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Mauern oder Brücken bauen, das ist hier die Frage …

September 8, 2018 7 Kommentare

Berliner Mauer – Bild: Wikipedia

Wenn Mauern fallen …

Lautes Bersten bricht die Stille, 
Staubwolken ringen mit dem Licht.
Berge von Schutt vor Deinem Pfad …

Aus Trümmern werden neue Wege,
die Sicht wird wieder weit und klar.
Das Lachen klingt so froh und frei …

… wenn Mauern fallen
Autor: unbekannt

Nach dem folgenden Video stellt sich die Frage:

Sollten wir, statt primitiv gegeneinander Mauern aufzubauen, nicht besser intelligent im Zwiegespräch gemeinsame Lösungen erschaffen?

Ich kann seit einigen Jahren die Politik-Talkshows nicht mehr verfolgen, da mir die Art und Weise dieses gegeneinander Keifens dermaßen Übelkeit verursacht. Prof. Gunter Dueck formuliert zu diesem Zirkus in meinem Sinne an die Fernsehanstalten gerichtet:

Könnt Ihr nicht BITTE BITTE das Format endlich ändern und dort kluge Leute aus den unterschiedlichen Erfahrungsgebieten auftreten lassen, und ihnen ein Problem geben, das sie kooperativ lösen? Da würde ich dann auch gerne wieder zuschauen!

Hier wird erklärt, was heute in der Kommunikation schief läuft – und es haben inzwischen Viele den Eindruck, dass das genauso gewollt ist, um die Energie Streitenden vom eigentlichen Problem umzulenken – und wie es gelingen könnte:

Kategorien:Gesellschaft

Leichenschändung

September 8, 2018 7 Kommentare

Egon W. Kreutzer, Autor und Verleger – mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint (Klick führt zu seiner Web-Seite)

Juristisch wird die Leichenschändung als „Störung der Totenruhe“ (Strafgesetzbuch §168) bezeichnet und vom Staat als Straftat verfolgt, sofern Vorsatz vorliegt.

Die Entnahme von Organen aus einem menschlichen Körper, dessen Funktionen noch dazu möglichst so lange aufrecht erhalten werden, bis das Transplantationsteam zur Verfügung steht, nachdem die zumindest nicht unumstrittene Diagnose „Hirntod“ gestellt wurde, erfüllt den Tatbestand der Störung der Totenruhe, es sei denn, der einstige Inhaber des Leichnams oder dessen nächste Verwandten haben dies ausdrücklich gestattet.

Wenn ein Bundesminister nun zu der Überzeugung kommt, ein Toter sei nichts als ein Ersatzteillager, aus dem sich Mediziner nach Belieben bedienen können, so lange nicht nachgewiesen ist, dass der einstige Inhaber des Leichnams dem widersprochen hat, ist dies, auch wenn Jens Spahn einräumt, dies bedürfe noch einer ausführlichen Diskussion, zunächst einmal der Ausdruck einer fragwürdigen Wertschätzung des Menschen, die sich kaum noch von der Wertschätzung des Metzgers für ein Stück Schlachtvieh unterscheidet. In beiden Fällen stehen bloße Nützlichkeitserwägungen im Vordergrund.

Doch kommen wir zu den praktischen Auswirkungen:

Ist es nach der gültigen Regelung so, dass der lebende Mensch seine Entscheidung, seine Organe im Todesfall spenden zu wollen, ganz bewusst getroffen hat und sich auch ganz bewusst entschieden hat, seinen Organspender-Ausweis mit sich zu führen – oder eben auch nicht, ändert sich die Situation nun vollständig.

Statt der Chance, dass der Organspender-Ausweis von Polizei, Notarzt, Klinik-Personal oder Angehörigen gefunden wird, was die Organentnahme erst ermöglicht, haben die Transplantationsmediziner nun die Chance, innerhalb der kurzen Frist, die für die Transplantation zur Verfügung steht, ein Dokument des Widerspruchs nicht zu finden, um danach, wie der Frisör, beim Haareschneiden zu erklären: „Tut uns leid. Was weg ist, ist weg.“

Es ist eine Sache der Logik:

Ein Mensch ist eindeutig als Organspender identifiziert,
wenn sein Organspenderausweis vorgefunden wird.

Ein Mensch ist jedoch nicht eindeutig als Organspender identifiziert,
wenn sein Widerspruch nicht aufgefunden wird.

Genau diese Logik soll nach dem Willen von Jens Spahn nun aber außer Kraft gesetzt werden.

Wer also nicht will, dass sein Körper nach seinem Tod ausgeschlachtet wird, der muss diesen Widerspruch unverwischbar und unverlierbar mit sich herumtragen. Geldbörse und Brieftasche können verlorengehen oder verlorengegangen werden. Es bleibt eigentlich nur die Tätowierung übrig, und die an möglichst vielen Körperstellen, weil ja nicht klar ist, was zum Beispiel nach einem Motorrad-Unfall an heiler Haut noch übrig bleiben wird.

Damit aber muss der Lebende lebenslänglich eine zutiefst intime Weiterlesen …

Kategorien:Erkenntnis Schlagwörter: ,

Der Organtransplantationsmafia wird Tür und Tor geöffnet …

September 5, 2018 36 Kommentare

Bild geliehen aus dem lesenswerten Artikel „Ist Spahn selbst bereits ein schwerer Pflegefall?“ auf qpress (Klick aufs Bild führt zum Artikel)

Als Organspender bin ich selbst am Ende meines Lebens noch reich. Ich kann einem anderen das Leben schenken.
Franz Beckenbauer

In einer rein materiell gedachten Welt mag der Austausch von Ersatzteilen auch im menschlichen Avatar machbar erscheinen. In einer Welt, in der eine Seele sich in diesen Avatar inkarniert und neben dem physischen Körper noch weitere feinstoffliche Körper besitzt, die viel mehr noch von der Seele erfasst sein sollen, wäre davon auszugehen, dass Seelenanteile mit dem Ersatzteil wandern (das Thema wird auch hier gestriffen: Heilen, Fühlen, Lieben – sei Du die Veränderung)

Da unser neuer Bilderberger-geprüfte (siehe) neue Gesundheitsminister gerade das Thema Organspende auf den Zwang-Kopf stellen will und so die Diskussion um das Thema nun heiß läuft, möchte ich mich auch gleich nochmals beteiligen, ohne auch auf meinen alten Artikel zu verweisen, der reichlich gelesen wurde: Wissenswertes rund um die Organspende …, daraus das folgende Zitat:

Seitdem ich selber hirntote Patienten versorgt habe,
glaube ich weder an den Hirntod noch an seine Definition.
Ich glaube meinen Augen, meinen Händen und meinem Gespür.
Andrea von Wilmowsky

Anja Voit hat auf Facebook einige Perspektiven aufgemacht, die klar machen, welche Verbrechen mit der Idee, nicht auf Spenden zusetzen sondern das Recht auf Unversehrtheit aufzugeben und eine Organspende vorzusehen, wenn nicht ausdrücklich widersprochen wird. Puh: Weiterlesen …

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Degradieren sich Viele selbst, wenn sie sich hinstellen und rufen: „Wir sind das Volk“?

September 4, 2018 33 Kommentare

Blick von Glessen auf Brauweiler vor Regenguss – Foto: Martin Bartonitz 2018

Ich möchte gerne einen Artikel hier nochmals bringen, der auf dem Blog What you read is what I’ve felt veröffentlicht wurde und eine interessante Perspektive auf den Begriff ‚Volk‘ wirft. Aber zuvor schauen wir auch noch, woher denn dieses Wort kommt und welche Bedeutung diesem früher zukam:

Der Ausdruck Volk (über mittelhochdeutsch volc aus althochdeutsch folc, dies aus urgermanisch fulka „die Kriegsschar“) ist erstmals im 8. Jahrhundert belegt und bedeutet „viele“. Zu Grunde liegt dieselbe indogermanische Wortwurzel, von der auch die Wörter „voll“ und „viele“ abgeleitet werden können; auf die ursprüngliche Bedeutung „Kriegsschar“, „Kriegerhaufen“ weist auch die slawische Wortwurzel pulk- hin, die allgemein als frühe Entlehnung aus dem Germanischen gilt, und später ins Deutsche mit spezieller Bedeutung als Pulk zurückentlehnt worden ist.

Der Begriff tönt bei mir ambivalent an. Einerseits ist eine Kriegsschar streitbar, eben nicht wehrlos. Auf der anderen Seiten ist das der Haufen, der zu gehorchen hatte. Und wenn wir schauen, dass ab dem 9. Jahrhundert die Leibeigenschaft = Sklaverei in Europa Einzug hielt und für 1.000 Jahre dafür sorgte, dass die Landesherrn ein Volk voller ‚folg-ender‘ Untertanen besaßen, dann hat das ein wenig gutes Geschmäckle. Und nun schauen wir uns mal an, wie der Kollege auf diesem Begriff herumkaut:

„Volk“ und „Bürger“ – Eine Unterscheidung (Quelle)

Ein „Volk“ ist ein Haufen von Menschen, die auf einem Platz herumstehen oder herumsitzen, während vorne ein Einzelner irgendwelche Sachen brüllt.

„Bürger“ sind die gleichen Menschen, wenn sie sich in ständig neu durchmischenden Kleingruppen wechselseitig austauschen, beraten, einander zuhören und dann gemeinsam Entscheidungen treffen, die besser sind als die, die irgendein Einzelner jemals hätte treffen können.

Ein Volk besteht niemals aus Bürgern.

Bürger bilden niemals ein Volk.

Man könnte den „Bürger“ geradezu auf folgende Weise definieren:

Ein „Bürger“ ist das Individuum, das einer Gemeinschaft angehört, die allen anderen Gemeinschaften übergeordnet ist, das aber zugleich als Teil dieser übergeordneten Gemeinschaft nicht in einer Masse untergeht, sondern das vielmehr mit seiner ganz speziellen Stimme gut hörbar bleibt und dessen aktiver Beitrag für das Zustandekommen und den Erhalt dieser Gemeinschaft als unerlässlich und unersetzbar gehalten wird.

„Volk“ und „Bürger“ sind keine Weiterlesen …

Wenn das jetzige System zerbricht, was dann?

September 2, 2018 6 Kommentare

Ich gab vor ein paar Jahren meiner 75-jährigen Mutter das Buch Anarchie!: Idee – Geschichte – Perspektiven zu lesen, da es mir ausgesprochen gefallen hatte und wo ich nach der Hälfte für mich feststellen musste: „Hey, du bis im Grunde deiner Seele ein Anarchist!“. Als sie mir ein halbes Jahr das Buch zurück gab, sagte sie: „Die ersten 50 Seiten waren zäh. Aber dann wurde es sehr spannend. Ach, wenn die Menschen doch alle so miteinander auskommen könnten.“

Da noch immer die meisten in unserer westlichen Welt von den Ideen der Ur-Anarchisten ferngehalten wurden, vermutlich nicht von ungefähr, sprich zum Schutz der hier Herrschenden, und sogar eher mit Bildern geimpft sind, die sie davon abhalten werden, sich mit den Ideen zu ernsthaft zu beschäftigen, möchte ich den Mutigen unter ihnen das folgende Video als Hörbuch von Anarchie in der Praxis: Die Freiheit der Zukunft empfehlen, vielleicht gibt es ja doch die eine oder andere Inspiration. Zum Video ist noch der folgende Text zu lesen: Weiterlesen …

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Vom Prinzip Menschheitsfamilie …

September 1, 2018 4 Kommentare

Daniele Ganser, ein Friedensforscher, den ich hier schon einige Male zu Wort habe kommen lassen, gibt für mich eine für das Gelingen einer Menschheitsfamilie wichtige Empfehlung:

Orientiert Euch an Werten und nicht an Parteien. Wenn wir uns an Werten orientieren, dann ist es möglich, dass sich quer durch die Parteien Menschen drüber unterhalten können … Bleibt bei Euren Werten und verbiegt Euch nicht. Aber zwingt sie auch nicht Anderen auf.

Es ist wie immer sehr angenehm, ihm zuzuhören:

Weitere Beiträge mit Daniele Ganser: Weiterlesen …

Chemnitz außer Rand und Band?

Das Netz ist gerade voll der Pauschalisierung: Chemnitz ist ein Nest voller brauner Socken, die alle Ausländer pauschal als Verbrecher verurteilen. Grund: am letzten Wochenende ist ein Wahl-Chemnitzer aus Kuba erstochen und zwei weitere Männer mit einem Messer schwer verletzt worden. Es kursieren viele Gerüchte, die die Gemüter der Chemnitzer nach einer Serie von bisher glimpflich ablaufenden Streits in der Innenstadt überlaufen ließen und sie sich spontan zu einer Kundgebung zusammenfanden. Die Presse spricht von Zusammenrottung.

Ich habe mir gestern Abend angehört, wie zwei Chemnitzer aus der Szene über die Situation in Chemnitz allgemein sprechen und über das Wochenende im Speziellen. Da relativiert sich dann doch so Manches. Aber macht Euch wie immer selbst ein Bild:

Interessant dazu ist auch das folgende Schreiben an Frau Lengsfeld, die als Bürgerrechtlerin in der DDR sehr aktiv war: Weiterlesen …

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