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Posts Tagged ‘Dalai Lama’

Angst vor dem Tod

Oktober 22, 2012 46 Kommentare

Das Thema “Angst vor dem Tod”, wie es Martin in seinem Artikel Wer ist stärker: der Mönch oder der General? antriggerte, ist dermaßen fundamental, dass ich nicht daran vorbeikomme, einige Bemerkungen hierzu anzuschließen:

Frage: Who am I?
Antwort: A temporary face in a cloud

… das ist AUCH und vor allem ganz grundsätzlich wahr. Ich bin eine zeitweilige Erscheinungsform. Anders herum: Der Tod ist die einzige und wirklich unerschütterliche Gewissheit, die wir haben – die notwendige Kehrseite der einzig möglichen Gewissheit “Ich bin”. Tod definiert Leben.

Jeder Mensch kann sich entweder der Wahrheit seines Todes zuwenden und ihm den Stellenwert im Leben geben, der ihm zukommt (und das ist KEINE morbide Angelegenheit), oder sich in Furcht davor abwenden (DIESE Furcht ist morbid!), mit unterschiedlichen Strategien, z.B.

  • Aufschieben: dauert ja noch 30, 40, 50 Jahre … hat noch Zeit.
  • Beschwichtigung: der Tod ist ja nicht endgültig, sondern Übergang zu Paradies, wahlweise Reinkarnation.
  • Ablenkung: da gibt´s unendlich viele Möglichkeiten – Heim, Arbeit, Familie, Sport, Einkaufen, Bücher, Fernsehen, Süchte, Hobbies, oberflächliche Gespräche, tägliche Routinen …

Das MUSS natürlich nicht so sein, ist es aber in vielen Fällen – mehrheitlich, soweit ich sehe. Und das ist für mich der wesentliche Weiterlesen …

Und ein weiteres meiner Weltbilder wurde demontiert: Hinter dem Lächeln des Dalai Lama …

September 8, 2012 27 Kommentare

Unsere Medien präsentieren den Dalai Lama als den Inbegriff des Ethisch-Moralischen. Schließlich bekam er auch den Friedensnobelprei. Ich selbst habe auch gerne den einen oder anderen seiner Sprüche hier oder anderswo wiedergegeben. Und wie so Vieles, was uns von den Herrschenden als Herzeigbares präsentiert wird, gibt es auch hier ungeahnte Schattenseiten. Grund für mich, das Bild des Dalai Lama wieder von meinem Blog abzuhängen.

Den folgenden kritischen Vortrag über den Buddhismus und die Person des 14. Dalai Lama Tendzin Gyatsho hielt Colin Goldner anlässlich dessen Besuch in Österreich. Der Psychologe und Sozialpädagoge referiert über die Hintergründe des tibetischen Buddhismus und die vermeintliche Menschenfreundlichkeit des Dalai Lama. Der Vortrag spannt einen Bogen von dem repressiven feudalistischen Mönchsregime, welches vor dem Einmarsch der Chinesen Tibet regiert hatte, über den Aufstieg des Dalai Lama als „Kämpfer für die Menschenrechte“, bis zu seinen Verbindungen zu faschistischen Sektenführern und der politisch Rechten in Österreich.

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Ergänzung vom 10.09.2012:

Bitte auch noch die nachfolgenden Kommentare beachten. Ich habe weiter recherchiert. Herr Goldner steht mit seinen Erkenntnissen nicht allein.

Und noch: Hier sollen die Menschenrechtsverletzungen der Chinesen in Tibet nicht mit schön geredet werden …

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