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Posts Tagged ‘Automatisierung’

Die Torheit und Tollheit der Totalität

August 25, 2019 1 Kommentar

Ah, ja,
So kam es… so ist es…

Entwicklung? > Fortschritt?
Verwicklung? > Verstrickung?

Totale Industrialisierung…
Totale Mechanisierung…
Totale Automatisierung…
Totale Robotisierung…
Totale Digitalisierung…
Totale Betörung…
Totale Totalisierung…

Das Ziel der Verrichtung?

Totale Entmenschung?
Totale Entartung?
Totale Ausbeutung?
Totale Ausbootung?
Totale Zerstrittenheit?
Totale Bekriegung?
Totale Verwüstung?
Totale Verwilderung?
Totale Zerstörung?

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Was passiert, wenn Menschen nur noch zum Ausbeuten da sind ….

Ilija Trojanow

Ilija Trojanow, Schriftsteller (Foto: Wikipedia)

… so beginnt Martin Schenk sein Gespräch mit dem Schriftsteller Ilija Trojanow.

Wer nichts produziert und nichts konsumiert, ist überflüssig.

Das sei die gefährliche Logik des Spätkapitalismus, die Ilija in seinem Buch Der überflüssige Mensch analysiert.

Ich möchte Euch einladen, Euch das Gespräch anzuhören, unterstreicht es doch ein weiteres Mal, das es Zeit zum Wandel wird. Die folgenden Themen werden angesprochen:

Gratissitzen und – stehen von Müßiggängern würde zunehmend verboten. Die Wegnahme des öffentlichen Raums erfolgt durch die Ersetzung durch Security-Kräfte. Der einmal „privatisierte Raum“ wird durch die Macht des Reichtums für immer durch „Legionen“ verteidigt.

Die Anzahl der Gefängnisinsassen nimmt zu, während die Anzahl „wirklicher“ Verbrechen abnimmt, sprich die Intoleranz nimmt zu.

 

Der Arbeitslose werde zunehmend beschuldigt, dass er aus der Arbeitswelt herausfällt, anstatt festzustellen, dass das System nicht in der Lage ist, für Vollbeschäftigung zu sorgen.

Wir haben die Freiheit, an uns selbst zu arbeiten.
Dazu steht uns ein großer Umfang an Angeboten zur Verfügung.

Diese Selbstoptimierung reicht vollständig in die Freizeit hinein, so dass die gleiche BeWERTungen hier trainiert werden wie in der Beschäftigung in der Ökonomie. (Siehe auch: Selbstausbeutung: das neue Leiden des 21. Jahrhunderts?).

Die Automatisierungen sorgen dafür, dass sich der Mensch zunehmend der Konkurrenz mit der Maschine stellen muss, um nicht auch aus dem Arbeitssystem zu fallen (siehe auch: Robots will steal your job, but that’s OK).

Der Arbeitsmarkt wirkt durch den Billiglohn-Mechanismus ausgrenzend, was die Gewerkschaften Weiterlesen …

Die Jugend arbeitslos und die Alten sollen länger arbeiten? Warum nicht das bisschen Arbeit verteilen?

Räderwerk (Foto: Uwe Jansche - pixelio.de)

Räderwerk (Foto: Uwe Jansche – pixelio.de)

Auf meiner heutigen Heimfahrt saß neben mir ein junger Mann, der mir erzählte, dass die Jugend in Japan resigniere und eher bei den Eltern bliebe und sich nicht in den Niedriglohnarbeitsmarkt werfen mag. Constantin, studiert und nach einer Zeit des Herumpraktizierens (siehe Zeit online: Generation Praktikum) hat nun einen mager bezahlten Job in der Medienbranche. Die älteren Kollegen würden durchweg deutlich viel mehr verdienen. Viele Jüngere würden über Leiharbeitsfirmen sich mit Monatsbeschäftigungen über Wasser halten. Mit Familienplanung wäre da nicht viel zu machen. Da muss man sich nicht wundern, wenn die Süddeutsche schreibt: Absage an die Familie.

Aber auch in Europa sieht es nicht gut aus mit unserer Jugend, speziell im Süden sind inzwischen über die Hälfte der ausgebildeten Jungen ohne Arbeit. Inzwischen spricht man von der Verlorenen Generation. Und die, die Arbeit haben, verdienen wie Constantin inzwischen sehr viel weniger. Meiner mittleren Tochter war  ähnliches Anfang des Jahres als Ergotherapeutin in München widerfahren, inklusive Knebelvertrag, Sklaventreiberverhalten des Arbeitgebers mit Rolex am Arm und Porsche unterm Gesäß.  Sie hat es aber bei einem anderen Arbeitgeber nun hoffentlich besser getroffen.

Und dann hören wir immer mehr Stimmen, die verlangen, dass die Älteren aufgrund der demographischen Entwicklung länger arbeiten sollen, um der Weiterlesen …

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