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Archive for the ‘Organisation’ Category

Genossenschaften als Motor einer gesellschaftlichen Transformation?

Februar 7, 2020 9 Kommentare

Wir sehen seit dem Mauerfall eine zunehmend neoliberalere Welt, in der die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht. Erkennbar wird dabei der Riss, der durch die Gesellschaft geht, zwischen Jenen, die ihren Reichtum immer stärker zu mehren als auch zu verteidigen wissen, und den Armen, die kaum noch über die Runden kommen. Es fühlt sich zunehmend nach gewaltsam ausgetragenem Konflikt dieser Pole an. Da stellt sich Mensch die Frage, ob das so sein muss, und ob es nicht doch Alternativen gibt. Und ja, es gibt sie:

Die Genossenschaften von Mondragón

In den 70er Jahren machte ein Artikel des Wissenschaftlers Robert Oakshott mit dem Titel „Mondragon – Spains Oasis of Democracy“ auf ein einzigartiges Experiment aufmerksam: die Genossenschaften der Mondragón-Bewegung im spanischen Baskenland. MCC (Corporacion Cooperativa Mondragón) ist heute das siebtgrößte Unternehmen Spaniens und gilt als das weltweit erfolgreichste genossenschaftliche Unternehmen.

Zu MCC gehören 103 Genossenschaften mit 120 Tochterunternehmen, die 14 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften. Von den knapp 80.000 Beschäftigten arbeiten 63.000 in Spanien (davon 31.000 im Baskenland) und ca 80 % sind Genossenschaftsmitglieder – also EigentümerInnen der Unternehmen.

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Ist nach Sozialismus / Kommunismus und Kapitalismus nun der „Kooperative Individualismus“ die Lösung?

Gib mir die Macht über die Gesetzgebung
und es ist mir egal, wer das Geld bucht!

Franz Hörmann, frei nach Rothschild´scher Manier:
Gib mir die Kontrolle über die Währung eines Landes
und es ist mir egal, wer die Gesetze macht.

Dass nach dem Niedergang des (real-existierten) Kommunismus nun auch der Kapitalimus ins Straucheln gerät, scheint nicht mehr übersehbar. Fragt sich, was könnte danach kommen. Es müsste etwas sein, das die Umverteilung von Vermögen von Arm nach Reich nicht mehr ermöglicht, dass die Ressourcen unserer Erde nachhaltig (eigentlich mach ich das Wort nicht) nutzt, die Automatisierung berücksichtigt, sprich die Zeit für das Arbeiten der Menschen anpassen lässt und unsinnige Arbeiten vermeide lässt, und so am Ende unsere Nerven und Umwelt schont.

Könnte der im Folgenden beschriebene Vorschlag eines „Kooperative Individualismus“ der Weg in die nächst „höhere“ Stufe einer Organisation führen, die eine Gemeinschaft auf Dauer trägt?

Ein demokratischer Lösungsvorschlagein Text von Prof. Franz Hörmann

Da die zunehmende Automatisierung der Produktionsprozesse menschliche Arbeitskraft mehr und mehr überflüssig macht, wird irgendeine Variante des bedingungslosen Grundeinkommens die einzige Möglichkeit sein, zunehmende Verelendung der Bevölkerung zu verhindern. Die dafür erforderlichen Geldbeträge können aber ganz offensichtlich weder durch Steuern noch durch weiter steigende Staatsschulden finanziert werden. Die bestehenden Geldschulden im System sollten den Schuldnern vollständig erlassen und die Gläubiger mit demokratisch geschöpftem „Vollgeld“ (welches als funktionales Geld einer nachvollziehbaren, auf bestimmte Rechnungskreise beschränkten Verwendung unterliegt) entschädigt werden.

Eine mögliche Lösung könnte darin bestehen, zu diesem Zweck dem Staat (d.h. der Gemeinschaft aller BürgerInnen) die Kompetenz zur Geldschöpfung konkret zu diesem Zweck (als ausgegliederter elektronischer Rechnungskreis, also als funktionales Geld) zu übertragen. Jede MitbürgerIn erhält (z.B. auf ihr/sein Sozialversicherungskonto) jenen Betrag gutgeschrieben, der es ihr/ihm ermöglicht, Güter und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Kleidung, Miete, Energie, Fahrtkosten, Gesundheit etc.) zu erwerben.

Die dafür erforderliche Geldschöpfung könnte durch den Buchungssatz „Kassa an Eigenkapital“ einer transparent überwachten, demokratischen Nationalbank (dNB) erfolgen. Die Preise für die in diesem Rechnungskreis zur Verfügung gestellten Güter und Dienstleistungen müssten dazu jedoch zunächst streng reguliert werden, d.h. es müsste sichergestellt werden, dass Verkäufer auf eine das Angebot übersteigende Nachfrage mittels Kapazitätsausweitung und nicht mit Preissteigerungen reagieren. Bei der Kapazitätsausweitung könnten die Anbieter dieser Güter und Dienstleistungen dann wiederum von Menschen unterstützt werden, die mit diesem funktionalen Geld über das Niveau der bedingungslosen Grundversorgung hinaus belohnt (bezahlt) würden. Das Festschreiben des Gewinns dieser Anbieter ist insofern gerechtfertigt, als sie einerseits selbst ja ebenfalls die bedingungslose Grundversorgung erhalten und andererseits auch exklusiv ihre Waren in diesem speziellen Rechnungskreis anbieten dürfen. Bei Bezahlung würde dieses funktionale Geld dann sofort wieder  Weiterlesen …

Das innere Spiel: Das Prinzip Ordnungsmuster

Januar 12, 2014 1 Kommentar

Heinz-Peter Wallner

Heinz Peter Wallner hat in meinen Augen ein wunderbares Buch darüber geschrieben, was es braucht, um miteinander in Harmonie uns zuträglich weiterzuentwickeln, sich von antrainierten Gewohnheiten zu trennen, die aber anstehende not-wendige Veränderungen verhindern:

Das innere Spiel: Wie Entscheidung und Veränderung spielerisch gelingen.

Herr Wallner hat nun auf dem Blog der Initiative Wirtschaftsdemokratie den Artikel Hindernisse sind nicht allmächtig – Prinzipien der Entwicklung veröffentlicht, der die Essenz des Buches, die 6 Prinzipien des Spiels sehr gut herausarbeitet. Hier das 6. und letzte Prinzip aus dem Artikel:

Das Prinzip Ordnungsmuster

Jede Lebensform ist ein Ordnungsmuster, also das Gegenteil von Unordnung. Alles Leben ist ein Streich gegen das Gesetz von der Zunahme der Entropie, der Zunahme von Unordnung (in geschlossenen Systemen, wie das Ludwig Boltzmann beschrieben hat). Dafür aber braucht Leben Energie und zwar eine ständige Energiezufuhr. Wir müssen uns dafür „öffnen“. Ohne Energiezufuhr zerfällt jedes Leben zu Staub.

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Kategorien:Erkenntnis, Organisation Schlagwörter: ,

Dorfgeist und das Institut für Ökoligenz

Alander Baltosée

Es fühlt sich gut an. Ich hatte Euch ja schon einige Texte zum Projekt Dorfgeist vorgestellt. Jetzt ist ein weiterer großer Schritt gemacht. Der „Professor“ für Ökoligenz, der Autodidakt Alander Baltosée konnte gewonnen werden, seine Idee der Gründung eines Instituts für Ökoligenz im Rahmen von Dorfgeist zu verwirklichen. Wie das genau geschehen wird, dazu in Kürze. Viel interessanter ist die Fülle an Lehrmaterial, was Alander in den letzten Jahren in seinem Ökoligenz Wiki zusammen getragen hat. Und natürlich sein Text darüber, was das Institut ausmacht:

Das Institut für Ökoligenz – Vision der Ökoligenten LebensArt

Die Vision ist es, ein Institut zu schaffen, das Informationen aus allen Bereichen innovativer Gesellschaftsströmungen zusammenträgt und durch verschiedenste Initiativen an deren konkreten Umsetzung im regionalen Raum mitwirkt. Das Institut unterstützt, fördert und schafft in eigenen Projekten Lebensgrundlagen, welche den vielfältigen Herausforderungen unserer Gegenwart kreativ und intelligent begegnen können.

Wir rufen ein Institut ins Leben, das sich der größten aller weltlichen Aufgaben, der Heilung der Erde, widmet, mit allen ihren Facetten und Möglichkeiten. Nach den Zerstörungen, die der Ressourcen-Kolonialismus angerichtet hat, gilt es nun, die evolutionäre Herausforderung zu meistern, eine globale Gesellschaft der Erdheger zu werden.

Fülle und Vielseitigkeit modernen Denkens veranschaulichen anhand zahlreicher Beispiele, welche Möglichkeiten einer kreativen Gesellschaft zur Verfügung stehen, das allgemeine Leben unter ökologischen, sozialen, kulturellen, philosophischen und spirituellen Aspekten qualitativ für den Einzelnen und die Gemeinschaft als solche zu verbessern.

Durch die Anwendung Ökoligenten Wissens wird die Gesellschaft den ged(m)achten Mangel überwinden und in eine Weiterlesen …

Das Erkennen der Auswirkungen von #PRISM und #TEMPORA sollte unseren nächsten Bewusstseinsschritt beflügeln …

Wir sehen gerade ein Wettrennen des Ausspähens und Abschirmens, um den Konkurrenzkampf zu gewinnen, oder zumindest nicht auf ganzer Ebene zu verlieren, siehe z.B.: NSA-Überwachungsskandal: PRISM, Tempora und Co. – was bisher geschah.

Dabei gibt es zwei Ebenen diese Kampfes, wobei der zweitere eher asymmetrisch ist:

  1. Firmen des einen Staates gegen die der anderen
  2. Die Staat fühlt sich von fremden und eigenen Bürgern bedroht, Stichwort Generalverdacht des Terrorismus

Was bedeutet das? Die Kosten der Sicherheit steigen in die Höhe, und WIR ALLE zahlen das mit:

  1. Das technisch optimierte Ausspähen über unsere Steuergelder
  2. Das immer stärkere Abschirmen über den Konsum, sprich die Kosten für unsere Produkte.

Ich frage nun: sind wir eigentlich mit dem Klammerbeutel gepudert?

Kooperation: Hand in Hand

Sollten wir intelligenten Menschen nun nicht langsam erkannt haben, dass es an der Zeit ist, den Schritt, den die konkurrierenden Einzeller zum Lebewesen in milliardenfach kooperierender Gemeinschaft taten, für die Menschheit selbst anzugehen?

Die Kosten für eine Kooperation sind deutlich geringer (warum hätte die Evolution sonst diesen Schritt gemacht?).
Gute Ideen würden nicht mehr durch Patentrechte blockiert werden (siehe z.B.). Wir wären schon mit unserem Wissen und unserer Weisheit viel weiter und würden uns sicher nicht mehr die Köpfe einschlagen, weil wir schon längst Weiterlesen …

Das Optimum ist keineswegs immer das Optimale!

Nick hat gestern auf der Initiative WirtschaftsDemokratie einen Artikel zum Thema Führung, Kontrolle und Optimierung veröffentlicht, in dem er die Zusammenhänge aus der Sicht eines Reiters diskutiert. Wie ich finde, eine passende Metapher, aber lest selbst:

Das Optimum ist keineswegs immer das Optimale!

Ehrlich – Ich mag diese schwammigen Anglizismenphrasen wie “leadership” etc. nicht mehr hören.

Als Reitlehrer kann ich nur fundiert aus meinem Berufsumfeld Paradigmen orten und zu übersetzen versuchen:

Als Reiter (Manager, Vorsitzender etc.) “führe” ich auch ein Pferd (Betrieb, System, Partei etc.).

“Führen” bedeutet hier aber zu keinem Zeitpunkt “etwas kontrollieren” im Sinne einer apodiktischen Prinzipalität.

Es heißt noch nicht mal “leiten” im Sinne von Direktiven oder auch nur Ratschlägen.

Es heißt: fortlaufende(dynamische)Stabilisierung des Kompensationsvermögens.

Das Kompensationsvermögen bezieht sich weiter auf WirDemo.

Ich bekam Besuch aus dem Jahr 2050 …

Januar 31, 2013 1 Kommentar

Heute Morgen saßen wir – der Erfinder des Visisons Coaching, ein Künstler und ein Coworking Space Gründer – wieder zu unserem Buchprojekt zusammen. Wir wollen unsere unterschiedlich gewonnenen Erkenntnisse in Form eines Schulgeschichtsbuches herausbringen. Eines, das im Jahr 2050 verlegt wurde und dessen Artikel sich mit dem Aufbruchsjahr 2013 befasst. Es soll im Rückblick unsere Bewusstwerdung über das heutige IST und die daraus resultierenden Visionen besprechen. Nach der Darstellung der erfolgten Umsetzung zum IST des Jahres 2050 soll am Ende jedes Kapitels noch eine Lernaufgabe angeboten werden. In dieser soll aus Perspektive eines heutigen Verantwortlichen ein Lösungsvorschlag erarbeitet werden.

Als wir mit unserer Strukturierung bis hierher waren, machte es bei einem Klick: „Mensch, so was Ähnliches hatten die Yes Men auch schon mal gemacht.“ Guck mal:

Das Buch soll in möglichst leicht lesbaren Häppchen aufgeteilt und modern Weiterlesen …

Warum eine Bedürfnisorientierte Unternehmenskultur smart ist

Januar 18, 2013 1 Kommentar

Wenn ich hier von „Bedürfnisorientierter Unternehmenskultur“ spreche, ist damit nicht nur gemeint, dass im Unternehmen sehr offen und direkt über menschliche Bedürfnisse gesprochen werden kann. – Allein das wäre schon viel, denn genau das ist in vielen Unternehmen derzeit noch nicht möglich.

Eine „Bedürfnisorientierte Unternehmenskultur“ geht darüber sogar noch hinaus und bedeutet, dass sich ein Großteil der internen Kommunikation im Unternehmen um menschliche Bedürfnisse dreht. Nicht nur Bedürfnisse der Kunden. Sondern in erster Linie Bedürfnisse der Mitunternehmer, und – nachgelagert – auch der Kunden, der Investoren, der Zulieferer und anderer Stakeholder. „Bedürfnisorientierte Unternehmenskultur“ bedeutet, dass mit dem direkten Blick auf die Bedürfnisse beteiligter Menschen Business gemacht wird. Und sich dieser Blick nie lange von Bedürfnissen abwendet. Es bedeutet auch, dass die Beteiligten davon überzeugt sind, dass Mehr und Anderes nicht nötig ist, um gemeinsam dauerhaft erfolgreich Business zu machen.Bedürfnisse im unternehmerischen Kontext verdrängen: Ein nachvollziehbarer Wunsches gibt einen weit verbreiteten Irrtum über menschliche Bedürfnisse, der eine solche Bedürfnisorientierung in Unternehmen blockiert. Diesen Irrtum gibt es in vielen Versionen und Varianten, auf den Punkt gebracht lautet er aber wie folgt: „Menschliche Bedürfnisse sind unersättlich.“Dieser Irrtum enthält einen wahren Kern, auf den ich …

Warum eine Bedürfnisorientierte Unternehmenskultur smart ist.

Wissenschaft und Bewusstseinsstrukturen: archaisch, magisch, mythisch, mental und integral

Der folgende Text entstammt der Abschiedsrede von Prof. Dr. Barbara von Meibom, den ich hier gerne sowohl im Kontext unserer Kritik der Wissenschaften als auch unserer not-wendigen Bewusstwerdung bringen möchte:

Wissenschaft und Bewusstseinsstrukturen: archaisch, magisch, mythisch, mental und integral

Im westlichen Kulturraum sind Jean Gebser und auf ihm aufbauend Ken Wilber die wichtigsten Vertreter, die zwischen unterschiedlichen Bewusstseinsstufen oder -strukturen der Menschheit unterschieden haben. Jede dieser Stufen baut auf der vorangehenden Struktur auf. Gebser versteht unter Bewusstseinsstrukturen ein raumzeitliches Gefüge des Bewusstseins. Er unterscheidet zwischen vier, der archaischen, magischen, mythischen und mentalen Bewusstseinsstruktur. Als neue fünfte Struktur geht er von der Existenz einer integralen Bewusstseinsstruktur aus, dem Kernbegriff der Philosophie von Ken Wilber.

Warum ist es wichtig, sich mit diesen Bewusstseinsstrukturen zu befassen? Es hilft, das mentale Bewusstsein gründlich zu relativieren, jenes Bewusstsein, das unser Wissenschaftssystem und unsere wissenschaftlich-technologische Gegenwartsgesellschaft so eklatant beherrscht. Der Siegeszug des mentalen Bewusstseins begann mit der Renaissance, führte zur Entdeckung der Perspektive, verhalf den Naturwissenschaften und der Beherrschung der Natur zu einer ungeheuren Bedeutung. Es hat zu der von Technik und Wissenschaft geprägten Gegenwart geführt, die die Menschheit an den Rand des Abgrundes gebracht hat.

Es war eine Antwort im Sinne einer Weiterentwicklung der vorangehenden Bewusstseinsstrukturen. Doch der große Irrtum in der Fortentwicklung des mentalen Bewusstseins bestand darin, die vorangehenden Bewusstseinsstrukturen nunmehr abzuwerten, in Abrede zu stellen und in den unbewussten Schattenraum zu verdrängen. Dies hat gravierende Folgen, da die vorangehenden Bewusstseinsstrukturen dem Menschen zu eigen sind und bestimmte Wahrnehmungs- und Erkenntnismöglichkeiten in sich bergen, die Beachtung verlangen. Schauen wir uns das genauer an:

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Alles, was Du bist – Alles, was Du willst – Alles, was Du sollst …geht von Dir selbst aus

Januar 16, 2013 3 Kommentare

Wertewandel

Leider musste ich den spannenderen Ausgangsartikel, der quasi eine Zusammenfassung unserer Diskussionen hier auf dem Blog war, nochmals auf Eis legen, da der Autor diesen noch „verteidigen“ muss. Daher darf ich nur noch den Link auf eine alternative Seite bringen:

Wertewandel: Integrales Bewusstsein für Mensch und Organisation

Nachtrag vom 23.01.2013: Guido hatte uns auf einen Artikel aufmerksam gemacht, in dem zum „Integralen Bewusstsein“ dieses zu lesen ist:

Der rote Faden heißt Evolution und zunehmende Tiefe der Weltsichten und des Mitgefühls.

Das integrale Bewusstsein begreift intuitiv die Stationen des Lebens, an denen Menschen notwendigerweise stehen. Ihm sind die Stufen der Bewusstseinsentwicklung transparent. Es kann sehen, dass der Umfang des Mitgefühls mit jeder Ebene des Bewusstseins und der Werte immer weiter ausgedehnt wird. Von egozentrisch („Ich“) zu ethnozentrisch („Du und meine Leute“) zu weltzentrisch („alle Menschen universell“) zu kosmozentrisch ( „alle fühlenden Wesen in allen Welten“). Es sieht, dass man, um die Leiter der Entwicklung erklimmen zu können, JEDE Sprosse unabdingbar braucht. Es sieht, dass Transformation zwar möglich, aber selten ist und dass man mit jeder Ebene in der Sprache sprechen muss, die sie verstehen kann. Es weiß, dass Cross-Level Debatten (traditionell vs. modern vs. postmodern) fruchtlose Zeitverschwendung sind, weil bestimmte Dinge erst ab einer bestimmten Ebene Resonanz finden und verstanden werden können. Es spürt, dass die globalen Probleme nur gelöst werden können, wenn die gesamte Spirale der Entwicklung dabei mit einbezogen wird.

Fundstelle: Integrieren oder krepieren- Oder: die Notwendigkeit eines integralen Weltbildes

Darüber, warum Kinder und Erwachsene wann lügen …

Dieses Prinzip kommt auch in unseren hierarchien Organisationen zum Tragen. In einer Kultur, in der es keine Fehler geben darf und nur positiv gedacht werden darf, werden die Manager ihre Bericht nach oben schön lügen. Und so geht es dann langsam den Bach runter. Wird Zeit für authentische Beziehungen und einer gelebten Fehlerkultur, die das Lernen erst richtig macht …

Das Familinelab will Eltern helfen, tragende Weiterlesen …

Wird eine Organisation wirtschaftlicher, wenn ihre Mitarbeiter menschlicher behandelt werden?

Dezember 16, 2012 1 Kommentar

Was bedeutet wirtschaftlicher? Was menschlicher? Kann man Menschen aktiv motivieren? Wie sieht ein sinnvolles Wirschaften aus? Wie funktionier ein fairse Wirtschaften? Gibt es überhaupt Firmen, die so wirtschaften, oder ist das einfach nur Utopie?

Diesen Fragen gehen inzwischen neun Autoren auf der vor zwei Wochen am 2.12.2012 gegründeten Plattfrom Initiative Wirtschaftsdemokratie nach. Die ersten 40 Artikel sind veröffentlicht und geben schon ein gutes Bild, dass es voran geht, in das neue Denken und Wirtschaften.

Neben den Autoren,  zu denen täglich neue hinzukommen, haben sich weitere Personen als Unterstützer der Initiative listen lassen.

Die Initiative möchte Mut zum Neudenken der Art und Weise unseres gemeinsamen Wirtschaftens machen. Die Beispiele sollen aufzeigen, dass alle Beteiligten in unserer Weiterlesen …

Auf dem Weg zu paradiesischen Arbeitsbedingungen?

Warum schaffen wir es in deutschen Unternehmen noch nicht, unsere Mitarbeiter so ernst zu nehmen und ihnen solch ein Vertrauen entgegen zu bringen? Sind solche Modelle, wo Firmen nicht nur für Kunden, sondern auch für ihre Angestellten da sind, nur utopische Ausnahmen oder befinden wir uns auf dem Weg zu paradiesischen Arbeitsbedingungen? Wenn es auf diese Art allen besser geht – den Arbeitern, Kunden, Inhabern und selbst den Share-Holdern – dann spricht wirklich nichts dagegen. Außer der Aufwand, alles umzukrempeln und natürlich dieser ins Gehirn gravierte Kontrollzwang.

Auf dem Weg zu paradiesischen Arbeitsbedingungen?

Nachlese zum 8. Wevent von intrinsfy!me

Ich hatte die Firma intrinsify!me vor ca. 4 Monaten auf meiner Suche nach schon anders wirtschaftenden Firmen gefunden. Die Gründer Mark Poppenborg und Dr. Lars Vollmer beraten Firmen, u.a. wie sie eine kollaborativere Kultur entwickeln können, in der Menschen nicht demotiviert sondern intrinsisch motiviert sein werden (siehe X-Y-Theorie). Happy working people ist daher ihr Slogan und Programm.

Mark und Lars trommeln seit 2 Jahren regelmäßig zu einem Treffen Gleichgesinnter zusammen, so genannte Stypes, stehend für S-Typ mit S=Selbstbestimmt und Sinngetrieben. Der Name Wevent, war wohl mal ein Schreibfehler, wurde dann aber als Markenname für dieses Event belassen.

Ich war an diesem Wochenende in Berlin das erste Mal mit dabei. War schon das 7. Treffen mit 18 Teilnehmern gut besucht, so war eine Dopplung auf 36 ein richtig gutes Zeichen für das Interesse an einem Kulturwandel in Unternehmen. Weg von einer rein hierarchischen Führung a lá Befehl und Gehorsam hin zu mehr Selbstorganisation.

weiter auf: Nachlese zum 8. Wevent von intrinsfy!me.

Crealiity GmbH: ein Interview mit Roman Padiwy

Dezember 8, 2012 2 Kommentare

Ich hatte vor einiger Zeit hier schon einen Erfahrungsbericht zu dem speziellen sozialen Netzwerk crealiity.com veröffentlicht. Nun hatte ich Gelegenheit, nochmals ein Interview mit einem der beiden Geschäftsführer zu führen:

Martin Bartonitz: Danke, Roman, dass Du Dir die Zeit für mich genommen hast, mit mir über Euer einzigartiges soziales Netzwerk crealiity.com zu sprechen. Bevor wir richtig loslegen, sag mir doch bitte kurz, wie Du mit Deiner Geschäftspartnerin Ulli Sabitzer auf den Namen crealiity gekommen seid?

Roman Padiwy: Gern. Das war ein etwas längerer Prozess. Ähnlich dem Prozess, den die Menschen oder Firmen durchlaufen, wenn sie sich eine Änderung ihres Lebens- bzw. Geschäftszwecks vorgenommen haben. Was dabei passiert, ist, dass sich die Wirklichkeit der Beteiligten ändern wird, und zwar aktiv durch eigenes kreatives Denken. Damit war am Ende klar:

Create your reality wurde das Motto des sozialen Netzwerks. Also sollte der Name damit zu tun haben. So bauten wir die beiden Hauptworte zusammen. Und noch ein doppeltes „i“ genutzt, da die Internet-Domaine schon vergeben war. Und so ist das Netzwerk nun unter http://crealiity.com erreichbar.

Martin Bartonitz: Nun ist der Wunsch, etwas im Leben ändern zu wollen, an sich nichts besonderes. Aber Du sagtest mir, dass Eure Vision die der Förderung des Kulturwandels in den Unternehmen, aber auch in der Gesellschaft ist. Welchen Wandel meint Ihr damit genau?

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