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Archive for the ‘Ethik’ Category

Elektrosmog: Nichtraucher werden vor Rauch(ern) geschützt. Müssten dann nicht auch Nicht-Mobiltelefonierer vor Mobiltelefonie(ern) geschützt werden?

Ich möchte einen alten Artikel nochmals nach vorne holen, da die akribisch recherchierende Jasina ein aktuelles Video zum Thema Handy-Strahlung mit bedenkenswertes Erkenntnissen veröffentlicht hat:

Dies ist der originale Text des Artikels:

Ich habe gerade von Lana einen Kommentar zu dem aktuell heißlaufenden Aritkel Warum Schüler unsinnig büffeln müssen – Brief eines Vaters an seine Tochter zur Erklärung erhalten, der stark zum Nachdenken anregt und die Frage aufwirft, ob wir ein Recht auf Schutz unseres Lebens haben, wenn Mobilfunkstrahlen in Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen. Oder ist das Thema auch nur wieder eins, das uns wie der Terrorismus dazu bringen soll, aus lauter Angst zu gehorchen? Aber lest selbst, was Lana schrieb:

<<<< Beginn der Kritik >>>>>>

…Wissen alle Eltern, wie gefährlich die Handystrahlung ist?

Wie ich oben schrieb, ist mein Sohn in der 11. Klasse. Wir haben auch ein Handy – aber nur für den Notfall -, wenn es nicht zwingend gebraucht wird, bleibt es aus! Es ist eine „Notfalllösung“ und so sollte man damit umgehen. Auch mein Sohn sieht es so. Er ist weder ein sogenannter „Streber“, noch ein „Besserwisser“ – einfach ein bewusst lebender Mensch und ich bin unendlich froh, dass ich ihm das vermitteln konnte… Er weiß mit seinen 17 Jahren, wie man sich gesund und biologisch gut ernährt, kennt die Gefahren von Handystrahlung und dergleichen und ist bemüht, ein selbstverantwortliches und einigermaßen gesundes Leben zu leben. Daheim haben wir uns ganz bewusst für ein schnurgebundenes Telefon entschieden – in unseren Haushalt kommt weder eine Mikrowelle noch ein schnurloses Telefon… Nein, ich bin keine „Ökotante“, wie man Menschen wie mich früher einmal betitelte (und wohl teilweise auch heute noch :) , aber ich mache mir Gedanken und „schwimme nicht einfach mit dem Strom“.

Und ich habe eine ganz große Sorge: Mittlerweile wird zum Glück bereits des öfteren über die Gefahren von Handystrahlung & Co. geschrieben und gesprochen… Aber eines begreife ich nicht: Wird z.B. Asbest in alten Schulen gefunden, wird Weiterlesen …

Bräuchten wir nicht einmal die „Goldene Regel“, wenn wir EIGENWILLIG wären?

Hannelore Vonier hat schon so manche Denkblockade bei mir eingerissen, und mit dem folgenden Artikel schaffte sie es wieder. Dieser Artikel setzt sich kritisch mit der Goldenen Regel „schade nicht“, von der ich meinte, dass sie doch reichen sollte, auseinander. Nach der Lektüre kommt die Frage, die ich im Titel stelle, hoch:

Bräuchten wir nicht einmal die „Goldene Regel“, wenn wir EIGENWILLIG wären?

Hannelore stellt die Hypothese auf, dass, wer EIGENWILLIG ist, sich nicht beherrschen lässt.

Wenn wir noch einen Schritt weiterdenken, müsste dann nicht gelten:

Wer sich nicht beherrschen lassen will, der will auch keinen Anderen beherrschen.

Könnte die Welt besser werden, indem wir unseren Kindern den EIGENWILLEN beließen?

Hier ist der Artikel von Hannelore, die wie ich, ihre Artikel unter eine CC-Lizenz gestellt hat, mit der ausdrücklichen Bitte um Verbreitung:

Schade nicht – Die Goldene Regel hinterfragt – von Hannelore Vonier

“Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem andern zu!”

Die sogenannte “Goldene Regel” ist eine der wichtigsten Richtlinien des Patriarchats. Sie garantiert, dass Menschen als ‘gleich’ gelten und nicht als einzigartig.

Wenn man die Leute glauben macht, dass alles Weiterlesen …

Wieso begleitet uns der Palästina-Konflikt schon seit Jahrzehnten?

„Wir wollen ja den Frieden. Gibt es denn da keine Möglichkeit, uns zu ändern, ehe es zu spät ist? Könnten wir es nicht vielleicht lernen, auf Gewalt zu verzichten? Könnten wir nicht versuchen, eine ganz neue Art Mensch zu werden? Wie aber sollte das geschehen, und wo sollte man anfangen? Ich glaube, wir müssen von Grund auf beginnen. Bei den Kindern.“
Astrid Lindgren

Fries über dem Eingang des ehemaligen Gästehauses der Regierung der DDR in Berlin-Niederschönhausen (Foto: Wikipedia)

Öffentlich wird dieser Konflikt gerne als ethnisch-religiöse Auseinandersetzung dargestellt und durch das In-den-Vordergrund-rücken dieser sehr wohl vorhandenen Unterschiede am Laufen gehalten. Dabei übersehen dann gerne mal beide Seiten die sehr wohl auch vorhandenen Gemeinsamkeiten und verbauen sich so die Möglichkeit für beide Seiten gangbare Kompromisse und den dafür notwendigen Kooperationen und Lösungen zu finden.

Vertrauen

Alle Menschen streben danach, ihre grundsätzlichsten Lebensbedürfnisse (Essen, Trinken, Wohnen, Wärme, Gesundheit, Frieden, Zukunftsperspektiven….) für sich und ihre Nachkommen abgedeckt zu wissen. Wir sind stets auf der Suche nach den Glücksgefühlen, dem Glücklichsein, welches wir von unseren ersten Erfahrungen im Mutterleib her kennen. Diese Erfahrungen waren Verbundenheit, persönliches Wachstum und die Sicherheit alle Lebensbedürfnisse abgedeckt zu bekommen,bzw.  abdecken zu können. Das können wir nur dann wieder erleben und erfahren, wenn wir all das auch allen Anderen zugestehen und nicht auf Kosten Anderer, der Natur oder gar unserer eigenen Nachkommen (Schuldenpolitik sowie die div. politischen/religiösen Schuldkonzepte und Zuweisungen) leben.

Beherrschung

Materieller Besitz und Wachstum ist nett, gehört aber nicht zu den Grundbedürfnissen sondern ist eher der Lockruf auf den Irrweg in die Unmenschlichkeit. Wir Menschen haben Krieg noch nie gebraucht, um Lösungen zu finden, sondern sind seit jeher von Hab- und Machtsüchtigen, alles beherrschen-wollenden Interessensgruppen in diesen hineingedrängt, von den Medien hineingeschrieben oder von der Politk hineingeredet geworden. Wäre es vielleicht nicht mal an der Zeit, Denjenigen, welche die Lösungen im Kampf und Zerstörung suchen, daran zu erinnern, dass es nie möglich sein wird, Alle und Alles zu beherrschen? Dass das gar nicht Notwendig ist?

Selbstbeherrschung

Ist das höhere Ziel von Weiterlesen …

Eure Kinder sind nicht Euer Besitz, sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst…

Khalil Gilbran (Foto: Wikipedia)

Ich hatte diesen Post vor zwei Jahren schon einmal gebracht und möchte ihn gerne für die neuen Leser nochmals hervorholen. Wir haben in den unterschiedlichsten Artikeln und kommentaren festgestellt, dass in unserer heutigen Welt Mechanismen wirken, die für uns und sie unzuträglich sind, sei es, dass wir unsere Kinder durch unsere Art der Erziehung und Ausbildung verbiegen, oder unsere Umwelt schädigen und unsere Gesundheit damit auf tönerne Füße stellen, stellt sich die Frage, was geändert werden müsste.

Nick hatte in einem herrlich genialen Kommentar zum freien Willen festgestellt, dass das Einfachste wäre, wenn wir anstelle des MACHENs lieber LASSEN würden. Karin Desai hatte zur gleichen Zeit auf Facebook zum Thema der Kindererziehung in einem Kommentar den obigen Titel hinterlassen. Neugierig geworden, habe ich dieses geniale Gedicht von Khalil Gibran gefunden, das zumindest klar macht, was unsere Kinder sind und was wir deshalb besser lassen sollten:

Von den Kindern

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch Euch aber nicht von euch,
und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.

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Überregulierung: An die Stelle einer sozialmoralischen Selbststeuerung tritt die soziale Fremdsteuerung durch Vermehrung von Vorschriften und Gesetzen

Februar 10, 2014 9 Kommentare

Ich hatte mich beruflich vor fast 4 Jahren mit dem Thema Compliance Management, dem Einhalten von Gesetzen und Regularien auseinandersetzen müssen, und dabei ist der folgende Artikel entstanden, der mir klar machte, dass je mir wir versuchen, mit Regeln unser Leben sicherer zu machen, desto unfreier und dümmer werden wir:

——

Seit meinem ersten Post zum Thema Compliance, Warum man sich um die Einhaltung von Regeln kümmern sollte und nicht wegschauen, entwickelte sich in mir mehr und mehr das Gefühl, dass da frei nach Shakespeares Hamlet “was faul im Staate <irgendeinstaatsname> ist” (O-Ton: “something is rotten in the state of denmark”).

Schon bei meinen Kindern hatte ich festgestellt, dass bei zu strikten und zu vielen Regeln, die sie einhalten sollten, sie weniger kreativ waren, d.h. weniger ausprobierten. Heute morgen bin ich über den Artikel G20: Regulierungs-Chaos nach der Weltfinanzkrise von Prof. Uhlig im online Handelsblatt gestolpert, dessen Inhalt mich den ganzen Tag (heute ist Sonnntag) über gefangen hielt. Er stellt die These auf, dass erst die zuvor festgelegten Regularien die aktuelle Finanzkrise verursachte. Und seine abschließende These ist, dass aufgrund der imensen, komplexen Zusammenhänge ein Regularium nie eine weitere Krisen verhindern können wird.

Quergedacht

Stellt sich mir die Frage, warum wir dann überhaupt nach jeder Krise nach noch mehr Regeln und Steuerung rufen, wenn die nächste Krise doch sowie nicht abzuwenden ist?  Sollten wir nicht die Krise als Weiterlesen …

von einer tierischen Arbeitswelt – Mann, Mann, Mann

November 6, 2013 2 Kommentare
Schlachterei (Foto: Udo Böhlefeld - pixelio.de

Schlachterei (Foto: Udo Böhlefeld – pixelio.de

Andreas Zeuch hat heute eine lesenwerte Rezension zum Buch Tiere essen veröffentlicht, die sich unserem tierischen Lebensmittlen widmet, mit Blick auf Ökologie, Gesundheit, Arbeitswelt als auch Ethik. Ich möchte gerne das Kapitel über das Arbeiten in den Massentierhaltugnen als auch den Schlachtereien bringen, auch wenn es wenig gute Gefühle macht. Vielleicht hilft es aber doch noch etwas mehr, durch den eigenen Umgang mit Lebensmitteln für eine Umdenken und -handeln zu sorgen:

Arbeitsbedingungen und Arbeiterausbeutung

Fleisch soll billig sein. Morgen am besten noch billiger als heute. Aber fast jeder meckert, wenn er selbst nicht ausreichend Geld verdient. Höchst interessant, diese kognitive Dissonanz. Denn der Preiskrieg bei der Fleischproduktion wird natürlich auch auf dem Rücken der Angestellten ausgeübt. Bekanntermaßen sind Personalkosten zumeist eine der größten Ausgaben eines Unternehmens. Also müssen sie gesenkt werden. Und das geht besonders gut, in dem man ausländische Leiharbeiter einstellt, die ebenso billig zu haben sind, wie das Produkt, was am Ende bei diesem Spiel massenhaft auf den Markt geschmissen wird.

Safran Foer berichtet vom – im wahrsten Sinne des Wortes – Wahnsinn in amerikanischen Schlachthöfen: Illegale Weiterlesen …

Darüber wie die Ungleichheit in die Welt kam …

September 23, 2013 9 Kommentare
Geist ist eingedrungen in die Natur,
wie das Messer dringt in eines Baumes Mark.
Nunmehr freilich kann die toddrohende Schneide
nicht aus dem Stamme herausgezogen werden,
denn der Baum würde dabei verbluten.
Aber niemand darf behaupten,
dass ein Schwert im Herzen der Weltesche
das Merkmal sei für ihre Gesundheit.
Jean-Jacques Rousseau (1750) :
Über den Ursprung der Ungleichheit unter den Menschen
Kategorien:Erkenntnis, Ethik, Gesellschaft Schlagwörter: ,
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