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Posts Tagged ‘Begriffsdeutung’

Reicht es aus, die verwendeten Begriffe nur wieder richtig zu deuten? Joseph Beuys war überzeugt davon …

Dezember 5, 2017 72 Kommentare

Profilbild von Marigny de Grilleau auf Facebook

Ich war als kleiner Junge mal mit auf einen Marsch zu einer der 1. Mai Veranstaltungen im Dortmunder Westfalenpark,  dem auch Willi Brandt sprach. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich verwirrt über den Gebrauch von Arbeitgebern und Arbeitnehmern war. Rein intuitiv wollte mir so sein, dass, wenn ich irgendwann einmal auch zur Arbeit müsste, doch ich Derjenige sein müsse, der seine Arbeitskraft einsetzte, also der Gebende sein müsse, und dass Jener, der davon mitprofitierte, der Nehmende, oder gar böser, der absahnende wäre. Mir schien da was auf den Kopf gestellt.

Gestern schrieb der von mir sehr geschätzte, querdenkende Marigny de Grilleau auf Facebook mich anklingend:

In den schlauen BWL-Büchern steht immer wieder geschrieben:
Nachfrage regelt das Angebot!
Dieser neoliberale Sinnspruch entpuppt sich aber bei näherer Betrachtung als Irrsinn in dem Sinne: wie kann denn eine Nachfrage auf etwas bestehen, was noch gar nicht erfunden wurde? Diesen Widerspruch, den hätte ich gern mal aufgelöst gewusst. Oder gab es hier eine öffentliche Anlaufstelle, in dem der Bürger seine Wünsche via Weihnachtszettel stellen kann, dass zum Beispiel das Spiel „Tamagotchi“ endlich mal erfunden werden müsste?“

Und schickt gleich passend hinterher, wie ich finde:

Denn dieser dahergelogene Satz hat doch nur eines im Sinn, nämlich von den Schuldigen abzulenken: der Verbraucher, sei der Schuldige. Und hier sind wir schon wieder beim nächsten Wort „der Verbraucher“, der verbraucht hier alle Ressourcen. …
Nicht der Verbraucher ist es, der das Angebot regelt, sondern multinationale Konzerne steuern und regeln die Märkte – und kein anderer. Dazu trägt die weltumspannende Philosophie des Neoliberalismus bei, in dem dies von den Hoheitskanzeln immer wieder gepredigt wird, bis hinein in das Schulsystem werden wir verramscht, verkauft und sozialisiert – das ist die bittere Wahrheit.

Foto: Wikipedia

Und kaum hatte ich dieses gelesen, kam ein weiterer, ziemlich tiefschürfender Text mit ähnlicher Begriffsansicht von keinem geringeren als dem – nach meiner Einschätzung – anarchistischen Künstler Joseph Beuys (der aus Scheiße sprichwörtlich Geld machen konnte: gescheuerte Kunst) an mir vorbei. Er ging (RIP) davon aus, dass wir einen friedlichen Wandel schaffen könnte, wenn wir allein unsere Begriffe rund um Arbeit und Geld neu denken würden. Leider ist er nicht mehr lange genug gelebt, um diesen Anschub weiter zu unterstützen. Aber der Text kann uns noch weiter anregen, daher kommt er mal wieder ins Regal:

Aufruf zum Ausweg

Wilhelm Schmundt * hat als die zentrale Notwendigkeit einer fundierten Alternative das »ins-Rechte-Denken der Begriffe« gefordert. Dies meint auch Eugen Löbl **, der Wirtschaftstheoretiker des Prager Frühlings, wenn er von der unaufschiebbaren »Revolution der Begriffe« spricht. Schmundt hat einem seiner Bücher den Titel »Revolution und Evolution« gegeben, und er will damit sagen: Erst wenn wir die Grundzusammenhänge des sozialen Organismus neu überdenkend die »Revolution der Begriffe« geleistet haben, wird damit der Weg frei für eine Evolution ohne Zwang und Willkür. Weiterlesen …

Worte auf die Goldwaage gelegt, hier: Eltern

November 21, 2013 4 Kommentare

Und ein weiteres Wort möchte ich aus dem Buch über WOPOLOGIE = Wort-Gold-Potenz-Logik bringen, denn harmoniert es doch sehr mit dem Gedicht Von den Kindern von Gibran Khalil Gibran. Es macht die Beziehung von Eltern und Kindern deutlicher:

„ELTERN“

Das Verständnis der Elternschaft erfährt eine große Veränderung, wenn wir erkennen, dass die Eltern lediglich die Älteren sind.

Die Eltern sind – auf ein Erdenleben gesehen, in Wirklichkeit nur die Älteren. Wer das verstehen und annehmen kann / will, wird sich einen völlig neuen Umgang mit Kindern erobern.

Solange Menschen noch davon ausgehen, dass Kinder >nachdem Sie geboren wurden< noch nichts wissen und können und wir ihnen erst Alles beibringen müssen, trauen wir unseren Kindern nichts von selber zu. Dann fühlen wir uns verständlicherweise dafür zuständig, dass wir unseren Kindern so viel wie möglich >durch Vorgaben< beibringen.

Das ist die Sicht, auf welche die meisten staatlichen Schulsysteme aufgebaut sind. In einem derartigen System wird nicht darauf vertraut, dass sich jedes
Kind >gemäß seinem eigenen, inneren Plan entsprechend< in seinem eigenen Tempo Alles perfekt aneignen wird, was die Fähigkeiten des jeweiligen Kindes optimal fördert. In den meisten Fällen wurde aus unbewusster Angst – die Kinder könnten im Leben nicht bestehen – dieser Plan von den Älteren >Eltern< behindert. Das ließ eine unbewusste Haltung erkennen, die viel damit zu tun hatte, dass die Älteren es selber nicht anders erfahren haben.

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Worte auf die Goldwaage gelegt, hier: LEBEN

Die Tage bekamen wir in einem Kommentar einen Hinweis auf WOPOLOGIE = Wort-Gold-Potenz-Logik. Ich wollte nun wissen, was es damit auf sich hat. Und was ich fand, sieht sehr interessant aus. Denn hier werden Worte in ihre Teile zerlegt und interpretiert mit sehr interessanten Erkenntnissen, wie ich meine. Dieses genauer Ansehen unserer Begriffe solle zu energetischen Bereinigungen führen. Ich kann mir das sehr gut vorstellen. Hier mal als Beispiel ein Buchauszug, in dem das Folgende zu lesen ist:

„LEBEN“

Gefühle, die häufig damit einhergehen:
Unaufhaltsames, bewegendes Pulsieren

Erkenntnisse und Auswirkungen:

Sobald realisiert wird, dass Leben nur in der Gegenwart stattfindet und aus Liebe geboren wird, kann das Wort „Leben“ als „L>iebe<eben“ verstanden werden.

Leben ist die Essenz allen Seins. Es pulsiert fortwährend in unseren Adern.

Das -L- am Beginn des Wortes „Leben“ kann ebenso für Licht stehen. Dadurch ließe sich die Definition erweitern auf – Liebe und Licht eben. Licht ist für das Leben ein wesentlicher Entstehungsfaktor – darum hieß es „Es werde Licht“.

Der, dem es gelingt, sich der Liebe und des Lichtes im Leben zunehmend mehr bewusst zu werden, kommt >als Folge davon< durch Aufmerksamkeit und Ehrerbietung dem Leben gegenüber, mehr in der Gegenwart an. Er beginnt dadurch, das Geheimnis Leben >welches immer ein offenes Geheimnis war und bleibt< zu erkennen und zu verstehen.

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