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Über „männliches“ und „weibliches“ Denken — und was Tieftemperatur-Physiker dazu zu sagen haben

Schloss Mespelbrunn mit Spiegelbild. In meinem Geburtsjahr wurden hier Aufnahmen zum schwarzweiß Film „Wirtshaus im Spessart“, einer so genannten Räuberpistole mit Musik und Gesang und mit Lilo Pulver gedreht. – Foto: Martin Bartonitz

Das „männliche“ Prinzip ist das des zergliedernd analytischen bzw. logischen Denkens. Das „weibliche“ Prinzip das des erzeugend-schöpferischen, intuitiven und zusammenführenden Denkens. Wie alles, haben auch diese beiden Prinzipien und die Seltsamkeit, ihnen ein biologisches Geschlecht zuzuweisen, eine Geschichte. Hier ist sie:

Menschheitsfrüh gab es zunächst totemische gesellschaftliche Organisation, die der besitzlosen Sammler und Jäger. Verwandtschaftsbeziehungen waren nicht über Blutlinien konstituiert. Stattdessen wies ein zufällig männlicher oder weiblicher Schamane dem Neugeborenen irgendeines der mehreren Toteme eines Stammesverbands zu. „Verwandtschaft“ war etwas allein Spirituelles. Das damals herrschende Prinzip war das der spirituell-geistigen Offenbarung (durch Schamanen). Denken in unserem heutigen Sinne bzw. nach einem „männlichen“ oder „weiblichen“ Prinzip gab es noch nicht.

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Die frühen Ackerbauern kannten erstmalig Besitz, der nun zu vererben war. Es bot sich an, dies über die bestimmungssichere weibliche Blutlinie zu tun, was wir als Matriarchat bezeichnen. Die daraus folgend hervorgehobene gesellschaftliche Stellung der Frau verlangte von dieser, selbständig Entscheidungen zu treffen. Hierzu genügte damals intuitiv-schöpferisches Denken (das „weibliche“ Prinzip), das noch in der Nähe schamanischer Offenbarung stand.

Übrigens würde diese Art des Denkens heute als „männlich“ apostrophiert werden, wären der ackerbäuerliche Besitz und die daraus hervorkommende gesellschaftliche (Entscheidungsfindungs-)Position nicht an Frauen, sondern an Männer gegangen. Denn auch Männer kannten damals kein anderes, als ein Denken nach jenem heute als „weiblich“ gekennzeichneten Prinzip.

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Das antike Ägypten wechselte in einem konfliktreichen Prozess dann von der weiblichen auf die männliche Vererbungslinie, auf die des Patriarchats. In «Das Rätsel der Pyramiden» vollzieht der Tieftemperaturphysiker (Heliumverflüssigung) und Altägyptologe Kurt Mendelssohn dies minutiös nach und bestimmt als wichtigste Ursache dieses Wechsels das Aufkommen eines stehenden Heeres. Der Heerführer, aus biosozialen Gründen selbstredend ein Mann, bekleidete nun die höchste gesellschaftliche Stellung (bis heute hin sind die Spitzen des Militärs die „heimlichen Herrscher“).

Die sich Heerführern stellenden Aufgaben sind vielfältig, komplex und häufig technischer Natur. Zu ihrer Lösung eignet sich zergliedernd-analytisches, logisches Denken besser als schöpferisch-intuitives. Da sich mit dem Patriarchat die gesamte Kultur dem „männlichen“ Prinzip zuwandte, gerieten auch die Frauen unter dessen Einfluss. Allerdings nicht so total wie die Männer, die in ihrem historisch langwierigen Behauptungskampf gegen das „weibliche“ Prinzip zu dem Mittel griffen, dieses radikal zu entwerten.

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Selbstverständlich ist im Vorteil, wer sich auf Denken in jenen beiden Prinzipien versteht. Dies gilt insbesondere für wissenschaftliches Denken, welches ohne „weibliche“ Intuition nicht fortschreiten könnte: Die wissenschaftsgeschichtlich großen Hypothesen haben sich nicht aus logischer Deduktion ergeben. Ein Denken, das sich auf alle drei Prinzipien gleichermaßen gut versteht – auf das geistiger Offenbarung, auf das weibliche sowie auf das männliche – wird als Logos-Prinzip bezeichnet.

Euer No_NWO

Kategorien:Erkenntnis Schlagwörter: , ,
  1. Juli 8, 2020 um 8:13 pm

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