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Posts Tagged ‘BGE’

„Die Energie GELD entsteht im Mensch-zu-Mensch-Wirkungsprozess von allein.“

Das Geld zieht nur den Eigennutz an und verführt stets unwiderstehlich zum Missbrauch.
Albert Einstein

Dass die Vielen mit dem aktuellen Geldsystem von einigen Wenigen quasi als Zinssklaven gehalten werden, dazu habe ich auf dem Blog ja reichlich Artikel gebracht. Einer meiner ersten dazu war eine Sammlung von Links, die viel Licht in dieses Dunkel brachten: Alles was wir über die Finanzkrise und das fehlerhafte Geldsystem wissen sollten und können ….. Und dass es äußerst gefährlich ist, an diesem Geldsystem etwas ändern zu wollen, das haben Lincoln und Kennedy am eigenen Leib erfahren müssen (siehe).  Und dass es aber auch schon über einen längeren Zeitraum ein für Alle funktionierendes Geldsystem gab, darüber haben wir hier erfahren: Mit fließendem Geld anstelle unseres statischen geht es auch mit unserer Gemeinschaft wieder richtig gut – von einer Fairconomy

Dass es dringend an der Zeit ist, das Geldsystem auf ein nachhaltigeres Maß zu bringen, müsste eigentlich für Jene, die etwas bewirken könnten, offensichtlich sein. Die Frage ist, was tun? Zunehmend hören wir davon, dass es eine Erleichterung sein könnte, wenn der Staat jedem Bürger ein bedingungsloses Einkommen auszahlen sollte. Kritiker dazu meinen, dass dies nur Jene Wenigen, die an einer neuen, zentralistischen Neuen Weltordnung arbeiten, passend in die Hände spielten, wenn nicht gleichzeitig so etwas wie eine Bodenreform a la Freiwirtschaft umgesetzt würde.

Es gibt inzwischen eine weitere Überlegung, wie ein Geldsystem, dass Allen dient, und nicht für eine Umverteilung von Unten nach Oben sorgt. Es ist ähnlich dem alten System, wie hier beschrieben: Fei Lun – das fliegende Rad – Das älteste Währungssystem der Welt. Es sieht die Geldschöpfung nicht mehr bei den privaten Banken, oder dem Staat, sondern direkt durch den Menschen, denn er ist ja da und hat Potential, das er einbringen kann. Juergen Korthof hat mir heute auf Facebook in einem Kommentar folgenden Text hinterlassen, den ich hier gerne zur Erhellung ins Regal stellen möchte:

INFORMATIONSGELD

Die bisherige von Mangel und Horten von Geld (in welcher Form auch immer) geprägte Denkweise hält die Menschen im Bewusstsein des Mittelalters zurück.

Produktivitätssteigerung, Ressourcen-Gier, und geplante Obsoleszenz zerstören, weil gekoppelt an das exponentielle Wachstum der „Schulden:Guthaben-Schere“, die Lebensgrundlagen in kannibalistischer Weise.

Zum Informationszeitalter passt Informationsgeld viel besser.

Das Informationsgeld entsteht durch den Handel zwischen Menschen ohne profitierenden „Man-in-the-Middle“ (Bank!). Weiterlesen …

Das „Steuerspar-BGE“ in aller Kürze erklärt …

August 8, 2017 1 Kommentar

Den folgenden Text möchte ich allein schon deshalb bringen, da einigen Facebook-Benutzer der Account gesperrt wurde, nachdem sie ihn verbreiteten (Quelle mit etwas mehr Vorspann):

Tom Wellbrock stellte in seinem Artikel „Bedingungsloses Grundeinkommen: Der große Coup des Neoliberalismus?“ fest:

Ein wesentlicher Punkt fehlt beim BGE: Der Kapitalismus an sich. Der neigt nämlich nicht dazu, seine Arbeiter und Angestellten mit sozialen Wohltaten zu verwöhnen, das widerspricht seinem Wesen. Stattdessen geht es beim Kapitalismus und dem Neoliberalismus immer in erster Linie um Gewinnmaximierung.

Das „Steuerspar-BGE“ geht einen anderen Weg als alle anderen bisherigen Modelle: Es ist nicht bloß eine einzelne Maßnahme, sondern Teil eines alternativen Wirtschaftssystems. Um Sie als Leser mit diesem Blog-Artikel nicht zu erschlagen, erläutere ich kurz die wichtigsten Punkte und lade Sie ein, die Details auf der dazugehörigen Website zu vertiefen.

Es ist von der Grundidee her simpel, enthält aber die zur konkreten Umsetzung nötigen Details. Denn wenn ein Problem komplex ist, kann die Lösung nicht zu einfach sein. Das ist ein weiterer Unterschied zu anderen BGE-Modellen.

Wie funktioniert das „Steuerspar-BGE“?

Alles sollte so einfach wie möglich sein. Aber nicht einfacher.
Albert Einstein

Das „Economic Balance System„, zu dem das „Steuerspar-BGE“ gehört, enthält 8 Bereiche. Einer davon, das „Arbeitsmarkt Balance System“, beseitigt die Ursachen von Arbeitslosigkeit und Niedriglohn, indem es Geschäfte und Beschäftigung regional verknüpft.

Wie bekommt man Unternehmen dazu, etwas zu tun, dass sie von sich aus nie tun würden? Durch ein Anreizsystem. Genauer gesagt: Durch einen unwiderstehlichen steuerlichen Anreiz.

Das Schlüsselelement dazu ist die „Unterbeschäftigungssteuer“. Damit wird die Beschäftigungsintensität besteuert. Ist die Beschäftigungsintensität hoch genug (in den meisten Branchen: 8 Angestellte pro Umsatzmillion), liegt der Steuersatz bei Null. Ist sie zu gering, muss das Unternehmen eine Unterbeschäftigungssteuer von mehreren hundert Prozent auf seine Verkaufspreise aufschlagen. Das heißt: Wer im Verhältnis zum Inlandsumsatz zu wenige Angestellte auf der Gehaltsliste führt, ist komplett raus aus dem Binnenmarkt. Und damit nicht Billiglöhner die Gehaltslisten füllen, gibt es Mindestgehälter für verschiedene Arten von Angestellten. Zudem dürfen maximale Jahresarbeitszeiten nicht überschritten werden.

Die Details erläutern:

Unternehmen haben im Arbeitsmarkt Balance System die Wahl: Entweder machen sie glänzende Geschäfte am Binnenmarkt (in Deutschland: Über 7 Billionen €), oder sie sind raus aus dem Binnenmarkt und müssen ihre Inlands-Marktanteile der Konkurrenz überlassen. Wer Umsätze erzielen will, muss unbedingt die Unterbeschäftigungssteuer vermeiden.

Es gibt im Gesetzentwurf 5 Arten Angestellte, die Unternehmen von der Unterbeschäftigungssteuer absetzen können. Das Steuerspar-BGE ist eines davon: Weiterlesen …

Über unsere geistig gelähmte Gesellschaft …

Oktober 29, 2016 10 Kommentare
Provokativ quergedacht: Ist es so, dass Jene, die ein arbeitsloses Einkommen beziehen (z.B. Rentner, „reiche“ Erben, Kinder, nicht-arbeitende kinderlose Ehepartner) in der Regel nichts in die Gemeinschaft einbringen?
Wenn dem so ist, wäre dann die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens, in dem Jeder das einbringen wird, was er kann und ihn begeistert, widerlegt?
Oder ist es doch eher so, dass sich diese Menschen in Projekten engagieren, die die Gemeinschaft voran bringen, sei des bei Nachhilfen für Schüler, bedürftige Menschen zu unterstützen, oder Spenden zu sammeln?
Wenn dem so wäre, würde dies die These für die Praktikabilität des #BGE unterstützen.
Oder würde Mensch dann nicht doch weiter in einer Lethargie des Tuns hängen bleiben, weil der notwendige Drang zur Bewegung ausbleibt?
In dem folgenden Beitrag stellt Stefan Böhme seine interessanten Gedanken u.a. zum Meinen und Denken, einem Schul- und Studiensystem, das wie der Staat mit seiner Politikerkaste bevormundet und den Menschen am Ende in seinem potentiellen Tatendrang lähmt, vor. Dabei sein mir wichtigster Spruch:

Es braucht Freiheit, WAS zu lernen ist!

Aber bildet Euch wie immer Eure MEINung, auch wenn Stefan sagt, dass dies kein korrektes Denken wäre …:

 

 

Auf jeden Fall mehr Arbeitsplätze!

September 7, 2016 24 Kommentare

karriereleiterEs ist ein wenig frustrierend.

Ich glaube, wenn ich noch einmal höre wie jemand, der den Kapitalismus kritisiert, die Zerstörung der Welt kritisiert, den Raubbau und die Ausbeutung kritisiert im nächsten Atemzug beklagt, wie irgendwo irgendwem Arbeitsplätze verloren gehen, dann muss ich den oder die leider verprügeln.

Nein, ich werde es vermutlich nicht tun. Aber mal ganz ehrlich, liebe Leute, ist 2+2 denn immer noch eine so furchtbar komplizierte Sache, dass man sich dem nicht mal einen flüchtigen Gedanken lang widmen kann? Oder ist die Flüchtlingsproblematik mittlerweile so präsent, dass auch flüchtige Gedanken bei uns in Fluchtgedanken umschlagen?

Wenn wir einen gesellschaftlichen Umschwung wollen, hin zu einer gerechten, sozialen und nachhaltig geführten Welt, dann brauchen wir definitiv NICHT mehr Arbeitsplätze. Zumindest nicht generell. Wir brauchen vielleicht mehr Krankenschwestern, Altenpfleger, so Leute halt, aber wir brauchen nicht mehr von allem in jedem Bereich.

Das ist keine Lösung, wovon ihr da labert, dass ist Teil des Problems! Ein elementarer Teil des Problems ist, dass wir in einem System leben, in dem trotz überpotenter Produktivität Einkommen an einen Arbeitsplatz gekoppelt ist und ein noch elementarerer Teil des Problems ist, dass viel zu viele Menschen das auch in ihrem Kopf fest miteinander verschweißt haben. Und da mitzurudern, dass wird diese Probleme nicht angehen, geschweige denn lösen.

Wofür zum heiligen Waldwieseneber brauchen wir mehr Arbeitsplätze? Gibt es irgendeinen Alltagsartikel den ihr im Supermarkt nicht zuverlässig und regelmäßig bekommt? Habt ihr je keine Milch mehr bekommen, weil nicht genug nachproduziert wurde? Selbst wenn ihr ausnahmsweise mal 2 Märkte aufsuchen musstet? Oder keine Batterien für euren Vibrator oder eure (Vibratoren-) Fernbedienung? Oder keinen neuen Memory-Stick? Wo bitte herrscht denn Mangel, der dringend durch weitere Kapazitäten abgedeckt werden müsste (abgesehen von bereits erwähnten “zwischenmenschlichen” Berufen etwa)?

Im Gegenteil, schon jetzt sind Unmengen an Arbeitsplätzen völlig sinnfrei und überflüssig (siehe: sinnlose Arbeit), zum Teil gesellschaftlich weit eher schädlich, als nützlich. Jeder Arbeitsplatz etwa erfordert in irgend einer Weise Weiterlesen …

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Sahra Wagenknecht: «Bedingungsloses Grundeinkommen nicht die Lösung»

Sklave: unwirtschaftlicher Mitarbeiter

Sklave: unwirtschaftlicher Mitarbeiter (Bild: Wikipedia)

Um die Erörterung des Sinns eines Bedingungslosen Grundeinkommens als auch der Arbeit selbst ein wenig am Laufen zu halten, möchte ich einen Beitrag von Marigny de Grilleau bringen:

Schade, dass eine Sahra Wagenknecht auch hier nicht erkennt, dass die Erotisierung des Arbeitsethos, der auch schon unter Hitler erfolgreich war und als reines Herrschaftsinstrument schon immer dem herrschenden Establishment diente, nicht als das entlarvt – was es ist.

Sie will dieses Herrschaftsinstrument „Arbeit“ nicht aufgelöst wissen.

Die Infrastruktur der Bundesagentur für Arbeit mit ihren Vasalleninstituten, die man aus der Zeit des Nationalismus in die westliche Wertegemeinschaft überführt hat, wird ständig weiter ausgebaut und verfeinert. Diese Institutionen sind nicht zum Wohl einer Gesellschaft gedacht, um irgendwann ein Grundeinkommen auszubezahlen, vielmehr um mit juristisch politischem Druck, ergänzt mit der Politik des Hungers – eine entrechtete Dienstbotengesellschaft, Arbeit in sogenannten Wiedereingliederungsmaßnahmen simulieren zu lassen, quasi um das Herrschaftsinstrument „Arbeit“, dass das herrschende Establishment weiter schützt, und stützt zu „perfektionieren“. Das wird unsere Zukunft sein und keine Zukunft, die uns Existenzängste nehmen wird.

Zugegeben: Sahra Wagenknecht möchte da eine etwas humanere Lösung, doch wird sich dadurch nichts an den Verhältnissen ändern – es bleibt eben, wie es ist. Auch das Geldsystem hat sie in der Gänze nicht durchschaut. Und führt hier durch ihre Argumentation ihre Wählerschaft immer wieder aufs Glatteis. Doch ich will jetzt nicht abschweifen, ich möchte zu dem Thema „Arbeit“ Aristoteles, der den Zweck der Arbeit beschrieb und Holger Schatz hier noch einmal zu Wort kommen lassen: Weiterlesen …

Sind Wahlen selbsterniedriegend und menschenverachtend?

Wir haben hier sehr kontrovers  über das Bedingungslose Grundeinkommen diskutiert. Die eine Seite sieht darin die Befreiung der Mittellosen, die andere sieht die Fleißigen ausgeraubt. Die Mittel für das BGE müssten eingezogen werden, bei Bedarf auch mit Gewalt. Also via staatlicher Macht wird den Einen genommen, um den Anderen zu geben. Zwang statt Freiwilligkeit. Oberste Frage: wie kann ich das Recht, was ich gar nicht habe, nämlich den Einen etwas zu stehlen, auf Andere übertragen? Dem geht dieser Beitrag u.a. nach:

Die Teilnahme an Wahlen ist das gleiche, wie deinen Herren in beschämender Art und Weise um Freiheit anzuflehen. Freiheit ist das Letzte, was der Herr seinem Sklaven gewährt. Auch wenn er es noch so brav und ordnungsgemäß bei ihm beantragt. Lass die Finger von diesem ekelerregenden und abstoßenden Affentheater. Beschäftige dich lieber mit Dingen, die dich und deine Mitmenschen schlauer und stärker machen. Jede einzelne Sekunde, die du für die Teilnahme an Wahlen verschwendest, ist verlorene Lebenszeit. Jede einzelne Sekunde, die du mit Diskussionen über Politik und deren angebliche Moral und Ethik verbringst, ist Zeit, die dir geraubt und gestohlen wird, ebenso wie dir das Geld durch Besteuerung geraubt und durch Inflation gestohlen wird.

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Einkommen wie Leitungswasser – #BGE

November 1, 2015 58 Kommentare

Laut einer Umfrage, die im Rahmen der Verfilmung von „Grundeinkommen – ein Kulturimpuls“ erhoben wurde, sagten auf die Frage, ob sie mit einem BGE noch weiterarbeiten würden etwa 90%: „JA“ oder zumindest „JA, aber vielleicht etwas Anderes“. Auf die Frage, ob die Anderen noch weiterarbeiten würden, antworteten 80%: „NEIN“. Hieran wird eine der zentralen Fragen der BGE – Befürwortung oder -Ablehnung deutlich: Die Frage nach dem Menschenbild. Viele haben zwei Menschenbilder. Ein gutes, edles und humanistisches von sich und ein eher negatives von den Übrigen. (Quelle)

Lange ist es her, dass ich das Thema Bedingungsloses Grundeinkommen hier zur Diskussion stellte (alles zum #BGE). Da nun im nächsten Jahr klar ist, dass die Schweizer darüber abstimmen werden, kommt Bewegung ins Thema. Und diese Anlehnung mit der Umgestaltung des Verteilens von Wasser finde ich einen gegebenen Anlass, das Thema nochmals aus der Versenkung zu holen:


Das bedingungslose Grundeinkommen ist keine Revolution.
Früher haben wir das Wasser am Dorfbrunnen geholt. Heute gibt es überall dort Wasserhähne, wo wir Wasser brauchen. Als die Idee aufkam, Wasserleitungen zu verlegen, waren die Bedenken groß: Dann treffen wir uns nicht mehr am Brunnen. Das Miteinander fällt auseinander. Und wer bitte kontrolliert, dass die anderen den Wasserhahn auch abstellen und nicht missbrauchen? Genauso selbstverständlich wie der Wasserhahn heute für uns ist, wird das Grundeinkommen nach seiner Einführung sein.

Die Schweizer Volksinitiative Für ein bedingungsloses Grundeinkommen schlägt vor, den Teil des Einkommens, den jeder unbedingt zum Leben braucht, bedingungslos zu gewährleisten. Wer das Unbedingte jedoch an Bedingungen knüpft, ist ungeschickt. Es ist unklug, wenn im Überfluss Mangel und in einer freien Gesellschaft Unfreiheit herrscht.

Das bedingungslose Grundeinkommen fordert nichts. Es geht nicht um mehr für die einen und weniger für die anderen. Es geht darum, das zu sichern, was jeden absichert. Es geht um die erste postideologische Idee für das 21. Jahrhundert.

Fazit des lesenswerten Gastbeitrags der Zeit basierend auf einem Auszug aus dem Buch von Daniel Häni und Philip Kovce: Was fehlt, wenn alles da ist?: Warum das bedingungslose Grundeinkommen die richtigen Fragen stellt

Weitere Leseempfehlung zum Thema: Bedingungslos geliebt. Leistung zwischen Vorschuss und Bewährung

Wer es noch nicht kennt, in der Zeit der Enterprise (Star Trek) ist man noch einen Schritt weiter gegangen:

 

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Vom sozialstaatlichen Waterboarding namens Hartz IV

Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.
SPD-Gründer August Bebel,
wiederholt von Franz Müntefehring, falsch zitierend aus der Bibel, denn dort heißt es:
Wer nicht arbeiten WILL, soll auch nicht essen. (siehe)

Max Uthoff bringt es in seiner unvergleichlich kabarettistischen Art auf den Punkt, wie das ausgerechnet von Rot-Grün lancierte Sklavenhalterwerkzeug Hartz IV auf die Psyche aller Menschen, aber besonders auf Jene wirkt, die in diesem System misshandelt werden. Daraus:

[…] Täglich müssen Tausende von Menschen an den Tafeln um Essen betteln und dann kommt Katrin Göring-Eckardt … Die ihre volkswirtschaftlichen Erkenntnisse im internationalen Institut für Milchmädchen erworben hat, die mit ihrer Partei „Die Grünen“ – Hartz IV und die Armut überhaupt erst manifestiert haben, und schreibt in ihrem Buch über die Tafeln: Es ist ein Glück, dass es die Tafeln gibt, sie sind die Antwort auf das Problem der Armut in unserem Land. Katrin Göring-Eckardt deren Verstand sich vor langer, langer Zeit – wie ein Auswanderer in südliche Gefilde abgesetzt hat, um dort an der Strandbar ein Bier zu trinken, zusammen mit der Würde von Joschka Fischer […]

Zum Thema der erwähnten Tafeln möchte ich noch auf den folgenden offenen Brief hinweisen, in dem ein ehemaliger Helfer der Tafeln begründet, warum er sein weiteres Helfen bei den Tafeln nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren kann:

Die Tafeln betreffend: Weil mein Gewissen es mir befiehlt – offener Brief

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Nachlese: Roboter werden Deinen Job vernichten – Federico Pistono

November 29, 2012 48 Kommentare
Federico Pistono

Federico Pistono trägt im Beta-Haus Köln vor

Ich hatte heute Gelegenheit, unsere inspirierende Jugend live zu erleben. Selten habe ich einen so authentischen, in sich ruhenden und lockeren, die mögliche zuträgliche Zukunft klar vor Augen und gleichzeitig so viel Lebensfreude austrahlenden junge Mann gesehen: Federico Pistono. Da kann man nur sagen, lass die Krise kommen. Es braucht sie für den Wachwechsel. Das Alte hat es bald hinter sich und das Neue steht in den Startlöchern (siehe auch: Schläfst du noch – oder lebst Du schon?).

Anlass war der Köln-Stop auf seiner Welt-Tour zur Buchvorstellung im Coworking Space Beta-Haus in Köln. Vor 4 Jahren kam er auf die Idee zum Buch Robots will steal your job but that´s OK. Einerseits führte er anhand einer Reihe von Beispielen aus (z.B. 2,5% der Bevölkerung lebt von Fahr-Jobs, die wegfallen werden), wie exponentiell immer stärker weitere Roboter eingesetzt werden, um die stubiden Arbeiten zu erledigen. Andererseits machte er klar, dass wir uns darüber freuen dürfen. Denn es ist an der Zeit für einen Paradigmenwechsel des Arbeitens. Wir werden nicht mehr arbeiten, um zu leben, sondern wir werden Tätigkeiten nachgehen, die uns Freude machen (siehe crealiity.com). Denn die Robeter werden zum überwiegenden Teil die Produkte unseres Bedarfs fertigen und zur Verfügung stellen.

Ich will gar nicht lange mehr erzählen und Euch lieber in den Genuss des folgenden Weiterlesen …

Ist der Mensch von Natur aus faul? Oder wird er kurz nach seiner Geburt dazu verzogen?

November 24, 2012 59 Kommentare

Ich beschäftige mich seit 1992 mit Geschäftsprozessmanagement. Mein Schwerpunkt ist dabei der Einsatz von Software zur Steigerung der Prozesseffizienz. Stand die Unterstützung des Menschen schon immer im Fokus meines Wirkens, so hat sich seit Anfang letzten Jahres mein Interesse besonders zum Thema Motivation verstärkt.

Motivation: Bestrafung – Belohnung – oder?

Denn unsere wissenszentrierten Geschäftsprozesse sind im Gegensatz zu unseren Produktionsprozessen nur so gut, wie die darin mitwirkenden Menschen motiviert sind. Jahrelang hieß es, dass man Menschen motivieren müsse, ob mit Peitsche = „wenn Du nicht spurst, wirst Du entlassen“ oder mit dem Zückerli = „Wenn die Zahlen stimmen, kriegst Du was oben drauf“. Inzwischen kommen wir immer mehr zu der Erkenntnis, dass wir Menschen intrinsisch motiviert sind, etwas mit dem, was wir tun, zu schaffen und daran Freude zu haben. Wir sehen also zwei Lager. Jene, die den Menschen als von Natur aus faul im Sinne eines Nutzenmaximierers sehen, und Jene, Weiterlesen …

Bedingungslose Grundversorgung anstelle eines bedingungslosen Grundeinkommens?

September 2, 2012 28 Kommentare

Solveigh hatte gerade einen so ausführlichen Kommentar zum Artikel Bedingtes Grundeinkommen gegen bedingte Nutzung gemeinschaftlicher Resourcen zu privaten Zwecken? Ob es Bolivien richtig macht? hinterlassen,der sich lohnt, in einem eigenen Artikel diskutiert zu werden. Sie stellt damit neben das Konzept eine Bedingungslosen Grundeinkommen, das gerade auch in einem Ausschuss des Bundestages diskutiert wird, das Konzept einer kostenfreien Grundversorgung. Aber lest selbst:

<<< Beginn des Textes von Solveigh >>>

Die “Bestimmung” dessen, was die  Grundbedürfnisse, die kostenfrei zu decken wären, sind, ist überhaupt nicht schwierig und es wird niemand benötigt, der das “festlegt” (und dann kontrolliert):

1. Satt zu essen. Dafür kann es in den Märkten Lebensmittel geben, die kostenfrei sind und andere, die einen Preis haben. Brot, Öl, Nudeln, Kartoffeln, in der Region angebaute Gemüse, Obst, etc., eben die Grundnahrungsmittel (die sind ja bereits definiert), stehen kostenlos zur Verfügung, was darüber hinausgeht, zum Beispiel Mango, Fruchtjoghurt, etc. hat einen Preis.

2. Kleidung. Selbes Muster. Ein Strick-Pullover, Strümpfe und Unterwäsche, auch Handtücher und Bettwäsche ist kostenfrei, ein Seidenhemd oder -pullover, ein Abendanzug oder Abendkleid haben Preise, um ein paar Beispiele zu nennen.

Hat sich das erst etabliert, wird auch keiner mehr nehmen, als er wirklich braucht. Warum sollte er? Keiner kann mehr als sich Weiterlesen …

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Die Tafeln betreffend: Weil mein Gewissen es mir befiehlt – offener Brief

Nach der Lektüre dieses offenen Briefes kann ich nicht anders, als ihn genauso wie den auch hier schon veröffentlichten Hartz IV Brandbrief von Ralph Boes als auch den zum Frieden wahrenden Brief von Sebastian Nobile auch auf meinem Blog zu bringen:

Geschrieben von: Herbert Ochs

Im Gedenken an Jesus Christus – und alle Friedensstifter

Austrittserklärung Schwalbacher Tafel.
Ein offener Brandbrief an alle Verantwortlichen – mit der (Ohn)Macht des Wortes

Sehr geehrte Bundeskanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel
Sehr geehrte Familienministerin, Frau Dr. Kristina Schröder,
sehr geehrte Arbeitsministerin, Frau Dr. Ursula von der Leyen,
sehr geehrter Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Tafel, Herr Gerd Häuser
sehr geehrte Damen und Herren der evangelischen Familienbildung Main-Taunus

mit diesem Brief erkläre ich meinen offiziellen Austritt aus dem Bundesverband Deutsche Tafel e.V. und somit als aktives Mitglied der Schwalbacher Tafel in meiner Kommune.
Ich tue dies insbesondere hier mit Fingerzeig auf die Bundesregierung bei gleichzeitiger Information an die Öffentlichkeit, weil ich mit meiner nachfolgenden Begründung das Tafelgeschäft für eine des Menschen unwürdige Einrichtung halte, und die Tätigkeit darüber hinaus für mich persönlich seelisch nicht verkraftbar ist. Es ist mit meinem Gewissen nicht länger vereinbar, einen aus wirtschaftspolitisch subversiven Energien erzeugten Mangel zu unterstützen. Es ist absolut nicht einzusehen, dass die TafelhelferInnen darüber richten (sollen), wem wie viel zusteht. Damit wird die Verantwortung von der Politik einfach an die – zu allem Überdruss – auch noch ehrenamtlich Arbeitenden abgegeben. Ebenso viel Verantwortung wünscht man sich auch einmal, wenn es um wichtige Entscheidungen für das Land geht (z.B. bundesweiter Volksentscheid, über die Einführung des Euro oder die Wahl des Bundespräsidenten durch das Volk – sofern dieses Amt überhaupt noch gerechtfertigt ist).
Indessen müssen selbige blitzschnell sowie mit starkem Nervenkostüm entscheiden, wem sie wie viel geben dürfen. Dies sowie die gesamte Logistik mit all ihren Hygienevorschriften vom Transport, Aus- und Einsortierarbeiten, Zwischenlagerung unter Beachtung der Kühlkette, und nicht zuletzt die „gerechte“ Verteilung an den Ausgabetagen, erfordert de facto weit mehr Dispositionsgeschick und „Verkaufstalent“ als eine Supermarktangestellte (ohne diese Tätigkeit abwerten zu wollen) an der Kasse. Und das alles für Lau.

Da hätte Jesus zum ersten Mal den Finger gehoben…

Selbstverständlich zeugt der ganz persönliche Einsatz aller Tafelmitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter dem Aspekt menschlicher Hilfsbereitschaft und sozialem Verantwortungsgefühl von einem durchweg humanen Vorbildcharakter von dessen Pflichtgefühl auch ich mich anfangs habe inspirieren lassen. Doch spätestens zu dem Zeitpunkt, als ich vor einigen Wochen nach längerer Passivität, wieder ersatzweise eingesprungen bin und die lange Menschenschlange sah, fiel es mir (wie in der biblischen Apostelgeschichte) wie Schuppen von den Augen. Auf einmal `sah` ich, wie falsch diese augenscheinlich so soziale Tat in Wahrheit ist. Wäre die Armut durch eine Naturkatastrophe entstanden, hätte sie meine volle Unterstützung und Rechtfertigung. Doch diese regelrechte Ausgrenzung aus der Bürgermitte ist nicht durch höhere Gewalt entstanden, sondern ist eine durch menschliche Willkür unter geradezu teuflischen Attributen heraufbeschworene und damit selbst inszenierte Tragödie. Erinnerungen an Bilder vergangener Zeiten waren Weiterlesen …

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Brandbrief an Frau Merkel erklärt Hartz IV für nicht Grundgesetz-konform

Vorgestern hat Ralph Boes, Referent und Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative bedingungsloses Grundeinkommen e.V. in Berlin, Mitbegründer der „Bundesagentur für Einkommen“, „Kunde“ beim Jobcenter Berlin Mitte  und Vollzeit ehrenamtlich tätig, einen Brandbrief veröffentlicht, der sehr deutlich macht, dass Hartz IV mehrere Artikel des Grundegesetzes verletzt. Ich hatte vor einige Zeit in meinem Artikel  Keine gute Kultur, sagt mir meine Intuition: konstante Arbeitslosenzahl, Zocken mit Geld, Hungern durch Fleisch, riskante Großprojekte … auch schon formuliert, dass wir seit Jahren eine gleichbleibend hohe Zahl an Arbeitslosen haben und uns mehr Gedanken machen müssen, wie wir die Arbeit, die wir haben, besser auf alle verteilen, so dass keiner im Regen stehen muss und alle an der Gemeinschaft beteiligt werden. Dieser Brandbrief ist sehr lesenswert, da er nicht polemisch geschrieben ist, keiner Doktrin folgt sondern einfach nur menschliche Grundrechte wieder einfodert. Also einfach nur sehr lesenswert:

Grüß Dich Konflikt, denn ich komme!
Brandbrief eines entschiedenen Bürgers!

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,
sehr geehrte Frau Arbeitsministerin von der Leyen,
sehr geehrter Herr 
Dr. Weise (erster Vorsitzender des Vorstandes der Bundesagentur für Arbeit),
sehr geehrter Herr Alt (erster Erleuchteter im Vorstand der Bundesagentur für Arbeit),

sehr geehrter Herr Schneider (Geschäftsführer im Jobcenter Mitte, Berlin),

wir alle sind Bürgerinnen und Bürger eines Staates, der sich ein Grundgesetz gegeben hat, in dem es im ersten Satz schon heißt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar, sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

Für viele mag dieser Satz vielleicht nur noch wie ein Weiterlesen …

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Wenn wir ein Grundeinkommen hätten, bräuchten wir keine Lobbyisten mehr

meint die Kabarretistin Hanny Hartmann, gelernte Diplomvolkswirtin, zu hören in einem kleinen Ausschnitt ihres Solauftritts, wo sie auf eine sehr sympathische Weise die Ideen des Grundeinkommens erklärt und aber auch Wirtschaftswissenschaftler auf die Schüppe nimmt.

Argumente, die sie anführt: Weiterlesen …

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Ist „Konkurrenz“ als Motor für immer bessere Produkte nur ein Mythos?

Ist „Konkurrenz“ nicht eher der Schlüssel zu allem Übel unserer unguten Kultur? Gestern hatte ich das Wort „leistungsfreundlich“ irgendwo im Zusammenhang mit der FDP aufgeschnappt, wo sich mir der Magen umdrehte. Der Leistungswahn hat uns inzwischen 3 Millionen depressiv Erkrankte in Deutschland beschert. Was also kann demnach an Leistung freundlich“ sein?

Meine These: Es ist nur ein Mythos, dass uns Konkurrenz zu immer besseren Produkten mit immer mehr Qualität und immer günstigeren Preisen führt.

Begründung: Ich will das mal an folgendem Beispiel erklären Weiterlesen …

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