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Archive for the ‘Gesellschaft’ Category

Das Rohstoff- und Lebensmittelkartell der Windsors

November 4, 2019 9 Kommentare
Profilbild von Marigny de Grilleau auf Facebook

Der folgende Artikel erschien als Teil eines Features in der Ausgabe vom 8. Dezember 1995 von Executive Intelligence Review, siehe auch Feature-Einführung und Inhaltsverzeichnis, übersetzt auf dem Blog von Marigny de Grilleau, von dem wir hier auch schon einige Male lesen konnten. Wer sich auf den Weg machen möchte, das Leid auf dieser Welt zu lindern, der sollte sich vorab schlau machen, wer da welche Rädchen dreht. Also wieder ab ins Regal und schauen wir wieder Mal ganz weit hinter unser von den Eliten aufgestelltes Bühnenbild:

Instrument für den Hungertod
von Richard Freeman

Zehn bis zwölf zentrale Unternehmen, unterstützt von weiteren drei Dutzend, betreiben die weltweite Lebensmittelversorgung. Sie sind die Schlüsselkomponenten des anglo-niederländisch-schweizerischen Lebensmittelkartells, das sich um das britische House of Windsor gruppiert. Angeführt von den sechs führenden Getreidefirmen – Cargill, Continental, Louis Dreyfus, Bunge und Born, André und Archer Daniels Midland/Töpfer – hat das Windsor-geführte Lebensmittel- und Rohstoffkartell die vollständige Vorherrschaft über die weltweiten Getreide- und Getreidelieferungen, von Weizen bis Mais und Hafer, von Gerste bis Sorghum und Roggen. Aber es kontrolliert auch Fleisch, Milchprodukte, Speiseöle und -fette, Obst und Gemüse, Zucker und alle Arten von Gewürzen.

Jedes Jahr sterben Dutzende von Millionen Menschen an dem elementarsten Mangel an ihrem täglichen Brot. Dies ist das Ergebnis der Arbeit des von Windsor geführten Kartells. Und während der anhaltende Finanzkollaps die aufgeblähten spekulativen Finanzpapiere auslöscht, ist die Oligarchie in das Horten übergegangen und hat ihre Nahrungsmittel- und Rohstoffbestände erhöht. Sie ist bereit, eine Blutsperre für die Nahrungsmittelproduktion und den Export zu verwenden, nicht nur für die armen Länder, sondern auch für die fortgeschrittenen Länder des Sektors.

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Die Zerstörung unserer Umwelt ist ein Spiegel unseres Inneren …

November 2, 2019 14 Kommentare

Die Sorge um „die Welt da draußen“ offenbart einen schweren Denkfehler, da das „Außen“ bei uns Menschen regelhaft ein Spiegelbild des „Inneren“ ist.

Franz Ruppert

Der folgende Text ist der Abspann eines Artikels, der auf Rubikon unter einer freien Lizenz veröffentlicht wurde, und der aus der Feder von Franz Ruppert stammt. Da er so treffend ist, auch ab hier ins Regal:

… „Umweltzerstörung“ ist daher Ausdruck ihrer Destruktivität auch sich selbst gegenüber infolge der Täter-Opfer-Dynamiken, die in ihrem eigenen Innern toben.

Die Sorge um „die Um-Welt“ hat ihre Wurzeln oft auch in kindlichen Erfahrungen, sich um seine traumatisierten Eltern kümmern zu müssen. Ich muss etwas für die Um-Welt, also meine Eltern tun, damit ich ihr Leiden lindere und sie mir nicht böse sind und mir nichts antun. Ich muss um der Um-Welt, also meiner Eltern willen auf meine Bedürfnisse und mein eigenes Leben verzichten. Die Denk- und Sprachlogik ist identisch.

Der Ausstieg aus der Mit-Welt-Zerstörung kann meines Erachtens daher nur durch den Einstieg in die Innen-Welt-Heilung geschehen.

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Darüber, was wir vom Anarchismus die Organisation betreffend lernen können …

Oktober 31, 2019 48 Kommentare

Zur Information: Ich habe Neues zur Anarchie auf dem Blog des Vereins Forum agile Verwaltung, dessen Mitbegründer ich bin, geschrieben:

Agile Verwaltung

Schwieriges Thema. Wie anfangen? Für die Meisten von uns ist Anarchismus etwas sehr Negatives, Ablehnenswertes, kommen uns doch sofort die Medienbilder von Chaos und Gewalt vor das innere Auge, böse Anarchisten mitgetönt. So ist uns das, was die frühen Anarchisten an förderlichen Weltbildern entwickelten, nicht nur madig gemacht worden … Schotten dicht, wir brauchen uns darum keine Gedanken zu machen. Dabei ist es mehr als schade, dass wir hier einen blinden Flecken besitzen!

Ich beschäftige mich inzwischen seit einem Jahrzehnt, d.h. seit ich mich, getriggert durch die Finanzkriese 2008/2009, auf den Weg gemacht habe, alternative, zuträglichere Organisationsformen für Gesellschaften zu finden, auch mit dem, was uns die ersten Anarchisten Proudhon, Bakunin und Kropotkin, die sich noch anti-autoritäre Sozialisten nannten, über Organisation in die ‚unterdrückten‘ Geschichtsbücher geschrieben haben. Gut zusammen gefasst hat das Rudolf Rocker in seinem Artikel Anarchismus und Organisation :

Menschen, welche durch allgemeine Interessen verbunden sind, schaffen sich…

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Die schönere Welt …

Oktober 28, 2019 22 Kommentare
Charles Eisenstein, Visionär einer besseren Welt

Schlussworte des Buch „Die schönere Welt, die unser ♥ schon kennt, ist möglich“ von Charles Eisenstein:

Es war einmal, dass ein großer Stamm von Menschen in einer Welt weit weg von der unseren lebte – ob weit weg im Raum oder in der Zeit oder sogar außerhalb der Zeit, das wissen wir nicht. Sie lebten in einem solchen Zustand von Glück und Freude, wie ihn Wenige von uns heute wagen für möglich zu halten – abgesehen von jenen außergewöhnlichen Höhepunkten, in denen wir einen Blick auf das wahre Potential von Leben und Geist erhaschen. (Anmek. Der grüne Planet https://www.youtube.com/watch?v=JLAiCJwfecU )

Eines Tages beriefen die Stammesältesten eine Versammlung ein.

Sie fanden sich im Kreis zusammen, und eine von ihnen sprach ernst und feierlich: “Meine Freunde,” sagte sie, “es gibt eine Welt, die unsere Hilfe braucht. Sie wird Erde genannt, und ihr Schicksal hängt am seidenen Faden. Ihre Menschen haben einen kritischen Punkt in ihrer kollektiven
Geburt erreicht, den Punkt, den wir auf unserem Planeten vor einer Million
Jahren erreicht hatten, und sie werden eine Fehlgeburt erleiden, wenn wir ihnen nicht helfen. Wer möchte sich freiwillig für eine Mission in diese Zeit an jenen Ort melden und der Menschheit einen Dienst erweisen?”

“Erzähl uns mehr über dieser Mission,” baten sie.

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Klimawandel? Schluss mit der Spaltung: Umweltschutz!

Oktober 27, 2019 9 Kommentare

Im Kohlendioxid-Streit bekämpfen viele Aktivisten lieber einander als die Katastrophe, die alle bedroht.

von Andrea Drescher, Erstveröffentlichung auf Rubikon

Es gibt so viel zu tun, jetzt, hier und sofort, um Natur und Klima zu schützen. Doch statt sich gemeinsam dafür einzusetzen, dass Staaten und Konzerne nicht weiter gnadenlos unwiderrufliche Schäden anrichten, prügeln grade in der alternativen Szene Anhänger und Gegner der CO2-These verbal aufeinander ein. Das führt zu einer weiteren Spaltung – auch innerhalb der Friedensbewegung. Man könnte meinen, das ist gewollt. Spaltung kann man überwinden, wenn man will. Im Rahmen meiner Möglichkeiten möchte ich dazu beitragen.

Ich spreche mit jedem. Zumindest mit jedem, der nicht gewaltaffin ist. Darum befinden sich in meiner Filterblase Vertreter aller Gruppen zum Thema Klima. Da gibt es Menschen, die der CO2-These in Bezug auf den Klimawandel nicht folgen — im heutigen Diffamierungsdeutsch „Klimaleugner“ genannt. Dann gibt es Menschen, die von der CO2-These zu 100 Prozent überzeugt sind — diese werden dann oft verächtlich als Klimareligioten bezeichnet. Viel abwertender als mit „Leugner“ und „Religiot“ kann man die Position des Gegenübers kaum bezeichnen. Die Gruppe Menschen, die unsicher sind, die nicht wissen, was richtig oder falsch ist, und die sich mangels fundierter fachlicher Kenntnisse kein eigenes Urteil erlauben, werden meist Skeptiker genannt — eine etwas freundlichere Bezeichnung verglichen mit den beiden anderen Gruppen, aber je nach Position des Diskutanten meist eher abwertend.

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Ah ja … die Pünktlichkeit

Oktober 24, 2019 15 Kommentare
Zeit zerrinnt in der Sanduhr

Das gnadenlose Diktat und
die Punktierung der Zeit…
forciert… manipuliert… aufoktroyiert…
Aber, wie wir dereinst schon als Schüler sagten..
und uns über den Zeitzwang
der Schulzeit beklagten:

Pünktlichkeit ist eine Zier…
und weiter kommt man auch ohne ihr…!…:-)

Also…“eile“ mit Weile!!!
Und nun in der Geruhsamkeit
des wohlverdienten Ruhestands
lass ich mich weder hetzen noch hasten…
und lasse mich auch nicht
durch Zeitzwang belästigen
oder durch „Pünktlichkeit“ belasten…
Ich mach es einfach so
wie es mir gefällt und passt…
denn nichts nervt mehr als
die Hetzerei und die Hast…

Now it is take it easy time…:-)

Euer

Gerhard A Fürst
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Offene Gesellschaft: Freund oder Feind einer Gemeinschaft?

Oktober 20, 2019 11 Kommentare

Die Weltverbesserer aber sind die eigentlichen Feinde einer offenen Gesellschaft, weil sie eine Vision von einer besseren Welt haben, aber dafür über Leichen gehen, und ihre Taten auch nicht selbst verantworten wollen. Und hinterher sagen sie dann, sie hätten es doch nur gut gemeint (wer hat es gesagt: ‚Ich liebe doch alle, alle Menschen.‘). Also ein staatliches Schulsystem, Quotenregelung, Mindestlöhne, Mietpreisbremsen, staatliche Infrastruktur, Umverteilung, staatliches Währungssystem mit Zentralbank und Leitzinsen, alles Elemente staatlicher Planung und Herrschaft.

Karl Raimund Popper, in den Mund gelegt von Gunnar Kaiser in seinem Video ‚Die offene Gesellschaft und ihre Feinde‘

Ich befasse mich aktuell wieder vermehrt mit den Ideen der Anarchisten, die feststellen, dass eine Staatsstruktur ein ungeeignetes Mittel für ein herrschaftsloses Leben sei. Denn gerade der Staate diene dazu, die Herrschaftsprivilegien zu sichern. Anarchisten wollen die Organisationsstruktur auf den Kopf gestellt wissen: Entscheidungen sollen an der Basis ausgehandelt getroffen werden, da hier die Menschen am besten wissen, was sie benötigen. Eine Erkenntnis übrigens, die sich auch zunehmend in großen Firmen durchsetzt: In der heutigen Zeit, in der ein im Januar festgelegter Plan schon im März auf dem Müllhaufen gehört, muss die Verantwortung weiter in die Peripherie gebracht werden, also in die Hände Jener, die direkten Kontakt mit Kunden haben.

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