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Ist ein Intelligenzwesen logischerweise ein Sozialwesen? Oder hat es der Dumme damit leichter?

November 30, 2012 29 Kommentare

Ich definiere für mich “Intelligenz” als die Fähigkeit zur Erkenntnis und “Intellekt” als das unbedingte Wollen zur Erkenntnis.

Intellektuell ist für mich jeder, der wirklich “wissen” will, was sich hinter den Dingen verbirgt und auch nicht danach fragt, ob ihm die Erkenntnis schmeckt oder nicht.

Intelligenz besitzt prinzipiell jeder insoweit, als er in der Lage ist, Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen – aber das bedeutet eben noch lange nicht, dass er es wissen will, sich mit dem gewonnenen Wissen abfindet (es als Faktum akzeptiert) und für sich/andere die richtigen Schlüsse daraus zieht UND diese folgerichtig umzusetzen bereit ist.

Ein echter Intellektueller würde die gewonnene Erkenntnis unabhängig von seiner subjektiven Betroffenheit als gegeben ansehen und dies respektieren, indem er danach konsequent sich ausrichtet und handelt.

Beides hat weder etwas mit dem Grad der akademischen (Un)Bildung noch mit Herkunftsabhängigkeit zu tun.

Es gibt den professoralen Ostküsten-Oberdepp genauso wie den genialen Überlebenskünstler im australischen Outback.

Insgesamt finde ich diesen bewussten Anteil des Wissensumgangs für hoffnungslos überschätzt.
Angesichts der Tatsache, dass wir nie mehr “wussten” als heute, aber gleichzeitig auch nie mehr Misere auf ALLEN Gebieten hatten als Weiterlesen …

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