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Fremdbestimmung – Ja, bitte!

Januar 12, 2019 8 Kommentare
Marianne Gronemeyer, emiritierte Professorin für Erziehungs- und Sozialwissenschaften

Der Unterschied zwischen selbstbestimmter und fremdbestimmter Arbeit ist unkenntlich geworden, und das ist ganz im Sinne derer, die das Sagen haben. Es kann ihnen gar nichts Besseres passieren, als wenn die Untergebenen sich ihrer Willensfreiheit rühmen und an ihre Entscheidungsfreiheit glauben. Betrug und Selbstbetrug wirken da einträchtig zusammen. Denn natürlich möchte man sich lieber als Herr im eigenen Hause fühlen denn als Knecht unter fremder Knute.
Marianne Gronemayer

Ich habe Mal wieder einen sehr inspirierenden Text von Marianne Gronemeyer gefunden. Es ist das Skript zu einem Vortrag, den sie anlässlich des 10. Todestages von Ivan Illich am 1. Dezember 2012 auf der Veranstaltung „Narrenfreiheit in Absurdistan“ hielt.

Sie hält ein Plädoyer, die Fremdbestimmung nicht grundsätzlich zu verurteilen. Dabei zeigt sie auf, wie das Leben in Selbstbestimmung den Menschen in seiner Entfaltung eher nicht voran bringt. Marianne zeigt wunderbar auf, was passiert, wenn Jemand für eine herausfordernde Aufgabe vertrausensvoll berufen, also bestimmt wird.

Was diesen Artikel für mich auch so besonders macht, ist ihre Systemanalyse mit Blick auf die Lohnarbeit. Also ab ins Regal und lasst Euch inspirieren:

Fremdbestimmung – Ja, bitte! (Quelle)

Da scheint sich ein Masochist zu Wort zu melden, der ergebenst um Prügel bittet; oder vielleicht ein Zyniker? Oder ein Witzbold? Oder einer, der auf der ‚Flucht vor der Freiheit’ (Erich Fromm) ist und sich lieber unter fremdes Kommando stellt, als sich den Gefahren der eigenen Entscheidung auszusetzen? Normal ist es jedenfalls nicht, um Fremdbestimmung zu betteln, und wer halbwegs bei Courage und Verstand ist, votiert für Selbstbestimmung. Nicht einmal diejenigen, die daraus Kapital schlagen, dass sie Andere nach ihrer Pfeife tanzen lassen können, finden ein ungeteiltes Vergnügen an der Fremdbestimmung. Wer einen Anderen fremdbestimmt, muss mit dessen Widerwillen rechnen, und der hat viele Spielarten: Aufsässigkeit, Rebellion, Nachlässigkeit in der Auftragserfüllung, Flucht in die Krankheit, insgeheime Verweigerung, wenn nicht gar Sabotage. Fremdbestimmung ist selbst aus der Perspektive der Mächtigen immer auch kontraproduktiv, weil demotivierend.

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Der EVOLUTIONS-GEIST transformiert das BILDUNGS-BEWUSSTSEIN

Ich bekam den folgenden Text von Horst Költze, einem pädagogischen Schriftsteller (siehe auch hier), mit der Frage, ob ich ihn veröffentlichen mag. Dem komme ich gerne nach, geht es doch um nichts anderes als eine zuträglichere Geisteshaltung zum Entfalten unserer Potentiale auf dem Weg zum Erwachsensein:

Der Evolutions-Geist bewirkt im integralen Bewusstseins-Zeitalter eine fundamentale Transformation des Bildungs-Bewusstseins.
Das bedeutet:
Der Algorithmus der Geisteshaltung, der bisher das Bildungs-Bewusstsein prägt, wird mit substantiell höherwertiger Geistesqualität ausgestattet.

Der Bildungs-Algorithmus des zu Ende gehenden mentalen Bewusstseins-Zeitalters ist von patriarchalisch-dominanter Geistesqualität.
Dieser Bildungs-Algorithmus wirkt seit zweieinhalb Jahrtausenden, seit dem antiken Griechentum.
Die antike griechische Kultur wertete die Weiblichkeit in allen Lebensbereichen ab. Denn Weiblichkeit galt als „natürlicher Mangelzustand“ (Aristoteles). Plato diskriminierte die Weiblichkeit, indem er keine Mädchen in seine Akademie aufnahm, in sein Gymnásion.

In der ersten Phase der Transformation wird die Bildungs-Qualität des patriarchalisch-dominanten Algorithmus´ des mentalen Bewusstseins-Zeitalters entlarvt.

Die Wirkung des patriarchalisch-dominanten Bildungs-Algorithmus´ ist an folgenden Merkmalen erkennbar:

Der patriarchalisch-dominante Bildungs-Algorithmus bewirkt

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Führt der Pazifist den falschen Kampf?

Skulpturen auf der Museumsinsel Hoimbroich – Bild: Martin Bartonitz 2018

Ich habe gerade einen Text auf Facebook von Alexander Wölk als Kommentar erhalten, der sich lohnt, hier zur Diskussion zu stellen. Es geht um Jene, die sich für den Frieden einsetzen, sprich den Pazifisten. Es sieht so aus, dass er keinen Frieden erreichen wird, weil er das eigentlich Problem nicht sieht?

 Wie schafft nun der Pazifist die wirtschaftlichen Bedingungen für ein lebenswertes Leben? Wie beendet er den seit Jahrtausenden mit unverminderter Heftigkeit tobenden Bürgerkrieg, wie rottet er die Kapitalisten (Zinsgewinner) und das Proletariat (Zinsverlierer) gleichermaßen aus, wie verhält er sich gegenüber dem Zins, wie zum Privatgrundbesitz, wie zum Recht auf den vollen Arbeitsertrag?
Auf diese Fragen hat der Pazifist zu antworten, wenn er in den Kreisen derjenigen Eindruck machen will, die seit Jahrtausenden Krieg führen und seit Jahrtausenden besiegt am Boden liegen und geschlagen werden. Sieht der Pazifist diesen Krieg nicht, steckt er den Kopf in den Sand, um ihn nicht zu sehen, nun, so kann er einpacken. Das, was er dann noch zu sagen hat, interessiert nur noch die Leute, die nichts anderes wollen, als eine Organisation, und die dann schließlich noch den Krieg ihrer Organisation wegen nicht entbehren wollen, wie jeder Apotheker die Krankheiten, wie jeder Parteibonze die Soziale Frage verewigen möchte.
Es ist ja wahr, dass der Völkerkrieg mit seinen Giftgasen und weiten Schlachtfeldern auf naive Gemüter stärkeren Eindruck macht als der in den Eingeweiden der Staaten bohrende Bürgerkrieg, obschon die Opfer dieses Krieges ungleich zahlreicher sind und unendlich größer ihre Qualen. Denn der Bürgerkrieg erschöpft sich nicht in den täglichen Einzelgefechten, wo 10 bis 50 oder 100 Mann fallen; das sind nur die äußern Erscheinungen. Für den Bürgerkrieg sind die Waffen ohne Knall und Rauch schon längst erfunden in Gestalt von Hunger, Schmutz und Schwindsucht. Und dieser geräuschlose Vorgang ist nicht geeignet, die Aufmerksamkeit oberflächlicher Geister auf sich zu lenken, nicht wie es das Massenmorden der Feldschlacht tut.
Nichtsdestoweniger ist nicht an der Tatsache zu rütteln, dass der Bürgerkrieg die primäre Erscheinung ist und der Völkerkrieg die sekundäre. Der bürgerliche Kriegszustand ist es ja gewesen, der die Anregung dazu gab, die Staaten als Machtorganisationen auszubauen, und die Staaten sind es doch wohl, nicht die Menschen, die wegen der ewig auseinanderstrebenden Interessen zusammenprallen müssen. Ohne den bürgerlichen Kriegszustand wäre es darum auch niemals zu zwischenstaatlichen Kriegen gekommen. Die Staaten würden ebenso friedlich nebeneinander liegen wie die Gemeinden heute nebeneinander liegen. Die Pazifisten packen also das Friedensproblem beim Schwanz an.
Das Problem des Friedens heißt:

Wie schaffen wir bürgerliche Zustände, die den Staat als Machtorganisation überflüssig machen, sodass wir die öffentliche Macht entbehren, bis auf den Nachtwächter abbauen können?“

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Ist das 5G-Netz ein Anschlag auf die Menschheit, auf Mutter Erde?

Bild: BUND

Ich hole den Artikel aufgrund der Brisanz nochmals nach vorn, u.a. da ich noch einen ergänzenden Vortrag von Ulrich Weiner angehängt habe.

Ich hatte vor Kurzem schon einen Artikel über das Funknetz der 5. Generation gebracht, siehe: Die neue Generation der Funknetze – kurz 5 G – muss verhindert werden!  In einem Kommentar dazu wurde uns auf den folgenden Vortrag von Anke Kern mit dem Titel „Digitalisiert in eine strahlende Zukunft – todsicher!“ aufmerksam gemacht, den ich hier noch ein Mal gesondert ins Regal stellen möchte. Zu dem Vortrag ist auf youtube zu lesen:

Digitalisierung & Mobilfunk – ein Thema, das heute in aller Munde ist und sehr stark polarisiert: ist es Segen oder Fluch? Muss sich endlich der Fortschritt gegen die ewig Gestrigen durchsetzen, die am liebsten noch „im Wald trommeln“ würden? Oder blenden die Fortschrittlichen konsequent die Gefahren aus? Anke Kern gibt in ihrem Vortag einen Einblick in ihre 15 jährige Forschungsarbeit und beleuchtet Fakten, die der Öffentlichkeit konsequent verschwiegen werden. Diese Fakten müssen die Menschen hören und wissen, um mit dieser Technologie umgehen und die richtigen Schlussfolgerungen ziehen zu können.

Anke macht darauf aufmerksam, dass wir Menschen, genauso wie alle Lebewesen auf dieser Erde, nicht nur biologisch-/chemische sondern vor allem auch elektromagnetische Wesen sind. Unsere Gehirntätigkeiten als auch das des Herzen ist noch einige Meter von uns entfernt messbar. Wir gehen daher in Resonanz mit den elektromagnetischen Feldern der Funknetze. Und das 5G-Netz, das nun mit aller Macht voran getrieben wird, und dessen Mastdichte noch wesentlich höher liegen wird als das des aktuellen Netzes, wird uns regelrecht aus dem Takt schwingen lassen. Unsere Glückshormone werden durch die Funknetze nachweislich zurückgefahren, Burn-Out lässt grüßen. Aber auch das Bienensterben ließe sich in diesem Zusammenhang erklären.  Weiterlesen …

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Es gibt ein weit verbreitetes Missverständnis darüber, was „Zuhören“ ist …

Logo des Projekts ‚Talent‘

Ich habe Mal wieder ein Leckerbissen eines Blogger-Kollegen, der als Führungsberater aktiv ist, und sich aber auch viele Gedanken über eine wirklich funktionierende Demokratie macht, eine, in der anstelle für Wenige möglichst für Alle gesorgt wird. In dem Artikel untersucht er ein Thema, das wir von unseren Politikern letzte Zeit so häufig hören: man müsse mehr zuhören. Wie schwierig das ist, besonders in hierarchischen Umgebungen, und wann das gut funktionieren kann … unsere Institutionen wären wohl umzukrempeln. Aber lest Mal rein:

Die unterschätzte Kraft des erkennbaren Zuhörens (Quelle)

Uns wird viel zugemutet in Sachen Zuhören heutzutage. Alles mögliche müssen wir uns anhören, ohne dass wir uns leicht dagegen verwehren können. – Das beginnt nicht erst in der Schule. Und es endet nicht in unseren Ausbildungen, Studien und Betrieben. Auch im öffentlichen Raum, an unseren Wohnungstüren, auf unseren Online-Kanälen und unseren Festnetzanschlüssen werden wir zugeknallt mit Dingen, „die wir uns mal anhören sollen“.

Gleichzeitig werden wir permanent dazu ermuntert, „besser zuzuhören“. Weil das ja so unglaublich segensreich für Alle sei.

Mein Eindruck als Jemand, der zu viel spricht, weil er sich zuviel anhören musste, ist ja: Es gibt ein weit verbreitetes Missverständnis, was „Zuhören“ ist und wie es sich auf die daran beteiligten Menschen auswirkt.

Am besten bekommt man dieses Unerhörte ins Ohr, wenn man vom „Erkennbaren Zuhören“ spricht. Was ist damit gemeint?

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„Ich sehe Mistgabeln“

Dezember 30, 2018 67 Kommentare

Es ist nicht so, dass die wirklich Reichen nicht eine Vorstellung davon haben, dass die Spielregeln des monopolistischen Kapitalismus zu einem gesellschaftlich unguten Ende führen werden. Hier mag auf ein offener Brief eines ‚Stink-Reichen‘ an seine Mit-Reichen als Beispiel gelten, dass auch sie das Gefühl haben, am Ende auch das Spiel verlieren zu können, und dass es gescheiter wäre, die Spielregeln zu ändern:

Ich sehe Mistgabeln.
In Zeiten, wo Menschen wie Du und ich über die Plutokratie träumen, liegt der Rest des Landes, die 99,9%, weit im Rückstand. Die Kluft zwischen Arm und Eeich wird immer schlimmer. Und sie wächst schnell. Im Jahr 1980 kontrollierten die Top 1 etwa 8% des US-Volkseinkommens. Heute kontrollieren die Top 1 rund 20%. Aber das Problem ist nicht die Ungleichheit an sich. Diese ist immer untrennbar mit jeder kapitalistischen Wirtschaft verbunden. Das Problem ist, dass diese Ungleichheit auf einem historischem Hoch angelangt ist und von Tag zu Tag schlimmer wird. Unser Land entwickelt sich von einer kapitalistischen Wirtschaft zu einer feudalen Gesellschaft. Wenn sich unsere Politik nicht dramatisch ändert, wird die Mittelschicht verschwinden und wir werden wieder im späten 18. Jahrhundert in Frankreich sein. Vor der Revolution. [Anmerkung: Siehe auch Was unsere Finanzkrise mit dem Untergang des römischen Imperiums zu tun hat …]

Und so habe ich eine Botschaft für meine steinreichen Kollegen und Kolleginnen und alle, die in dieser Blase leben: Wachen Sie auf ! Es wird nicht mehr lange dauern. Wenn wir nicht bald etwas tun, um die eklatanten Ungerechtigkeiten in dieser Wirtschaft zu beheben, werden die Mistgabeln zu uns kommen. Keine Gesellschaft kann diese Art von wachsender Ungerechtigkeit auf Dauer aufrechterhalten. Es gibt in der Tat kein einziges Beispiel in der Geschichte der Menschheit, wo Reichtümer wie diese angesammelt wurden und nicht irgendwann Mistgabeln gekommen sind. Am Anfang ist es ein Polizeistaat, dann kommen die Aufstände.

Viele von uns denken, sie wären etwas Besonderes, weil „Das ist Amerika“. Wir denken, wir sind immun gegen diese Kräfte wie den arabischen Frühling, die französische oder russische Revolution. Ich weiß, dass die 0,01% dazu neigen, diese Art von Argumenten zurückzuweisen. Viele von Euch sagten mir schon ins Gesicht, ich sei verrückt. Ich sage Euch, Ihr lebt in einer Traumwelt. Jeder Geschichtsstudent weiß, wie es passiert. Revolutionen, Konkurse kommen nach und nach. Und dann plötzlich setzt Jemand etwas in Brand und dann kommen tausende Menschen auf die Strassen und bevor man sich versieht, steht das ganze Land in Flammen. Und dann werden wir keine Zeit mehr haben, um zum Flughafen zu fahren, in unsere Gulfsream V zu steigen und nach Neuseeland zu fliegen. Wenn die Ungleichheit weiter so zunimmt, wird es passieren. Wir werden nicht in der Lage sein, vorherzusagen wann es passiert. Aber wenn es passiert, wird es schrecklich. Vor allem für uns. …

independent24

Ich sehe MistgabelnOffener Brief des US-Milliardärs Nick Hanauer an seine reichen Freunde
Deutsche Übersetzung
Sie kennen mich wahrscheinlich nicht aber ich bin einer dieser 0,01% stolzen und uneinsichtigen Kapitalisten. Ich habe etwa 30 Unternehmen in unterschiedlichen Branchen mitbegründet und finanziert. Vom Nachtclub bis zu Amazon.com. Dann gründete ich AQuantive, ein Internet Werbeunternehmen, welches im Jahr 2007 von dem Softwarehersteller Microssoft für etwa sechs Milliarden US-Dollar übernommen wurde. In Bar. Meine Freunde und ich besitzen eine Bank. Ich sage Ihnen dass, weil ich in vielerlei Hinsicht nicht anders bin als Sie. Wie Sie, habe ich einen Blick auf Wirtschaft und Kapitalismus. Und für meinen Erfolg führe ich ein Leben, von dem 99,9% der Amerikaner nicht einmal zu träumen wagen. Ich besitze viele Häuser, ein eigenes Flugzeug usw, Sie wissen schon wovon ich rede.

Im Jahr 1992 verkaufte ich Polster und Betten in meinem Familienbetrieb „Pacific Coast Feather Company“, zu einer Zeit wo das…

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Kategorien:Gesellschaft

Die Sippe als egalitäre und mutterrechtliche Gemeinschaft

Dezember 29, 2018 3 Kommentare

In den letzten Tagen hatte ich reichlich Muße und so nahm ich ein Buch in die Hand, das schon lange in einem großen Stapel noch zu lesender Bücher darauf wartete, von mir erschlossen zu werden: Wie wir wirklich leben wollen – Aussichten auf eine ganzheitliche Gesellschaft – HOLON NETzwerk für integrale Entwicklung. Das Buch wird mit einem Text beworben, der gut zu meiner Suche nach einer besseren Welt passt:

Die Erneuerung unserer Gesellschaft wird immer dringender. Doch was brauchen wir dazu? HOLON ist der Auffassung, dass es für eine friedliche Welt nicht nur um das Lernen neuer Wege der Kooperation und Solidarität und um Demokratiereformen geht. Wir brauchen noch viel mehr menschliche Reifung durch Erkennen und Befördern der uns Menschen von Natur aus eigenen Spiritualität, verbunden mit Weiterentwicklung des Bewusstseins und fundamental neuem Denken. In letzter Zeit ist viel die Rede von neuen Netzwerken, die über das bisher Gedachte und ein oft im nationalen Rahmen befangenes Bewusstsein hinausgehen müssen. Es gilt auch hier, die positiven Seiten der ja überhaupt nicht so neuen Globalisierung wahrzunehmen. Dem Anspruch auf Ganzheitlichkeit verpflichtet, kann HOLON nicht dabei stehen bleiben, unsere heutigen gesellschaftlichen Zustände zu bejammern oder gar Schuldige dafür zu benennen. Daher versuchen die acht Autoren kollektiv und individuell die Frage zu beantworten, wie denn das Leben und die Gesellschaft, die sie sich wünschen, aussehen könnten.

Aus dem Buch möchte ich eine Passage bringen, die recht gut eine Theorie wieder gibt, die ich als Saharasia-Theorie von James DeMeo kennengelernt habe. Forschungen zeigten, dass in Westeuropa ausgegrabene Skelette, die vor die Zeit von etwa 5.000 bis 7.000 Jahren datiert wurden, kaum Tötungsmerkmale aufwiesen. Ab etwa 3.000 vor unserer Zeitrechnung waren nur noch 50% der Menschen eines natürlichen Todes gestorben. Der folgende Text versucht zu beschreiben, wie die Gemeinschaftsstrukturen beschaffen waren und was den Wandel in die heutigen Strukturen forcierte.

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