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Posts Tagged ‘Bodenreform’

„Eine freiwirtschaftliche Bodenreform ist eine klare Absage an Einkommen, für das die Bodenbesitzer nichts getan haben.“

Ich bin ja laufend auf der Suche nach einer besseren Welt, sprich was kann getan werden, damit der Staubsauger, der via Zinseszins das Geld von den Armen hin zu den Reichen verbracht wird und so die Schere zwischen den beiden Gruppen immer größer werden lässt, wie wir das in diesen (Corona?)Tagen immer schneller laufend erfahren müssen. Ich habe mal wieder einen Text von Vertretern der Freiwirtschaft nach Silvion Gesell gefunden, den ich hier gerne zur Diskussion ins Regal stellen möchte. Würde das helfen?

Bodenreform (Quelle)

Bei der Bodenreform geht es darum, dass Privatgrundbesitz in den Besitz der Gemeinschaft (Allmende)  übergeht. Ganz wichtig dabei: die Bewirtschaftung bleibt privatwirtschaftlich.

Ist Boden im Allgemeinbesitz (und Boden schließt hier auch alle Natur-Ressourcen ein), dann fließen die Grundrenten nicht mehr in private Taschen. Damit geht die Bodenreform das zweite „Raubtier“ an, das sich „leistungslose Einkommen“ aneignet. Dem ersten Raubtier – dem Zins – werden durch die Umlaufsicherung des Bargeldes und der dadurch überhaupt erst möglichen aktiven Geldmengensteuerung, die Zähnchen gezogen. Das zweite Raubtier – die Grundrente – muss aber auch vollständig erlegt werden, sonst erreichen wir das Ziel nicht: die Verwirklichung des „Rechtes auf den vollen Arbeitsertrag“.

Einschub:

Das Recht auf den vollen Arbeitsertrag

Aus der Tatsache, dass nur der Mensch arbeitet und produziert, leitet die Freiwirtschaft ab, dass der Arbeitsertrag ungekürzt den Arbeitenden zufließen muss. Dies ist für die Freiwirtschaft wirtschaftliche Gerechtigkeit, das erste ökonomische Grundrecht. Wir nennen dies das „Recht auf den vollen Arbeitsertrag“, worunter man den nicht durch Zins und Bodenrente verkürzten Arbeitsertrag versteht.

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Vom Widerstreit zwischen Eigennutz und Gemeinnutz … und den Widersachern Geldstreik- und Bodenmonopol

September 20, 2017 2 Kommentare

Zwei Boxer im Clinch, Teil des einst als ‚Pornobrunnen‘ beschimpften Wasserspiels in der Rostocker Stadtmitte (Foto: Martin Bartonitz 2017)

Wer an das Recht des Menschen glaubt, arbeiten zu dürfen und den vollen Ertrag seiner Arbeit zu erhalten; wer die verheerenden Wirkungen des Klassenkampfes und der Wirtschaftsstörungen erkannt hat, die zum Totalitarismus drängen; wer den Krieg mit seinen Greuel- und Gewalttaten verabscheut; wer die Sklaverei hasst und die Freiheit liebt – der möge mithelfen, das bestehende unwürdige System (kapitalistische Marktwirtschaft mit angehängtem „Sozialstaat“) durch die echte Soziale Marktwirtschaft zu ersetzen.
Stefan Wehmeier

Inzwischen merken immer mehr Bürger, dass das aktuellen Politik- und Wirtschaftssystem einen Webfehler hat, der dazu führt, dass die Reichen immer mehr absahnen und der Rest zunehmend auf der Strecke bleibt. Bleibt am Ende die Frage, was es braucht, damit am Ende nicht das Chaos über Alle hereinbricht, wie es laut einer Studie, die Bismarck noch vor seinem Abgang in Auftrag gab, bisher allen großen Zivilisationen ergangen ist. Stephan Wehmeier wirbt unermüdlich für die Freiwirtschaft nach Silvio Gesell, wie in dem folgenden Text. Die Frage ist, wie dorthin kommen?

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Der heutige endlose Widerstreit zwischen Eigennutz und Gemeinnutzen ist eine ganz zwangsläufige Folge des herrschenden Geldstreik- und Bodenmonopols. Eine von diesen beiden Monopolen befreite Wirtschaft entzieht diesem Widerstreit für immer die Grundlage, weil in ihr der Mensch aus Eigennutz stets so handeln wird, wie es das Gemeininteresse erfordert. Die seit Jahrtausenden von Religionsgründern, Religionslehrern, Philosophen, Moralisten usw. aufrecht erhaltene Lehre von der Sündhaftigkeit der menschlichen Natur wegen ihrer Eigennützigkeit findet damit ein für allemal ihr Ende. Es ist keineswegs notwendig, dass wir, diesen Lehren folgend, uns durch Äonen hindurch abmühen, um uns selbst zu überwinden, um eines Tages vielleicht doch noch gemeinnützig zu werden – sondern wir können schon jetzt, heute, in dieser Stunde, die Verbrüderung der bisherigen Widersacher Eigennutz und Gemeinnutz vollziehen. Es ist dazu nicht erforderlich, dass wir den Menschen reformieren, es genügt vielmehr, wenn wir das fehlerhafte Menschenwerk, unser Geldwesen und Bodenrecht, ändern.

Definition Geldstreikmonopol: Politiker, Priester, Philosophen, Moralverkäufer, Soziologen etc. leben alle von dem bis heute bestehenden Gegensatz zwischen Eigennutz und Gemeinnutzen, der nur eine zwangsläufige Folge des noch immer herrschenden Geldstreik- und Bodenmonopols ist. Diese beiden grundlegenden Monopole werden von der universitären VWL gar nicht als solche erkannt und bewirken seit jeher eine Einschränkung des marktwirtschaftlichen Wettbewerbs, sodass die Besitzenden (Geld-, Sachkapital- und Bodenbesitzer) sich auf Kosten der Mehrarbeit von Besitzlosen (Arbeiter und Angestellte) bereichern können. Von der Masse der Dummen, die daran glaubt, Politiker, Priester, Philosophen, Moralverkäufer, Soziologen und in staatlichen Verdummungsanstalten indoktrinierte „Wirtschaftsexperten“ wüssten schon was, wird die aus dem Geldstreik- und Bodenmonopol resultierende Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz als ein „Naturgesetz“ angesehen und gar nicht erst hinterfragt. Stattdessen wählt die Masse der Dummen unter den Allerdümmsten (wer das bestreiten will, muss sich nur die dummen Sprüche auf typischen Wahlplakaten ansehen) ihre „Volksvertreter“, die nichts anderes können, als unter Beibehaltung des Geldstreik- und Bodenmonopols (von dem die Allerdümmsten noch nie etwas gehört haben) den marktwirtschaftlichen Wettbewerb mit einem sinnlos komplizierten Gesetzesdschungel noch weiter einzuschränken, bis sich am Ende gar nichts mehr bewegt.
Quelle: https://opium-des-volkes.blogspot.de/2014/10/eigennutz-und-gemeinnutz.html

 

Auch noch in anderer Beziehung wird die angestrebte Wirtschaftsordnung zu gesünderen und natürlicheren Verhältnissen führen. Der Grundsatz des Weiterlesen …

Aristoteles sah die Wahrheit in der Mitte ruhen. Liegt zwischen Kommunismus und Kapitalismus womöglich die Freiwirtschaft?

September 26, 2011 6 Kommentare

Mir ist inzwischen immer klarer geworden, dass unser Geldsystem via Zinsnahme zur Umverteilung von Arm nach Reich sorgt. Und dass zudem das Geldschöpfen nicht private Hände gehört, sondern in die der Gemeinschaft. Meine Intuition sagt mir aber auch zunehmend, dass Eigentum ein weiterer Baustein unserer Krisen ist. Wo viel Eigentum ist, ist Gewalt, sich nur noch mehr zu bereichern. Wir müssen uns nur kritisch anschauen, wie die Kriege der letzten hundert Jahre begonnen und durchgeführt wurden. Und wie immer die Frage sehr schnell beantwortet: „Wem haben sie genutzt?“. „Eigentum verpflichtet.“ steht in unserem Grundgestz. Davon ist immer weniger zusehen, je mehr Reichtum zusammen gesammelt wurde. Und den sozialen Anschein, den sich so mancher Reiche über eine Stiftung  gibt, ist nur eine andere Form der Steuerhinterziehung, bei der er sich auch noch als ein Guter darstellen kann.

Bleibt die Frage, was denn anstelle unseres entfesselten Kapitalismus, der ja versprochen hat, dass wenn es unseren Unternehmern gut ginge, dann automatisch Allen gut ginge, und dies nicht halten konnte, sonst noch für mögliche Marktformen gibt. Vielleicht ist es ja die Freiwirtschaft, wie sie von der Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung, kurz INWO, beschrieben wird.

Dort ist folgende Analyse zu lesen:

Moderne kapitalistische Gesellschaften sind geprägt von Massenarbeitslosigkeit, einer zunehmenden Kluft zwischen Arm und Reich, hoher Staatsverschuldung, Schädigung bis Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen, Hang zu Wirtschaftsmonopolen. Sie zeichnen sich zudem durch ein hohes Maß Weiterlesen …

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