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Archive for the ‘Ökonomie’ Category

Wirtschaft + Ritualisierung der Arbeit = Zwangswirtschaft

Februar 28, 2017 16 Kommentare

Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe. Und wenn ihr nicht mit Liebe, sondern nur mit Unlust arbeiten könnt, dann ist es besser, eure Arbeit zu verlassen und euch ans Tor des Tempels zu setzen, um Almosen zu erbitten von denen, die mit Freude arbeiten.
Khalil Gibran

Wirtschaft + Ritualisierung der Arbeit = Zwangswirtschaft (von Martin Sigl)

„Arbeits“-Teilung

Das Wesen der industrialisierten Wirtschaft ist nicht die Arbeitsteilung zwischen verschiedenen Gruppen von Arbeitern mit besonderen und von einander verschiedenen „Qualifikationen“ und deren angeblicher Kooperation, also „Zusammenarbeit“ für das Ganze, sondern die Zerstücklung der Arbeit in kleine anweisbare und überprüfbare Tätigkeiten. Erst wird das gemacht und dann jenes. So entsteht eine Abfolge von Arbeiten, die Heere von Sklaven durchführen konnten, wobei jeder Arbeitsschritt, auch wenn dieser von allen gleichzeitig ausgeführt worden ist, durch eine Befehlskette anweisbar und durch in Augenscheinnahme überprüfbar war. Der Vollzug und die Ausführung der Arbeit war nicht mehr Angelegenheit des „Bauern“, sondern des Sklavenaufsehers. Durch Nichts wurde das besser perfektioniert als durch die fremdenergiegetriebene Maschinenwirtschaft mit Hilfe von Robotern und Computern, denn diese in der Sklavenhalterzivilisation eingeführte Algorithmisierung der in „Beschäftigung“ transsubstantiierte ehemalige menschenbildende Arbeit hat seitdem Bestand.

Die Peitsche und der Dolch sind die Insignien der Macht in den Anfängen, auch wenn die Peitsche in der Folge vom Zepter und der Dolch durch das Schwert abgelöst wurden.

So wurde der militärische Drill zu Optimierung der gefechtsmäßigen und planmäßigen Aufstellung von Schlächterreihen die Steilvorlage für die Qualifizierung zur Weiterlesen …

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„Diese Art der Menschenhaltung ist an seinem Ende angelangt!“

„Ich fühle mich als Zinssklave!“, so sagte ich vor einiger Zeit zu meiner Liebsten, die mich nur schief anschaute und meinte, es ginge mir dabei aber doch recht gut. Zu meiner Erkenntnis kam ich durch viel Recherchearbeit in den letzten 6 Jahren. Wir haben heute den höchsten Tribut an Lebenskraft zu zahlen, sehen dies nur nicht. Während der Leibeigene nur den 10. an den Eigentümer des Stück Lands, das er bearbeitete, abtreten musste, zahlt der heutige sich frei fühlende westliche Bürger über die Hälfte. Nur ist die Abgabenleistung inzwischen so versteckt, dass sie kaum noch Jemand sehen kann.

Die Macher von MOYO Film sprechen von einem Mafiasystem der Schutzgeldeintreibung, nur eben, dass dies nach der Befreiung der Leibeigenen der Staat übernommen habe.

Sohn: „Vater, ich werde ins Verbrechen einsteigen“
Vater: „In welches: ins organisierte Verbrechen oder ins Staatswesen?“

Ich hatte vor einiger Zeit schon einmal das Thema der Haltung der Menschen in großen Farmen angereicht. Es gibt nun ein neues Video, das nochmals die Phasen der Sklavenhaltung beleuchtet, die die Menschheit durchlaufen ist, aber nun zu einem positiven Ende kommt: die letzte Phase sollte nun den Menschen wirklich befreien, auch aus den Klauen des Staatswesens, dem Werkzeug weniger Reiche (siehe: 8 Männer besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung) , welches nur mit starker Angstmache aufrecht erhalten werden kann. Aber macht Euch wie immer selbst ein Bild, es sind nur 15, dafür intensive Minuten (der Text auf youtube ist übrigens auch ganz lesenswert):

Auf youtube wird im Begleittext zum Video auf einen Hopi-Text hingewiesen. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es könnte dieser sein: Weiterlesen …

Franz Hörmann kritisiert die Blockchain-Technologie als auch den Bitcoin

Meine anfängliche Euphorie zu der neuen Blockchain-Technologie, so wie ich dies in den beiden ersten Artikeln (1, 2) zum Ausdruck brachte, hat eine starken Dämpfer erhalten. Während meiner Recherchen über das Potential dieser Technologie ist mir eingefallen, dass ich doch mal Franz Hörmann, den ich hier auch schon einige Male zu Wort kommen ließ (u.a. hier), frage könnte, was er dazu meint. Schließlich arbeitet auch er an einem alternativen Tauschsystem von Waren und Dienstleistungen. Hier kommt nun unser kleiner Dialog:

Martin: Hallo Franz, ich arbeite mich gerade in die Thematik Blockchain ein. Habt Ihr das schon für Eure Plattform in Betracht gezogen?

Franz: Ich war ca. 3 Jahre lang mit Programmierern der Blockchain-Szene in Verbindung (in Berlin und in Zug, Leute von https://www.ethereum.org/ und https://monetas.net/ waren da dabei) und habe dabei folgendes herausgefunden:

  1. Die Blockchain-Technologie ist von Beginn an vom IWF (wenngleich sehr spärlich^^) finanziert worden.
  2. Die Technologie ist nicht skalierbar (hält kaum ein paar Millionen user aus) und führt darüber sich selbst ad absurdum (weil alle Transaktionen auf allen Knoten = PCs gespeichert werden müssen).
  3. Die Technologie ist, zum Unterschied von dem, was offiziell behauptet wird, überhaupt nicht „sicher“ – Börsen werden manipuliert, „Geld verschwindet“ – kein Unterschied zum „konventionellen elektronischen Geld“.
  4. Etliche Banken (FIDOR in Deutschland, JP Morgan in USA etc.) haben bereits offiziell verlautbart, dass sie das System „ihren Kunden anbieten“ werden, d.h. das Argument „Geldsystem ohne Bank“ war von Anfang an eine Lüge (bei Seed-Financing durch den IWF war mir das sofort klar).
  5. Die besten Programmierer der Szene (die wahren Gründer) sind daher auch schon ausgestiegen (es sind aber viele junge dazugekommen, die es jetzt verstärkt vorantreiben, weil sie damit „reich werden“ wollen).
  6. Last not least – für mich das wichtigste Argument – ist es immer noch:- ein TAUSCHsystem
    – mit VERKNAPPUNGS-„Werten“
    – bei dem v.a. BILATERALE SCHULDVERTRÄGE in Anwendung sind
    – und die „digitale Demokratie“ so aufgebaut ist wie heute auch („repräsentativ“) – nur eben „anonym“.

Ich will keine „Anonymität“ (die „im Hintergrund“ ohnehin IMMER umgangen werden kann!!).

Ich möchte Weiterlesen …

Darüber, wie die neue Blockchain-Technologie jedem Einzelnen nutzen kann …

Dezember 30, 2016 8 Kommentare

Ich hatte gestern den ersten Artikel zum Potential der neuen Blockchain-Technologie veröffentlicht. Zugegeben, das Thema ist noch etwas schwer verständlich rüber gekommen und es blieben eher mehr Fragen zurück als es Erhellung brachte. Daher kam von einem der Leser der Hinweis auf ein anschauenswertes Erklärvideo, das deutlich mehr Licht in dieses neue technische Dunkel wirft. Dabei geht es auf das bisher bekannteste Projekt der Blockchain ein, dem Bitcoin. Und wie wir hier erkennen werden: die Technik hilft, sich von den Banken lösen zu können, die einerseits die Macht der Geldschöpfung verlieren wird, aber auch keine Spuren einer Transaktion aufzeichnet, was den zentralistisch-orientierten New World Oder Apologeten mächtig in ihre Vision spuckt. Aber schaut bitte selbst, wie das ganze funktioniert und wie eine gemeinsame Teilhabe aussehen könnte:

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Bricht die illuminierte Pyramide nun zusammen? Die Dezentralisierung führt uns in die Society 3.0 …

Das ist die Botschaft von Johann Gevers, dem Co-Founder and CEO of Monetas in Zug:

Nach 10.000 Jahren Zentralisierung [mit der Macht und dem Reichtum in den Händen einer Wenigen] geht es nun in die Dezentralisierung, basierend auf den neuen Technologien des Vertrauens braucht es bald keine Regierungen mehr. Keinen, der das Geldmonopol in den Händen hält. Keinen, der auf einem Technologie-Monopol sitzt. Das ist seine Botschaft: Die Society 3.0 mit Menschen in selbstbestimmter Organisation ist im Kommen!

Bürger-Bewegung für eine bessere Welt

Wir gemeinsam haben es in der Hand

Wir gemeinsam haben es in der Hand

Eine wachsende Zahl von Menschen protestiert gegen das Welt beherrschende System. Immer mehr erwachen und erkennen, dass hier etwas grundlegend falsch läuft. In ihrer Entrüstung und Wut ereifern sie sich jeden Tag, decken stets neue Missstände auf und prangern an. Das Soziale-Netz quillt über vor Nachrichten, die das allgemeine Übel dokumentieren. Die Zerstörung der Umwelt, die Vergiftung der Nahrungsmittel, die Verarmung der Massen, die wachsenden militärischen Krisen, die Enthüllungen über die wahren, skrupellosen Hintergründe der Politik, all die vielen Greuel und Ungerechtigkeiten. Uferlos. Manchmal gehen Menschen sogar auf die Straße, um GEGEN etwas zu demonstrieren. Andere schreiben auf ihre Transparente, was sie sich wünschen, wie es sein sollte, die Demokratie, die Freiheit der Menschen, die Wirtschaft und das Leben an sich. Allerdings geschieht alles das ohne konkrete Vorschläge, wie der Weg dorthin beschritten werden kann. So verpuffen die Proteste und bleiben oft wirkungslos.

Was nützen all die Enthüllungen über Ungerechtigkeiten, Grausamkeiten und politischen Lügen?

Es scheint, als sei man in diesem fortwährendem Rezitieren der Unmenschlichkeiten, wie in einer Endlosschleife festgefahren. Wie viele Beweise müssen noch gesammelt werden, bis der Tag reif ist, entschlossen zu handeln? Vor ein, zweihundert Jahren wären all die Beweise längst Anlass gewesen, zu rebellieren. Was ist die Erkenntnis, die Konsequenz all der Beweise über das herrschende, unmenschliche politisch-ökonomische System? Wie können wir es überwinden?

Welche Form der Revolution sollen wir wählen?

Was kann das Volk tun, wenn offensichtlich geworden ist, dass eine Regierung das eigene Volk verrät, anstatt ihm zu dienen?
Aufstand mit Waffen? Darauf warten sie nur, denn ihre drastischen Notstandsgesetze liegen bereits in ihrer Schublade obenauf. Sie provozieren unsere Wut, wollen, dass wir unsere Beherrschung verlieren. Unsere Mistgabeln, Spaten und Äxte können nicht gegen ihre ionosphärischen, chemischen und elektromagnetischen Waffen anstinken.
Generalstreik? Ist ein wirksames Mittel, aber seine Durchführung scheitert an Bequemlichkeit und Existenzangst. Auch wenn wir das im Grundgesetz verbriefte Recht zum zivilen Ungehorsam anwenden, wird nur wieder diese Schublade geöffnet werden und der Aufstand nach allen Regeln diktatorischer Macht niedergeschlagen. Jeder offene Widerstand spielt ihnen in die Karten… Dann haben sie leichtes Spiel. Ihre Inszenierungen von Terror-Anschlägen sollen uns dazu bringen, unseren klaren Verstand zu verlieren, hysterisch zu werden und ihre, in alle Welt ausschwärmenden, Milizen zu billigen. Selbst wenn ein friedlicher Weiterlesen …

Der Abbau des Staates

Ich hatte vorgestern schon einen Artikel von Stefan Wehmeier gebracht, der aufzeigte, dass unser heutiges Geld- und Bodensystem genau dazu führt, was wir heute sehen: Wie im Monopoly-Spiel hat am Ende einer Alles und der Rest schuftet im Wesentlichen für diesen. Inzwischen besitzen 62 Menschen über 50% des Planten (siehe im Handelsblatt). Ich hattet hier schon einige Mal darüber geschrieben, dass Staat ein Instrument eben dieser Profitierenden ist, sich der immer mehr Habenichtse zu erwehren. So bemerken wir aktuell, dass immer mehr Gesetze zu ihrer Sicherheit geschaffen werden, was zu Reduktion der Freiheiten der Habenichtse führt. Herr Wehmeier zeigt dies gut auf und empfiehlt daher auch den Abbau des Staates, wie das u.a. auch der Anarchist David Graeber  (siehe: Mit hoher Wahrscheinlichkeit bist auch Du ein Anarchist …in einem Interview zum Abbau der Bürokratie fordert. Seine Argumentation ist für mich schlüssig:

Der Abbau des StaatesVon Stefen Wehmeier

Die Natürliche Wirtschaftsordnung, wie ich sie als Voraussetzung für den Abbau des Staates fordere, stellt für ihren Bestand keine neuen Forderungen an den Menschen. Sie ist vollkommen unabhängig von der kulturellen Entwicklung der Völker. Sie nimmt die Menschen so, wie sie durch den langen kapitalistischen Auslesevorgang gezüchtet wurden, vertrackt, geschändet, heruntergewirtschaftet. Freilich, nach dem Satz, dass Mensch und Umwelt sich wechselseitig beeinflussen, wird der Mensch durch die von ihm zu schaffende Natürliche Wirtschaftsordnung selber wieder in hohem Grade umgestaltet werden; aber zum Bestand der akratischen Ordnung ist es nicht nötig, dass solche Umgestaltung des gestaltenden Menschen vorhergehe.

So stark der Einfluss des Kapitalismus auf die Auslese gewesen ist (er ist so stark gewesen, dass man mit gutem Grund von einer heutigen kapitalistischen Rasse sprechen kann), so stark wird auch wieder die Natürliche Wirtschaftsordnung die Auslese aus der Bahn der papiernen Vorrechte in die der angeborenen, vererbungsfähigen Vorzüge abdrängen. Es ist darum nicht ausgeschlossen, dass im Laufe der Jahrhunderte der Mensch wieder die Eigenschaften annehmen wird, die zum Ausbau eines Gemeinwesens nötig sind, wie es sich viele unter den heutigen Anhängern des Staatsgedankens als Ideal nebelhaft vorstellen. Jedoch wir haben nicht die Aufgabe, den künftigen Geschlechtern Gesetze vorzuschreiben. Für uns kommt es darauf an, wirtschaftliche Zustände und ein Gemeinwesen zu schaffen, die auf die heutigen Menschen zugeschnitten sind, die das Ich, das Fundament des Gemeinwesens, wieder zu seiner wahren Natur kommen lassen. Was dieser Mensch dann später tun wird, das ist seine Sache.

Beweggründe, die zum Ausbau des heutigen Staates führten

Der Staat fällt immer so aus, wie ihn die herrschende Klasse braucht [Anmerkung: wir hörten hier schon vom Bühnenbild, das uns präsentiert wird]. Liegt diese Herrschaft in den Händen einer bevorrechteten Minderheit und ist diese dann den Angriffen einer ewig aufsässigen Mehrheit ausgesetzt, so liegt der Gedanke nahe, die Machtmittel einer zentralisierten Staatsgewalt (Monarchie, Despotie, Autokratie usw.) der Aufrechterhaltung der Herrschaft dienstbar zu machen und durch Ausbau der Staatsbetriebe seinen Einfluss, seine Macht zu mehren. Dann wird der Staat mit vielerlei Weiterlesen …

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