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Eine Vertiefung zu Erich Neuman Archetypenlehre das Bewusstsein betreffend …

Ergänzend zu meinem vorherigen Artikel möchte ich noch eine Erläuterung des in der Archetypenlehre verwendeten Begriffs von Bewusstsein nachreichen.

Heißt es im Text, Archetypen seien eine Art seelischer Energiequellen, so sind sie zugleich dasjenige auf Seiten des Menschen, was beim Tiere der Instinkt ist. Der Instinkt ist ein Muster von Reiz => Reaktion und setzt Energie frei. Beim Tier ist diese mit dem Instinkt artlich gegebene Form der Freisetzung von Energie fest an einen jeweiligen Reiz gekoppelt. Nietzsche formulierte, der Mensch sei das hingegen „nicht festgestellte Tier“, also ein nicht im Instinkt bzw. in einem artlich fest(gestellt)en oder fixierten Set von Mustern aus Reiz und Reaktion gefesseltes Wesen.

Evolutionsgeschichtlich ist der Archetyp jenes Element, das den Menschen aus der Gebundenheit des Tieres an den Instinkt, und also aus dem Tierreich hinausgeführt hat.

Das nun im weiteren äußerst gerafft Ausgeführte wird den im Beitrag angesprochenen Zusammenhang von Archetyp und Denkkraft lediglich erahnen lassen. Erich Neumanns Hauptwerk wendet sich umfangreich diesem Zusammenhang zu! Der Leser sei also nicht frustriert, wenn ihm hier in der Kürze nun mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet werden sollten.

Mit der Evolutionsweise des Kulturwesens Mensch aus dem Instinktwesen Tier erhellt, das Denken des Menschen werde sich parallel mit der Ausdifferenzierung des archetypischen seelischen Kraftquells sukzessive entwickelt haben. Denken (und Handeln) benötigen zuallererst Begriffe. Sinnvoll erscheint hier nun die These, Begriffe würden erstmalig formulierbar, als in der Außenwelt Objekte in die Wahrnehmung getreten sind, welche eine archetypische Reaktion aktiviert haben, deren Energie nun genommen werden kann, um einen Begriff für jenes Objekt zu synthetisieren. (Archetypen nehmen in der inneren Vorstellung eine bildhafte Gestalt an. Jene Gestalt besitzt eine wie auch immer geartete bildhaft-symbolische Nähe zum aktivierenden äußeren Objekt. Jenes äußere Objekt kann auch ein in der Vorstellung gebildetes Abstraktum sein, wie z.B. «Fruchtbarkeit». Der zugehörige Archetyp ist allemal multidimensional und wird im vorliegenden Beispiel mindestens «Erde» sowie «Weibliches» enthalten.)

Ein Set von kulturhistorisch jeweils bereits zur Ausdifferenzierung gebrachten Archetypen, bzw. ein aktueller Teilset davon, zeigt sich so nun als Begrenzung der dem Denken verfügbaren Begriffe. Eine jeweilige archetypische Präferenz eines Individuums definiert so zugleich die dessen Denken (und Handeln) aktuell verfügbaren Begriffe und Vorstellungen. Mehr noch definiert ist so auch das Repertoire an klar erleb- und handhabbaren Gefühlen.

Von daher im vorherigen Artikel die Aussage der Zerstörung der Denkkraft wie auch der sozialen Ethik, sobald rekollektivierte, moderne Menschen seelisch-energetisch urplötzlich «umschlagen» und sich einem archaischen (sehr begrenzten) archetypischen Set anheim geben bzw. sich auf ein solches Set kaprizieren, z.B. auf das Set Geist-Materie-Dualismus.

In der Archetypenlehre bedeutet „Bewusstsein“ also einen den Denkoperationen jeweils verfügbaren Reichtum an mit handlungsermöglichenden Energien bzw. mit Wollen unterlegten Begriffen. Archetypen definieren so nun die Reichweite des Fühlens, Denkens und Wollens/Handelns eines Individuums.

Folglich gewinnt Steuerungsmacht über das Denken und Handeln von Menschen, wer über das Wissen und die Mittel verfügt, einzelnen oder Kollektiven archetypische Präferenzen zu setzen.

Euer No_NWO

  1. August 12, 2020 um 11:07 pm

    danke, für den Beitrag,
    WIR, die WIR erkannt haben, wer WIR sind, erlauben niemanden mehr, uns zu schaden, danke, im Namen Jesus Christus, und GOTT mit UNS!
    gilt für ALLE Zeiten, ALLE Dimensionen, ALLE Ebenen, ALLE Universen, ALLE Multiversen, ALLE Kosmen, den MIkrokosmos, den Makroskosmos.
    danke, jesus, danke.
    AMEN.AMEN.AMEN.
    ❤ love & peace ❤

    • No_NWO
      August 13, 2020 um 8:20 am

      Welches der erste Begriff, der mehr als nur ein Einzelding bezeichnen wollte? Der sich vielmehr auf den Zusammenhang aller Erscheinungen in der Welt gerichtet hat – bei Neumann „das große Runde“ genannt – und vom ersten Menschen zunächst gefühlt, dann geistig erfaßt und schließlich fest und klar in einem Wort ausgesprochen worden ist?

      Nietzsche nannte jenen Begriff „Alles“. Woimmer jenes Wort in seinen Schriften auftaucht, ist dessen erster Buchstabe groß geschrieben. Was wollte Nietzsche uns damit sagen? Das große Alpha — der im Anfang war. Und der bis zum Ende sein wird: Gott.

  2. August 15, 2020 um 9:54 am

    .
    Unbeständig
    ist das ganze Dasein,
    wie Wolken im Herbst.

    Gleich einem Schauspiel
    sind Geburt und Tod
    auf der Bühne des Lebens.

    Wie ein Blitz am Himmel
    verfliegt das Leben,
    es fließt vorbei,
    wie ein Sturzbach
    den Berg hinabrauscht.

    ― Buddha

  3. Gerd Zimmermann
    August 15, 2020 um 12:30 pm

    Wie ein Blitz am Himmel
    verfliegt das Leben,
    es fließt vorbei,
    wie ein Sturzbach
    den Berg hinabrauscht.

    ― Buddha

    Nirmalo

    die Frage ist doch, wie kommt das Wasser auf den Berg um als Sturzbach
    und so

    immer und immer wieder.

  4. Gerd Zimmermann
    August 15, 2020 um 2:51 pm

    Nirmalo

    ich habe Dinge erlebt oder wahrgenommen die passten absolut nicht
    in „unser“ physikalisches Weltbild.

    Das war schon gewöhnungsbedürftig.

    Ich gehe jetzt nicht ins Detail.

    Aber

    mir wurde mit der „Zeit“ klar,
    da muss doch noch etwas ANDERES sein.

    Anfangs Verwunderung,.keine Angst,
    Insekten die durch die Wand fliegen konnten,
    ich nehme keine Drogen

    Militärflugzeuge die ohne Geräusch flogen,
    ich stand einmal in der Nähe einer MIG die mit Nachbrenner startete.
    Na Gute Nacht.

    Helikopter die sich manifestieren und andere Dinge.

    Ich brauche keinen Swami der mir etwas erklären will oder „soll“.

    Tula wird das ganz anders sehen, aber was solls.

    Martin erklärte ich vor Jahren das man nicht nur Wolken bewegen kann.
    Kein Interesse, da könnte ich auch Prof Meyl erklären wollen wie
    man drahtlos Energie bewegt.

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