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Posts Tagged ‘Autorität’

Heute starren Viele auf das Ende des Besatzungsstatuts …

Foto: H.D.Volz - pixelio.de

Foto: H.D.Volz – pixelio.de

Ich glaube, dass die Wahrheit unzerstörbar ist und die Eigenschaft einer Sprungfeder hat. – wer sie unterdrückt, erhöht ihre Energieladung – wird aber ein Träger der Wahrheit zerstört, geht die Energie auf die verbliebenen Träger über und erhöht deren Energie – wer dann nur einen Augenblick die Kontrolle über die Wahrheit verliert, der erlebt eine solche Energieentladung, dass die Lüge mit einem Streich vernichtet wird.
Jürgen Korthof

Zu den Hintergründen zum Titel siehe: Schlüsseldatum 15.04.2015? Besteht die Möglichkeit der Wiedervereinigung Deutschlands, eines Friedensvertrages sowie der Erhalt der Souveränität? Dazu fragte Jürgen Korthof heute:

Aber ist damit die Besatzung durch Autorität im Kopf nicht sogar bestätigt?

Er wies zur Motivation seiner Frage anschließend auf einen Text von Jeremy Locke aus seinem frisch ins Deutsche übersetzte Buch Das Ende des Bösen zum Thema Autorität hin:

Das Prinzip der Autorität beschreibt das Verhalten von Menschen, die unter der Herrschaft des Gesetzes leben. Das Autoritätsprinzip besagt, dass die Menschen Allem und Jedem gehorchen, von dem sie glauben, dass es sich um eine Autorität handelt. Obwohl das Wer, das Warum und das Was sich im Lauf der Geschichte geändert haben, ist das Verhalten der Menschen stets gleich geblieben; sie gehorchen.

Wenn Menschen beigebracht wird, dass Gehorsam ein Prinzip ist, gehorchen sie. Wenn ihnen beigebracht wird, dass die Quelle von Wert und Wissen in einer anderen Person zu finden ist, statt in sich selbst, gehorchen sie dieser. Dies ist der Rechtsstaat und er lehrt die Menschen, dass ihr Wille dem Willen des Gesetzes und denen, die Gesetze schaffen, untergeordnet ist.

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„Kultur verurteilt Stolz, um das Vertrauen der Menschen in sich selbst zu zerstören.“

Ich möchte nochmals einen Text zur Diskussion stellen, der mir beim Lesen Unbehagen erzeugt. Sicher liegt es an meiner kulturellen Programmierung, speziell in einem besiegten Deutschland aufgewachsen zu sein, dessen wahnsinnigen Nachkriegsbürger (bis heute?) einer besonderen Betreuung unterlagen. Ist Kultur an sich negativ zu sehen? Sollten wir doch besser Stolz sein, wo sie doch eine der 7 Todsünden unserer abendländischen Kultur ist?

Die Kultur lehrt, dass Stolz eine ungerechtfertigte Wertschätzung des Selbst wäre. Doch du bist ein Wesen von unbegrenztem Wert; die Kultur belügt dich.
Stolz wird von der Kultur verurteilt, weil Kultur nicht will, dass die Leute verstehen, wie viel sie wert sind. Sie vermischt ganz bewusst die Bedeutung von Stolz und Überheblichkeit.
Es ist überheblich zu glauben, dass du mehr wert bist, als andere. Alle Menschen haben unendlichen Wert. Überheblich zu sein bedeutet, den Wert der Menschen in deiner Umgebung herabzusetzen. Autorität ist die ultimative Überheblichkeit. Sie erniedrigt die Menschen, damit sie glauben, dass nur Autoritäten Wert hätten.
Stolz ist das Verständnis vom eigenen Wert. Kultur verurteilt ihn um zu behaupten, dass du nicht ausreichend Wert hättest, um zu tun und zu sagen, was du willst oder um Dinge zu erreichen, die du dir wünschst. Stolz beleidigt andere, weil sie von der Kultur ihr ganzes Leben gelernt haben, dass sie wenig oder keinen Wert hätten. Sie fühlen sich durch das Missverständnis bedroht, dass stolze Menschen besser wären als sie selbst. Sie haben gelernt, dass Stolz Überheblichkeit wäre.
Wenn die Menschen nicht so leicht von den Lehren der Kultur zu beeinflussen wären, würden sie erkennen, dass alle Menschen von gleichem Wert sind. Würden sie den Stolz eines Menschen sehen, der noch stärker an sich selbst glaubt als sie selbst, würden sie sich freuen. Wenn ein stolzer Mensch großen Wert hat, dann haben sie genau denselben Wert. Kultur verurteilt Stolz, um das Vertrauen der Menschen in sich selbst zu zerstören.
Ohne Kultur würden sich die Menschen vom Stolz anderer inspirieren lassen. Der Stolz, daran zu glauben, dass wir fliegen, Krankheiten heilen und Wunder vollbringen können.
Der Stolz, der nahelegt, dass du über dich selbst bestimmen kannst.

Dieser Text stammt aus dem neuen Buch The End of All Evil von Jeremy Locke, das derzeit von Rudol Engemann ins Deutsche übersetzt wird.

Ich sehe Kultur eher unbewertet. Jeder Menschen, wenn er mit anderen Menschen zusammen lebt, ist eingebettet in Spielregeln, sogar wenn sie nach anarchistischen Idee auf Augenhöhe miteinander umgehen. Das meine ich, ist genauso Kultur.

Wenn alle Menschen gleich unendlich viel Wert sind, wozu braucht es dann Stolz? Tritt der nicht gerade dann auf, wenn man sich besser fühlt, entweder als der beobachtete Andere, oder der ich gestern noch war?

Für mich würde es für ein gutes Gefühl reichen, wenn ich Vertrauen in mich und meine mich Umgebenden setzen kann …

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