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Erich Neumann und das Umschlagen von rationalistischem Reinheitskult in blutorgiastischen Massenwahn

…und mach‘ meine Seele gesund!

Endformel eines Gebets im Rahmen des rituellen Verspeisens von Fleisch und Blut des kirchenchristlichen Gottessohns

Der Arzt Erich Neumann (1905-1960) systematisierte die kulturhistorisch orientierte Psychologie des Schweizer Psychiaters Carl Gustav Jung (1875-1961) und führte dessen Archetypenlehre weiter aus. So das Attest C.G.Jungs, des großen Antipoden Sigmund Freuds, im Vorwort zu Erich Neumanns Hauptwerk «Ursprungsgeschichte des Bewußtseins».

Fundstelle: Wikipedia

Der von den wissenschaftlichen Lehranstalten des akademischen Plebs geradezu ängstlich gemiedene und unter ungeklärten Umständen früh zu Tode gekommene Erich Neumann war demnach nicht irgendein Psychologe, sondern Großmeister seiner Zunft. Während des Zweiten Weltkriegs verfasste er sein oben genanntes Hauptwerk sowie eine ergänzende Arbeit, die mit «Tiefenpsychologie und neue Ethik» betitelt ist. Hauptwerk und Ergänzung sind anno 1948 in den Druck gegangen.

Neumanns Arbeit legt die brandgefährlichen psychologischen Dynamiken der Moderne bloß, den irrationalistischen Untergrund der modernen Rationalität, den Geist-Materie-Dualismus. Welcher mit den Massengesellschaften der Moderne erst sein menschheitszerstörerisches Potential entfaltet.

Neumann knüpft damit unmittelbar an die mit Nietzsche gegebene Kritik der Moderne an. Welchen Neumann allerdings zutiefst verachtete, da Nietzsche als judenfeindlich galt. Wie sich erst nach Neumanns Tod mit den Arbeiten von Mazzino Montinari herausgestellt hat, wurde Nietzsche nach seinem Ableben Opfer entsprechender Textfälschungen sowie einer Urheberschaftsfälschung, mittels welcher ihm Judenfeindlichkeit unterstellbar wurde.

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Mit ihren jeweiligen Arbeiten haben Nietzsche und Neumann sich zu Hauptfeinden der Intelligentsia der Moderne gemacht. Still und heimlich kehrt die plebejische Wissenschaftsgemeinde beide unter ihren billigen Teppich. Ganz anders die Lehranstalten der Eliten. Denn:

  • Wer die Massenpsychologie des Nationalsozialismus verstehen will: Neumann!
  • Wer die psychologische Unterlage der Techniken der Massenmanipulation von Edward L. Bernays bzw. von PR und Propaganda verstehen will: Neumann!
  • Wer die Massenpsychologie der großen populären Bewegungen für Umwelt- und Klimaschutz verstehen will: Neumann!
  • Wenn es urplötzlich KLICK macht in einer modernen Gesellschaft und mit einem Mal aus gestern noch umgänglichen Mitbürgern hasserfüllte Irre bar jeglicher Verstandeskraft werden: Neumann!

In den Händen von Elite-Universitäten und von deren Denkfabriken sowie in den Hexenküchen des Social Engineering aber werden Neumanns Arbeiten zu einer Waffe der Gegenemanzipation und können dann leider auch hergenommen werden, um auf massenmörderisch-genozidale Diktaturen hinzuarbeiten. Zur Illustration hier der 1921 geborene Jung-Schüler Paul Watzlawick. Dieser erhielt seine psychotherapeutische Ausbildung am C.G.Jung-Institut in Zürich. 1957 bis 1960 war er Professor für Psychotherapie in El Salvador, ab 1960 Forschungsbeauftragter am Mental Research Institute in Palo Alto/Kalifornien. Außerdem lehrte er an der Stanford University. Die letzteren sind Lehreinrichtungen der Machtelite.

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Nun zu den politischen Kernaussagen von Erich Neumann:

Lange bevor es zu jenem brutalen KLICK in der Gesellschaft kommen kann, muß das auf Rationalität aufgebaute Ich des modernen Menschen zunächst «rekollektiviert» worden sein: es muß während eines längeren Zeitraums Zentimeter um Zentimeter zurück in ein von archaischen seelischen Urbildern, den „Archetypen“, geführtes Kollektiv-Ich abgesunken sein. (Archetypen lassen sich grob als seelische Energiequellen auffassen.)

Erste Voraussetzung aber, um sich überhaupt zu rekollektivieren bzw. um sich seelisch zunehmend auf archaische Archetypen bzw. Energiequellen zu stützen, ist eine von langandauernder größerer Angst gezeichnete seelische Befindlichkeit. Aus Gründen der Verteidigung der von Angst geschwächten rationalen Denkkraft wird dann Zuflucht in den Archetyp «Geist» gesucht.

Beim modernen Menschen steht jener Archetyp in krass(!) unversöhnlichem Gegensatz zu dem von «Materie». Geist ist „rein“ im Sinne von „nicht mit Materie beschmutzt“ und symbolisiert damit eine stabile Denkkraft. Um so dringender das Bedürfnis nach Geist und Reinheit, als der moderne Mensch sich selbst dem, weil als „nichtgeistig“, zugleich auch als „böse“ erlebten Archetyp des Materiellen zuordnet. Weswegen der rekollektivierte moderne Mensch sich unweigerlich als Verschmutzer wahrnimmt. Und entsprechend selbstfeindlich sein muß.

Der unter langandauernder Angstbefindlichkeit schließlich seelisch rekollektivierte und sodann vom Archetypischen ganz erfasste und geführte moderne Mensch ist sich wegen seiner Leiblichkeit, seiner Materialität, selbst nicht geheuer, sein Feind lauert in ihm, ist ein Teil seiner selbst. Mit dieser Selbstfeindschaft nun um so notwendiger wird das Bedürfnis nach Vergeistigung, weswegen in der umgebenden Welt nun dringlich nach Anschluß an Kollektive gesucht wird, welche sich um ein Ethos des Unbeschmutzten und Reinen scharen: Reinheit von Volk, von Rasse; reine, vom eigenen menschlich Materiellen unbeschmutzte Natur in Form von sauberen Gewässern oder einer Atmosphäre, die nicht verunreinigt ist von den das Reine beschmutzen müssenden und deshalb mit Widerwillen betrachteten, aber mit der unweigerlich materiellen Existenzweise des Menschen zusammenhängenden Ausscheidungen/Emissionen.

Bis hierhin noch alles gut, die soziale Moral ist immer noch intakt. Was Hollywoods «I Am Legend» ins Bild gesetzt hat, ist noch fern: keine Horden von blutrünstigen mordenden Bestien in Sicht. Diese werden erst erscheinen, wenn materielle Not und sozialer Streß als auf Dauer unüberwindlich eingeschätzt werden. Und auch dann erst bei zusätzlichen einschneidenden traumatisierenden Ereignissen wie z.B. bei schwerwiegenden Terrorakten, bei flächendeckendem Shock And Awe. Wie z.B. Corona.

Dann kann urplötzlich und kollektiv eine seelische Reaktion entstehen, die Neumann als «Umschlagsphänomen» bezeichnet hat. Heißt, dass die archetypische Präferenz des Geistigen und Reinen in ihr Gegenteil umschlägt. Der moderne Mensch wechselt dann seine archetypische Garnitur hin zum Gegenpol. Sein Ich verlässt die seelische Sphäre von «Geist» bzw. Rationalität und Moderne. Und wird urplötzlich von einem Bewusstsein überschwemmt, das «materiell» ist, ganz wie es menschheitsgeschichtlich bei den unter dem Matriarchat stehenden frühen Ackerbauern gegeben war.

Auf den Eingangsseiten von «Heißer Frieden» (ca. 1980) dokumentierte die Grünenpolitikerin Antje Volmer (in ihrer ansonsten linkselitaristisch dümmlichen Publikation) sehr eindrücklich ein zu ihrer Zeit in Nepal noch lebendiges dreitägiges blutorgiastisches Fruchtbarkeitsfest. Ihr mitgereister 12-jähriger Sohn war noch lange danach zutiefst verstört. Auf offenem Feld und bei lebendigem Leib zerhackten Kultpriester einen mächtigen Stier, archetypisches Symbol für „Geist“, und verteilten die blutigen Fleischfetzen des geschundenen Tiers über das umliegende Feld: Blut und Boden, Blut als Dünger des Bodens zur Gewährleistung von Fruchtbarkeit. Nach jenem großen Eingangsritual verfielen die Bewohner des Ortes in eine Blut-Orgie. Alles Getier, dessen sie habhaft werden konnten, zerfetzten sie und beschmierten die Häuser sowie die Straßen und Plätze ihres Bergorts mit den bluttriefenden zerfetzten Tierkadavern. Ein von ungezügelter geschlechtlicher Wollust begleitetes öffentliches orgiastisches Treiben aller schloß sich an. Nach drei Tagen dann auf einen Schlag alles vorbei. Es hat Klick gemacht, Klick ZURÜCK in einen sittenstrengen Alltag.

Dem modernen westlichen Menschen fehlen die einer solchen orgiastischen Ekstase von Kult und Ritual gesetzten örtlichen und zeitlichen Grenzen. Und er beläßt es auch nicht bei Tieropfern. Nichts liebt die Erde mehr als das Blut von Menschen. Nichts entzückt das Materielle mehr, und nichts macht es fruchtbarer. So war es sehr wahrscheinlich in der Menschheitsfrühe. Und so ist es heute wieder bei Satanisten. Und nicht nur bei diesen.

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Nachwort: Vor genau zwei Jahrzehnten auf Radreise und von einer recht kargen Gegend her auf die französische Stadt Verdun zufahrend, war eine mit jedem Meter der Annäherung zunehmende Farbenpracht zu gewahren. Die Vorgärten der Häuser wurden bunt und bunter und bordeten bald über vor Vielfalt und Üppigkeit. In der Krypta der Kathedrale von Verdun stellte ein serbischer Künstler seine Bilder aus, eindrückliche Szenen eines blutigen Krieges. Sodann das nahegelegene Ossuarium mit seinen zu einem Berg aufgeschichteten Knochen von 130.000 unbekannten Soldaten. Auf der Weiterfahrt streifte ich den ebenfalls ganz in der Nähe Verduns gelegenen, bis auf die Grundmauern zusammengeschossenen und in diesem Zustand belassenen Ort Douaumont, ein Mahnmal des Ersten Weltkriegs. Aus den wilden, dichten und hochgewachsenen Büschen direkt am Fuße jenes auf einer leichten Anhöhe gelegenen Orts, schlug sich ein verschwitztes Pärchen und eilte seinem auf der vorbeiführenden Straße abgestellten PKW zu.

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Die Macht des Archetyps ist nicht zu unterschätzen. Sie zu fürchten wäre falsch, Furcht ist ihr erster General. Ehrfurcht und Respekt sind angebrachter. Denn auch die Wurzeln des mit einem starken sozialen Gewissen bewehrten Ich des modernen Menschen gründen in jenen seelischen Urbildern. Wer dies verstehen möchte, dem bleibt nur die Lektüre von Erich Neumanns «Usprungsgeschichte des Bewußtseins». Die ersten Seiten jenes Buchs scheinen ein unlösbares Rätsel zu sein: Wovon ist hier überhaupt die Rede!? Doch jenes Rätsel löst sich nach der etwa 30. Seite schon… .

Bleiben wir unverdrossen und fürchten wir uns nicht!

Euer No_NWO

Kategorien:Gesellschaft
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