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Über „männliches“ und „weibliches“ Denken — und was Tieftemperatur-Physiker dazu zu sagen haben

Schloss Mespelbrunn mit Spiegelbild. In meinem Geburtsjahr wurden hier Aufnahmen zum schwarzweiß Film „Wirtshaus im Spessart“, einer so genannten Räuberpistole mit Musik und Gesang und mit Lilo Pulver gedreht. – Foto: Martin Bartonitz

Das „männliche“ Prinzip ist das des zergliedernd analytischen bzw. logischen Denkens. Das „weibliche“ Prinzip das des erzeugend-schöpferischen, intuitiven und zusammenführenden Denkens. Wie alles, haben auch diese beiden Prinzipien und die Seltsamkeit, ihnen ein biologisches Geschlecht zuzuweisen, eine Geschichte. Hier ist sie:

Menschheitsfrüh gab es zunächst totemische gesellschaftliche Organisation, die der besitzlosen Sammler und Jäger. Verwandtschaftsbeziehungen waren nicht über Blutlinien konstituiert. Stattdessen wies ein zufällig männlicher oder weiblicher Schamane dem Neugeborenen irgendeines der mehreren Toteme eines Stammesverbands zu. „Verwandtschaft“ war etwas allein Spirituelles. Das damals herrschende Prinzip war das der spirituell-geistigen Offenbarung (durch Schamanen). Denken in unserem heutigen Sinne bzw. nach einem „männlichen“ oder „weiblichen“ Prinzip gab es noch nicht.

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Die frühen Ackerbauern kannten erstmalig Besitz, der nun zu vererben war. Es bot sich an, dies über die bestimmungssichere weibliche Blutlinie zu tun, was wir als Matriarchat bezeichnen. Die daraus folgend hervorgehobene gesellschaftliche Stellung der Frau verlangte von dieser, selbständig Entscheidungen zu treffen. Hierzu genügte damals intuitiv-schöpferisches Denken (das „weibliche“ Prinzip), das noch in der Nähe schamanischer Offenbarung stand.

Übrigens würde diese Art des Denkens heute als „männlich“ apostrophiert werden, wären der ackerbäuerliche Besitz und die daraus hervorkommende gesellschaftliche (Entscheidungsfindungs-)Position nicht an Frauen, sondern an Männer gegangen. Denn auch Männer kannten damals kein anderes, als ein Denken nach jenem heute als „weiblich“ gekennzeichneten Prinzip.

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Das antike Ägypten wechselte in einem konfliktreichen Prozess dann von der weiblichen auf die männliche Vererbungslinie, auf die des Patriarchats. In «Das Rätsel der Pyramiden» vollzieht der Tieftemperaturphysiker (Heliumverflüssigung) und Altägyptologe Kurt Mendelssohn dies minutiös nach und bestimmt als wichtigste Ursache dieses Wechsels das Aufkommen eines stehenden Heeres. Der Heerführer, aus biosozialen Gründen selbstredend ein Mann, bekleidete nun die höchste gesellschaftliche Stellung (bis heute hin sind die Spitzen des Militärs die „heimlichen Herrscher“).

Die sich Heerführern stellenden Aufgaben sind vielfältig, komplex und häufig technischer Natur. Zu ihrer Lösung eignet sich zergliedernd-analytisches, logisches Denken besser als schöpferisch-intuitives. Da sich mit dem Patriarchat die gesamte Kultur dem „männlichen“ Prinzip zuwandte, gerieten auch die Frauen unter dessen Einfluss. Allerdings nicht so total wie die Männer, die in ihrem historisch langwierigen Behauptungskampf gegen das „weibliche“ Prinzip zu dem Mittel griffen, dieses radikal zu entwerten.

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Selbstverständlich ist im Vorteil, wer sich auf Denken in jenen beiden Prinzipien versteht. Dies gilt insbesondere für wissenschaftliches Denken, welches ohne „weibliche“ Intuition nicht fortschreiten könnte: Die wissenschaftsgeschichtlich großen Hypothesen haben sich nicht aus logischer Deduktion ergeben. Ein Denken, das sich auf alle drei Prinzipien gleichermaßen gut versteht – auf das geistiger Offenbarung, auf das weibliche sowie auf das männliche – wird als Logos-Prinzip bezeichnet.

Euer No_NWO

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  1. Juni 26, 2020 um 7:37 pm

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  2. Martin Bartonitz
    Juni 26, 2020 um 7:37 pm

    Lieber No-NWO,

    ich vermute Mal, dass die Tieftemperatur-Physik doch eher nichts an der Genese dieser Erkenntnis zu tun hatte?

    VG Martin

    • No_NWO
      Juni 26, 2020 um 9:15 pm

      Nun ja, die Verflüssigung von Helium verlangt, eine Temperatur nahe des absoluten Nullpunkts (-273,15 °C) mittels einer technischen Apparatur („männliches“ Prinzip) zu erreichen, was so außerordentlich schwierig ist, daß dies ohne das „weibliche“ Intuieren wohl kaum zu bewerkstelligen gewesen sein dürfte. Diese seine Großtat trug Kurt Mendelssohn bleibenden Ruhm als Physiker ein.

      Sein Herz hing nicht allein an der Physik. Obschon nicht mit akademischen Weihen gesegnet, war er in der altägyptologischen Fachwelt vollauf respektiert und vollbrachte seine vielleicht sogar größere Tat mit seiner wenig rezipierten, aber beeindruckend klar argumentierenden Publikation «Das Rätsel der Pyramiden».

      Vielleicht wenig rezipiert, WEIL so beeindruckend klar!? Dies Schicksal würde er mit anderen großen Geistern teilen — selbstverständlich denke ich hier an jenes ebenfalls von akademischen Laien verfaßte Meisterwerk der Makro-Ökonomie, an «Das Kapital» der Herren Marx und Engels. Nach der Bibel zwar die weltweit am meisten gedruckte, doch auch am wenigsten gelesene und noch viel weniger verstandene Publikation.☺️

  3. Juni 27, 2020 um 8:27 am

    https://matriarchatsforschung.com/ii-forschungen-ueber-historische-matriarchale-gesellschaften-fruehgeschichte/europa-und-der-mittelmeerraum/

    „Die sich Heerführern stellenden Aufgaben sind vielfältig, komplex und häufig technischer Natur. Zu ihrer Lösung eignet sich zergliedernd-analytisches, logisches Denken besser als schöpferisch-intuitives. “

    Das sehe ich anders, weil Heerführer zerstören und damit dem schöpferischen Prinzip diametral gegenüber stehen. Wie leicht ist es, zu zerstören, wie schnell geht es, und wie schwer und langwierig ist es, egal was, ob Kultur oder Leben oder Gesellschaften, aufzubauen. Anders ausgedrückt: Zerstören kann jeder. Aufbauen nicht.

    • No_NWO
      Juni 27, 2020 um 9:32 am

      Einspruch, weil mit dem Willen zur Abwertung gedacht. Dann könnte ja jeder Vollidiot Heerführer werden, und es bräuchte kein West Point. Unter Herren – nicht unter Sklaven! – gilt, einem Feinde mit Respekt zu begegnen. Denn nichts dümmer, als ihn zu unterschätzen.

      • Juni 27, 2020 um 10:35 am

        Nein Vollidioten können nicht Heerführer werden, denn Vollidioten können nicht analytisch denken.
        Den Willen zur Abwertung erkenne ich nicht, dabei handelt es sich um eine Unterstellung Ihrerseits. Ich schildere Dinge, wie sie sind. Wenn Sie damit ein Problem haben, ist das Ihr Problem.
        Man kann nur erschaffen oder zerstören, nie beides gleichzeitig.

        • No_NWO
          Juni 27, 2020 um 10:51 am

          Jede Debatte hat einen Kontext, der den verwendeten Begriffen Inhalt verleiht. Wird am Kontext vorbeiargumentiert, läßt sich leicht alles zerreden. Doch es ist dir nun immerhin gelungen, mir ans Bein zu pinkeln. Bitteschön! Aber hat nicht lange gehalten, ist schon wieder getrocknet.😁

          • Juni 27, 2020 um 11:45 am

            Der Kontext ist klar erkennbar. Kann sogar ich als Frau erkennen. Kleiner Scherz am Rande 😉
            Vorbei argumentieren tun höchstens die hier üblichen Versammelten. Mit denen will ich mich aber nicht mehr beschäftigen.
            Im Gegenteil: Das Thema ist höchst interessant und es ist es wert, weiter ausgeführt zu werden. Da dasja bekanntlich hier nicht geht, mache ich das lieber wo anders.

          • No_NWO
            Juni 27, 2020 um 12:23 pm

            Ich mag die Esoteriker hier. Immerhin haben sie Stil bzw. sind sie angenehm unhysterisch. Schon vom «Chor der Satyrn»☺️ gehört? Siehe Nietzsche in «Die Geburt der Tragödie». Ohne jenen Chor würde die Welt schwer erträglich erscheinen müssen.

          • Juni 27, 2020 um 1:29 pm

            Ich hab nix gegen Esoterik, bin selber ein spiritueller Mensch. Aber was die Leute hier treiben, geht weit über das Erträgliche hinaus.
            Gründe sind klar. Blog stilllegen und keine anderen Meinungen mehr zulassen bzw. andere Meinungen unter der Flut von esoterischen Meinungen verschwinden lassen.

          • No_NWO
            Juni 27, 2020 um 1:46 pm

            Ja, das KÖNNTE so sein. Und wenn schon. Dann eben nicht vom Silbertablett dinieren, sondern vom Waldboden. So what!

  4. Juni 27, 2020 um 8:46 am

    .
    Jeder dumme Junge
    kann einen Käfer zertreten.
    Aber alle Professoren der Welt
    können keinen herstellen.

    – Arthur Schopenhauer

    • No_NWO
      Juni 27, 2020 um 9:43 am

      Großkotzigkeit sei das Shiboleth der Dummheit. Sagt man.

  5. Juni 27, 2020 um 9:04 am

    No_NWO: „Die sich Heerführern stellenden Aufgaben sind vielfältig, komplex und häufig technischer Natur. Zu ihrer Lösung eignet sich zergliedernd-analytisches, logisches Denken besser als schöpferisch-intuitives.“

    Das ist keine Frage der „Heerführer“, die
    Frage stellt sich Jedermann zu jeder Zeit.

    Die Situation, bestimmt oder legt nahe, welche Form des Denkens gerade angebracht ist. Da muß nichts studiert werden, da braucht es keine Gebrauchsanweisung – es zeigt sich einfach.

    Im Werkzeugkoffer gibt es keine
    Hierarchie ― er bietet Lösungen.

    Keine Denk-Art steht über einer anderen.
    Jede wird gebraucht. Je nach Aufgabe.

  6. Juni 27, 2020 um 9:18 am

    Derzeit steht u.a. das konzeptionelle Denken hoch im Kurs.

    Hier geht es direkt zu den verschiedenen Denkformen:
    https://nirmalo.wordpress.com/denken/

  7. Gerd Zimmermann
    Juni 27, 2020 um 9:47 am

    die Frage stellt sich Jedermann zu jeder Zeit.

    Nirmalo

    Egal welche Denkform unabhängig vom Geschlecht, sollte bei genauer
    Untersuchung zu einen Ergebnis führen:

    Alles Denken hat einen gemeinsamen Ursprung und der kann nur im
    „Urknall“ gefunden werden.
    Untersuchen wir also die Singularität das absolute Nichts.

    Wer den Steckbrief, die Suche nach dem Bewusstsein verstanden hat,
    würde doch ganz bestimmt in der Singularität anfangen das Bewusstsein
    zu suchen.

    Nein, sie suchen Gott, der Licht, Himmel und Erde erschaffen hat.

    Was wenn das Bewusstsein „Gott“ erschaffen hat.

    Wie findest Du, Nirmalo, diesen Lösungsansatz ?

  8. Gerd Zimmermann
    Juni 27, 2020 um 9:55 am

    @ Hier noch ein paar weitere Formen des Denkens:

    Verallgemeinerndes Denken (induktives)
    Lösungs-orientiertes Denken
    Phantasie-reiches Denken
    Abstrahierendes Denken
    Konzeptionelles Denken
    Symbiotisches Denken
    Kooperatives Denken
    Gemeinwohl-Denken
    Organisches Denken
    Assoziatives Denken
    Deduktives Denken
    Komplexes Denken
    Vernetztes Denken
    Bildhaftes Denken
    Bewußtes Denken
    Intuitives Denken
    Laterales Denken
    Diffuses Denken
    Vages Denken

    Nirmalo

    Was verstehst Du unter bewussten Denken ?

    Und was unter schöpferischen Denken ?

  9. muktananda13
    Juni 27, 2020 um 10:41 am

    Das Denken erfindet unzählige seiner Art, die sein refraktives und fragmentarisches Wesen wiedergeben.
    Jedoch hierzu gibt es zwei fundamental verschiedene Arten des Denkens:

    unerleuchtet, pur egozentrisch/individuell bezogen, minimalistisch und oft destruktiv veranlagt, der Einheit des Absoluten Bewusstseins voll unbewusst, nur das Relative Bewusstsein durch die 5 Sinne und die dazugehörigen Instinkte wahrnehmend;

    -erleuchtet, kosmisch/ einheitlich erweitert, maximalistisch und konstruktiv- erhaltend, der Einheit des Absoluten Bewusstseins,seiner immanenten Essenz voll bewusst

  10. Juni 27, 2020 um 11:07 am

    .
    Das Denken wird mehr als jedes andere Universal-
    Werkzeug in seiner Bedeutung… überbewertet. 🚩

    • muktananda13
      Juni 28, 2020 um 2:38 pm

      Ja, das wird es. Und zwar von sich selbst, immer eng verbunden am Ego wie ein Esel an der Zweiradkarre.

  11. Juni 27, 2020 um 11:53 am

    Gerd: „Denkform unabhängig vom Geschlecht“

    Die 39 Denkweisen sind geschlechtsneutral.

    Sicherlich läßt sich nachweisen, daß bestimmte Denk-Formen von Männern und andere überdurchschnittlich viel von Frauen bevorzugt werden.

    Das hat aber gar nichts mit den Geschlechtern zu tun, sondern mit den beinen Seiten in uns Männern und Frauen – sekundär mit den Hirn-Hälften, also mit den Anteilen an Femininem und Maskulinem in uns.

    Es gibt Frauen, die eine stärkere männliche Seite haben als viele Männer und es gibt Männer, deren linke Seite weiblicher tickt, als die mancher Frau.

    Analog werden die Denkformen bevorzugt.

    • Juni 27, 2020 um 1:31 pm

      Das männliche und weibliche Prinzip hat nicht primär was mit Denken zu tun. Einfach mal diese Aussage verstehen. Mit dem Verstand.

  12. Gerd Zimmermann
    Juni 27, 2020 um 12:38 pm

    Nirmalo, wenn man genauer hinguckt, wir man festdellen, dass in beiden
    Geschlechtern beide Anlagen vorhanden sind.

    eine ausgeprägter.
    Ausnahmen Geschlechtsumwandlungen.
    Die harmlose Form davon, Homosexualität.

    In der Regel ist es so, dass Männer linear und rational denken.
    Und was haben einige Männer herausgefunden die sich aus dieser
    Denkweise herausgelöst haben.
    Keine Aufzählung von Namen.

    Es gibt keine Materie.

    Manfred, wie soll eine Zelle wachsen, wenn es keine Materie gibt ?

    Ich als Stänkerer werde Dir verraten was deine Fachkollegen nicht
    herausgefunden haben.

    Das Zellwachstum in der Natur, von der Geburt bis zum Tod, der Wiedergeburt usw.

    Ist eine Kopie von der Kopie.

    Wissen ist begrenzt, aber ungeheuer gross.
    Schau Dir die Quantentheorie an oder die Urknalltheorie.

    Mehr als stammeln ist dabei noch nicht herausgekommen.

    Beweis ?
    ja, es könnte ja theoretisch möglich sein, dass die Theorie meines
    Fachkollegen, zumindest theoretisch möglich sein könnte.

    Das ist ein Konjunktiv.

    Beispiel die Atommodelltheorien.

    Wo bleibt der Beweis für Atome ?

    Und das soll Stänkerei sein,
    nur weil Du die Antworten nicht geben kannst ?

  13. Gerd Zimmermann
    Juni 27, 2020 um 12:46 pm

    @ Das Denken wird mehr als jedes andere Universal-
    Werkzeug in seiner Bedeutung… überbewertet. 🚩

    Nirmalo

    gefällt mir.
    Das liegt daran, dass das Ego denkt es denkt.

    Es gibt Materialisten und Glasperlenspieler.

    Hesse wusste darum.

  14. Juni 27, 2020 um 1:31 pm

    Im Artikel geht es nicht nur ums Denken.
    Das ist aber, so scheint es, keinem hier aufgefallen.

    • No_NWO
      Juni 27, 2020 um 1:51 pm

      Aber das genau ist doch das zentrale Thema des Beitrags: Wie sich das Denken und seine Formen zusammen mit dem Gesellschaftlich-Materiellen erst entwickeln. Sozusagen eine Betrachtung, die der Arroganz des „Geists“ gegenhält, so zugleich dem Geist-Materie-Dualismus.

      • Juni 27, 2020 um 2:05 pm

        Nein Intuition und das schöpferische weibliche Prinzip hat genau damit nichts zu tun. Der Artikel geht nicht über das denken. Sondern über das weibliche und männliche Prinzip.

        • No_NWO
          Juni 27, 2020 um 7:31 pm

          Nun ja, wenn wir Haare spalten wollen, dann ja, dann geht es um das Prinzip. Dieses aber findet Ausdruck in sehr vielem, unter anderem auch im Denken.
          Illustrativ hier, was Nietzsche mit dem Bild der Begriffsdrachen vorstellt und über „leeres Sein“ und „volles und grünes Leben“ zu sagen weiß ==>
          „…wir sind zum Leben, zum richtigen und einfachen Sehen und Hören, zum glücklichen Ergreifen des Nächsten und Natürlichen verdorben und haben bis jetzt noch nicht einmal das Fundament einer Kultur, weil wir selbst nicht davon überzeugt sind, ein wahrhaftiges Leben in uns zu haben. Zerbröckelt und auseinandergefallen, im ganzen in ein Äußeres und ein Inneres halb mechanisch zerlegt, mit Begriffen wie mit Drachenzähnen übersät, Begriffsdrachen erzeugend, dazu an der Krankheit der Worte leidend und ohne Vertrauen zur eigenen Empfindung, die noch nicht mit Worten abgestempelt ist: als eine solche unlebendige und doch unheimlich regsame Begriffs- und Worte-Fabrik habe ich vielleicht noch das Recht, von mir zu sagen cogito, ergo sum, nicht aber vivo, ergo cogito. Das leere >Sein<, nicht das volle und grüne >Leben< ist mir gewährleistet.“ — (Friedrich Nietzsche – Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben)

          Erst mit dem Geist-Materie-Dualismus und dessen totaler Abwertung allen MATERiellen bzw. „Weiblichen“ (siehe nur die totalitaristische Staatsphilosophie und Misogynie eines Plato) haben sich das „männliche“ Prinzip und so auch das logisch-rationale Denken kulturell voll durchgesetzt. Im Alten Ägypten koexistierten diese Prinzipien noch, wie an dem Chaos zu sehen, das entstand, als Echnaton den radikal männlich geistbetonten Monotheismus als alleinige Staatsreligion einführen wollte und die Verehrung des alten Gottheiten-Kanons mitsamt von deren Priesterschaften untersagte. Das ist ihm schlecht bekommen und hat das Schicksal des Alten Ägypten besiegelt.

          Ja, es geht bei den beiden Prinzipien um weit mehr, als um Denken, aber auch um Denkformen.

          • muktananda13
            Juni 28, 2020 um 2:42 pm

            Nietsche war auch nur ein Philosoph, der, wie alle andere, nur Verstandessuchende der Wahrheit sind, die jedoch jenseits dem Verstande liegt.

  15. Gerd Zimmermann
    Juni 27, 2020 um 4:27 pm

    @ Der Artikel geht nicht über das denken. Sondern über das weibliche und männliche Prinzip.

    Irre dich einmal nicht teuto.

    Das Eins das Anfangs Alles war.
    Goethe.

    Teilte sich.
    Erst in die Polarität und dann in die Dualität.

    Das EINS das Anfangs EINES wahr.
    von wem oder was spricht Goethe hier.
    Vom EINEN GANZEN.

    Kannst Du es sehen ?
    Bewusstsein ist immateriell.

    Also sehen kannst Du es schon einmal nicht.
    Kannst Du es anfassen,
    eher nicht, immaterielles Bewusstsein kann man nicht anfassen.
    Aber man kann darum wissen.

    Denken ist ein immaterieller Prozess und nicht an Materie gebunden.

    teuto, wenn Du das erkennen kannst,
    unterscheidest Du nicht mehr unter männlicher und weiblicher Denkweise.

    Dann verstehst Du Friedrich Schiller.
    Das Universum ist ein Gedanke Gottes.

    Die ausführliche Erklärung dazu kannst Du bei Kant finden.

    Nicht bei Philosophen, Theologen oder Wissenschaftlern.

  16. Gerd Zimmermann
    Juni 27, 2020 um 6:40 pm

    @ Im Artikel geht es nicht nur ums Denken.
    Das ist aber, so scheint es, keinem hier aufgefallen.

    teuto, meinst Du erst einmal muss der Geist vorhanden sein.
    Ich gehe davon aus, dass der Geist das Bewusstsein ist.

    Dann muss das Bewusstsein die elektrische Sinneswahrnehmung ersinnen.

    Denn ohne diese Sinneswahrnehmung macht Materie keinen Sinn,

    oder ?

    Für keine ersonnene Lebensform, oder ?

    Warum sollte das niemanden im Blog auffallen.
    Dafür existiert ja dieser Blog.

    Das es Einigen ausfällt,
    wie einfach die Schöpfung funktioniert.

    Erst einmal muss erst einmal die Bühne des Lebens gedacht werden.
    Das Universum,
    dann alle Lebensformen darin.
    Danach muss das Denken hineingedacht werden.
    Zuletzt das unterschiedliche Geschlechterdenken,
    das in dieser Form eigentlich gar nicht existiert.

    Warum soll das niemand auffallen.

    Hinweisschilder gibt es doch genug.

  17. Gerd Zimmermann
    Juni 27, 2020 um 6:53 pm

    @ Das männliche und weibliche Prinzip hat nicht primär was mit Denken zu tun. Einfach mal diese Aussage verstehen. Mit dem Verstand.

    Kritik der Urteilskraft, sprich Verstand.
    Hast du dich einmal an Kant geübt ?

    Wenn ich dir erklären würde, dass das Universum überhaupt nicht existiert,
    dein Verstand würde es nicht anerkennen wollen.

  18. Gerd Zimmermann
    Juni 27, 2020 um 9:18 pm

    @ Nein Intuition und das schöpferische weibliche Prinzip hat genau damit nichts zu tun

    Ohhhh, Du kennst die Mutter Gottes.

    Immerhin.

  19. Gerd Zimmermann
    Juni 27, 2020 um 9:22 pm

    @ Nun ja, wenn wir Haare spalten wollen, dann ja, dann geht es um das Prinzip

    Um welches Prinzip ???

    Existierten die Naturgesetze prinzipiell auch vor dem Urknall ?

  20. Gerd Zimmermann
    Juni 27, 2020 um 9:46 pm

    @ Erst mit dem Geist-Materie-Dualismus und dessen totaler Abwertung allen MATERiellen bzw. „Weiblichen“ (siehe nur die totalitaristische Staatsphilosophie und Misogynie eines Plato

    No NWO

    Platon überliefert uns die Worte eines Sokrates.

    Sokrates starb zwar nicht am Kreuz wie Jener nach ihm,
    aber die Sprache ist die Selbe.

    Sokrates erklärte uns die Welt.
    Das ganzheitliche Weltbild.

    Was gibt es da an Platon zu nörgeln ?

    • No_NWO
      Juni 28, 2020 um 10:38 am

      Lektüre von Platos «Der Staat» gibt Antwort. Tipp: Nietzsche lesen.
      Der fragte sich übrigens ernstlich, ob Sokrates den Schierlingsbecher nicht mit Fug und Recht verdient habe: ein „Verderber der Jugend“!

      Könnte eine KI das verstehen? Bitte mit Begründung antworten.

    • Juni 28, 2020 um 2:22 pm

      No_NWO: „Lektüre von Platos «Der Staat» gibt Antwort.“

      Kommt ganz darauf an, welche Brille du beim Lesen
      auf der Nase sitzen hast. Sie bestimmt die Antwort.

      No_NWO: „Tipp: Nietzsche lesen.“

      Warum?
      Was sagt er, was
      du hier nicht sagen kannst?

      No_NWO: „Sokrates … ein „Verderber der Jugend“!“

      Das wird allen Gurus vorgeworfen. Und aus der Perspektive der Vorwerfer stimmt das auch, weil sie unbewußt in ihren jeweiligen Denk-Strukturen stecken und diese nicht gestört wissen wollen.

      Teile der Jugend, die aus diesen Strukturen befreit sind, die frei denkend und klar sehend lebt, ist nicht mehr an die Gesellschaft anpaßbar. Die Not der Leute, die den Tod Jesu wollten, ist die selbe Not, die auch Sokrates umbrachte.

      No_NWO: „Könnte eine KI das verstehen?“

      Es gibt keine KI.

      Es gibt viel menschliche Idiotie,
      aber keine künstliche Intelligenz.

      • No_NWO
        Juni 28, 2020 um 2:48 pm

        Nirmalo: „Es gibt keine KI.“

        Aha. Und wer sagt das? Die Natürliche Dummheit nicht. Zumindestens meine nicht.

        Aber richtig, KI kann nie mehr sein, als eine dumme Maschine. Es geht ihr wie den von Kant angeführten dummen Gelehrten: In den Begriffen bewandert, bringen sie doch keine Erkenntnis zustande — fehlt ihnen doch eine natürliche Gabe, die der Urteilskraft. (Nietzsche hätte darzulegen gewußt, warum sie diesem fehlt, und jenem nicht.)

        Was also kann eine KI? Sie versteht es bestens, Beziehungen unter den Begriffen aufzufinden. Dazu reicht lexikalisches, über Stichworte verbundenes Datenwissen. Folglich könnte KI elegante esoterische Vorträge halten. Mehr nicht.

      • Juni 28, 2020 um 3:36 pm

        No_NWO: „Und wer sagt das?“ (daß es keine KI gibt)

        Jeder, der mit einigermaßen wachem Blick auf die Dinge schaut.

        No_NWO: „KI kann nie mehr sein, als eine dumme Maschine.“

        Ein Schraubendreher ist weder dumm, noch klug. Dummheit/Klugkeit kannst du keinem Objekt zuordnen. Maschinen sind im Sinne des Anwenders entweder klug oder dumm konstruiert.

        Es ist der MENSCH, der die Intelligenz nutzt, bei JEDER Konstruktion.

        No_NWO: „Nietzsche hätte darzulegen gewußt, warum…“

        Er ist nicht da – also mußt du selber sehen.

        No_NWO: „Was also kann eine KI?“

        Die gibt es nicht. Wenn du die Intelligenz nutzt, siehst du es.

        No_NWO: „Sie versteht es bestens, Beziehungen unter den Begriffen aufzufinden. Dazu reicht lexikalisches, über Stichworte verbundenes Datenwissen.“

        Die Maschine versteht
        nichts, sie reagiert bloß.

        • No_NWO
          Juni 28, 2020 um 3:40 pm

          Dünn!

          • Juni 28, 2020 um 4:12 pm

            Jeder wie er kann.

            Ob ein großer Tesla oder eine kleine Dampfmaschine: Beide Geräte sind „strohdumm“. In beiden steckt gleich viel (nämlich keine) „künstliche Intelligenz“.

            Elon Musk und Thomas Savery haben die Intelligenz genutzt und etwas Faszinierendes konstruiert. Jeder zu seiner Zeit.

            Und es handelt sich nicht um die Intelligenz des Elon Musk oder des Thomas Savery:

            Intelligenz ist
            nichts Persönliches.

          • Juni 28, 2020 um 4:15 pm

            Beide Männer nutzen die SELBE Intelligenz.

            …die sich nirgends einbauen läßt.

          • Juni 28, 2020 um 4:26 pm

            .
            …und keine Obsoleszenz kennt.

          • No_NWO
            Juni 28, 2020 um 5:02 pm

            Dünn bis fast schon dürr.

            Bitte unter der Annahme, meine Natürliche Dummheit habe recht und es gäbe tatsächlich eine KI, die elegante esoterische Reden halten könnte, nun die Fragen: KI’en kennen ja keine Müdigkeit; anhand welcher Kriterien könnte eine KI bestimmen, wann sie eine Pause einlegen sollte? Und: Versteht eine KI, was der Ausdruck „sich verplappern“ bedeutet?

  21. muktananda13
    Juni 28, 2020 um 2:45 pm

    Kein Philosoph hat je die Wahrheit gefunden, sondern sie höchstens ertastet.
    Und eben Philosophen werden als Ikone angebetet in der starren Verstandesgesellschaft.

  22. muktananda13
    Juni 28, 2020 um 4:34 pm

    Intelligenz ist mehr als musterhaftes Denken und Reagieren.

  23. Gerd Zimmermann
    Juni 28, 2020 um 6:07 pm

    @ Beide Männer nutzen die SELBE Intelligenz.

    …die sich nirgends einbauen läßt.

    Nirmalo

    ein Paukenschlag den niemand hören kann.

    Es gibt nur eine Intelligenz, da es nur ein Bewusstsein gibt.

    Da schaut mich meine Umwelt an, als käme ich von einen anderen Stern.

    Alles ist Eins.
    Fast jeder kennt diesen Satz.
    Das ES aber nur ein Bewusstsein gibt, ist unbekannt.

    Alles im Universum folgt nur einen einzigen Gesetz.

    Harmonie gleich LIEBE

    Zündet der Mensch eine Atombombe, löst er Materie zu Raum auf.
    Die Nebenwirkungen sind ja bekannt.
    Dieser Raum verschwindet in der Singularität.
    Also dorthin wo der Raum herkam.

    Hätte Einstein darum gewusst, er hätte niemals versucht mit der
    Relativitätstheorie die Welt zu erklären.

  24. Gerd Zimmermann
    Juni 28, 2020 um 6:23 pm

    Nirmalo

    Der Mensch ist total überfordert eine Welle zu verstehen.
    Selbst den elektrischen Strom versteht er nicht.

    Er bewegt sich nicht, genauso wie eine Wasserwelle.
    Elektrischer Strom ist eine Druckwelle, die sich um ihren ruhenden Kern
    im Innern aussen herum bewegt.

    Diese Welle ist polar aufgebaut.

  25. Bastian Auser
    Juli 8, 2020 um 6:20 pm

    So here is where German government brought me. Is not too far from Martin. Why would they brought me in here ? Just what a error – waste of my time.

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