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Posts Tagged ‘Böhmermann’

„Meinungsfreiheit ja, aber irgendwo hört auch sie auf …“

Kommen wir wieder in die Zeiten der Bücherverbrennung, die sich gerade zum 80. Mal gejährt hat? Darf Kritik gegen das Establishment nicht mehr geübt werden? Darf Meinung nur noch bis zur roten Linie, dann ist aber Schluss? Und wer definiert die rote Linie?

Ich habe gerade einen Text auf Facebook gefunden, den ich Euch nicht vorenthalten mag, und der eine aktuell moderne Arte der Bücherverbrennung behandelt und stelle ihn daher wieder ins Regal:

Von Markus Gelau:

System-Komiker Böhmermann, die lauchige Dirne der Political Correctness, ruft in seiner neuen, von mir durch Zwangsabgaben mitfinanzierten, und von Bento, Süddeutsche und co gefeierten Aktion dazu auf, tausende Social Media (primär Twitter-)Accounts zu melden und zu denunzieren. Und: liefert diese als Listen gleich mit. Zur Meldung bei Twitter, bei Facebook, beim Arbeitgeber. Voltaire schrieb 1764:

Es ist klar, dass Jeder, der einen Menschen, seinen Bruder, wegen dessen abweichender Meinung verfolgt, eine erbärmliche Kreatur ist.

Dem ist EIGENTLICH nichts hinzuzufügen. Jedoch (Ihr ahnt es), kann ich nicht widerstehen:

Auf der (46-seiten starken!) Böhmermann-Liste stehen neben (Überraschung!) hunderten AfD’lern auch „böse rechte“ Journalisten, Identitäre, Merkel-Kritiker, Verschwörungstheoretiker bis hin zu Politikern aus der Schweiz und Österreich, Russlandversteher, aber auch Rufmord-Aufrufe gegen griechische Restaurants, die AfD’ler bewirteten.

Das System ist alt. Mittels Rundumschlag werden unliebsame Personen einfach in die NÄHE anderer, gesellschaftlich anerkannter Buhmänner gestellt. Perfide und extrem professionalisiert in diesen tagen von gut bezahlen PR-Strategen: das system der Kontaktschuld.

Unabhängig davon, ob auf diesen Listen einige verirrte Faschisten stehen, Reichsbürger oder aber eben irgendwelche „Systemkritiker“ – das hat Tradition: Listen zur Eliminierung politischer Gegner wurden bereits im alten Rom professionalisiert. Die Proskriptionslisten wurden damals unter Diktator Sulla etabliert. Das war spannend: Denn jeder Tag brachte eine neue Chance, auf diesen aufzutauchen, was gleichbedeutend mit einem Todesurteil war.

Die letzten, die im großen Stil LISTEN verwendeten, waren Weiterlesen …

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