Archiv

Autor-Archiv

Gratwanderung zum Zenit

Februar 3, 2015 14 Kommentare

Ich möchte kurz auf eine Gratwanderung hinweisen, die mir weniger bewusst scheint. Wenn wir das Kippeln des feindselig orientierten Systems registrieren, registrieren wir auch Wutbürger mit einer von Hilflosigkeit lange aufgestauten Aggression. Diese zu entschärfen halte ich für weit wichtiger als das eigentliche Zeerbrechen des Systems. Was kommt danach?

Auf „Propagandaschau“ fragte ein Kommentator nach dem Mechanismus der Feindseligkeit. Ich antwortete:

Wenn Sie etwas von den Funktionen des menschlichen Geistes verstehen möchten, empfehle ich, auf die psychiatrische Terminologie zu verzichten.

Rein von der Funktion her:
Es agiert feindseliger Geist von innen nach außen. Diese Feindseligkeit kann sich nicht reflektieren, sondern nur projizieren – sie kann sich nur auf Andere richten, aber wegen eines hohen Maßes an Feinseligkeit nicht auf die Existenz des Trägers der Feindseligkeit. Phänomenologisch geschieht dies auf der traumatischen Ebene.

Nur Menschen, die schwerstens traumatisiert sind, sind auch in der Lage, die abscheulichsten Verbrechen zu begehen. Ihnen fehlt die aktive moralische, ethische oder Gewissens-Instanz, die ja nur durch die Fähigkeit der Eigenreflexion bedient wird. Sie werden in allen gesellschaftlich macht-relevanten Positionen Menschen mit diesem “Strickmuster” identifizieren. Ihr Streben nach Demonstrieren von Macht ist der Fluch der relativen Nicht-Existenz von Geist. Folglich üben sie Macht nur aus, um überhaupt existent sein zu können. Schauen Sie mal genauer gewisse “Persönlichkeiten” an; sie erhalten sich mittels Hirngespinsten – auf der Ebene eines wahnhaften Irrsinns – der nur durch die Projektion eine (künstliche) Existenzfähigkeit erschaffen kann. Im Grunde ein Prinzip, und das sollte tröstlich sein, ein Luftballon, der sich mit fremder Energie selber aufbläst.

Ein anderer Herr antwortete zu der skizzierten Problematik: Weiterlesen …

Kategorien:Gesellschaft

Eine Gratwanderung in der Zeit

Februar 2, 2015 36 Kommentare

Fünfundzwanzig Jahre vergingen, seit ich diesen Satz schrieb:
„Die Aktion (gegen den Krieg) zum unrechten Zeitpunkt gestartet schickte die Massen nur wieder in einen neuen Krieg für ihren Frieden, der nicht möglich ist, solange das Universum es nicht erlaubt.“
Damals dachte ich auch kosmisch. Damals war ich fest verwurzelt in der Gemeinschaft eines kretischen Dorfes. Damals erlebte ich in meinem Umfeld persönliche Gratwanderungen sehr unmittelbar. Eine Gratwanderung zwischen Kosmos und mir gab es nicht, bis heute nicht. Wäre ich damals erfahrener gewesen, hätte ich gewusst, welche Gratwanderung auf mich zukommt. Sie steckt bereits in der zentralen Friedensbotschaft:

„Frieden zuerst muss im Menschen sein,
dann ist der Frieden auch in der Welt.“

Menschen können ihre Gratwanderung nicht bemerken, bis sich Eskalationspunkte bilden, bis sie zu Entscheidungen herausgefordert werden. Ob etwas noch geht oder nicht mehr, entscheidet sich daran, wie tragfähig, wie moderat oder wie ignorant ein Mensch konfiguriert ist. Warum Menschen entspannt sterben können, mag an dem Erscheinen von Bewusstsein über den Weg von ihrer Geburt bis zum Tod liegen: Bewusstsein über eine Abfolge von Gratwanderungen; das sicher nicht zu früh oder zu spät erscheint.

Dem Leben künstlich eine Harmonie zu implementieren, ist so genial wie irreal. Ganz gleich, ob der Mutige sein Hochseil zwischen Mt. Everest und Mt. Blanc spannt, oder der Ängstliche es auf den Balkon legt, wird es zu Schwankungen kommen – von Rechst nach Links und von Links nach Rechts. Aus eigenem Befinden und heraus aus der Befindlichkeit des Seils und seiner nur relativen Fixpunkte. Menschen erleben unausweichlich eine Gratwanderung zwischen ihrer inneren Disposition und der äußeren oder allgemeinen Dynamik.

Mit meiner auf Kreta formulierten Friedensbotschaft wurde ich in das Menschsein geworfen. Meine Mutter zwang mich zu dem Erkennen der Gratwanderung meines von Stalingrad geprägten Vaters. Er entschied gegen mich. Und entsprechend endete die Gratwanderung meiner Mutter, die sich gegen den letzten ihrer drei Söhne entschied. Sie starb friedlich in meinem Bett, damals, kurz bevor mir meine eigene Gratwanderung bewusster zu werden begann.

Aus meinem Tagebuch, 3. Januar 1997 (11. Kapitel aus dem 5. Buch meiner Aufzeichnungen:
„Psychogramm
Irgendwann wurde die Würde von O’Haras Geist zerbrochen. Da hätte er sich eigentlich sofort umbringen müssen. Als er es nicht tat, verriet er sich und verlor seine Ehre. Vielleicht zog er damals die Konsequenzen aus Feigheit nicht. Da entstand die tiefe Verletzung und hinterließ eine große Wunde. Um sein Verbrechen gegen sich selbst zu verbergen, musste er seine Wunde verstecken, baute hohe und dicke Mauern darum und stellte Kanonen darauf, aus denen er bei Bedrohung seine Gesetze abfeuert. Damit will er seinen Mitmenschen beweisen, dass er heil ist – weil die Kanonen funktionieren. Darum kann O’Hara keine Liebe fließen lassen, weil sie sein Bollwerk zerstören würde, und er sein Verbrechen bekennen müsste, und – sühnen durch Tod. Aber er, der Feigling, will leben, spielt mit falschen Karten rücksichtslos sein bereits damals verlorenes Lebensspiel zu Lasten anderer, kann niemandem vertrauen, weil er tief innen weiß, dass man ihm nicht vertrauen darf.“

Das Erkennen, dass ich mich auf einer Reise in der Welt der Traumata befand, ließ nicht lange auf sich warten. Die zweite Hauptperson des Dramas leitete zehn Jahre lang zwei psychiatrische Stationen.

Frieden MUSS zuerst im Menschen sein. Ihn zu erreichen wird stets von dem Anspruch genährt, diesen in einer Welt des Krieges zu erschaffen und zu bewahren. Das verstehe ich als die permanente und mehr oder weniger extreme Gratwanderung, auch und besonders für Menschen, die sich der traumatischen Implikationen in ihrem Ich und im Miteinander bewusst sind. Das ist DER Anspruch, auf dem Feld der Enttraumatisierung stehen zu bleiben und dem Wesen der Gratwanderung zwischen Krieg und Frieden Paroli zu bieten.

Die Auflösung der Ursachen für Krieg ist unausweichlich. Es sind allgemeine Ursachen, die sich nur in Menschen manifestierten. Insofern ist die Begleitung traumatisierter Menschen nur in sehr konkreten Einzelfällen möglich. Bei denen, die mehr wollen als eine persönliche Befreiung. Bei denen, die einen Willen haben. Bei denen, deren Wesen nicht fundamental gespalten ist. Begleitung zu entscheiden oder sie verweigern, ist eine Gratwanderung. Deren Gefährlichkeit nur aufzulösen ist, indem die Entscheidung darüber aufgelöst wird zu Gunsten einer allgemeineren Entscheidung: Bereit-zu-Sein, auch in einer verkehrten Welt das Richtige zu tun.

Euer
Wolfgang

Kategorien:Gesellschaft

Frieden

Februar 1, 2015 1 Kommentar

Im Sommer 1989 auf Kreta schrieb ich einen Text, den ich hier im Original veröffentliche:

Vielerlei Vorstellungen, die verschiedenfarbigsten Bilder werden mit diesem Wort verbunden. Was ich unter Frieden verstehe ist jedenfalls nicht eine Zeit menschlichen Zusammenlebens, in der die Waffen schweigen, die Konflikte der Parteien vorübergehend auf politischer Ebene ausgefochten werden. Als ich mit dem Fahrrad durch Deutschland fuhr, über meine Ideen in der Öffentlichkeit sprach, lautete die zentrale Aussage:

Frieden zuerst muß im Menschen sein,
dann ist der Frieden auch in der Welt.

Dazu stehe ich. Meine Arbeit dient allein diesem Zweck, dem Menschen einige mögliche Ursachen für seine eigene Disharmonie aufzuzeigen, ihn mit einer neuen Realität seiner Fremd- und Eigenbestimmung zu konfrontieren, mit der er übereinstimmen – also friedlich existieren kann. Ich halte es für den wesentlichen Schritt überhaupt, die Rolle klar zu definieren, die Existenzen in den verschiedensten Lebensformen spielen müssen und spielen können. Nur so lassen sich zum Beispiel die Ängste abbauen, wegen der so viele Grenzen nicht verschwinden, territoriale, ideelle und menschlich-brüderliche.

Der erste Schritt geht zurück in die Vergangenheit, sowohl für den einzelnen als auch für das System als Ganzes, um mit dem bereits Geschehenen Frieden zu schließen. Wegen der vorhandenen Strukturbedingungen mußte das Gestern und Vorgestern genau so sein, wie es war; es gab keinen anderen Weg. Weder der Einzelne, Organisationen, Staaten noch das ganze System konnten sich aus diesem Prozeß der Entwicklung, von seinen Bedingungen befreien, denn hätten sie es tun können, sie hätten es getan. Seit Anbeginn der Zeit steuert der Plan der Evolution lebendige Existenzformen hin zu mehr und mehr Erkenntnis, offenbart durch die Verschiedenartigkeit individueller Fähigkeiten und Ideen stets neue Vorschläge zur Lösung der alten Probleme, sortiert aus in brauchbar-lebensfähig und unbrauchbar-sterben. Die Welt geht ihren Weg nach einem Plan, der so alt wie das Universum ist, daß Individuum ging seinen Weg entsprechend der Zufälligkeiten der an seiner Position vorherrschenden Bedingungen. Daraus fließt dieser Frieden, mit der Unabänderlichkeit seines derzeitigen Entwicklungsstandes übereinzustimmen, zu bejahen, was in ihm gewachsen ist.

Der zweite Schritt betrachtet die Gegenwart, um Weiterlesen …

Kategorien:Gesellschaft

Der eigentliche Grund

Januar 31, 2015 43 Kommentare

In Anlehnung an das letzte Thema über „Fiskalisches Waterboarding“, erlaubt sich mir ein klarerer Blick auf das Wesen von Ablenkung, oder auch Täuschung und Tarnung des Wesentlichen.

Das Eigentliche meines Lebens stellte ich auf Kreta unter ein Motto

Frieden leben

In dieser Angelegenheit war ich unterwegs, mit Menschen und für Menschen. Das war nicht Alles, aber es war auch nicht Nichts.

Etwas Wesentliches zur aktuellen Lage schreibt mir ein Kommentator bei der „Propagandaschau“.
Ingo Heller:

Der eigendliche Grund warum man Putin in einen Krieg hineinziehen will, liegt daran,dass das Besatzungsstatut Polens (14.4.2015) und der ExDDR (spätestens am 8.5.2015) durch die Sowjetunion nicht mehr verlängert werden kann und Russland als Rechtsnachfolger des Zarenreiches sich weigert den Friedensvertrag von Brest Litowsk zu brechen, den es mit dem Kaiserreich geschlossen hat und das würde passieren wenn Russland die Besatzung verlängert damit sich diesen Teilen rechtmäßige staatlichen Strukturen bilden. Man hofft auf die “Deutsche Föderation” als souveränen Friedens Partner und Schutzgebiet Russlands. Polen und die ExDDR sind dann rechtlich in der Lage ohne BRD die Goldreserven zurückzufordern und Kassensturz per 18.7.1990 0:00 Uhr abzüglich 6 Mord DM Auslandsschulden zu fordern. Deshalb “droht” Russland nicht, sondern macht diese Gebiete souverän und stellt sie rechtlich bis zu einem Referendum außerhalb der EU und NATO. Das Ende des Besatzungsstatuts soll durch einen provozierten Krieg in der Ukraine verhindert werden, denn die BRD wäre sofort zahlungsunfähig, da die GEZ-Steuern und alle andern Steuern der ExDDR per 18.7.1990 nach HLKO glattzustellen sind. Man muss wissen, das das aktive Mandat der SU in die Hände Frankreichs gelangt ist und Frankreich die HLKO unterschrieben hat. Putin kann und muss per Stichtag das Besatzungsstatut in Polen am 14.4.2015 und spätestens am 8.5.2015 die ” Deutsche Föderation” als souverränes Teilgebiet, als Rechtsnachfolger des Kaiserreiches in die volle Souveränität entlassen wie es die Friedensbewegung der ExDDR ” Schwerter zu Pflugscharen” am 21.1.2012 bereits beantragt hatte, weil die BRD,das GEZ-System und die Kriegshetze gegen Russland sowie den Betrug mit Staatsangehörigkeit nach Artikel 116(1) GG ohne gültigen Einigungsvertrag mit der ExDDR nicht beenden wollte. Der Grund warum Russland in der Ukraine nicht intervenieren darf!

Meine Meinung
Die Griechen brockten sich im Zusammenwirken mit der EU etwas ein, und die EU brockte sich im Zusammenwirken mit Griechenland etwas ein. Deutschland ist weder Griechenland noch die EU. Deutschland ist nichts und bleibt nichts, wenn es nicht AUS EIGENEM ANTRIEB, das natürliche Miteinander gleichwertiger Völker befördert. Ich meine die Beförderung aus einem NATÜRLICHEN Antrieb heraus.

Bin gespannt auf Eure Meinungen.

Euer
Wolfgang

Kategorien:Gesellschaft

Mensch, Geist und das Bezichtigungs-Syndrom

Januar 30, 2015 78 Kommentare

Damit das hier bloß nicht vergessen wird, stelle ich die weisen, mitfühlenden Worte von Gerd Zimmermann an den Beginn meiner Gedanken:

„Kannst Du den Klang deines Freundes hoeren? Das Ganze?
Nein. Du waerst nicht so boese und urteilelend. Kastendenkenk. Schubladendenkenk.“

Danke lieber Gerd. Was wäre die Welt ohne Deinen Geist. Sinnlos.

Der Sündenfall als exponentiell-dynamisches Tieferfallen scheint – wir warten ja bislang vergeblich auf den erlösenden dritten Weltkrieg – noch nicht abgeschlossen. Wie der Fall endet ist mir weniger interessant, als zwei andere Aspekte:

WIE begann der Fall?

WARUM konnte er nicht aufgehalten werden?

Als ich vorhin den Kommentar von Petra zu „Schul-Käfig“ lesen wollte, las ich SchulD-Käfig. Erinnerte mich sogleich an die Bibelgeschichten vom Sündenfall, erinnerte mich an den Fluch, mit dem die „ersten“ Menschen bedacht wurden. Und frage mich jetzt, ob nicht erst nach der Verfluchung das eigentliche Menschenwerden begann. Im Anfang war der Fluch?

Wenn der Mensch von Grund auf und schon immer verflucht war, sollten wir klären, was ein Fluch überhaupt ist. Um darüber ins Gespräch zu kommen, schaute ich mal bei Wiki, weil selber fast Nullahnung – ein Voodoo-Jünger auf Kreta versuchte es vergeblich.

„Ein Fluch ist ein Spruch (gelegentlich auch mit einer zugehörigen Gestik verbunden), der ursprünglich auf ritualisierte (magische) Weise einer Person oder einem Ort Unheil bringen oder zur Sühne bewegen bzw. zwingen soll. Zorn oder der Wunsch zu strafen oder sich zu rächen können ihn begründen. Wer wirksam verflucht wird, muss dabei weder anwesend sein, noch von dem Fluch wissen.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Fluch

Zorn, Strafe, Rache? Wegen eines Ungehorsams, der von der Macht einer „Schlange“ ausging? Wer konnte wohl Interesse daran haben, Erkenntnis über „Gut und Böse zu verhindern? Die Schlange? Unter diesem Aspekt entwickelt sich eine spannende Geschichte. Wer schreibt sie?

Damit dieser „Fluch“ nur nicht in Vergessenheit geraten konnte, sorgte die geschriebene Geschichte von der Verfluchung UND eine organisierte, vom Verflucher autorisierte Geistesmacht für, …, ja, für was eigentlich? Den INFORMATIV IM Menschen sitzenden Fluch lebendig zu halten? Die Information immer wieder zu aktivieren und Muster willenloser Unterwerfung und eigenen Machtverzicht zu erzeugen? Die Gesellschaft zu spalten in die Herrscher über den Fluch und die Leidenden unter dem Fluch?

Die Leidensgeschichte des verfluchten Menschen und der Völker dauert an. Klar, die Herrscher über den Fluch herrschen ja fleißig und wachen über die Wirksamkeit des Fluches. Mit allen ihnen gebotenen nötigen und möglichen Tricks. Der Geist des Menschen ist zu verwirren, seine Angst zu schüren, und ein paar magische Sprüche, ein paar Lügen und Fälschungen, ein paar Demonstrationen ihrer Macht (Kriege, Gefängnissse, Folterungen), und Mensch ist nicht nur Sündenbock, auch gleich Opfer der vor Beginn der Zeiten ausgesprochenen Verfluchung.

Wo sitzt der Fluch informativ? In der Zelle, im Körper? Moment mal: Verfluchte Kirchen-Herrschaftsgeist gar den Körper, weil über den Körper der Fluch aufzulösen wäre?
Guido schreibt von den Einen und den Anderen. Wir berichten von einer Enttraumatisierung in der Natur. Herrschaftsgeist zerstört die Natur, Kinder werden denaturisiert, existenzielle Werte auf das Künstliche gerichtet und die körperliche Gesundheit auf vielfältige Weise zerstört und eine Gesundung auf vielfältige Weise verhindert. Hat das System eine sehr konkrete und verdeckte Absicht?

Verflucht und zugenäht?

Wie seht Ihr das Gewesene, das Gewordene und das Werdende?

Euer Wolfgang

Kategorien:Gesellschaft

Bildungsbewusstsein – Bewusstseinsbildung

Januar 28, 2015 45 Kommentare

Der Auftritt selbstbewussterer und dialogbereiterer Kommentatoren und das neue Thema „Was ist eigentlich gute Bildung“ ermunterten mich, einen weiteren Anlauf auf die Klärung des Phänomens Bewusstsein zu wagen.

Mein folgendes Erklärungsmodell stelle ich zur Diskussion.

Bildung entsteht durch Bilder. Ein Grund der Freude für mich, wenn ich Eltern mit ihren Kindern durch die Natur stromern sehe, Dort sind Bilder, und zwar natürliche Bilder. Die, das am Rande bemerkt, für die sogenannten indigenen Völker zum natürlichen und alltäglichen Bildungsverständnis gehören. Ich hatte hier vor Jahr und Tag bereits einen Bericht vom Verständnis der „Nubier“ zur gebotenen Kindespflegschaft gepostet.

Der Aufenthalt der Kinder in der Natur ist aus traumatischer Sicht unentbehrlich. Kinder SIND traumatisiert per Geburt, ihr Bewusstsein ist deswegen ausgeschaltet, bis sie dank fortgeschrittener Entwicklung beginnen, ein bewusstes Ich-Bewusstsein zu erschaffen. Um die Belastung durch das Geburtstrauma auflösen zu können, bedarf es einer Umgebung, in der sich die Energie von den Geburtsinformationen lösen kann. Zweckdienlichst dafür die Natur, die dem Menschen ein traumafreies Feld verfügbar macht. Weiterlesen …

Kategorien:Gesellschaft

Der Mensch – Existenz zwischen Wollen und Müssen

Januar 25, 2015 12 Kommentare

Das Konzept des Lebens- und Todestriebes wackelt nach meiner Kenntnis. Offen gesagt wüsste ich auch nicht, ob ich den Drang zur Arbeit zu rennen, dem einen oder dem anderen Trieb zurechnen sollte. Ebenso zweifelhaft die Selbsttötung, ob sie ein Versuch ist, sich in eine andere Lebenswelt zu retten, oder nur Ausdruck ist eines bereits vollzogenen inneren Gestorben-Seins.
Als Eingangs-Hypothese biete ich an:
Es gibt einen natürlichen Wunsch nach Existenz und einen künstlichen Herrschaftstrieb.

Frisch geschlüpftes Blaupfeil-Weibchen

Existenz ist unabdingbar verbunden mit Energie. Woher diese kommt, vom Körper generiert, von der Psyche verfügt oder von Geist beschafft, spielt eher eine sekundäre Rolle Das Beschaffungs-Prinzip ist wichtig: Nutzt Mensch fließende Energie (Sog), oder muss er sich aus Angst sorgen, sich aus Not kümmern, sich anstrengen, auch Gewalt anwenden (Druck)

Die Energie-Systematik des Menschen funktioniert. Entscheidend ist die Bedienung des Systems. Sie geschieht mittels Vorstellungen, mittels Möglichkeiten und mittels Gewohnheiten. Bedient werden die verschiedenen energetischen Formen, Energiequellen, deren Erregungsformen wir hier Empfindungen (Körper), Psyche (Emotionen) und Gefühl (Wesen) nennen.

Brauner Waldvogel (Schornsteinfeger)

Wenn alle Energiequellen maximal sprudeln, ist Schicht, Exitus – wenn die Quellen versiegt sind, ebenfalls. Körperlich bedarf es einer Minimal-Versorgung, und auch emotional braucht die menschliche Existenz einen Antrieb jenseits der Apathie. Was das Gefühl betrifft, entsteht hier das sinnhafte Existieren. Ein echter Luxus, den Körper über die Runden zu bringen, funktioniert auch ohne Glücksgefühl.

Es gibt Menschen, die in eine suizidale Existenzlage gerieten. Keine Lust (Körper) mehr, keine Freude (Psyche) und kein Sinn (Gefühl). Das Bild einer wertlosen Existenz baut sich auf. Oft ohne Ausweg, aber es gibt Schlupflöcher. Eins ist die Wut (Emotion) auf das eigene Versagen, eins ist die Nicht-Akzeptierbarkeit (Ratio) des Verlierens. Wer Opfer wurde, kann sich auch mit der Rache (Emotion) am Täter aus dem Abgrund retten.

Gebänderte Prachtlibelle beim Ablaichen

Einige suizidgefährdete Menschen suchen, auch aus Angst vor dem Tod, Hilfe in der Psychiatrie. Was dort geschieht und nur geschehen kann ist das konzeptionelle und medikamentöse Überwinden der Lebendigkeitskrise. Die Suche nach den Ursachen (mindestens zwei!, logisch?) kann nicht erfolgen, weil das Personal weder kompetent ist, noch Zeit hat, noch der Patient in einer Verfassung sein kann, in der er an den Ursachen für seine existenzdesolate Verfasstheit arbeiten könnte.

Wenn ein suizidal gefährdeter Patient die Psychiatrie verläst, ist für ihn NICHTS geregelt. Er ist darauf angewiesen, sich ein künstliches Konzept zur Stabilisierung seiner Existenz zu basteln. Dass seine Existenz von der Richtigkeit seiner Existenz-Konstruktion abhängt, weiß er nicht, spürt es aber als bedrohlich, wenn daran gerüttelt wird. Das ist ungefähr so, als lebte jemand von seiner Vorstellung, er sei weltbester Schwimmer, und dann kommt ein Beobachter und sagt: Hier ist eine Wüste, und du bist gelähmt.

Westliche Keiljungfer

Schauen wir kurz auf das Lemming-Syndrom, das eine kollektive Selbsttötungs-Aktion beschreibt. Tut es das? Was Lemminge

mit ihrem Weg in den Tod machen, geschieht aus rationalem Motiv: Wir sind zu viele, wir opfern uns für die Erhaltung unserer Art; wir sind ja nicht blöd. Dieses rationale Motiv kennt der Mensch nicht. Woraus sich eigentlich nur eine Schlussfolgerung anbietet: Die Dämlichkeit des Menschen ist für die Entfaltung der sehr speziellen Lebensform Mensch unentbehrlich. Ebenso unentbehrlich, wie sich die Freude am Leben zu erhalten, kreativ, sportlich und auch willentlich mit der Absicht, dem Sinn des Lebens zu folgen.

Ich werde das Thema nicht diskutierend begleiten.

Euer Wolfgang

Kategorien:Gesellschaft

„Jupp“ – oder das Ego und die Unbedingtheit

Januar 23, 2015 64 Kommentare

Allein die Vielzahl der heute bereits aufgerufenen Themen ließ mich zögern – das Interesse an unseren Themen beflügelte mich. Als Mutation des Wortes bin ich ja, wenn auch gewissenlos, in der Pflicht, Mut zu demonstrieren. Ob das mein Ego macht, ob es die Macht meines oder wessen Egos auch immer ist, sollte dem Thema wurscht sein.

Kann ich meinem Ego trauen? Oh, pardon, was ist ein Ego überhaupt? Drückt es sich im Individuellen des (und jedes) Individuums aus? Dann wäre das Ego repräsentativ für die Absicht, das Besondere oder das Einzigartige auszudrücken; und das von Vielfalt. Erklären wir das Ego als Überlebenstrieb, dürfte im Rückblick leicht erkennbar sein, wie erfolgreich Leben agierte: Das Individuelle und die Vielfalt sind gegenwärtig.

Fragten wir das Leben nach Gott, dem Leben und dem ganzen Rest (Hallo Gerd), dürfte nach meiner Auffassung die Frage nach der Unbedingtheit der Entwicklung nicht fehlen. Natürlich, natürlich, Leben wickelt sich unter bestimmten Bedingungen ab, aber diese Bedingungen sind ja weit weniger relevant, wenn die Absicht dahinter (und darin) unbedingt ist.

Falls das zu theoretisch war: Ich brauche mein Fahrrad, unbedingt. Ist es kaputt, sind die Bedingungen, warum es kaputt ging ebenso wenig relevant wie die Umstände, unter denen ich es reparieren MUSS. Wen es interessiert – es steht kopfüber nebenan in der Kälte, und ich kann Fahrräder reparieren und WERDE es tun.

Den unbedingten Willen, eine Leistung zu erbringen, nenne ich Ego. Insofern ist logisch, dass jeder Mensch sich als ein Ego verhält. Es ist der Körper, der sich mittels seines Bewusstsein erhält und von der Wiege bis zur Bahre bewegt wird. Es ist die Psyche, deren Bewusstsein ständig mit neuen und alten Informationen konfrontiert wird und diese stringent zu verarbeiten hat. Es ist der Geist, der mit Gedanken und Ideen gefüttert wird und seinerseits Daten liefert.

Warum die Ego-Leistung durch die Zeiten hindurch sicher funktionierte, und warum eine Entwicklung geschehen konnte, die eindeutig final-zweckgebunden auf einen Nutzen gerichtet ist, erklärt sich mir nur mit einer Bedingung:

Im Hintergrund des Lebens muss es ein Ego geben, das ohne jede Bedingtheit ein Ziel verfolgt. Auch wenn der Mensch nicht weiß, was er tut, was er leistet und wohin die Reise des Lebens geht: In ihm wirkt dieses Ego.

„Jupp“, ich habe gesprochen. Meine Idee steht zur Diskussion.

Euer Wolfgang

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: , ,

Jahwe ist tot – es lebe die Liebe

Januar 19, 2015 147 Kommentare

Manche der heute lebenden Privilegierten mögen sich wünschen, der Gipfel der Entwicklung sei erreicht mit ein paar kleinen Änderungen innerhalb des Systems. Zugeständnisse, um die vielen in bittersten Verhältnissen lebenden Menschen zu besänftigen – und damit ihren eigenen Sausundbraus-Wohlstand nur etwas anders zu ummänteln. Nein, ihr Jahwe-Knechte: Zugeständnisse sind keine Lösung. Das behaupte ich.

Der uns Menschen quälende Geist spann sein globales Netz als Terror. Als Quadro-Kakophonie in Wirtschaft, Glauben, Politik und Finanzen. Stimmig dieses Quartett nur insofern, als sie einerseits aufeinander abgestimmte Instrumente sind zur Verwirrung und Verängstigung der Gesellschaften, und andererseits seiner Herrschaftsdynamik dienen. Änderungen an diesem System wären weniger Versuch denn Versuchung, einen Prozess, auf dessen Fahne die Macht-Demontage des Böse-Geistes geschrieben steht, abzubrechen. Aufgeben? Nein, das Leben gibt nicht auf.

Menschen sehe ich in der Pflicht, Leiden und Qualen ihrer Ahnen einem Sinn zuzuführen. Indem sie sich die bisherigen Leistungen des Lebens bewusst machen. Und indem sie sich auf ihre eigene Leistungsbefähigung besinnen. Indem sie das Irreale Wesen ihrer Ego-Angst und ihr reales Wesen-Vermögen als Gemeinschaftssinn erkennen und das gewinnen lassen, was niemals verlieren kann: Energie, die sich ihrer Macht bewusst ist. Mögen Menschen durch die Jahrtausende hindurch stets gestorben sein – Etwas von ihnen starb niemals.

Gestern begegneten wir einem Vater, der mit seinen beiden Jungs per Fahrrad unterwegs war. Ein sehr netter Mann mit sehr netten Kindern. Als ich zu ihm sprach vom Wesen der Natur und wie heilsam sie besonders für Kinder sei, sagte er: „Da kommen wir gerade her“. Wir fuhren beschwingt weiter. Klar, das Bewusstsein manifestierte sich, still, leise, unauffällig. Logisch! Daran muss man nicht glauben, daran kann man nicht glauben, und daran darf man nicht glauben: Bewusstsein glaubt nicht – Bewusstsein lebt.

War der Sinn des alten Jahwe-Geistes das Schüren von Feindseligkeit und exponentielles Wachstum von wahnhaftem Irrsinn, muss sich diese Macht wandeln in Schwachsinn. Dieser Geist muss an sich verzweifeln, weil er nur sich selbst verstand und nicht wahrnehmen konnte, was die Wahrheit war. Während ihm keine Lüge zu perfide war, verstand er nichts von Wahrhaftigkeit, Treue, Unverbrüchlichkeit und Unbedingtheit. Diese Werte waren ihm auf den Wegen des Unheils nicht zugänglich. Und er wird daran zerbrechen. Und ES wird erscheinen, das, woran er zerbrochen ist: Die Liebe im Bewusstsein ihrer Selbst.

Genießt die letzte Zeit des Irrsinns, sie wird niemals wieder kommen, weil das Verrückte sich richtet.

Euer
Wolfgang

Kategorien:Gesellschaft

Antisemitismus – Feindschaft versus Bewusstsein

Januar 16, 2015 53 Kommentare

Eine Christrose, im Winter mein Liebling.

Spricht für sich, ich möchte mit Euch über das Christus-Bewusstsein sprechen. Und dem, was ihm im Wege zu stehen scheint.

Persönlich
Schnauze voll von dieser Ungewissheit: Bin ich ein Nazi und ein Rechter und ein Vollblut-Antisemit und auch Kommunist? Darf ja wohl nicht wahr sein, in hohem Alter über eine wirklich wichtige Frage zur geistigen Identität keine Antwort zu haben. Klar, das Thema ist nicht ohne Brisanz, die Antwort eher egal, so egal wie die Frage, ob mich die Linken oder die Rechten erschießen. Das Blut, das dann aus mir fließen würde, wäre russisch, mecklenburgisch und dänisch. Allerdings weiß ich nicht, ob dieses Blut verschieden und wie durch die Vermischung seine Beschaffenheit wurde und welche spezielle Wirkung es auf mich gehabt haben könnte. Auch weiß ich nicht, ob ich statt eines Gehirns versehentlich oder absichtlich mit einem Stück alten Pansens ausgestattet wurde, um nicht an einen

Weiterlesen …
Kategorien:Gesellschaft

Streitgespräch über die Liebe

Januar 11, 2015 84 Kommentare

Vorweg I
Menschen zeigen sich auf diesem Blog offen oder verdeckt. Sie zeigen in ihrem Auftreten auch offene und verdeckte Absichten. Zwei Strömungen beobachte ich: Die Integrität des Menschen als Ego-Ich und Wesen-Ich zu stärken, und die Absicht, einerseits die Methodik wachsender Integrität zu stören, und andererseits individuelle und kollektive Integrität zu zerstören.

Vorweg II
Kein Foto, um das Gespräch nicht zu manipulieren.

Über die „Liebe“ gab es auf diesem Blog bereits intensivere Gespräche. Die Aufzeichnungen darüber fielen größtenteils dem Modus, jeder der Beteiligten könne das seiner Darstellung Vorangehende löschen, zum Opfer – jedenfalls fast, ich hatte sie gesichert. Wenn ich mich recht erinnere, gab es über das Wesen der Liebe zwar verschiedene Stellungnahmen, aber keine einzige, die Liebe völlig negierte und ihre Existenz und ihr Wirken bestritt.

Da Liebe für manche Menschen fest mit ihrem Leben verbunden ist, ist die Behauptung, es gäbe die Liebe nicht, ein Angriff auf das Fundament ihrer Identität. Dass dieser Angriff nicht ohne Antwort bleiben kann, ist für mich selbstverständlich. Der Angreifer ist „derkleinehunger“. Vormals trat er hier auf als „böserbub“, bis er von Martin gesperrt wurde. Die Person hinter den Kommentierungen steht hier nicht zur Debatte. Insofern bitte ich um sachliche Beiträge zur Erhellung der Fragen:

Ist Liebe ein Hirngespinst?

Oder taucht die Liebe in manchen Hirnen wie ein Gespenst auf?

Zur Einführung erhält der Standpunkt von „kleinerhunger“ seinen Auftritt, der staatsanwaltschaftlichen Logik folgend, die liebende Menschen als psychotisch bewertet. Voran eine Bemerkung von „Luna“:

Ich gehe noch einen Schritt weiter: Es geht auch ganz ohne Gott.
(Und, auch wenn ich mich damit weit aus dem Fenster lehne: wahrscheinlich auch ohne Liebe, vielleicht ist Liebe sogar die größte Lüge überhaupt…)

Der Kommentar von kleinerhunger folgt:

Man liebt immer nur die Erscheinung. Man liebt nur die Illusion, die man sich ge-macht hat – denn das Innerste des Anderen ist nichts anderes als das Innerste in einem Selbst.
Die Liebe ist wie ein Tanz, ein uralter Kult, eine satanische, bösartige Spirale, die sich nur um sich selbst dreht, im Anderen liebe ich mich selbst. Und wenn sie gemeinsam tanzen, so tanzt in Wahrheit Jeder nur mit sich allein, mit einer leblosen Puppe von der er glaubt, sie hätte eine Seele – so wie er das fälschlicherweise auch von sich glaubt. Unter der Haut, unter der Erscheinung, ist nichts als totes Fleisch – Totenschädel und Gerippe. Die Liebe aber ist nichts als eine Überreaktion des Körpers, die auf einen Mangel an sozialer und elterlicher, physischer Zuwendung und den entsprechenden Idealisierungen basiert. Etwas für Schwache, Infantile. Es ist eine Sehnsucht, die nur im fantasmatischen, psychotischen Gebilde eines selbst entworfenen, quasi-religiösen Liebeswahns fadenscheinige Erfüllung zu finden hofft, die aber auf Dauer entweder zur Verblödung oder totalen Desillusionierung führt. Ein reiner Fake.

Am Rande werden hier natürlich „alte“ Kommentare eingeblendet.

Gruß
Wolfgang

Kategorien:Gesellschaft

Das Leben steht am Pranger

Januar 9, 2015 67 Kommentare

Obwohl dem Leben ein Mysterium immanent ist, lassen sich aus Erlebtem und Erfahrungen einige Erkenntnisse ableiten. Das Leben erfüllte die Menschen mit Daten, und die Menschen füllen das Leben mit Informationen. Das Menschwerden ist bestimmt durch individuelle und kollektive Vorgaben. Das Menschsein wurde und wird bis heute also verursacht. Zwischen des Menschen bestimmten Werdens und seinem dann folgenden unbestimmten Wollens besteht ein Zusammenhang – so wie zwischen einem Saatkorn, den auf es einwirkenden Bedingungen und der entsprechend daraus wachsenden Blume. Was aus Wachstums-Veranlagungen und Wachstums-Bedingtheiten entsteht, ist determiniert. So wächst aus einer Ringelblumensaat keine Ringeltaube,

und aus einem Ringeltaubenei schlüpft keine Ringelblume; auch nicht zufällig. So weit verständlich?

Ein neuer Kommentar betritt den Blog, und zwar forschen Schrittes:

Das Prinzip der Kausalität besagt nicht, dass eine Ursache in jedem Fall gesteuert, also mit einer Absicht behaftet ist.

Der Kommentator weiß noch mehr:

Der „Zufall“ ist ungleich mächtiger als jede Planung – er wird aber nur zu gerne verdrängt und als Ursache ausgeklammert, denn sonst müsste man ja des bedingungslosen(!) Ausgeliefertseins gewahr werden und all die eigenen schönen Pläne und Absichten als ad absurdum geführt sehen!

Und folgend:

Denn dieses allgemein verbindliche Kausalitäts-Konzept existiert nicht!
Es kann schon deswegen nicht existieren, weil – s.o. – der „Zufall“ weitaus mächtiger wirkt als jede profane Kausalität.

Und nachfolgend:

Vieles von dem, was uns widerfährt ist zufällig in der Form, dass es unbeabsichtigt ist, gleichwohl es kausal begründet ist.

Na ja. Mein Kommentar dazu begann so: Weiterlesen …

Kategorien:Gesellschaft

Kausalität – Rechnung ohne den Wirt

Januar 6, 2015 77 Kommentare

Was wir bisher über Normal-Logik und Bewusstseins-Logik sprachen, versickerte. Offenbar ist thematisch das Interesse an einer konkreteren Differenzierung erwacht.

Klarer dürfte durch die vielfachen Erörterungen auf diesem Blog das Wesen eines Geistes geworden sein, der durch Lüge und Täuschung seine Existenz erschafft und sie zu bewahren versucht; sozusagen mit allen ihm verfügbaren Mitteln. Die Schlachtfelder der Jahrtausende und das vielfältige Elend der Menschheit sprechen in bunten Bildern von der „Kunst“, sich von fremder Energie zu ernähren.

Ein Kunstgriff dieses Geistes bestand in der Erfindung der Kausalität. Das Ursache-Wirkungs-Prinzip (z.B. als „Jeder ist seines Glückes Schmied“) ist so fest in der menschlichen Denkstruktur verwurzelt, wie das Gottesbild des jüdisch-christlichen Glaubenssekten. Als Folge entstand eine systemische Dualität. In der das Wahre zum Schein verkam und der Schein eine Realität gebar. Eine Realität, in der die Absicht zu polarisieren und folgend zu zerstören und zu verstümmeln, was der Macht dieses Geistes zwecks weiteren Machtgewinns im Wege stand – und auch das, was ihm nützlich war, gewaltsam zu vereinnahmen.

Wohin die uns bekannte Logik die Menschheit führte, brachte den Menschen über die Information in die Weiterlesen …

Kategorien:Gesellschaft

Blick auf die Evolution

Dezember 29, 2014 13 Kommentare

Wir reden eher selten über unwichtige Dinge. Nachdem wir gestern ausgiebig über den Baumläufer sprachen, war’s dann doch mal wieder so weit. Über die Jahreszeiten kamen wir auf das Wesen des Körperlichen und dann zur Evolution.
Das Körperliche gibt’s ja gar nicht. Wobei die, die es bestreiten, scheinbar vergessen, dass das Körperliche das einzig WIRKLICH Handfeste im menschlichen Leben ist; und damit verbunden auch die Individualität des Menschen. Körperlichkeit und Individualität zu bestreiten wäre als der Versuch zu werten, die Identität und damit die Integrität des Menschen in das Leben zu zerstören. Macht das Sinn?

Plötzlich kam dann dieser etwas krause Gedanke, die Evolution der Natur mit einem und die Entwicklung des Menschen mit dem anderen Auge zu betrachten. Wie gut, dass ich das Miteinander nicht alleine analysiere. Und wie gut, dass das Verschiedene dieses Miteinanders so verdächtig offensichtlich ist, dass ich mir, nachdem wir die tollen Bilder eines wunderbaren Baumläufers angeschaut hatten, ein paar Worte dazu erlaubte. Ich sprach einfach so vor mich hin – Susanne weiß das ja alles.

Die Entwicklung des Menschen treibt auf ihren Höhepunkt zu. Er wird in die Analen der Schöpfung eingehen als die Absicht, sich selbst und parallel dazu seine Existenzgrundlage Heimat zu zerstören. Die Evolution der Feindseligkeit also. Wenn die Absicht dieser Evolution es ernst meint, wird am Ende nichts mehr sein, was zerstörbar ist. Und wenn die Absicht sich aus der Zerstörung nährte, wird am Ende auch die Absicht tot sein.

Ganz anders die Evolution der Natur. Wenn wir Federleichten davon ausgehen, dass
– an ihrer Entstehung ein Geist beteiligt war, und
– an ihrer vielfältigen Entstehung ein vielfältiger Geist, und
– an der Entstehung der Naturordnung ein sehr intelligenter oder weiser Geist,
brauchen wir uns das Miteinander der Elemente (Feuer, Wasser, Luft und Erde) und in diesem Rahmen das Miteinander von Pflanzen, Bäumen und Tieren keine weiteren Gedanken machen. Wenn es dafür einer Evolution wirklich bedurfte, war sie in dem Moment abgeschlossen, als das Miteinander – einem unstörbaren Uhrwerk vergleichbar – stabil funktionierte. Und etwas anderes als ein stabiles Funktionieren können wir in der Natur nicht beobachten.

Die Natur vermittelt uns eine Vorstellung von der Ewigkeit. Dass wir dafür ein paar andere als normale Sinne entwickeln mussten, hängt vielleicht mit der Entwicklung des Menschen zusammen – von der wir am Rande natürlich auch beschäftigt wurden. Wer mit Tieren und Pflanzen zusammen lebt, nimmt eben auch die irrsinnigen Zerstörungen wahr, die als konzertierte Aktion global und wahnhaft betrieben werden. Hier also berühren sich in unserer Wahrnehmung zwei völlig verschiedene „Welten“: Ewigkeit und Nichtigkeit. Und ein bipolares Prinzip wird erkennbar:
In der Natur vergeht in einem Siebungs- und Ausleseprozess das Schwächere und geht mit seinem Tod auf in einem sozialen Kreislauf gegenseitiger Erhaltung. Das Prinzip ist, das Stärkere, das der Gemeinschaft am besten dient, zu erhalten.
Beim Menschen ist das anders. In ihrer Gemeinschaft wirkt ein Geist der Negativ-Auslese. Nicht das sozialste Wesen wird erhalten, sondern das asozial-parasitär-egozentrische (gemeinste, hinterhältigste, brutalste, destruktiv-mörderischte) Wesen wird gefördert.

Während ich sprach, erschien das Bild vom Evolutions-Ende dieser Geist-Kultur. In einem unterirdischen Bunker kämpfen die beiden verbliebenen besten Mörder miteinander. Und mit dem Sieger ist dann fertig. Für alle Zeiten, möchte man als Mensch hoffen, der für dieses Ende gerne lebt und stirbt.

Natürlich erscheinen im Bewusstsein dieses Endes die Versuche, ein mörderisches System – wie auch immer – am Leben zu erhalten, auf den ersten Blick etwas anders als vernünftig. Auf den zweiten Blick allerdings wird der Nutzen für das Mörderische deutlich. Es kann aus der Gegenwehr für seinen Untergang weitere systemische und methodische Effizienz generieren. Na also, falls es ein neues Jahr überhaupt geben kann, stehen wir weiter ganz weit vorne, ganz gleich, wo und wie wir gerade stehen.

Die Federleichten
Susanne (Fotos) und Wolfgang

Kategorien:Gesellschaft

Schlägt der russische Bär zurück?

Dezember 26, 2014 12 Kommentare

Den Artikel gibt es auf „Quer-Denken“:

Schlägt der russische Bär zurück?

25. Dezember 2014  Von wegen ruhige, ereignislose Weihnachtszeit. Ein Artikel im Internet erregt Aufmerksamkeit. Startet Putin eine wirklich gekonnte sowie für den Westen schmerzhafte Gegenkampagne? Das könnte durchaus sein. Noch haben wir keine Bestätigung, daß die Darlegungen von Sorcha Faal auf der Seite „Whatdoesitmean“ Wirklichkeit werden. Wenn aber doch, dann können wir uns im Westen alle anschnallen.

Lassen wir mal einige Meldungen der letzten Zeit Revue passieren. Der Folterbericht des CIA wirbelte ziemlich viel Staub auf, und beschädigte das sowieso schon schwerst ramponierte Image der USA noch einmal erheblich. Die Weltmacht Nummer 1 ist so unbeliebt wie noch nie. Die vorangegangen Enthüllungen der skrupellosen wie maßlosen Bespitzelung aller Bürger und Politiker durch die USA im In- und Ausland, wann, wo und wie es dern Geheimdiensten gefällt, sind uns allen noch in Erinnerung. Der Glanz des „Land of the Free“ ist komplett verloschen. Die USA haben mittlerweile den Ruf des größten Schurken auf dem Erdball. Und den haben sie redlich erworben.

Nach dem Bericht von Sorcha Faal soll das Parlament der Russischen Föderation ein Gesetz vorbereiten, das es verbietet, Erdöl, Gas, und Nebenprodukte von Öl – kurz alle Stoffe zur Energieversorgung an diejenigen Länder und Militärallianzen zu liefern, die jetzt oder in der Vergangenheit Folter an Gefangenen, Zivilisten, Kriegsgefangenen oder andere „Nazi“-Methoden anwenden oder angewendet haben.

Ich musste lachen.

Dann sagte ich: „Ich friere gerne“.
Dann dachte ich daran, Herrn Putin zu besuchen und mit ihm über eine größere Unterkunft in Sibieren zu verhandeln. Für deren Unterhaltungskosten würde ich eine Sammelaktion starten – und sogleich beginnen, meine Habe zu verkaufen, um den Anfang zu machen.

Jedenfalls drücke ich beide Daumen für ein gründliches Aufräumen einer Kaschperlebude, die die Welt in ihrer Irrsins-Wahn-Dimension so noch niemals kannte.

Offen gesagt hätte ich mir ein anderes Verhalten der deutschen Bevölkerung gewünscht: Eine EINDEUTIGE Solidaritätsgeste für Wladimir Putin und das russische Volk.

Das wäre die richtige Geste gewesen für ein Verbrecher-Syndikat.
Was meint Ihr?

Gruß
Wolfgang

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: , , , , , , , ,
%d Bloggern gefällt das: