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Archive for the ‘Organisation’ Category

Ist nach Sozialismus / Kommunismus und Kapitalismus nun der „Kooperative Individualismus“ die Lösung?

Gib mir die Macht über die Gesetzgebung
und es ist mir egal, wer das Geld bucht!

Franz Hörmann, frei nach Rothschild´scher Manier:
Gib mir die Kontrolle über die Währung eines Landes
und es ist mir egal, wer die Gesetze macht.

Dass nach dem Niedergang des (real-existierten) Kommunismus nun auch der Kapitalimus ins Straucheln gerät, scheint nicht mehr übersehbar. Fragt sich, was könnte danach kommen. Es müsste etwas sein, das die Umverteilung von Vermögen von Arm nach Reich nicht mehr ermöglicht, dass die Ressourcen unserer Erde nachhaltig (eigentlich mach ich das Wort nicht) nutzt, die Automatisierung berücksichtigt, sprich die Zeit für das Arbeiten der Menschen anpassen lässt und unsinnige Arbeiten vermeide lässt, und so am Ende unsere Nerven und Umwelt schont.

Könnte der im Folgenden beschriebene Vorschlag eines „Kooperative Individualismus“ der Weg in die nächst „höhere“ Stufe einer Organisation führen, die eine Gemeinschaft auf Dauer trägt?

Ein demokratischer Lösungsvorschlagein Text von Prof. Franz Hörmann

Da die zunehmende Automatisierung der Produktionsprozesse menschliche Arbeitskraft mehr und mehr überflüssig macht, wird irgendeine Variante des bedingungslosen Grundeinkommens die einzige Möglichkeit sein, zunehmende Verelendung der Bevölkerung zu verhindern. Die dafür erforderlichen Geldbeträge können aber ganz offensichtlich weder durch Steuern noch durch weiter steigende Staatsschulden finanziert werden. Die bestehenden Geldschulden im System sollten den Schuldnern vollständig erlassen und die Gläubiger mit demokratisch geschöpftem „Vollgeld“ (welches als funktionales Geld einer nachvollziehbaren, auf bestimmte Rechnungskreise beschränkten Verwendung unterliegt) entschädigt werden.

Eine mögliche Lösung könnte darin bestehen, zu diesem Zweck dem Staat (d.h. der Gemeinschaft aller BürgerInnen) die Kompetenz zur Geldschöpfung konkret zu diesem Zweck (als ausgegliederter elektronischer Rechnungskreis, also als funktionales Geld) zu übertragen. Jede MitbürgerIn erhält (z.B. auf ihr/sein Sozialversicherungskonto) jenen Betrag gutgeschrieben, der es ihr/ihm ermöglicht, Güter und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Kleidung, Miete, Energie, Fahrtkosten, Gesundheit etc.) zu erwerben.

Die dafür erforderliche Geldschöpfung könnte durch den Buchungssatz „Kassa an Eigenkapital“ einer transparent überwachten, demokratischen Nationalbank (dNB) erfolgen. Die Preise für die in diesem Rechnungskreis zur Verfügung gestellten Güter und Dienstleistungen müssten dazu jedoch zunächst streng reguliert werden, d.h. es müsste sichergestellt werden, dass Verkäufer auf eine das Angebot übersteigende Nachfrage mittels Kapazitätsausweitung und nicht mit Preissteigerungen reagieren. Bei der Kapazitätsausweitung könnten die Anbieter dieser Güter und Dienstleistungen dann wiederum von Menschen unterstützt werden, die mit diesem funktionalen Geld über das Niveau der bedingungslosen Grundversorgung hinaus belohnt (bezahlt) würden. Das Festschreiben des Gewinns dieser Anbieter ist insofern gerechtfertigt, als sie einerseits selbst ja ebenfalls die bedingungslose Grundversorgung erhalten und andererseits auch exklusiv ihre Waren in diesem speziellen Rechnungskreis anbieten dürfen. Bei Bezahlung würde dieses funktionale Geld dann sofort wieder  Weiterlesen …

Das innere Spiel: Das Prinzip Ordnungsmuster

Heinz-Peter Wallner

Heinz Peter Wallner hat in meinen Augen ein wunderbares Buch darüber geschrieben, was es braucht, um miteinander in Harmonie uns zuträglich weiterzuentwickeln, sich von antrainierten Gewohnheiten zu trennen, die aber anstehende not-wendige Veränderungen verhindern:

Das innere Spiel: Wie Entscheidung und Veränderung spielerisch gelingen.

Herr Wallner hat nun auf dem Blog der Initiative Wirtschaftsdemokratie den Artikel Hindernisse sind nicht allmächtig – Prinzipien der Entwicklung veröffentlicht, der die Essenz des Buches, die 6 Prinzipien des Spiels sehr gut herausarbeitet. Hier das 6. und letzte Prinzip aus dem Artikel:

Das Prinzip Ordnungsmuster

Jede Lebensform ist ein Ordnungsmuster, also das Gegenteil von Unordnung. Alles Leben ist ein Streich gegen das Gesetz von der Zunahme der Entropie, der Zunahme von Unordnung (in geschlossenen Systemen, wie das Ludwig Boltzmann beschrieben hat). Dafür aber braucht Leben Energie und zwar eine ständige Energiezufuhr. Wir müssen uns dafür „öffnen“. Ohne Energiezufuhr zerfällt jedes Leben zu Staub.

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Kategorien:Erkenntnis, Organisation Schlagwörter: ,

Dorfgeist und das Institut für Ökoligenz

Alander Baltosée

Es fühlt sich gut an. Ich hatte Euch ja schon einige Texte zum Projekt Dorfgeist vorgestellt. Jetzt ist ein weiterer großer Schritt gemacht. Der „Professor“ für Ökoligenz, der Autodidakt Alander Baltosée konnte gewonnen werden, seine Idee der Gründung eines Instituts für Ökoligenz im Rahmen von Dorfgeist zu verwirklichen. Wie das genau geschehen wird, dazu in Kürze. Viel interessanter ist die Fülle an Lehrmaterial, was Alander in den letzten Jahren in seinem Ökoligenz Wiki zusammen getragen hat. Und natürlich sein Text darüber, was das Institut ausmacht:

Das Institut für Ökoligenz – Vision der Ökoligenten LebensArt

Die Vision ist es, ein Institut zu schaffen, das Informationen aus allen Bereichen innovativer Gesellschaftsströmungen zusammenträgt und durch verschiedenste Initiativen an deren konkreten Umsetzung im regionalen Raum mitwirkt. Das Institut unterstützt, fördert und schafft in eigenen Projekten Lebensgrundlagen, welche den vielfältigen Herausforderungen unserer Gegenwart kreativ und intelligent begegnen können.

Wir rufen ein Institut ins Leben, das sich der größten aller weltlichen Aufgaben, der Heilung der Erde, widmet, mit allen ihren Facetten und Möglichkeiten. Nach den Zerstörungen, die der Ressourcen-Kolonialismus angerichtet hat, gilt es nun, die evolutionäre Herausforderung zu meistern, eine globale Gesellschaft der Erdheger zu werden.

Fülle und Vielseitigkeit modernen Denkens veranschaulichen anhand zahlreicher Beispiele, welche Möglichkeiten einer kreativen Gesellschaft zur Verfügung stehen, das allgemeine Leben unter ökologischen, sozialen, kulturellen, philosophischen und spirituellen Aspekten qualitativ für den Einzelnen und die Gemeinschaft als solche zu verbessern.

Durch die Anwendung Ökoligenten Wissens wird die Gesellschaft den ged(m)achten Mangel überwinden und in eine Weiterlesen …

Das Erkennen der Auswirkungen von #PRISM und #TEMPORA sollte unseren nächsten Bewusstseinsschritt beflügeln …

Wir sehen gerade ein Wettrennen des Ausspähens und Abschirmens, um den Konkurrenzkampf zu gewinnen, oder zumindest nicht auf ganzer Ebene zu verlieren, siehe z.B.: NSA-Überwachungsskandal: PRISM, Tempora und Co. – was bisher geschah.

Dabei gibt es zwei Ebenen diese Kampfes, wobei der zweitere eher asymmetrisch ist:

  1. Firmen des einen Staates gegen die der anderen
  2. Die Staat fühlt sich von fremden und eigenen Bürgern bedroht, Stichwort Generalverdacht des Terrorismus

Was bedeutet das? Die Kosten der Sicherheit steigen in die Höhe, und WIR ALLE zahlen das mit:

  1. Das technisch optimierte Ausspähen über unsere Steuergelder
  2. Das immer stärkere Abschirmen über den Konsum, sprich die Kosten für unsere Produkte.

Ich frage nun: sind wir eigentlich mit dem Klammerbeutel gepudert?

Kooperation: Hand in Hand

Sollten wir intelligenten Menschen nun nicht langsam erkannt haben, dass es an der Zeit ist, den Schritt, den die konkurrierenden Einzeller zum Lebewesen in milliardenfach kooperierender Gemeinschaft taten, für die Menschheit selbst anzugehen?

Die Kosten für eine Kooperation sind deutlich geringer (warum hätte die Evolution sonst diesen Schritt gemacht?).
Gute Ideen würden nicht mehr durch Patentrechte blockiert werden (siehe z.B.). Wir wären schon mit unserem Wissen und unserer Weisheit viel weiter und würden uns sicher nicht mehr die Köpfe einschlagen, weil wir schon längst Weiterlesen …

Das Optimum ist keineswegs immer das Optimale!

Nick hat gestern auf der Initiative WirtschaftsDemokratie einen Artikel zum Thema Führung, Kontrolle und Optimierung veröffentlicht, in dem er die Zusammenhänge aus der Sicht eines Reiters diskutiert. Wie ich finde, eine passende Metapher, aber lest selbst:

Das Optimum ist keineswegs immer das Optimale!

Ehrlich – Ich mag diese schwammigen Anglizismenphrasen wie “leadership” etc. nicht mehr hören.

Als Reitlehrer kann ich nur fundiert aus meinem Berufsumfeld Paradigmen orten und zu übersetzen versuchen:

Als Reiter (Manager, Vorsitzender etc.) “führe” ich auch ein Pferd (Betrieb, System, Partei etc.).

“Führen” bedeutet hier aber zu keinem Zeitpunkt “etwas kontrollieren” im Sinne einer apodiktischen Prinzipalität.

Es heißt noch nicht mal “leiten” im Sinne von Direktiven oder auch nur Ratschlägen.

Es heißt: fortlaufende(dynamische)Stabilisierung des Kompensationsvermögens.

Das Kompensationsvermögen bezieht sich weiter auf WirDemo.

Ich bekam Besuch aus dem Jahr 2050 …

Januar 31, 2013 1 Kommentar

Heute Morgen saßen wir – der Erfinder des Visisons Coaching, ein Künstler und ein Coworking Space Gründer – wieder zu unserem Buchprojekt zusammen. Wir wollen unsere unterschiedlich gewonnenen Erkenntnisse in Form eines Schulgeschichtsbuches herausbringen. Eines, das im Jahr 2050 verlegt wurde und dessen Artikel sich mit dem Aufbruchsjahr 2013 befasst. Es soll im Rückblick unsere Bewusstwerdung über das heutige IST und die daraus resultierenden Visionen besprechen. Nach der Darstellung der erfolgten Umsetzung zum IST des Jahres 2050 soll am Ende jedes Kapitels noch eine Lernaufgabe angeboten werden. In dieser soll aus Perspektive eines heutigen Verantwortlichen ein Lösungsvorschlag erarbeitet werden.

Als wir mit unserer Strukturierung bis hierher waren, machte es bei einem Klick: „Mensch, so was Ähnliches hatten die Yes Men auch schon mal gemacht.“ Guck mal:

Das Buch soll in möglichst leicht lesbaren Häppchen aufgeteilt und modern Weiterlesen …

Warum eine Bedürfnisorientierte Unternehmenskultur smart ist

Januar 18, 2013 1 Kommentar

Wenn ich hier von „Bedürfnisorientierter Unternehmenskultur“ spreche, ist damit nicht nur gemeint, dass im Unternehmen sehr offen und direkt über menschliche Bedürfnisse gesprochen werden kann. – Allein das wäre schon viel, denn genau das ist in vielen Unternehmen derzeit noch nicht möglich.

Eine „Bedürfnisorientierte Unternehmenskultur“ geht darüber sogar noch hinaus und bedeutet, dass sich ein Großteil der internen Kommunikation im Unternehmen um menschliche Bedürfnisse dreht. Nicht nur Bedürfnisse der Kunden. Sondern in erster Linie Bedürfnisse der Mitunternehmer, und – nachgelagert – auch der Kunden, der Investoren, der Zulieferer und anderer Stakeholder. „Bedürfnisorientierte Unternehmenskultur“ bedeutet, dass mit dem direkten Blick auf die Bedürfnisse beteiligter Menschen Business gemacht wird. Und sich dieser Blick nie lange von Bedürfnissen abwendet. Es bedeutet auch, dass die Beteiligten davon überzeugt sind, dass Mehr und Anderes nicht nötig ist, um gemeinsam dauerhaft erfolgreich Business zu machen.Bedürfnisse im unternehmerischen Kontext verdrängen: Ein nachvollziehbarer Wunsches gibt einen weit verbreiteten Irrtum über menschliche Bedürfnisse, der eine solche Bedürfnisorientierung in Unternehmen blockiert. Diesen Irrtum gibt es in vielen Versionen und Varianten, auf den Punkt gebracht lautet er aber wie folgt: „Menschliche Bedürfnisse sind unersättlich.“Dieser Irrtum enthält einen wahren Kern, auf den ich …

Warum eine Bedürfnisorientierte Unternehmenskultur smart ist.

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