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O B E N O H N E … Bildungs-Kompetenz

Martin wettert wieder gegen das Schulsystem. Was für einen Blödsinn erzählt man den Menschen noch, um ihnen den Abbau des Bildungssystems schmackhaft zu machen…

Tatsächlich sind es schlecht gebildete Menschen, die dazu anfällig sind, jeden Mist, der ihnen aufgetischt wird, zu glauben und keine eigenen Vorstellungen zu entwickeln. Um eine Gesellschaft zu versklaven, hindert man die Menschen daran, gute Bildung zu erhalten. Je schlechter die Bildung, desto größer ist die Anfälligkeit für religiösen Fanatismus, Extremismus etc.

Und der Typ (gemeint ist Prof. Hüther hier: Wir müssen die Konsumgesellschaft abschaffen) lügt oder ist einfach unwissend:
„So wachsen Menschen seit jeher auf: ohne Schulen oder andere Bildungseinrichtungen. Und sie haben immer alles gelernt, was sie brauchten.“
Wirklich? 😀 Auf welchem Planeten? Auch in den so genannten primitiven Gesellschaften (die so leben wie unsere Vorfahren) durchgehen Heranwachsende so etwas wie eine Schule, die meistens sehr viel strenger ist, wo sie die Regeln des Zusammenlebens, die Pflege der religiösen und anderer Gebräuche lernen und bei Verletzungen der Regeln rigoros bestraft werden. Man gruppiert die Heranwachsende je nach Alter in verschiedene Bünde, Stufen ihrer gesellschaftlichen Rangordnung. Das hält die Gesellschaft zusammen, macht sie überlebens- und funktionsfähig und verhindert Konflikte. Jugendliche gehen auch je nach Komplexität der Gesellschaft bei Älteren in die „Schule“ um das Handwerk zu lernen, das sie als Erwachsene ausüben werden. Usw.

Na ja, ich habe es – wieder einmal – versucht zu erklären, warum dieser „Schule ist doof“- Schwachsinn derzeit so aktiv verbreitet wird. Martin zeigt sich aber extrem faktenresistent und will nicht verstehen, warum man solche Informationen erst einmal kritisch prüfen muss, bevor man sie verbreitet.

Diesen Kommentar bekam ich auf Facebook. Jo, und weil ich nicht der Meinung bin, dass je mehr Gehorsam getrimmt gleich mehr Zusammenhalt bedeutet, sondern es genau umgekehrt ist, dass der Zusammenhalt größer ist, je freiwilliger in Selbstbestimmung sich Mensch entscheidet zu kooperieren, bringe ich Mal wieder einen Text zur Schule, der nochmals aufweißt, warum hier was zutiefst im Argen liegt:

 O B E N   O H N E …

… Bildungs-Kompetenz

Sitz der Kultusminsterkonferenz in Bonn – Bild: Wikipedia (Klick auf das Bild zeigt die Urheberschaft)

KMK – Konferenz der Seiteneinsteiger
von Horst Költze (siehe auch: Was ist eigentlich gute Bildung?)

„Kaum glaublich, aber wahr!“

empört sich Elternvertreterin Anna Zilla*.

63% der Kultusministerkonferenz sind Seiteneinsteiger. Nur drei von sechzehn Kultusministerinnen/Kultusministern verfügen über Unterrichtserfahrung. Und diese beiden auch nur über einen Zeitraum zwischen drei und fünf Jahren in einem Gymnasium, nicht in einer Brennpunktschule. Weiterlesen …

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„Nicht die ankommenden Migranten gefährden uns, sondern das marode Bankensystem wird uns den Garaus machen …“

.. so das Fazit von Ernst Wolff, der in dem folgenden Video über seine wichtigsten Erkenntnisse zu den Hintergründen und Drahtziehern spricht, die hinter dem Finanzsystem stecken. Und auch hier erfahren wir über den Tiefen Staat (Deep State) und mit  welchen Ideen und Weltbildern die Menschen in den Staaten gefügig und abhängig gemacht werden.  Wenn einer 40 Jahren tief hinter die Kulissen schauen durfte, speziell die des in meinen Augen mafiösen IWF, weiß er ziemlich genau, wie die Macher ihr Finanzsystem am besten für ihren Vorteil gestalten können. Und wie immer interessant zu sehen, dass unsere Politiker keine Chance haben, sich gegen sie zu stellen. Der folgende Vortrag ist die Quintessenz aus Ernsts neuem Buch Finanz-Tsunami: Wie das globale Finanzsystem uns alle bedroht:

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Wieder ’neu‘ nach Hause kommen …

Von MiA

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Der Besitzstandsbewahrungsstaat: Ein Staat, den kein Mensch braucht

Skulptur auf der Museumsinsel Hombroich – Foto: Martin Bartonitz 2018

Ich habe gerade einen Blog gefunden, dessen Betreiber leider unbekannt bleibt, da ohne Impressum, der allerdings ein Schatz an Demokratieverständnis zu sein scheint. Gerne möchte ich den folgenden Artikel von dort auch hier nochmals veröffentlichen, stellt der doch nochmals klar, dass wir hier in Deutschland keine Politik und Demokratie in ihrem wirklichen Sinne vor uns haben, und aber einen Ausblick gibt, was es braucht, damit es so wäre:

Der Besitzstandsbewahrungsstaat: Ein Staat, den kein Mensch braucht

Immer wieder mal verweise ich gern auf die Studie zum Verhältnis von Vermögen und Einfluss in unserem derzeitigen politischen System, die von der Bundesregierung in Auftrag gegeben und 2016 veröffentlicht wurde.

Verkürzend gesprochen darf es durch diese Studie als wissenschaftlich erwiesen gelten, dass vermögende Menschen einen beträchtlichen Einfluss auf die politischen Entscheidungen in unserem Staat haben, während Menschen ohne Vermögen keinerlei Einfluss auf diese Entscheidungen haben – und dass unabhängig davon, welche Parteien wir wählen und welche davon eine Regierung bilden.

Das ist ein Armutszeugnis für unseren Staat, den wir zwar „Demokratie“ nennen, bei dem wir uns aber auf der Grundlage dieser Ergebnisse ernsthaft Gedanken machen müssen, ob er auch tatsächlich eine Demokratie ist. Denn wenn nur vermögende Menschen die faktischen politischen Entscheidungen bestimmen bzw. nur ihre Einstellungen und Erwartungen sich in ihnen wiederfinden, muss man von einer Plutokratie oder Oligarchie sprechen.

Zudem könnte man an dieser Stelle dafür argumentieren, dass kein Mensch, kein Bürger einen solchen Staat überhaupt braucht.

Denn Menschen mit großem Vermögen brauchen den Staat tatsächlich nicht: Sie können alle ihre Bedürfnisse sehr leicht mittels ihrem Vermögen befriedigen, oft besser als durch staatliche Institutionen und Mittel.

Die Menschen dagegen, die den Staat bräuchten, haben keinerlei Einfluss auf sein Handeln, seine Entscheidungen, seine Gesetzgebung.

Aber das ist natürlich arg schnell geschossen. Denn unser Staat leistet ja auch in seinem jetzigen Zustand sehr viel: Den Reichen unter uns garantiert er ihr Eigentum und legitimiert es, so dass sie nicht um ihr Leben und ihren Besitz fürchten müssen, während andere, die mit ihnen im gleichen Gemeinwesen zusammenleben, so viel weniger haben. Er sorgt dafür, dass sie sich nicht hinter hohen Mauern mit Stacheldraht verschanzen müssen. Und er sorgt dafür, dass sie sich keine Privatarmeen aufbauen müssen. Okay: Keine so großen Privatarmeen wie nötig wären, wenn es den Staat in seiner heutigen Form nicht gäbe.

Und den Armen gibt der Staat ein Weiterlesen …

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Wie wir gemeinsam machtfreie, politische Räume schaffen können

Und das geht eben nur mit Vorsatz. Aus Einsicht in unsere eigene Natur als Menschen und ihre bleibenden Erfordernisse: Dass wir alle uns nur dann frei fühlen, auch in unserem privaten Alltag, wenn wir Politik als Freie und Gleiche realisieren.

What you read is what I've felt

Die Kurzantwort auf die Frage danach, wie wir machtfreie Räume schaffen können, in denen keiner von uns andere von uns dominiert, also weder ich Dich dominiere noch Du mich dominierst, lautet:

„Mit Vorsatz.“

Unser privater Alltag ist durch und durch von Machtverhältnissen zwischen uns durchzogen. Genauer: Von Machtasymmetrien zwischen uns. Und diese Machtungleichheiten haben drastische Folgen für uns und unsere Beziehungen zueinander.

Zugleich ist klar, dass Machtasymmetrien sich immer wieder neu herausbilden in unserem Alltag, selbst in einem Kontext, der weitgehend frei davon ist, dass körperliche Gewalt im Spiel ist oder auch nur die Androhung der Anwendung körperlicher Gewalt. Denn Machtasymmetrien kommen auch dadurch zustande, dass der eine Mensch den anderen Menschen einfach „mehr braucht“ als umgekehrt. Denn dadurch kommt der eine von uns gegenüber dem anderen von uns „an den längeren Hebel“. Solche Machtasymmetrien bekommen schnell ihre Eigendynamik und verfestigen sich dann als „Status“.

Ein „machtfreier…

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Wenn wir unsere Welt nur gemeinschaftlich denken: gibt es Raubtiere erst, als der Mensch begann, Fleisch zu essen?

Blick in einen Teil der besuchenswerten Museumsinsel Hombroich – Bild: Martin Bartonitz 2018

Ich habe mal wieder ein äußerst Gedanken-erfrischendes Video gefunden, das mit einer für unsere Welt äußerst steilen These daher kommt, aber in meinen Augen durchaus schlüssig argumentiert. Es geht um nicht Anderes, als dass der Mensch scheinbar erst nach der Sintflut damit begann Fleisch zu essen, sprich dafür Tiere zu töten.

Ich bin auf das Video über ein anderes vom gleichen Macher gestoßen. In ‚Die gefälschte Bibel‚ ist neben den Aspekten der Fälschungen besonders immer wieder darauf hingewiesen worden, dass die Ur-Christen Fleisch verabscheuten, weil sie den inzwischen verloren gegangenen Berichten von Jesus folgten. Denn in diesen Schriften war überliefert, dass Jesus davon überzeugt war, dass Gott den Fleischkonsum nicht gut hieß. Erst die Katholiken, also die herrschenden, Fleisch genießenden Römer haben dafür gesorgt, dass die Veganer verfolgt und quasi ausradiert/umgedreht wurden.

In dem Video, das ich hier empfehle, geht der Autor dem Thema Jagd und Fleischverzehr weiter auf den Grund. Es waren anscheinend die Priester, die über das Tieropfer ‚legitim‘ an das Fleisch herankamen und so den Rest allmählich auch dazu brachten. Das ist die eine Seite der Überlegung. Die Frage, die der Autor sich stellt, ist, ob in der früheren Zeit, in der das Konzept der Herrschaft über andere, sei es Mensch oder Tier, nicht gegeben hatte Weiterlesen …

Über die Legitimierung der Herrschaft der guten Schlauen über die bösen Dummen …

Martin Sigl

Die Ehre wohnt beim Reichtum.
Reichtum übt die größte Herrschaft über Menschenseelen.

Friedrich Schiller

Martin Sigl hat auf Facebook eine schöne Zusammenfassung gegeben, wie das aktuelle Weltbild in unserer ‚zivilisierten‘ Gesellschaft gestrickt ist, und weil es so schön auf den Punkt ist, möchte ich es auch noch hier ins Regal stellen. Ich las an anderer Stelle, dass es typisch am deutschen Michel sei, dass er sich in diesem Muster wohl fühle und sich eben nicht dagegen auflehne, wenn die ‚Guten‘ durch ihre Handlager sich erlauben, von ihm, dem ‚Bösen‘ immer mehr zu nehmen. Ich sehe allerdings nicht nur den deutschen Michel so agieren … Also kauen wir mal wieder drauf rum:

  1. Herrschaft ist Bestandteil der Natur des Menschen und seiner Hochkulturen.
  2. Das was schon immer so und ist sozusagen eine Folge des „Naturzustandes“ des Menschen.
  3. Die Zivilisation ist es, welche die GUTEN Potentiale des Menschen zu Großem führt.
  4. Nur die Zivilisation kann das BÖSE in dieser GROSSEN EINHEIT aller Menschen der nötigen Kontrolle unterwerfen, so dass die zerstörerischen Auswirkungen des Einzelmenschen, wie von Tyrannen soweit minimiert werden können, dass die Menschenrechte, die Demokratie und das Wohl aller wie des Ganzen darunter nicht ausufernd leiden müssen.
  5. Zu den herausragenden Leistungen des zivilisierten Menschen gehören seine Institutionen wie Wirtschaft, Staat und Religion, Erziehung Universitären, Kultur, Musik, Theater, die Oper. Aber auch das Rechtssystem als Rechtsstaat, die bürgerlichen Freiheiten, die Demokratie und die Menschenrechte. McDonald nicht zu vergessen.
  6. Ohne die Zivilisation würde die Welt im Chaos versinken und auf der Ebene der Wilden und Primitiven dahinvegetieren.
  7. In der Zivilisation aber lebt der Mensch in der denkbar besten aller möglichen Welten.
  8. Zivilisation wurzelt in der Ordnung des Staates, der Wirtschaft wie der Religionen, und Regierungen sind notwendig, da die Menschen, die ohne eine äußere Ordnung nicht fähig wären, alle diese Leistungen zu vollbringen, zivilisiert werden müssen.
  9. Durch die Zivilisation müssen die Menschen angehalten werden, das Böse in sich zu besiegen und im Interesse des Gemeinwohls, das der Staat vertritt und vor allem auch für die Zukunft unserer Kinder bewahrt, ihr Bestes zu geben.
  10. Nur in der Zivilisation wird der Entzug eines jeglichen Gewaltpotentials, dessen das Individuum fähig wäre, durch das Gewaltmonopol des Staates gesichert.
  11. Zivilisation ermöglicht Innovation und Wachstum. Beides sind die Garanten des Wohlstandes Aller. Jeder kann daran teilhaben, er muss es sich aber verdienen. Wer von den Schwachen (den Unwilligen) daran nicht teilhaben kann, dem wird von den Starken (den Willigen) unter die Arme gegriffen. Er bekommt Lebensmittelmarken wie in den USA oder Hartz IV in Deutschland.
  12. In jeder Zivilisation muss Gehorsam, Pflicht, und Fügsamkeit (heute besser als Fleiß und Leistungswille gekennzeichnet) sein, denn Herrschaft gab es schon immer, denn immer hatte einer das Sagen und die anderen haben sich danach gerichtet.
  13. Wenn das denn so ist, dann ist es besser, die Freien (Klugen und Weisen) herrschen über die Unfreien, denn die Unfreien sind unfähig, sich selbst zu beherrschen. Sie sind ungebildet und barbarisch.

So lautet in Mitteleuropa seit rund 1000 Jahren bis heute die – gekürzte – Botschaft des Mainstreams und sie wird nicht nur geglaubt, sondern auch gegen alle Andersgläubigen heftig mit aller Härte und gnadenlos verteidigt. Insofern gibt es die EINEN und es gibt die anderen:

Diese immerwährend aufwiegelnde Spaltung der EINEN gegen die anderen ist das Werk der zwei Deutungen der Welt, jener völlig verheimlichten Deutungen für die Eingeweihten also jener für die EINEN wie für die Gefolgsleute und einer ganz anderen Deutung für jene DA UNTEN, für die Masse, die eben so zum GUTEN geführt werden müsse.

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