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Archive for the ‘Bildung’ Category

Veranstaltungshinweis: Ökoligenta – Die Messe für bewusstes Leben und ein gesundes Miteinander

November 14, 2016 12 Kommentare

Und wieder haben wir uns mitreißen lassen von dem ganzen Polit-Schwachsinn. Es war in Wirklichkeit ein Riesentheater für das dumme Volk. Beide Kandidaten kommen aus dem selben Dunstkreis der Mächtigen , der Politmafia. Wie in den Protokollen dargestellt, wurde ein perfektes Schauspiel geliefert. Dem Volk wurde ein echter Gegensatz zwischen den beiden Kandidaten vorgegaukelt. Das Volk hat diesen Blödsinn auch noch gefressen .Glaubt tatsächlich wirkliche Demokratie erlebt zu haben. Besonders auch wegen des “unerwarteten“ Ausgangs . Die Mächtigen haben eine Totalverarschung veranstaltet. Dem Volk kann man wirklich nicht helfen. So ist es und so bleibt es. Nur weiter so!
Ernst Duberr in einem Kommentar auf dem Blog zu den Wahlen in den USA

Dass es schon richtig richtig viele Menschen gibt, die diesem Trubel schon längst den Rücken gekehrt haben und ihr eigenes Ding machen, ihren ganz eigenen Lebensstil pflegen, darüber schrieb ich im zweiten Jahr des Blogs in dem Artikel Die Kulturell-Kreativen sind überall. Zur gleichen Zeit bekam ich das Buch Jamilanda – die öko-ligente LebensArt in die Hand. Hierin beschreibt Alexander Baltosée in romanform wie ein intelligentes Leben in einem Dorf aussehen kann, das eben die Ökologie und aber auch den Menschen nicht zerstört. Ich schrieb dazu:

Sein roter Faden spinnt sich von der Art des offenen, transparenten Umgangs miteinander, über die freie Ausbildung unserer Kinder hin zu mündigen, kritischen, sich selbst liebenden und damit selbstbewussten Wesen, über Aspekte der Landschaftsgestaltung  inkl. Permakultur, über die Art der gemeinsamen Nutzung von Werkzeugen, der alternativen, ganzheitlichen Heilkunde, bis hin zu einem alternativen Geldsystem (hier denkt er mir noch nicht weit genug, was aber auch gut ist, erschreckt er womöglich sonst). Und er erzählt von noch vielem Interessanten mehr. In Allem liegt viel Spiritualität, weniger im religiösen Geiste als viel mehr der Erkenntnisgewinnung, wie wir eine Welt erschaffen können, in der wir zu mehr Glück finden und in der wir für den Menschen handeln und wirtschaften und nicht für einen Markt der Profite.

Alexander hatte viele Orte dieser Art besucht und überall entsprechende Anregungen erhalten, die er dann in seinem wirklich lesenswerten Buch zusammengefügt hat. Nun hat er weitere Menschen gefunden, mit denen er zusammen eine Ausstellung auf die Beine gestellt hat: Weiterlesen …

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„Warum der Kindergarten unserem Kind nicht gut tat“

Oktober 28, 2016 1 Kommentar

Ich hatte den Artikel im Juni begonnen und ganz übersehen, ihn noch auf die Reise zu schicken. Nun aber, von Amy:

Überall hört und liest man es: Der Kindergarten ist ein oder sogar der Eckpfeiler der Kindheit. Kontakt zu Gleichaltrigen ermöglichen das Erlernen sozialer Kompetenzen. Ausgebildete Fachkräfte sollen unsere Kleinen von vorne bis hinten fördern und durch die professionelle Betreuung unserer Lieblinge wird uns Eltern die Ausübung des Berufes ermöglicht, wir sind kein verschwendetes Humankapital. Juhu!

Ich finde das alles etwas übertrieben und vorBaby & Kleinkind Halt geben allem vermisse ich da die Bedürfnisse der Kinder. Gerade im Krippenbereich gruselt es mich, denn ich frage mich, wie man den Kindern bei einem Betreuungsschlüssel von 1:5 gerecht werden will. In den ersten Lebensjahren geht es vor allem um Bindung, Verlässlichkeit und Sicherheit. Was wir in unseren ersten Lebensjahren erleben, prägt uns für unser gesamtes Leben, obwohl wir uns an diese Zeit nicht erinnern können. Da frage ich mich: Fühlt mein Kind sich sicher, wenn ich es gegen seinen Willen abgebe? Empfindet es mich als verlässlich, wenn es meine Nähe braucht, um sich sicher zu fühlen, und ich gehe trotzdem? Das Konzept Geld verdienen kann es ja noch nicht begreifen.

Für mich stand jedenfalls fest, dass meine Kinder frühestens woanders betreut werden, wenn sie sich verständlich ausdrücken können. Wenn sie Sorgen haben, möchte ich diese verstehen können.

Wird der Kindergarten den Kindern gerecht?

Ich wage tatsächlich, dies zu bezweifeln. Wenn ich überlege, wie viel Platz X Kinder haben, dann sehe ich zu wenig Raum für Bewegung und zum Aus-dem Weg-gehen oder Sich-zurückziehen. Wenn ich überlege, wie viele Kinder zusammen kommen, fallen mir vor allem der Lärm und die Unordnung (damit meine ich nicht das verstreute Spielzeug) auf. Wenn ich mir den tatsächlichen Betreuungsschlüssel, der selten beim empfohlenen 1:3 liegt, anschaue, dann sehe ich ungestillte Bedürfnisse, übersehene Trauer, Angst und Sorgen…

Ja, sie tun ihr Weiterlesen …

Die Aufgabe eines wirklichen Lehrers …

September 3, 2016 57 Kommentare

Die Aufgabe eines wirklichen Lehrers,
ist nicht die eines Schäfers,
der seine Schützlinge nur,
wie dumme, brave, blökende „Schafe“
in einer Herde, in Hürden gehalten,
eingeengt, eingepfercht,
von „Hunden“ bewacht und getrieben,
(angeblich von „Wölfen“ geschützt und geschont)
über Wiesen und Felder geführt,
deren „gebotener“ Inhalt
als „einziges“ Futter zu fressen ist,
damit sie all alle schön dick und fett werden,
damit sie regelmäßig geschoren werden können,
damit sie genützt >>> gehetzt >>> gebraucht >>> werden können,
damit man sie dann auch ermahnt = bzw. „ermuntert“
unentwegt weitere Schäflein in die Welt zu setzen,
die man auch „erziehen“ = züchten kann,
um dann auch beizeiten abgeschlachtet zu werden,
oder wenn veraltet,
geschlaucht, verbraucht, entkräftet, verachtet
dann aussortiert, entsorgt und verscharrt zu werden.

Die Aufgabe eines gewissenhaften Lehrers
ist nicht zu entleeren, nicht zu entfernen,
nicht zu verhindern, nicht zu verneinen,
sondern sich mit den Schützlingen
als Gemeinschaft zu vereinen.

Die Aufgabe eines Lehrers
ist zu begeistern, anzuspornen,
zu probieren, zu experimentieren, zu testen, zu meistern,
das Geheimnisvolle zu enthüllen
und die Leere zu füllen,
den Hunger und Durst der Neugierde
und des Lernwillens zu erwecken,
zu befriedigen und zu stillen.

Die Aufgabe eines wahren Lehrers Weiterlesen …

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Wann ist Erziehung diktatorisch?

Ein neues System muss sich umfassend um die Bedürfnisse der Menschen kümmern, Es sollte einen gesellschaftlichen Aspekt vertreten, der ein Umdenken bewirkt. Umdenken basiert auf Entscheidungen, welche auf Information basieren. Sich allein darauf zu versteifen, einen Wandel für sich selbst zu realisieren, ist egoistisch und kurzsichtig. Man sollte sich überlegen, wie man der nächsten Generation eine neue Basis bieten kann, auf welcher diese dann langfristigere, nachhaltigere Entscheidungen treffen kann. Ändert man die Information, ändert man das Denken, und das bewirkt einen strukturellen Wandel. Dies ist unser Werkzeug.
So die Meinung von Ikarus in einem Kommentar auf dem Blog

Ich möchte gleich noch ergänzend ein weiteres Zitat des Philosophen Michael Schmidt-Salomon bringen, der frei nach Marx formulierte:

Die herrschende Dummheit ist stets auch die Dummheit der Herrschenden.

Allerdings meinte Michael das in einem anderen Sinne, als ich es inzwischen interpretieren würde. Die herrschenden Eliten besitzen eine recht große Intelligenz gepaart mit Informationen, die sie uns vorenthalten. So wissen sie sehr genau, was zu tun ist, damit das „gemeine“ Volk weiter dummt bleibt. So bleibt am Ende der Bürger im Dunkeln und erkennt erkennt nicht, dass er auch nach der Aufgabe der Leibeigenschaft weiterhin ihr Sklave ist und die Hälfte seiner Arbeitskraft allein für ihr Wohl einsetzen muss.

Ich möchte nun einen weiteren Teil aus DAS GRÜNE BUCH von Mummar Al-Gaddafi hier posten (Teil 1 und 2), der zeigt, wie die Menschen wieder aus ihrer Dummheit geführt werden könnten. Es geht um die Erziehung oder besser die Bildung, oder noch besser darum, wie sich der kleine Mensch so entfalten kann, dass am Ende eine Gemeinschaft von herzensgebildeten Profis entsteht, die als Partner (siehe Augenhöhe) miteinander wirken. Also macht Euch wieder selbst ein Bild darüber, warum Gaddafi in unserem Bildungssystem starke diktatorische Elemente erkennt:

Erziehung aus der Perspektive Mummar Al-Gaddafis

Erziehung aus der Perspektive Mummar Al-Gaddafis

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Schule erzieht zur Dummheit durch Halten in Unwissenheit …

Antreiben

Antreiben

Die Menschen werden unwissend geboren.
Aber nicht dumm.

Dumm werden sie erst durch Erziehung.
Bertrand Russel

Und ein weiteres Mal möchte ich den heimlichen Plan unseres Bildungssystems aufgreifen. Conny Dethloff hatte uns vor einiger Zeit in seinem Artikel aufgezeigt: In der Schule verlernen Schüler das Denken. Und auch diese Kritik eines Lehrers am Schulsystem hatte es in sich.

Meine Meinung zum Schulsystem ist inzwischen, dass damals, als die Leibeigenen aus dem kleinen Käfig ihres Leibherren in die „Freiheit“ entlassen wurden, sie nur in ein größere Sklavenfarm gelangten, nur eben mit moderneren, weniger erkennbaren Gittern. Denn wer sich frei fühlt, der ist am Ende arbeitsamer, so die Idee dahinter. Und eines der Werkzeuge, sie zu noch besserem „Nutzvieh“ für die vielen „Ex-Leibherren“ gedeihen zu lassen, ist eben dieses zum gleichen Zeitpunkt eingeführte Schulsystem  (auch diese kleine Geschichte verdeutlicht den Hasenfuß der damaligen Gesellschaftstransformation).

Nun habe ich noch einen Vortrag entdeckt, der aufzeigt, wie dieses Schulsystem wirkt, und was es mit den Menschen macht, die es durchlaufen. Freerk Huisken meint am Anfang zu obigem Zitat, dass Herr Russel einen guten Punkt trifft, aber es eine wichtige Ergänzung benötigt:

Die Menschen werden durch Erziehung nicht nur dumm gemacht sondern große Teil von ihnen werden durch Erziehung in  Unwissenheit gehalten. Und Unwissenheit sollte man nicht mit Dummheit verwechseln. Es fällt nicht unter Dummheit, wenn man die neue Rechtschreibung nicht be­herrscht, nur schlecht lesen und rechnen kann, die Nebenflüsse der Donau, die chemische For­mel von Schwefelsäure nicht kennt oder von Feuerbach noch nie etwas gehört hat. Das ist fehlendes Wissen, das kann man sich aneignen. Besser: das könnte man sich aneignen, wenn das Schulwesen tatsächlich das Anliegen verfolgen würde, den Nachwuchs solide in die „Kulturtechniken“ einzuführen und ihm gediegenes Wissen über Natur und Gesellschaft zu vermitteln. Tut es aber nicht.

Dummheit ist dagegen nicht das, was man nicht lernt. Unter Dummheit fällt vielmehr ziemlich viel von dem was man lernt, und zwar als Hauptschüler wie als Gymnasiast und als Student. Es fällt darunter die Ausstat­tung der Jugend mit einer Fülle falscher Urteile über Gott und die Welt. Das liegt nicht daran, dass sich Schulbuchverfasser und Lehrer ein­fach nur irren, wenn sie die Schüler mit ihren Lehren über Demokratie und Faschismus, über Geld und Markt, über Fa­milie und Staat traktieren. Das tun sie auch. Aber das trifft nicht die Sache. Dafür sind die Dummheiten viel zu resistent gegen Argumente und haben bereits zu viele Jahrzehnte in Schulbüchern überdauert. Die frühzeitige An­eignung einer gehörigen Portion Dummheit braucht es vielmehr für die geistige Ausstattung der Heranwachsenden. Gefordert ist sie für Leistungen, die mündige Bürger ständig zu erbringen haben: nämlich für die freiwillige Unterordnung unter alle Zwänge und Sachzwänge dieser Gesellschaft. Und weil die Lebensplanung aller Bürger in der Konkurrenzgesellschaft nicht aufgehen kann, deswegen gehört zu den Dummheiten, die man lernen soll, auch die Ausstattung des Verstandes mit lauter falschen Urteilen über die Gründe, warum das mit Karriere und Selbstverwirklichung so häufig nicht klappt. Dummheit ist also — zusammengefasst — die Summe parteilichen Denkens, mit der der erzogene Mensch es fertig bringt, alle politischen und ökonomischen Beschränkungen seiner Interessen zu verarbeiten und dabei brav zu bleiben.

Und so ist der überwiegende Teil der Menschen eben noch nicht in der wahren Wissensgesellschaft angekommen. Aber macht Euch wie immer selbst ein Bild von seinen Denkimpulsen. Über das Unterrichtsfach „Erziehung zum selbstbewussten Konkurrenzsubjekt„:

Lassen Sie Ihr Kind nicht alleine, wenn es weint!

Geborgenheit (c) Foto Helene Souza - pixelio.de

Geborgenheit (c) Foto Helene Souza – pixelio.de

Nur wer als Baby und Kind in Stress- und Angstsituationen erfahren hat, dass ihm jemand beisteht, entwickelt die Fähigkeit sich mit der Zeit selbst beruhigen zu können und kann Erregungszustände besser regulieren.

Dass etwas mit unserem Weltbild die Bildung betreffend nicht in Ordnung ist und das mit dem Entwickeln mündiger Bürger in unseren Schulen immer weniger gut gelingen scheint (u.a. weil der heimliche Plan hinter Aus-bildung ein ganz anderer als von uns angenommener war), haben wir hier schon reichlich angeschaut. Auch dass wir unseren Kleinen mit Blick auf Bindung und Abgabe in Kitas nicht wirklich etwas Gutes tun (hier, und hier). Und was passiert, wenn mit den Kleinsten ganz anders umgegangen wird, haben wir von Jean Liedloff kennen gelernt (hier).

Nun lasst uns auch nochmals einen Blick auf unsere aller Kleinsten werfen, den Babies. Auch hier ist wohl besser umzudenken. Ich habe es als 1958er noch erleiden müssen, was die Nazidoktrin zur Abhärtung von kleinen Mens-chen bedeutete, und habe das bei meinen Kindern schon anders machen können. Aber lest selbst:

Wenn ein Baby weint, dann gibt es hierfür immer gute Gründe.

Es hat entweder Angst, Durst, Hunger, Schmerzen, ist erschöpft, fühlt sich alleine, ist überstimuliert, ist gelangweilt, hat zu warm oder zu kalt oder spürt die Sorgen und Anspannung der Eltern. Manchmal ist es nicht zu enträtseln warum das Kind weint. Aber nie schreien Babys um Eltern zu ärgern, um Macht über Sie zu erlangen, aus Spaß oder aus Boshaftigkeit. Und doch, wie oft weinen Säuglinge im Kinderwagen oder nachts im eigenen Zimmer, ohne dass jemand kommt und es herausnimmt und es beruhigt.

Weinen ist ihre einzige Überlebensgarantie.

Weinen ist für Babys die einzige Möglichkeit ihr Unwohlsein zu zeigen. Wenn Babys weinen fühlen sie sich hilflos und alleine. Der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie Karl Heinz Brisch schreibt in seinem Buch SAFE – sichere Ausbildung für Eltern: „Für Eltern ist es ausgesprochen wichtig zu wissen, dass Säuglinge selbst noch nicht in der Lage sind größeren Stress ausreichend zu regulieren, also auch nicht sich selbst zu beruhigen. Sie brauchen von Anfang an mindestens eine Bindungsperson, die durch feinfühligen Körperkontakt, etwa zärtliche Berührung, Blickkontakt und verständnisvolle Worte, ihren Stress mit ihnen zusammen reguliert und abbauen hilft. Auf diese Weise vermittelt die Bindungsperson ein Gefühl von emotionaler Sicherheit. Erst durch viele solcher hilfreichen Erfahrungen lernt der Säugling wie Stressregulation möglich wird.“

Was hilft am besten den Stress der Kinder zu beruhigen?

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Krieg um jeden Preis

Dezember 25, 2015 5 Kommentare

Da der „normale“ Bürger eher in Frieden leben möchte, müssen Jene, die vom Krieg profitieren, viel tun, um diesen Bürger dazu zu motivieren, ja zum Krieg zu sagen. Wie das in unserem Land organisiert wird, das hat vor 2 Jahren eine Studie zu Tage gefördert. Mündige Bürger sollten davon wissen, um diesen Machern nicht auf den Leim zu gehen, wie zuletzt beim GG- und Völkerrechtswidrigen Entscheid unserer gewählten Repräsentanten, dass nun die Bundeswehr auch im Syrien-Krieg mitmischen soll. Aber lest selbst:

Eine medienwissenschaftliche Studie zeigt, wie der deutsche „Qualitätsjournalismus“ friedenspolitisch auf der ganzen Linie versagt
(Quelle: Krieg um jeden Preis auf AG Friedensforschung – von Thomas Wagner)

Wie es klingt, wenn jemand auf Biegen und Brechen einen Krieg herbei schreiben will, konnten die Leser der Süddeutschen Zeitung am vergangenen Montag in einem Kommentar von Stefan Kornelius lesen. »Der Giftgaseinsatz in den Vororten von Damaskus«, hieß es in dem »Rote Linien« genannten Propagandastück des Ressortleiters Außenpolitik auf Seite vier der renommierten Münchner Tageszeitung, lasse »die fürchterlichen Greuel in Syrien in neuem Licht erscheinen. Die bisherige Logik – aushalten, raushalten – muß einer neuen Bewertung weichen.« Griffe Obama nicht ein, verlöre er zum einen seine Glaubwürdigkeit. Zum anderen wäre das Giftgas nur die erste Stufe einer brutalen Eskalation des syrischen Krieges mit Nachahmungspotenzial überall auf der Welt. »Der Weg vom Gas zur Atombombe ist kurz«, behauptet Kornelius.

Daß ein Gaseinsatz durch die syrische Armee denkbar unwahrscheinlich ist, jedenfalls von der Regierung Assad nicht gewollt gewesen sein kann, ficht den Sesselstrategen nicht an. Statt dessen fordert er ohne weitere Begründung die Umkehrung der Beweispflicht: Weiterlesen …

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