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Archive for the ‘Bildung’ Category

„Ich will nicht verantwortlich für traumatisierte Kinder sein!“

frei nach ‚Kindermund tut Wahrheit kund‘

Ich habe gerade diese Frust-Nachricht von einem Gruppenleiter erhalten, der in einer Offenen Ganztagsschule aktiv ist:

Es ist ja unglaublich was da in Australien abgeht, und die Menschen das mitmachen [hier]. Zum Glück ist es in Deutschland noch nicht so schlimm. Trotzdem, die Maßnahmen für die Schulen sind unerträglich. Ich muss ab Montag eine 1 Klasse übernehmen, ungefragt. Die Kinder sind jetzt schon traumatisiert und weinen. Dieser Maskenwahn ist nicht auszuhalten. Kollegen haben Kreislauf Probleme ohne Ende. Kinder wollen nur noch in der Klasse bleiben, weil auf dem Schulhof Maskenpflicht gilt. Wenn wir aber zum Essen gehen, brauchen wir keine Maske. Ja Mensch, macht denn das Virus Pause während des Essens … und wir sitzen ohne Abstand zusammen. Vor den Ferien brauchten wir keine Masken. Alles war aufgeteilt in Bereiche und weniger Schüler. Jetzt ist wieder full house. Fahrzeuge werden nicht mehr desinfiziert wie vorher, Erstklässler haben keine Eingangsuntersuchung gemacht, weil die Gesundheitsämter überlastet sind. Es sind solche Sachen, wo einem die Worte fehlen. Ich schaue mir diesen Unsinn nicht mehr lange an. Ich werde bald besser einen Krankenschein vorlegen. Ich will nicht verantwortlich sein, für traumatisierte Kinder. Und bin auch nicht die Corona-Polizei, die ständig Kinder und Eltern an die Maske erinnert.

Dieser Lehrer ist ein mit dem Herzen engagierter, kann aber mit diesen unsinnigen Maßnahmen immer schwerer umgehen, zumal die relative Zahl der Infektionen weiter konstant bleibt seit 8 Wochen, siehe offizielle RKI-Zahlen:

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Der Depp

Ich möchte ein schon etwas älteres Thema hier auf dem Blog nochmals auf den Radar bringen: es geht um den Vertrag, den Mensch durch seine Unterschrift auf den Personalausweis eingeht. Das erste Mal hatte ich das Thema mit dem Artikel WER ODER WAS IST DER STROHMANN? angeschnitten. Und wer sich in das Vertragsrecht begibt, sollte sich schlau machen. Aufgeschlaut hat uns hans xavier meier mit einem Vortrag, der anstrengt, weil wir es nicht in der Schule lernen, aus gutem Grund(?) …: Die 10 Gebote des Rechtssystems…. Nun möchte ich ein neu verfasstes Video ins Regal stellen, bei dem es um den hypothetischen (?) Deppen geht, der unwissentlich einen Vertag mit einem Staat eingeht. Was meint Ihr:

Artgerechte Menschenbildung

Es gibt ein weiteres Buch von Horst Költze als Bildungs-Botschaft für das 21. Jahrhundert, auf das ich hier mit seinem Text aufmerksam machen möchte, könnte es doch helfen, ein zuträgliches Lernen der jungen Menschen zu gestalten?

ARTGERECHTE MENSCHENBILDUNG

Schule muss neu gedacht werden!

schallt es von allen Wänden… nicht nur in Deutschland.

In den USA propagiert der Bildungsphilosoph Zachary Stein:

Die Herausforderung für eine lebensfähige Zukunft der Menschheit … kann nicht ohne die richtigen Bildungssysteme gelöst werden!

Zachary Stein

Was ist ein ´richtiges Bildungssystem`?

Ein richtiges Bildungssystem ist artgerechte Menschenbildung!

Was ist für den Menschen artgerecht?

Menschenartgerecht ist Bildung in Freiheit! – denn der Mensch ist ein freies Wesen –

und würd` er in Ketten geboren

Friedrich von Schiller

Bildung in Freiheit basiert auf dem subjektiven Lerninteresse jeder Schülerin/jedes Schülers.

Das bedeutet:

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Was Corona, CO2 und Weltdiktatur mit dem Nationalstaat zu tun haben

NO_NWO hat heute auf Human Connection einen Artikel veröffentlicht, der es für den überwiegenden Teil der Staatsbürger in sich hat, stellt er doch fest, dass dieser via Staatsbildung des eigenständigen Denkens entwöhnt wurde, um so in der Lage zu sein, alles, was für ihn scheinbare Sicherheit bietet, mit Kusshand zu nehmen, sei es die CO2-Steuer, um mit diesen Geldeinnahmen die Welt zu verbessern, oder durch Zwangsimpfungen Leben zu retten. Hat NO_NWO Recht mit dem dystopischen Film, in dem wir gefangen zu sein scheinen?

Was Corona, CO2 und Weltdiktatur mit dem Nationalstaat zu tun haben

Die mit Corona gegebene forcierte Schwächung der Nationalstaaten ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg hin zu einer Weltdiktatur. Doch nichts wäre absurder, als den Nationalstaat nostalgisch zu verklären ( @lothar-j-finger ). Denn es war der Nationalstaat, der seine „Bürger“ so dermaßen veruntertänigt bzw. verdummt hat, daß eine Weltdiktatur in die Nähe des Denkbaren und Möglichen hat rücken können. Der Begriff „Bürger“ im vorhergehenden Satz schließt die sogenannte politische Klasse ein ( @die-burgerratsinitiative ).

Je einfacher eine Wahrheit, um so gefürchteter ist sie.

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Große Schule der Manipulation

Ich habe in der Schule noch gelernt, Manipulationen in Medien zu erkennen. Hier ist gut gezeigt, wie das noch immer, und viel besser als noch vor über 40 Jahren läuft, am Beispiel des Themas Corona:

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Von der Lust am eigenen und gemeinsamen Entdecken und Gestalten …

Nicht Eltern, die gegen die Schulpflicht ihrer Kinder rebellieren, bedrohen unser Bildungssystem. Schule in ihrer jetzigen Form funktioniert einfach nicht mehr. … Ein allgemein akzeptiertes Beziehungsmuster, das andere Menschen zu Objekten degradiert, macht die Gesellschaft kaputt.

Gerald Hüther, Hirnforscher an der Universität Göttingen.

Es ist schon länger her, dass ich Gerald Hüter hier habe zu Wort kommen lassen. Manche meinen, dass man ihm nicht trauen könne, geht er doch bei Bertelsmann ein und aus, jener Organisation, die von unseren Eliten gefüttert wird, um solche Agenden wie Hartz IV oder PPP zu erfinden und umzusetzen.

Die Bertelsmann-Stifung (BSt) gibt sich als gemeinnützige „Reformwerkstatt“ (und ist somit steuerbegünstigt). Gleichzeitig hält sie ca. 75% der Konzernaktien (Rest: Familie Mohn, Entscheidungsgremium: Verwaltungsrat – 4 Konzern, Betriebsrat, 4 Familie). Das wäre nicht mal in den USA zulässig. Das Stiftungsziel ist gesellschaftliche Steuerung. Die BSt ist die erfolgreichste “Public Private Partnership, (PPP)“ *; sie findet Lösungen für Probleme, die sie selbst definiert und verdient prächtig daran.

AGENDA BERTELSMANN – KURZREFERAT — ein Themenpapier zu MACHT, MEDIEN, ÖFFENTLICHKEIT von attac (Quelle)

Dennoch finde ich es immer wieder inspirierend, wie er auf den Punkt bringt, was an unseren Schulen falsch läuft, und wie es anders zuträglicher für alle Beteiligten sein könnte. Also auch dieses Video ab ins Regal:

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» Evolution durch Liebe «

Dezember 5, 2019 9 Kommentare
Michael Hüter

Waren Fortschritt und Reaktion die Leitbegriffe des 19., sind Pfusch und Reparatur die des 21. Jahrhunderts. (Peter Sloterdyijk)

Waren Erziehungsdiktatur und Vaterterror die Leitbegriffe des 19. , sind Mutter- , Eltern- und Liebesmangel die des 21. Jahrhunderts.
Noch nie in der gesamten bisherigen Geschichte der Menschheit hatten Kinder so wenig Möglichkeit in Be-Ziehung zu den ihnen von Natur aus emotional nahe stehenden Personen aufzuwachsen. …
Vergessen Sie die großen Seuchen der Menschheitsgeschichte, wie Pest Cholera und Co. Die Auswirkungen des mittlerweile und zunehmend weltweit zur gesellschaftlichen Normopathie erwachsenen Muttermangels werden noch umfassender und verheerender sein als alle Seuchen der Menschheitsgeschichte bisher. (ergänzt von Michael Hüter)

Michael Hüter, Historiker, Kindheitsforscher, Autor, Verleger, Pianist, Aktivist und dreifacher Vater, meint, dass es eine Mähr sei, dass es heute den Kindern in den westlichen Ländern so gut wie noch nie gehe. Ja, es gibt keine Kinderarbeit mehr, es mangelt an nichts, die jungen Menschen erfahren immer früher immer bessere Bildung, aber er sieht nicht, dass sie dadurch wirklich stets klüger und glücklicher werden.

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Framing / Psycho-Nudging / Kognitive Dissonanz / Massen-Manipulation

Harold Dwight Lasswell
Foto: Wikipedia

Meinungsmanagement ist billiger als Gewalt, billiger als Bestechung oder irgendeine andere Kontrolltechnik.

Harold Dwight Lasswell, Soziologe, 1902-1978, in der Encyclopedia of the Social Sciences von 1930

Folgen wir dem Zitat von Herrn Lasswell, so dürfen wir annehmen, dass mit der Perfektionierung der Techniken inzwischen das aktuelle Meinungsbild das der herrschenden Elite hinter unserem Bühnenbild ist. Gerne möchte ich einen Text hier ins Regal stellen, der sich an einem konkreten Beispiel den Techniken des Meinungsmanagements widmet. Sicher, geschrieben aus der ‚rechten‘ Perspektive der Angst vor der Zunahme von Kriminalität aufgrund von Migration, dennoch gut erklärend, wie ich meine:

Von Tatjana Festerling
Foto: Wikipedia

FRAMING / PSYCHO-NUDGING-TECHNIK / KOGNITIVE DISSONANZ / MASSEN-MANIPULATION (=> Tavistock )
Von Tatjana Festerling (-> Wikipedia)

Mir geht die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) einfach nicht aus dem Kopf. Vor allem die selbstgefällige Dreistigkeit, mit der Seehofer bei der Vorstellung der Statistik Wahrnehmungs-verzerrung betreibt, war schon 2018 unerträglich (hier ein Artikel zu 2019).

Schon lange wollte ich mal was über “kognitive Dissonanz” schreiben. Wie das Framing wird sie von Politik und Medien gezielt zur Manipulation der Menschen eingesetzt. Sie gehört zu diesen berühmten Psycho-Nudging-Techniken, mit denen das u.a. Merkel-Regime arbeitet. Als Beispiel drängt sich Seehofers PKS-Show geradezu auf. Die Methode funktioniert so:

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„Die Wahrheit ist so etwas wie die Schwester der Seele.“

Dieser Spruch soll von Rudolf Steiner stammen. In den beiden letzten Artikeln klang an, dass sich unser Aller Denken in einer Abwärtsspirale befände (1,2), was sich u.a. daran bemerkbar mache, das sich die emotionale uns soziale Psyche nicht mehr bildet und somit viele Jugendliche auf eine Entwicklungsstand eine etwa Einjährigen stehen geblieben sei.

Auf der anderen Seite bemerke ich, dass viele Menschen sich in einen Prozess des gemeinsamen Wirkens begeben haben, in dem das Machen von Fehlern anerkannt wird und auf neue, abwegig klingende Ideen nicht gleich abwertend sondern neugierig reagiert wird. Ich möchte als nächstes ein Interview mit Hans Bonneval ins Regal stellen, der uns über die Art und Weise des Denkens seit den Griechen bis heute erklärt und was wir tun können, um aus einer überwiegend dekadenten in eine kreative Denkweise zu kommen. Zum Interview mit ihm ist wie folgt zu lesen:

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Darüber, warum unsere Kinder nicht mehr erwachsen werden …

August 10, 2019 5 Kommentare
Ruhig dahin plätschernder Glessener Quellbach – Foto: Martin Bartonitz 2019

In der Erziehung geht es nicht darum, dem Kind etwas beizubringen! Es geht darum, emotionale und soziale Psyche zu bilden … es geht ums Anleiten, egal, ob beim Anziehen oder Aufräumen, oder in der Schule. Bis Mitte der 90er wurden Kinder ganz viel angeleitet. Deshalb haben sie auch eine solche Psyche bekommen. Und genau das tun wir heute nicht mehr, weil wir Kinder wie kleine Erwachsene sehen, die das alles schon selbst können.

Michael Winterhoff, zum Abschluss des folgenden Vortrags

Ich habe mir gestern während meiner Heimfahrt wieder einen sehr erhellenden Vortrag angehört, den ich gerne auch hier wieder ins Regal stellen möchte. Ich nehme seit einiger Zeit wahr, dass Unternehmer bemängeln, dass die Jugendlichen, die nun in die Lehre kommen, zunehmend nicht mehr in der Lage wäre, die grundlegenden Dinge zu beherrschen, um eine Lehre durchlaufen zu können. Neben mangelnder Sprachfähigkeit fehlt es häufig an der Fokussierung auf das, was gerade zu tun ist, am Mangel an Disziplin, etwas durchzuhalten.

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Macht Schule krank?

Lea Rademacher, mit frischem Abschluss des Masters in Pädagogik und Management in der Sozialen Arbeit 

Es muss hinterfragt werden, welcher Nutzen daraus resultiert, dass man den SchülerInnen heutzutage die Freude an der Schule nimmt, indem man gute Leistungsergebnisse als Grund für die eigene Bildung voraussetzt und nicht die Bereicherung durch die Wissenserlangung an sich. …
Insgesamt wäre es auch wünschenswert, wenn SchülerInnen mehr Entscheidungs- und Entwicklungsfreiräume gegeben werden und der momentane wirtschaftliche Fokus des Schulsystems einem sozialpädagogischen weicht.

Lea Rademacher, mit gerade abgeschlossenem Master in Pädagogik und Management in der Sozialen Arbeit 

Vor einiger Zeit hatte meine Stieftochter Lea hier auf dem Blog diesen Aufruf gestartet: Umfrage im Rahmen der Masterarbeit „psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern“. Nun ist die Arbeit ausgeführt und bewertet. Und da ich das Ergebnis als wissenswert für unsere Gesellschaft empfinde, habe ich Lea gefragt, ob sie uns eine Zusammenfassung schreiben möchte. Sie hat eingewilligt und hat mir gerade dankenswerter Weise den folgenden Text übermittelt:

Psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schüler

Depression ist eine Krankheit, von der immer mehr Menschen betroffen sind. Während sie lange als Tabuthema galt und von Betroffenen meist verschwiegen wurde, wird sie in den letzten Jahren jedoch mehr und mehr in das Bewusstsein der Gesellschaft gerückt. Doch obwohl die Thematik immer präsenter wird, bleibt die Erkrankung im Jugendalter häufig unterschätzt. Insbesondere dadurch, dass Depressionen zu den internalisierenden Störungen zählen, was bedeutet, dass sich die Symptome im Inneren des Individuums abspielen und dadurch teilweise für die soziale Umwelt nicht sichtbar sind, bleibt die Krankheit in einigen Fällen unentdeckt (vgl. Bilz 2008, S.10). Dadurch werden depressive Episoden von Außenstehenden häufig erst dann erkannt, wenn der Schweregrad bereits deutlich fortgeschritten ist (vgl. Nevermann/Reicher 2009, S.54). Vor allem in der Schule fallen depressive SchülerInnen im Gegensatz zu Kindern und Jugendlichen mit Aggressivitätsproblemen oder Hyperaktivität selten auf, da sie im Unterricht angepasst und unauffällig wirken (vgl. Bilz 2008, S.9).

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Wandel – auch durch menschenwürdige Bildung

Seit Jahren pfeifen es die Spatzen von den Dächern:

Die Menschheit erlebt einen Zeiten- und Bewusstseinswandel in allen Lebensbereichen – also auch im Bildungssektor.

Für den Wandel im Bildungssektor lege ich mit meinen Ausführungen zur MENSCHENWÜRDIGEN BILDUNG ein Fundamental-Konzept vor.
Meine Darstellung des Fundamental-Konzepts ist holzschnittartig auf Prozessfaktoren begrenzt. Sie enthält drei Teile:

  1. Prozessfaktoren menschenUNwürdiger Bildung
  2. Die Geisteshaltung menschenwürdiger Bildung
  3. Die anthropologische Basis menschenwürdiger Bildung

1. Prozessfaktoren menschenUNwürdiger Bildung

Menschenwürdige Bildung wird besonders deutlich vor dem Hintergrund menschenUNwürdiger Bildung. Meine These:

Das System gegenwärtiger Schulbildung ist menschenUNwürdig!

Meine Einschätzung begründe ich mit acht Prozessfaktoren:

  1. mit dem Schulpflichtgesetz,
  2. mit dem Bildungsziel,
  3. mit dem Curriculum,
  4. mit dem Notensystem,
  5. mit dem Qualitätsmaßstab,
  6. mit der   Kopf-Füßler-Bildung,
  7. mit der   Bildungsgrundlage,
  8. mit der   Ökonomisierung.

Im Einzelnen:

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Die Zwangs-Maschinerie

Wer meinen Blog schon länger liest, der weiß, dass mich eines stark umtreibt, nämlich die Erkenntnis, dass wir in einer Welt von Erwartungshaltungserfüllern leben, in einer Welt, in der Menschen Rollen spielen, bis hin zur rechtlichen Person in der Fiktion von Gesetzen. Und dass ein wesentlicher Teil dieser Programmierung an unserem Bildungssystem liegt, haben wir hier schon mehrfach ableiten dürfen. Nun kommt ein weiterer Begriff, den Herr Stern uns nahebringt, die strukturelle Gewalt, die in diesen unseren Bildungssystemen angewendet wird, um im Sinne der Profitierenden den Spreu vom Weizen zu trennen, sprich Aussonderung zu treiben. Und das eben via Schulpflicht, d.h. kein Kind kann dem entkommen. Zumindest nicht in Deutschland. Gerne stelle ich dieses inspirierende Gespräch ins Regal. Wer mag, kann auch noch einige Zeilen zum Gespräch vorher mitnehmen, geschrieben Birgit Assel:

Die Zwangs-Maschinerie

Die Schulen dienen nicht der Bildung, sondern der Anpassung und Unterwerfung unserer Kinder. Ein Rubikon-Videointerview wider die Untertanenfabrik.

Ein Artikel von Birgit Assel vom Rubikon, Quelle

Was ist Frieden? Frieden ist die Abwesenheit von Gewalt. So schlicht und einfach formulierte es einst der norwegische Friedensforscher Johan Galtung. Doch die Vorstellung, dass wir dann in Frieden leben, wenn wir keine direkte Gewalt durch eine bestimmte Person erfahren, ist ein Trugschluss.

Trotz aller modernen Errungenschaften sind viele Menschen, auch in Industriestaaten wie Deutschland, noch immer auf der Suche nach Frieden: Lebensratgeber, die „inneren Frieden“ und ein glückliches, friedlich-selbstbestimmtes Leben versprechen, erfreuen sich enormer Beliebtheit. Doch wie kann das sein, wo doch mittlerweile jedem von uns so viele Freiräume in der privaten Lebensgestaltung und Möglichkeiten der Selbstentfaltung offen stehen?

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GEZ-Gebühren: Dem Zwang gehorchen, oder davon befreien?

Januar 19, 2019 6 Kommentare

Das Thema der GEZ-Gebühren hatte ich schon länger nicht mehr auf der Uhr. Der letzte Artikel dazu stammt aus 2015: Aktion für den Erhalt des Bargelds – #GEZ noch in bar? Nun gibt es Anlass, das Thema wieder aufzugreifen, denn es gibt nun Möglichkeiten, sich den GEZ-Gebühren zu entledigen. Dazu möchte ich das folgende Interview mit dem Gründer von »rundfunk-frei«, der größten Bewegung zur Befreiung des Rundfunkzwangs in Deutschland, Olaf Kretschmann bringen. Dazu ist auf youtube zu lesen:

Log der Initiative rundfunk-frei

Dieses Interview ist ein Muss für jeden, der die Zahlung nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren kann … Mittlerweile hat sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk zu einem Staat im Staat entwickelt, der seit dem 01. Januar 2013 nur noch durch Zwangsabgaben am Leben erhalten werden kann. Aufgrund der hohen Pensionsverpflichtungen ist dieses System mehr als ins Wanken gekommen, da es Deckungslücken in Milliarden Höhen aufweist. Die Bewegung »rundfunk-frei« kann mit ihrem zentralen Aufruf zum sofortigen Zahlungsstopp der entscheidende Auslöser für die Beendigung des Zwangs sein. Schon innerhalb einer Woche folgten Tausende diesem Aufruf. Mit dabei sind Juristen, Soziologen, Physiker sowie Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft. Mehr noch: erstmals wird es einen zentralen bundesweiten Rundfunk-Volksentscheid geben, der einmalig in der deutschen Geschichte ist.

Diesen Fragen wird in dem Interview nachgegangen:

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Fremdbestimmung – Ja, bitte!

Marianne Gronemeyer, emiritierte Professorin für Erziehungs- und Sozialwissenschaften

Der Unterschied zwischen selbstbestimmter und fremdbestimmter Arbeit ist unkenntlich geworden, und das ist ganz im Sinne derer, die das Sagen haben. Es kann ihnen gar nichts Besseres passieren, als wenn die Untergebenen sich ihrer Willensfreiheit rühmen und an ihre Entscheidungsfreiheit glauben. Betrug und Selbstbetrug wirken da einträchtig zusammen. Denn natürlich möchte man sich lieber als Herr im eigenen Hause fühlen denn als Knecht unter fremder Knute.
Marianne Gronemayer

Ich habe Mal wieder einen sehr inspirierenden Text von Marianne Gronemeyer gefunden. Es ist das Skript zu einem Vortrag, den sie anlässlich des 10. Todestages von Ivan Illich am 1. Dezember 2012 auf der Veranstaltung „Narrenfreiheit in Absurdistan“ hielt.

Sie hält ein Plädoyer, die Fremdbestimmung nicht grundsätzlich zu verurteilen. Dabei zeigt sie auf, wie das Leben in Selbstbestimmung den Menschen in seiner Entfaltung eher nicht voran bringt. Marianne zeigt wunderbar auf, was passiert, wenn Jemand für eine herausfordernde Aufgabe vertrausensvoll berufen, also bestimmt wird.

Was diesen Artikel für mich auch so besonders macht, ist ihre Systemanalyse mit Blick auf die Lohnarbeit. Also ab ins Regal und lasst Euch inspirieren:

Fremdbestimmung – Ja, bitte! (Quelle)

Da scheint sich ein Masochist zu Wort zu melden, der ergebenst um Prügel bittet; oder vielleicht ein Zyniker? Oder ein Witzbold? Oder einer, der auf der ‚Flucht vor der Freiheit’ (Erich Fromm) ist und sich lieber unter fremdes Kommando stellt, als sich den Gefahren der eigenen Entscheidung auszusetzen? Normal ist es jedenfalls nicht, um Fremdbestimmung zu betteln, und wer halbwegs bei Courage und Verstand ist, votiert für Selbstbestimmung. Nicht einmal diejenigen, die daraus Kapital schlagen, dass sie Andere nach ihrer Pfeife tanzen lassen können, finden ein ungeteiltes Vergnügen an der Fremdbestimmung. Wer einen Anderen fremdbestimmt, muss mit dessen Widerwillen rechnen, und der hat viele Spielarten: Aufsässigkeit, Rebellion, Nachlässigkeit in der Auftragserfüllung, Flucht in die Krankheit, insgeheime Verweigerung, wenn nicht gar Sabotage. Fremdbestimmung ist selbst aus der Perspektive der Mächtigen immer auch kontraproduktiv, weil demotivierend.

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