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Archive for the ‘Politik’ Category

Migration – Integration – Rechte – Pflichten

Logo des Global Compact for Migration

Spätestens seit 2015 zieht sich ein immer tiefer werdender Graben zwischen Jenen, die ein Herz für leidende Menschen haben, und Jenen, die starke Bedenken haben, dass es gut ausgehen könne, wenn zu viele Menschen mit völlig anderen gesellschaftlichen Regeln in unser Land kommen. Letzteren wird Rassismus vorgeworfen, ersteren ein selbstzerstörerisches Gutmenschentum. Ich würde mir wünschen, dass mit gesundem Menschenverstand auf das geschaut würde, was bisher abgelaufen ist, um für die Zukunft verantwortungsvoll zuträgliche Maßnahmen zu ergreifen.

Ich als schon länger hier Lebender habe bisher kaum Kontakt mit jenen Neuangekommenen gehabt. Ich habe allerdings eine Reihe von Kollegen aus den Osteuropäischen Ländern, mit denen ich gerne zusammenarbeite und auch Wissen austausche. Sie kommen allerdings aus einem Kulturbereich, der dem unseren relativ ähnlich ist. Ich kenne auch Sozialarbeiter, von denen ich weiß, dass auch schon länger hier Lebende so ihre Probleme mit dem Leben in unseren gesellschaftlichen Normen haben.

Insgesamt kann ich aber aus eigener Erfahrung nur wenig über die wirklichen Unterschiede zwischen unserer westlichen Kultur und denen aus Nahost und Afrika. Ich bin also angewiesen auf Informationen aus dritter Quelle. Unsere Standardmedien beurteilen kriminelle Handlungen von Migranten als Einzelfälle. Alternative Medien stellen diese Handlungen gerne als die Regel hin. Vermutlich wird die Wahrheit wohl in der Mitte liegen?

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„Lasst uns aufstehen für ein Recht auf Faulheit“

Antreiben
Antreiben (Bild: Wikipedia)

Meinen 2.000 Artikel möchte ich mit meinem Lieblingsthema, der Arbeit feiern. Die Tage hören wir wieder so häufig, dass Mensch ein Recht auf Arbeit habe. Früher gab es Schilder, da stand drauf „Arbeit macht frei“. Inzwischen gibt es Konzepte, die heißen auf Neudeutsch New Work, oder agile. Hier geht es darum, dass sinn-gekoppelte Arbeit motiviert und Spaß macht, dass Arbeit doch eigentlich auch Leben ist, und es sonst verschwendete Zeit sei. Inzwischen nehmen uns Maschinen die Arbeit ab, Manche sagen auch weg. Es gibt Arbeit, die ist angesehen, und wird daher gut ent-lohnt. Für andere Arbeit gibt es wenig oder gar keinen Lohn und Rente für. Das ist dann ehrenamtlich oder Familien-dienlich. Inzwischen sollen 70% aller entlohnten Arbeiten sinnlos sein. Wäre es da nicht an der Zeit, weniger zu arbeiten. Zumal für das Arbeiten Material benötigt wird, dass die Umwelt belastet. Wenn wir also weniger arbeiteten, würden wir auch was für das Klima tun. Ich möchte gerne einen Artikel von Felix Feistel, der auf Rubikon erschien, ins Regal stellen, da er mal wieder so richtig Gedanken zum Draufrumkauen dazu bietet:

Recht auf Faulheit (Quelle)
Warum wir nicht mehr, sondern weniger Arbeit benötigen.

Gesellschaftliche Utopien bewegen sich heutzutage fast ausschließlich innerhalb des herrschenden Systems. Linke Kräfte begnügen sich schon lange damit, marginale Verbesserungen des Status Quo zu fordern. Doch diese lösen das grundlegende Problem nicht, zum Beispiel das der Arbeitslosigkeit. In Zeiten zunehmender Rationalisierung und Automatisierung macht es keinen Sinn mehr, Arbeitende anzutreiben und Arbeitslosen ein schlechtes Gewissen einzureden. Wir müssen mehr Arbeitslosigkeit wagen, die Arbeit gerechter verteilen und endlich ohne Scham genießen, was uns der technologische Fortschritt an Möglichkeiten beschert.

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Novum: Meine gestrige Buchrezension bei Amazon wurde zensiert: „Gebt Eure Stimme nicht ab!“

Spannend: noch nie wurde einer meiner Beitrage in welchem Medium auch immer, zensiert. Nun hat es mich gestern auch erwischt. Ich schrieb eine Rezension zum sehr empfehlenswerten Buch Gebt eure Stimme nicht ab! – Warum unser Land unregierbar geworden ist. Das neue wegweisende Gesellschaftsbuch jenseits von ‚Wutbürgern‘ und ‚Gutmenschen‘ auf Amazon und erhielt schon kurz danach die folgende Nachricht:

Vielen Dank für die Übermittlung einer Kundenrezension auf Amazon. Nach einer sorgfältigen Prüfung kann Ihre Rezension in dieser Form nicht auf der Website veröffentlicht werden. Wir wissen Ihre Zeit und Ihr Feedback zu schätzen. Bei Rezensionen müssen jedoch die folgenden Richtlinien beachtet werden:

Es folgte zuerst der Text meiner Rezension:

Mehr direkte Demokratie wagen …
Ich habe schon einige Bücher von Herrn Vollmer mit Genuss lesen dürfen, gab er mir doch immer wieder überraschende Denkanstöße. Als er ankündigte, dass er an diesem Buch schreibt, war ich sehr gespannt, denn ich hatte ich auch live in einigen Veranstaltung des Think Tanks intrinsify!me kennenlernen dürfen, und weiß auch um seine Sicht auch unser gesellschaftliches Betriebssystem.
Ich selbst recherchiere seit der Eskalation der Finanzkrise in 2008, was denn die Webfehler in diesem Betriebssystem sind und habe tief hinter die Kulissen des Bühnenbilds geschaut, dass uns Jene aufgestellt haben, die aufgrund ihres Reichtums via Lobbyismus für ihr eigenes Wohl sorgen, während der Rest es immer schwieriger hat, durch das Leben zu kommen.
Nun schreibt Herr Vollmer nicht so krass über diese Situation, die so manchen ohnmächtige machen kann, doch macht er sehr deutlich, dass die meisten Entscheidungen im Bundestag nicht nachvollziehbar im Sinne eine Gemeinwohls sind. Was ihm gut gelungen ist, darzustellen, dass das, was in den Unternehmen seit einigen Jahren an Anpassungen an den immer schneller ablaufenden Wandel von Technik und gesellschaftliche Rahmenbedingungen erfolgt, sprich der Art und Weise von Führung und Mitwirkung, diese auf die politische Ebene zu transferieren.
Und ja, lasst und nicht mehr nur einfach unsere Stimme alle 4 Jahre in ein Urne, einem Symbol des Todes, reinwerfen und damit unsere Verantwortung an Menschen zu übertragen, die wir nicht wirklich kennen. Lasst und Politik deutlich mehr mitgestalten. Immer steht es ja auch so im Grundgesetz: Die Macht geht vom Volke aus, durch Wahlen und Mitbestimmung. Vor Letzterem hat sich der Politik-Apparat bisher bewahrt, hat die hier Wirkenden so wie ihre im Hintergrund ‚Unterstützenden‘ reichlich Angst, dass das dumme Volk Entscheidungen treffen könnten, die nicht wirklich zuträglich für das Gemeinwohl wären.
Nun ist Lars kein Revolutionär, was mir persönlich auch sehr sympathisch ist. Ich mag wie er keine Gewalt, und außerdem haben alle Revolutionen gezeigt, dass am Ende nur ein Wechsel der Bestimmenden erfolgte. Mir gefällt seit evolutionärer Ansatz aus dem New Work / agilen Miteinanderarbeitens: Lasst und gemeinsam beratschlagen, kurz ausprobieren und nach einer Retrospektive auf das, was lief, Optimierungen vornehmen. Und das möglichst dort entscheiden, wo die Menschen in ihrer Umgebung leben und die Rahmenbedingungen am besten kennen. Im Grundgesetz wird die Subsidiarität angesprochen: Lasst dort entscheiden, wo das Leben stattfindet!
Ich kann das Buch nur empfehlen, auch wenn ich nicht alle Analysen des ist teile. Aber den vorgeschlagenen Weg, sich an Prinzipien zu orientieren, und als Bürger mitzuentscheiden, kann ich nur unterstützen. Ich muss immer wieder an Goethe erinnern, der schon in etwas feststellte: behandle Menschen so, wie sie sein könnten, dann werden sie auch dort hin gelangen.

Und zum Schluss wurde es ein wenig konkreter, was zu beachten sei:

Hier sind einige allgemeine Punkte, die beachtet werden sollten:

Ihre Rezension sollte sich auf die spezifischen Eigenschaften des Produkts und Ihre Erfahrungen mit dem Produkt konzentrieren. Feedback zum Verkäufer oder über Ihre Liefererfahrung sollte bei www.amazon.de/feedback hinterlassen werden.
Vulgäre oder obszöne Inhalte sind unzulässig. Dies gilt auch für nicht jugendfreie Produkte.
Anzeigen, Werbematerial oder übermäßig wiederholte Beiträge zum selben Thema gelten als Spam.
Bitte erwähnen Sie in Ihrer Rezension keine URLs, die nicht von Amazon stammen oder Inhalte, die Sie persönlich identifizieren.
Jeder Versuch, die Inhalte oder Funktionen der Community zu manipulieren, einschließlich Beiträgen mit falschen, irreführenden und unechten Inhalten, ist strengstens untersagt.

Und nun grübele ich, was genau ich wohl falsch gemacht haben könnte … Ich fragte auf Facebook nach Meinungen und erhielt folgenden Hinweis:

Think Tanks – Finanzkrise 2008 – Lobbyismus – Entscheidungen im Bundestag – Urne, Symbol des Todes – Grundgesetz – die Macht geht vom Volke aus – Gemeinwohl – Revolution 

Weitere Ideen?

Der Abbau des Staates

Januar 25, 2019 2 Kommentare

Leider können wir den Politikzirkus in Berlin, Brüssel, London, Paris, Washington… nicht mehr ernst nehmen. Wir sind zu der traurigen Erkenntnis gelangt, dass offensichtlich Komiker die Macht übernommen haben. Anders ist das lächerliche und absolut weltfremde Theater nicht mehr zu erklären.

Matthias Weik und Marc Friedrich (Quelle)

Dass das mit dem Staat nicht wirklich gut für das gemeine Volk ausgeht, sondern dabei die Konzerne über ihren Lobbyismus dafür sorgen können, dass das Geld von Fleißig nach Reich fließt, durften wir in der letzten Zeit inzwischen an so vielen Entscheidungen des Bundestages abzählen, dass es, um mal eine mittelalterliche Redewendung zu bemühen, kaum noch auf eine Kuhhaut geht.

Nun rufen die Einen, dass wir noch mehr regulieren sollten, noch mehr Staat benötigen, damit diese Korruption aufhöre. Andere meinen dagegen, dass ausgerechnet diese staatlichen Regulierungen dafür sorgten, dass es den Reichen immer besser gehen als den Armen, sprich sich die Schere zwischen beiden immer weiter ausdehne.

Ich möchte zu Letzteren nochmals einen Text der Freiwirtschaftler bringen, der mit für mich nachvollziehbaren Argumenten aufzeigt, dass wir den Staat besser verschlanken sollten, damit es wieder mit dem Gemeinwohl klappen möge. Also das wieder ab ins Regal zum kräftig daraufrumkauen

Der Abbau des Staates

Der folgende Artikel beruht im Wesentlichen auf „Der Abbau des Staates nach Einführung der Volksherrschaft“ von Silvio Gesell, der heute aktueller ist denn je. Ich habe einige Formulierungen geändert, um Missverständnisse auszuschließen, sowie den Text auf das Wesentliche gekürzt und auf die heutige Zeit angepasst:

Vorwort

Die Anhänger des Staatsgedankens, des Gegenwarts- wie des Zukunftsstaates, erleben zurzeit herbe Enttäuschungen. Eine natürliche Folge davon ist, dass vielen, die sich nie Gedanken über den Inhalt des Staatsbegriffes gemacht hatten, der Staat nun zu einer Frage geworden ist. Und auf der Suche nach einer Antwort beginnen sie den Staat in seinen einzelnen Funktionen zu zerlegen und zu untersuchen. Das Ergebnis solcher Arbeit wirkt dann immer recht ernüchternd, indem der Staat sich dann als eine einfache Organisation zur Sicherung gesellschaftlicher Gewaltzustände entpuppt, genetisch hervorgegangen aus Schwächegefühlen der herrschenden Gesellschaft. Nichts Großes findet man im Staatsgedanken, nichts, was moralische Kräfte ruft, dafür aber vieles, was solche Kräfte abstößt und zerstört. Und nach solchem Einblick hat man gewöhnlich genug und lässt den oft lange, liebevoll gepflegten Staatsgedanken fallen, um dann vor der neuen Frage zu stehen: Ist Akratie möglich?

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Trübe Gedanken zum Bau von Mauern …

Januar 23, 2019 41 Kommentare

Meine Gedanken in weiterhin trüben, traurigen, tristen Zeiten …
in denen die „Großen“ die Humanität bekotzen … allem Sinnvollem widerstehen, wirklichen Fakten und der Wahrheit trotzen … und erwirken, dass sich all die „Kleinen“ bekriegen, bekämpfen, zerfetzen, und zerstreiten… wobei sich die „Großen“, all die Erbauer von Mauern,

dahinter verstecken … und sich in vermeintlicher Sicherheit kauern … arrogant prahlen und ignorant aalen … nach allem verursachten Chaos…und all den üblen, willkürlichen,wahnsinnigen Konsequenzen … den absurden und absolut fatalen … Die einen fühlen sich „sicher?“… und die anderen erleiden, ertragen, und erdulden die Qualen … 😦

Gerhard A. Fuerst
22.1.2019

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Grundeinkommen ist wählbar …

Das Thema bedingungsloses Grundeinkommen spaltet aktuell unsere Gesellschaft. Die Einen sehen, dass wir ohne dieses aufgrund der nun exponentiell zunehmenden Automatisierung nicht auskommen werden. Die Anderen sehen darin die endgültige Versklavung und weisen auf den Film In Time hin, der eindrücklich zeigt, was es heißt, am Tropf des Lebensgeldes zu hängen. Ich persönlich bin dem Konzept positiv gegenüber eingestellt. Allerdings muss in meinen Augen auch das Geldsystem umgestellt werden, so dass leistungslose Einkommen nicht mehr möglich werden. Und ja, an dieser Stelle bin ich als bekennender Anarchist (siehe) auch Mal Nazi, denn diese hatten den Punkt Brechung der Zinsknechtschaft im Parteiprogramm, was ihnen viel Sympathien bescherte (siehe).

Ich bekam diese Woche eine Mail, die ich hier als öffentlichen Brief bringen darf:

Lieber Herr Bartonitz,
ich bin heute zufällig (?) auf Ihren interessanten Blog gestoßen, habe etwas darin geschmökert und am Ende Ihr Profil durchgelesen. Ich habe durch kritische Reflexion der „sozialisierten Selbstverständlichkeiten“, die viele für unumstößlich, ebenfalls meine Sicht auf die Welt stark verändert.

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„Es ist zynisch, wenn die Menschen ohne Befragung in ein soziales Experiment gezwungen werden!“, hier: Migrationspakt

Dezember 11, 2018 17 Kommentare

Nun ist der Migrationspakt von Frau Merkel paraphiert (Ihre Rede in Marrakesch). Für die Einen wird das soziale Weltempfinden nun wärmer, weil sich alle lieb haben werden, und für die Anderen wird es kälter, denn es heißt nun ungefragt über sich ergehen lassen zu müssen, was ein Menschenrecht sei: Jeder Mensch habe das Recht, sich in die über Jahre organisierten Sozialsysteme irgendwo auf der Welt ‚einzubringen‘, sogar einzuklagen.

Die in Frankreich lebende Philosophin Dr. Claudia Dorchain erklärt die aktuellen Entwicklungen und Handlungen aus philosophischer Sicht. Sie sieht in dem Migrationspakt eine sehr gefährliche Gesinnungsethik zugrundeliegen. Für sie seien wir am Ende der Aufklärung, den der Bürger werde nur gar nicht mehr an den Entscheidungsprozessen beteiligt, da er nicht einmal Mal informiert würde, wenn er an einem großangelegten Experiment beteiligt wird, von dem völlig unklar ist, ob das gut ausgehen könne. Zuerst nochmals der offizielle Hinweis auf das „historisch einzigartige Experiment“ bei Minute 1:20:

Und nun das sehr hörenswerte philosophische Gespräch mit für mich neuen Perspektiven auf das, was mit dem Thema Migrationspakt verbunden ist: Weiterlesen …

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