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Posts Tagged ‘Arbeitslosigkeit’

Offener Brief an Herrn Spahn, den doppelten Pflegenotstand betreffend …

Die WELT titelt: Gesundheitsminister Spahn will dem Personalmangel in der Pflege auch mit Mitarbeitern aus dem Ausland entgegenwirken.

  • „Pflegekräfte aus unseren Nachbarländern einzuladen, ist die nächstliegende Option“, sagte der CDU-Politiker.
  • Einer Studie zufolge gibt es derzeit allein in deutschen Pflegeheimen 17.000 offene Stellen.

Der mit einer Intesivpflegerin verheiratete Automechaniker Wolfgang Brehm schrieb nun dem ‚gebildeten‘ Bänker Jens Spahn , der sich nun anschickt, seine Erkenntnisse des Geldgewinnens als Minister optimal in die Pflegebranche einzubringen, eine, wie ich finde, sehr passende Antwort, die er uns hier vorliest:

Was passiert, wenn Pflegekräfte fehlen, das schildert das folgende Referat: Weiterlesen …

Die Schule des Werdens

Natur_tiere7Seit dem ich den Blog SCHNAPPFISCHKAPITALISMUS.DE begonnen habe, beschäftigt mich zunehmend auch ein anderes Thema. Es geht um die Bildung unserer Kinder und damit um die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Nachdem ich einige Erfahrungen mit freien Schulen und deren Konzeption gemacht hatte, habe ich die Weihnachtsfeiertage genutzt, mir ein paar Eckpunkte einer freien Schule zu überlegen. Diese Eckpunkte habe ich Ankerpunkte genannt. Herausgekommen sind sieben solcher, an welchen ich die Schule-des-Werdens festgemacht habe.

In diesem Beitrag stelle ich diese Ankerpunkte erstmals einem größeren Kreis vor. Es geht hier zuerst einmal nicht um ein pädagogisches Konzept, das fügt sich im Anschluss ein. Ziel ist, eine Haltung zu umschreiben, welche den Umgang, die Werte, das WERDEN skizziert, mit denen die Kinder in Berührung kommen. Das konkrete WIE – anhand des pädagogischen Konzepts – folgt dieser Haltung.

Seien Sie liebe Leserschaft ermutigt, die Idee weiter zu tragen, so dass diese Schule einmal Wirklichkeit wird!

Ankerpunkte der Schule-des-Werdens

„Das Aussortieren des Unwesentlichen ist der Kern aller Lebensweisheit.“
(Laotse)

Das Leben und Werden in den Städten wird zunehmend von individualistischen Tendenzen geprägt. Durch den fortschreitenden Konsum verschwindet schleichend eine Infrastruktur des Handwerks. Gleichwohl wächst die Bevölkerung in den Städten kontinuierlich an, ohne den daraus entstehenden sozialen Spannungen gewachsen zu sein. Dies führt zu einer zunehmenden Weiterlesen …

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Wirtschaft fördern und Arbeitslose fordern – Steigerung des modernen Sklaventums

Januar 24, 2014 7 Kommentare

Hartz IV ist offener Strafvollzug.
Es verstößt gleich mehrfach gegen das Grundgesetz.

Götz Werner, Gründer von DM

Ich hatte vor einiger Zeit die Meinung der inzwischen suspendierte  Arge-Mitarbeiterin Inge Hannemann zum Hartz IV Gesetz gebracht. Nun möchte ich auf einen weiteren Brief einer Arge-Mitarbeiterin hinweisen, die sehr detailliert beschreibt, was das Hartz IV Gesetz für Auswirkungen hat, u.a. auf die Würde der Dienstleister als auch ihrer Kunden.

Mit dem Slogan „fördern und fordern“ ist dieses Gesetz der modernen Sklaverei eingeführt worden. Am Ende steht da ein Mittel zum Fördern von noch mehr Profit für die Wirtschaft aufgrund von Lohndrückerei, während man Menschen, für die es gewollt keine Arbeit gibt, mit der Peitsche in die Knie, Krankheit oder sogar den Suizid fordert.

Der Artikel stammt zwar aus 2005, zeigt aber, dass sich sich die Fakten nur noch verschärft haben:

Die Machtbefugnis ist erschreckend groß. Also der Punkt ist, und das muss man einfach sagen, der Charakter eines Mitarbeiters entscheidet unter Umständen über Leben und Tod, er kann einen Suizid auslösen. Er kann jemanden depressiv machen (siehe Spiegel) oder einen potenziellen Gewalttäter durch Demütigungen zu einer tickenden Zeitbombe machen. Er hat die Macht, Schicksale zu erzeugen. Und der andere Punkt ist der Druck, unter dem diese ganze Angelegenheit steht, auch unter dem Druck, die Wahrheit zu verheimlichen. So entsteht ein scharfer Korporationsgeist, wie bei der Polizei, Kritik wird nicht geduldet. Das ist unerträglich! Der politische Druck wird, ausgehend von Berlin, auf die Spitze der Behörde ausgeübt und von da weitergegeben, bis ganz nach unten, bis zum Kunden letztendlich. Und der schweigt und ist erschüttert.

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Die Jugend arbeitslos und die Alten sollen länger arbeiten? Warum nicht das bisschen Arbeit verteilen?

Räderwerk (Foto: Uwe Jansche - pixelio.de)

Räderwerk (Foto: Uwe Jansche – pixelio.de)

Auf meiner heutigen Heimfahrt saß neben mir ein junger Mann, der mir erzählte, dass die Jugend in Japan resigniere und eher bei den Eltern bliebe und sich nicht in den Niedriglohnarbeitsmarkt werfen mag. Constantin, studiert und nach einer Zeit des Herumpraktizierens (siehe Zeit online: Generation Praktikum) hat nun einen mager bezahlten Job in der Medienbranche. Die älteren Kollegen würden durchweg deutlich viel mehr verdienen. Viele Jüngere würden über Leiharbeitsfirmen sich mit Monatsbeschäftigungen über Wasser halten. Mit Familienplanung wäre da nicht viel zu machen. Da muss man sich nicht wundern, wenn die Süddeutsche schreibt: Absage an die Familie.

Aber auch in Europa sieht es nicht gut aus mit unserer Jugend, speziell im Süden sind inzwischen über die Hälfte der ausgebildeten Jungen ohne Arbeit. Inzwischen spricht man von der Verlorenen Generation. Und die, die Arbeit haben, verdienen wie Constantin inzwischen sehr viel weniger. Meiner mittleren Tochter war  ähnliches Anfang des Jahres als Ergotherapeutin in München widerfahren, inklusive Knebelvertrag, Sklaventreiberverhalten des Arbeitgebers mit Rolex am Arm und Porsche unterm Gesäß.  Sie hat es aber bei einem anderen Arbeitgeber nun hoffentlich besser getroffen.

Und dann hören wir immer mehr Stimmen, die verlangen, dass die Älteren aufgrund der demographischen Entwicklung länger arbeiten sollen, um der Weiterlesen …

Werden wir immer mehr von unserer Arbeit entgrenzt?

Matthias Jung

Matthias Jung

Auf der gestrigen Veranstaltung neue Arbeit – neue Kultur war auch Matthias Jung anwesend, der wie ich über darüber berichtete. Dadurch bin ich auf seine interessante Dissertation aufmerksam geworden, deren prüfungsvorbereitende Kurzschrift ich hier gerne seiner Erlaubnis wieder geben möchte. Er streift darin uns bekannte Aspekte der Schuld, der Leibe, des Auswirkungen von Arbeitslosigkeit genauso wie das Bedingungslose Grundeinkommen. Weitere gute Denkanstöße, was unser Arbeitskonzept betrifft von Matthias Jung:

Entgrenzung und Begrenzung von Arbeit – Kurze Einführung in den Gedankengang meiner Dissertation

Wer heute von Arbeit spricht, hat mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. Schon ein flüchtiger Blick in die Sprachwissenschaft macht deutlich, dass mit »arbeiten« eine Vielzahl unterschiedlicher Begrifflichkeiten gemeint sein können, vom »schaffen« über das »tätig-sein« bis hin zum »werken« und »wirken«. Die gleiche Begriffsvielfalt finden wir auch, wenn wir in die biblischen Schriften schauen. Was also jeweils gemeint ist, wenn jemand von »Arbeit« spricht, muss hinterfragt werden. Arbeit ist nicht gleich Arbeit.

In der Gegenwart beobachten wir, dass vertraute und gewohnte Arbeitsverständnisse ins Wanken geraten. Dies gilt vor allem für das männliche  Weiterlesen …

Keine gute Kultur, sagt mir meine Intuition: konstante Arbeitslosenzahl, Zocken mit Geld, Hungern durch Fleisch, riskante Großprojekte …

Ich habe seit Monaten ein ungutes Gefühl, was den Zusammenhalt unserer Gemeinschaft betrifft. Derzeit haben wir wohl keine gute Kultur:

Wir warten seit über 20 Jahren darauf, dass die Arbeitslosenzahl zurück geht. Tut sie aber nicht. Nun kann man über vermeintlich faule Menschen reden. Oder meinen, dass jeder dorthin ziehen muss, wo er arbeiten kann, weil es besser für die Gemeinschaft ist, da sie dann entlastet wird, soziale Entwurzelung hin oder her. Wenn´s denn da auch Arbeit gäbe …

Wenn aber die Arbeitslosen nicht weniger werden, weil nicht mehr Erwerbsarbeit generiert werden kann, weil der Bedarf an Waren gedeckt ist und auch immer mehr automatisiert wird, aktuell durch die Cloudisierung der Computerwelt, müsste die Gemeinschaft sich dann nicht eingestehen, dass die konstante Arbeitslosigkeit auf Alle verteilt, oder auch anders ausgedrückt, die vorhandene Arbeit auf Alle verteilt werden sollte? Ist eigentlich ein einfacher Dreisatz, den auch unsere so genannten „bildungsfernen“ Bürger rechnen können. Weil wir das nicht tun, geht die Angst um, selbst erwischt Weiterlesen …

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