir von den ehernen Regeln der Demokratie. Gewaltenteilung, Rechtsstaat, Wahlen, parlamentarische Repräsentanz, alles scheint altehrwürdig und wohlgeregelt im Staats und Verfassungsrecht. Bis in die Details und bis in die letzten Winkel ist festgelegt, wer nach welchen Regeln für was zuständig und verantwortlich ist. Dass daran nicht gerüttelt wird, dafür sorgt die Demokratie, sie bezeichnet sich selbst gerne als „wehrhaft“.

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Grassierende, gravierende üble Untaten der arroganten Ignoranten … :-(

Mai 13, 2018 2 Kommentare

Ja, leider so-is’-es?

Man wird belangt, belugt, beglotzt, beklaut…
und wer sich wehrt, der wird denunziert…
verdonnert, verdammt, bedroht, verhaftet, verhaut…
auch wenn man vollkommen berechtigt,
legitim, legal denkt und korrekt handelt…
Leider aber wurde die einstige Justiz
durch die Arroganz der Ignoranz,
systematisch untergraben, untermauert,
entartet, entstellt, und in ein System
des absoluten, totalitären Unrechts verwandelt…
Das Grundrecht ist nicht mehr (wie einst?)
das solide Fundament der Republik
und einer vollfunktionierenden Demokratie…

„We, the People…“

wurden entmächtigt… entkräftigt… entrechtigt…?
Von nun an gibt es nur noch Propagandaparolen…
zwar idealistisch, utopisch, populistisch korrekt…
aber von nun an nicht mehr wirklich existent allhier…?
Man erlebt nur noch die Lasten lästiger Lügen,
Vortäuschungen, gefälschte, fabrizierte Fakten und Illusionen?
Das Grundrecht besteht nur noch aus
(nun bedeutungslosen?) Worten auf Papier?
Es hängt nur noch in Museen, in Archiven,
so als ein Ausstellungsstück…
Wenn du es lesen willst… und lernen willst, wie es einst war..
wenn du den Inhalt wahrhaben willst…
dann geh‘ halt ‚mal dorthin…
und betrachte es dir!?
Dort hängt es von nun an nur noch an der Wand!?
gut sichtbar… hinter Glas…!?
Aber du hast deine eigene,
grundrechtlich garantierte Freiheit…
deine einstigen Rechte… nicht mehr im Griff…
Man riss sie dir mit Gewalt aus den Händen?
Ist das nun die Realität? Gibt es nichts einzuwenden?
Sind wir zu besorgt schonenden
und verantwortlich selbstschützenden Handeln
schon viel zu spät???

Gerhard A. Fürst
11. Mai, 2018

Gerhard A Fürst

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Über das Hambacher Fest 2.0 am 05. Mai 2018

Der Zug zum Hambacher Schloss. Die teilkolorierte Federzeichnung von 1832 zeigt u. a. Fahnen in Farbreihung Schwarz-Rot-Gold (von unten zu lesen: Schwarz steht für die Unterdrückung durch Napoleon, Rot für den Kampf um das Gold, die Freiheit). (Bild: Wikpedia)

Am 5. Mai 2018 lädt Prof. Max Otte zum „Neuen Hambacher Fest“ auf das Hambacher Schloss ein. Diese Veranstaltung, welche sich an das Hambacher Fest von 1832 anlehnt, soll ein Zeichen der Demokratie und Meinungsfreiheit setzen. Max Otte beklagt einen zunehmenden Werteverfall unserer derzeitigen Demokratie in Deutschland. Die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland bereitet große Sorgen.

Zu den Ereignissen vor über 150 Jahren:

Im Jahre 1832, einer Zeit der Vorherrschaft des Adels, prägte sich eine Schicht des Bürgertums heraus, welche die Herrschaft und die damit verbundenen Privilegien der Fürsten und des Adels nicht länger duldeten. Unter dem Vorbild der Französischen Juli-Revolution von 1830 begann unter diesen aufgeklärten und gebildeten Bürgerschichten und Studentenschaften ein Bestreben nach Demokratie und Freiheit.

32 Neustadter Bürger luden im Jahre 1832 auf den 27. Mai 1832 zu einem Fest auf dem Hambacher Schloss ein. 20000 Menschen folgten diesem Aufruf.

Dieses Hambacher Fest gilt zu Recht als eines der bedeutendsten Ereignisse der deutschen Demokratiegeschichte. Die Teilnehmer und Redner des Festes forderten die nationale Einheit Deutsch­lands sowie ein „conföderiertes republikanisches Eur­opa“, Presse-, Meinungs-, Versammlungsfreiheit, die Gleichberechtigung der Frauen. Wegen dieses Ereignisses wird das Hambacher Schloss heute auch als Wiege der deutschen Demokratie sowie der europäischen Einigung bezeichnet.

Hier ist noch ein kurzes Interview mit Max, der über die damaligen Ereignisse spricht und seine Motivation, diese Stätte ein weiteres Mal zu einem ähnlichen Ereignis zu nutzen: Weiterlesen …

Fake History: Historische Lügen als Stützen des Systems

Februar 26, 2018 6 Kommentare

Ein Kommentar von Ernst Wolff:

Der überwiegende Teil der Bevölkerung in unserem Land ist mit den bestehenden Verhältnissen unzufrieden, fühlt sich durch die gewählten Politiker nicht vertreten und meint, dass sich dringend etwas ändern müsse.

Dennoch wehren sich nur Einzelne, die große Masse bleibt passiv und belässt es bei gelegentlichen Unmutsäußerungen über die herrschenden Zustände. Warum? Geht es den Menschen zu gut, sind sie zu träge? Wohl kaum, denn der Lebensstandard der meisten sinkt, viele sind gezwungen, bei gleichbleibender oder geringerer Bezahlung härter und länger als früher zu arbeiten.

Tatsächlich stehen nur so wenige Menschen gegen das System auf, weil die meisten sich ohnmächtig fühlen. Der Grund: Sie schaffen es nicht, die Mechanismen, die am Werk sind, zu durchschauen. Sie sind damit zu Opfern der Mächtigen geworden, die das gesellschaftliche Denken zu ihren Gunsten beeinflussen und die eigene Herrschaft auf diese Weise festigen.

Eines ihrer wirksamsten Mittel ist die Verdrehung historischer Fakten und die permanente Wiederholung dieser Unwahrheiten, die sich nach und nach in den Köpfen der meisten Menschen festsetzen und von ihnen irgendwann nicht mehr infrage gestellt werden.

Zu den wichtigsten Unwahrheiten, die uns bereits in der Schule, später von den Medien und der Politik eingetrichtert werden, zählen unter anderem die folgenden:

  1. Die Gründerväter der USA waren Demokraten.
  2. Der erste Weltkrieg war ein Produkt des deutschen Militarismus.
  3. Die USA waren ein entschiedener Gegner Hitlers.
  4. Der Marshallplan war ein Hilfsprogramm für das notleidende Deutschland.
  5. Die Europäische Vereinigung dient der Friedenssicherung in Europa
  6. Die Kriege im Irak, in Syrien und Libyen richteten sich gegen blutige Diktatoren.
  7. Zahlungen an Südeuropa sind Hilfszahlungen an die dortige Bevölkerung

Keine einzige dieser Aussagen entspricht der Wahrheit:

  1. Die Gründerväter der USA haben sowohl die Sklaverei als auch den Massenmord an 800 Indianervölkern unwidersprochen hingenommen und waren teilweise sogar daran beteiligt. Der 1. US-Präsident George Washington hat den vom eigenen Vater geerbten Sklavenbestand im Laufe seines Lebens verzehnfacht.

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Und wer sich das gerne vorlesen lassen möchte, dem kann hier geholfen werden: Weiterlesen …

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Über unsere ‚präservative‘ Demokratie …

September 28, 2017 18 Kommentare

Da lässt sich was im Hintergrund erkennen … (Foto: Martin Bartonitz 2017)

Es kommen immer mehr Informationen an mir vorbei, die darüber aufklären, dass die Art und Weise wie unser Politiksystem namens repräsentative Demokratie eben einen ganz anderen Souverän besitzt als den, der in den Verfassungen weiß gemacht wird. Wir hatten mit dem Artikel Wir kommen unseren wahren Weltenlenkern immer näher: Das Komitee der 300 schon erfahren können, dass es nur einer kleinen Klique bedarf, die unerkannt  uns alle am Nasenring durch die Arena führen und es dabei nur einem ganz kleinen Teil, den so genannten Verschwörungstheoretikern, bemerkt wird.

Einen weiteren Hinweis auf so eine kleine Clique gab uns Rudolf Steiner, der tiefe Einblicke in die Geheimlogen der damaligen Zeit hatte und somit klar stellte, dass es 25 potente Freimaurer waren, die die französische Revolution steuerten, siehe dazu das Video Demokratie als verstecktes Herrschaftsmittel.

Und wer die potenten von uns alle vertritt, darüber gab schon der Franzose Francis Delaisi in seiner kleinen Schrift „Der kommende Krieg„, die in Paris am Mai 1911 erschienen, und von La Guerre qui vient ins Deutsche übersetzt wurde, Auskunft:

Nun ist aber unglücklicherweise kein Volk Herr über seine auswärtige Politik. Deren Ausübung ist die ausschließliche Domäne einer kleinen Zahl von Staatsbeamten, die man Diplomaten heißt. Diese äußerst soignierten Leute rekrutieren sich überall, auch in unserer Republik, aus dem Briefadel, aus dem Geldadel, und sie sind ganz in den Händen der Finanz und der Industrie und abreiten nur für auswärtigen Anleihen und Aufträge. Ein Botschafter ist heutzutage mitsamt seinem gestickten Rock nichts anderes mehr als ein Agent der Banken und der großen Handelshäuser.

Man wird einwerfen, über den Botschafter stünde der Minister des Auswärtigen als ihr Chef, und er wäre den Volksvertretungen verantwortlich.

Was ist es aber mit dieser Verantwortlichkeit? Wenn ein Abgeordneter eine Frage über irgendeine auswärtige Angelegenheit stellt, dann antwortet die Regierung immer weider mit denselben unbestimmten und feierlichen Erklärungen über Bestrebungen zur Erhaltung des Friedens und über das europäische Gleichgewicht. Und wenn genauere Auskunft verlangt wird, weiß man die Antwort schon im voraus: es handelt sich um diplomatische Geheimnisse.

Dank diesem System wissen weder die Völker noch die Parlamente etwas. Und ohne dass sie es ahnen, können sie durch ein paar Menschen in die schwersten Konflikte gebracht und in Krieg verwickelt werden.

Und dass dermaßen konstruiert unsere Demokratien nur vorgeben, dass das Volk der Weiterlesen …

Regiert sein heißt …

September 24, 2017 18 Kommentare

Zum Ausklang der Wahl zum 19. Bundestag der Bundesrepublik Deutschland möchte ich ergänzend die Erkenntnisse des Anarchisten Pierre-Joseph Proudhon würdigen:

Pierre Joseph Proudhon (1809 – 1865), französischer Politiker, der sich als erster einen Anarchist nannte (Foto: Wikipedia)

Regiert sein heißt, bei jeder Handlung, bei jedem Geschäft, bei jeder Bewegung versteuert, patentiert, notiert, registriert, erfasst, taxiert, gestempelt, vermessen, bewertet, lizensiert, autorisiert, befürwortet, ermahnt, behindert, reformiert, ausgerichtet, bestraft zu werden.

Es heißt, unter dem Vorwand der öffentlichen Nützlichkeit und im Namen des Allgemeininteresses ausgenutzt, verwaltet, geprellt, ausgebeutet, monopolisiert, hintergangen, ausgepresst, getäuscht, bestohlen zu werden; schließlich bei dem geringsten Widerstand, beim ersten Wort der Klage unterdrückt, bestraft, heruntergemacht, beleidigt, verfolgt, mißhandelt, zu Boden geschlagen, entwaffnet, geknebelt, eingesperrt, füsiliert, beschossen, verurteilt, verdammt, deportiert, geopfert, verkauft, verraten und obendrein verhöhnt, gehänselt, beschimpft und entehrt zu werden. Das ist die Regierung, das ist ihre Gerechtigkeit, das ist ihre Moral.

Gefunden in: Idée générale de la révolution au dix-neuvième siècle (Garnier frères, 1851, p. 341)

Und zur Anregung gleich noch eine Breitseite zum Thema Wahlen hinterher:

Die 100 größten Irrtümer über das Wählen

In diesem Artikel können wir gleich zum Anfang lesen:

Durch Wählen hat man als Bürger faktisch Null Einfluss auf politische Entscheidungen. Was die Politiker nachher untereinander in Fraktionen und Koalitionen auskungeln, da hat der Bürger nichts zu melden, kein Veto, kein Volksentscheid, kein gar nichts: Klappe halten und applaudieren. Mehr wird dem Bürger trotz großschwafeligen Reden von „Mitbestimmung“ nach wie vor nicht zugestanden. Auch alles Fakt. Und nicht selten wird das genaue Gegenteil von dem was vorher versprochen oder ins Parteiprogramm gedruckt wurde, gemacht. Nicht mal die Richtung der Politik wird somit durch den Wähler bestimmt. Von daher ist das Postulat einer Richtungsentscheidung durch Wählen reine Makulatur. Wahlen sind reine Personalentscheidungen und hierzulande (Deutschland) bedeutet das eine demokratisch unkontrollierte Blankovollmacht für die gewählten Politiker.

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