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Zivilcourage zwischen Ehrenmedaille und Knast

Dr. Kerstin Schön, Erfurter Bürgerrechtlerin
und Psychiaterin

Ich möchte auf einen weiteren Fall hinweisen, der gut aufzeigt, wie gut ‚geschützt‘ Kindesvergewaltiger in unserer Gesellschaft sind. Getroffen hat es die Psychiaterin Dr. Kerstin Schön, einer geehrten Erfurter Bürgerrechtlerin. Nach einer intensiven innerfamiliären Gesprächsrunde zum Zweck eines Täter-Opferausgleichs kam es am Ende zu Anzeigen seitens der Täter gegen sie.

Aber zuerst etwas zur Genese. Frau Schön promovierte in der DDR und war dort als Aktivistin während der Wendezeit für die Belange der Frauen aktiv, u.a. besetzte sie mit anderen die Erfurter Stasi-Büros, um die Vernichtung von Akten zu verhindern. Nach der Wende erfuhr sie in ihren Gesprächen mit Patientinnen immer wieder von Vergewaltigungen, die im Kindesalter stattfanden. Als sie bei verantwortlichen Stellen in der Stadt und im Land Thüringen versuchte, Gehör für diese Clienten zu finden, schlug ihr eisige Kälte entgegen bis hin zu Morddrohungen (siehe). Ihr wurde klar, dass sie in einer Gesellschaft voller Traumatisierter lebt, wo die Opfer selbst wieder zu Täter werden, meist in wichtigen Schaltstellen der Gesellschaft. Das war für sie schwer zu ertragen, daher entschieden sie und ihre Lebensgefährtin nach Schweden zu ziehen und dort Forschungen darüber zu betreiben, wie diese Traumatisierungen zu lösen seien. So forschte sie u.a. auch zum Thema Matriarchat, das ich auf dem Blog schon mehrfach antönen ließ (siehe).

Danach hielt sie sich in Nordamerika bei indigenen Frauen auf, um sich auch hier entsprechend weiterzubilden. Sie war allerdings erschrocken feststellen zu müssen, dass es auch bei diesen doch sehr Natur-nah lebenden Menschen zu den sexuellen Übergriffen auf Kinder wie bei uns kommt (siehe).

Inzwischen lebt Kerstin mit ihrer Lebensgefährtin wieder in Deutschland, praktiziert jedoch nicht mehr als Psychiaterin, auch wenn sie nach wie vor approbiert ist, sondern

Rakuna, spiritueller Name von Kerstin, aktuelles Bild (Quelle)

laden Menschen ein, miteinander in Kreisen zusammen zu kommen und ihre einzigartige Weisheit als Ausdruck allmütterlicher Kraft wieder miteinander zu teilen. Sie vertrauen darauf, daß aus der Kraft der Kreise und der Kraft der Mütterlichkeit alle Wunden gemeinsam geheilt werden und lebendige Gemeinschaft überall auf Mutter Erde entsteht.

Nach Jahren im Ausland wollen sie den Traum von einer einfachen Lebensgemeinschaft mit Gleichgesinnten umsetzen. Ihr Anwesen nennen sie Mutterland, es soll offen sein für alle Menschen. Bei der Übernahme ist die Mühle in beklagenswertem Zustand. Viele Eigenleistungen sind nötig. Die meisten Mitstreiter bleiben nicht lange. Die Anforderungen des Lebens als Selbstversorger sind hart. 

Quelle: Dr. Kerstin Schön, Erfurter Bürgerrechtlerin und Psychiaterin

Und so nahm das Schicksal seinen Lauf im Jahr 2015, und kulminierte in die Anklage:

Die Anklage wirft Kerstin S. erpresserischen Menschenraub in Tateinheit mit Geiselnahme und Nötigung sowie gemeinschaftlichen Diebstahl und gemeinschaftliche Freiheitsberaubung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, Nötigung und übler Nachrede vor.

Quelle: Dr. Kerstin Schön, Erfurter Bürgerrechtlerin und Psychiaterin

Ingo Bading schrieb am 08.03.19 die folgende denkwürdige Medienrecherche (Quelle):

2015 suchten zwei anerkannte SED-Opfer bei Kerstin Schön und Sabine Fabian Zuflucht, und zwar das Erfurter Geschwisterpaar Claudia und Michael May. Darüber berichtete der Journalist Henryk Goldberg (Thüringer Allgemeine, 20.8.2015):

Wir sitzen jetzt hier im Haus bei Kerstin Schön und Sabine Fabian, hier wurden die Flüchtlinge aufgenommen, eine Art Refugium, eine Fluchtburg in einer kleinen Thüringer Gemeinde. Ein Asyl. Die beiden Frauen gehörten zu den Protagonistinnen der Wende, seither wurden sie zu Protagonistinnen ihrer Lebensweise und ihrer Lebensweisheiten. Kerstin Schön, eine promovierte, nicht mehr praktizierende Psychiaterin und Neurologin, möchte an dem Gespräch teilnehmen, was mir nicht so recht ist, aber Claudia May besteht darauf. (…) Claudia May ist besessen von ihrer Geschichte. Das bedeutet nicht, daß sie nicht das Recht auf dieses Haus hätte, daß ihre Forderung sachlich falsch wäre. (…) Diese Frau führt kein Schwert, sie hat das Gesetzbuch und die Paragrafen. Und die Wut, den Zorn.

Aber dieses Thema soll hier nicht weiter verfolgt werden. Außerdem suchte 2015 eine Frau Zuflucht in der Ottermühle (Thür. Allg., 1.9.2017, Hanno Müller):

2015 hätte die Frau um Aufnahme in die Gemeinschaft gebeten, wenig später seien ihre 24-jährige Tochter und der 26-jährige Sohn dazugekommen. Man wohnt getrennt, trifft sich aber zum gemeinsamen Leben im Hauptgebäude. Schnell seien dabei Spannungen in der Familie spürbar gewesen. Das Angebot der gelernten Therapeuten S. und F., darüber zu reden, sei schließlich angenommen worden. Frühzeitig sei auf Wunsch der Familie während der Gesprächskreise eine Kamera mitgelaufen. Anfangs geht es um Unausgesprochenes zwischen Mutter und Kindern. Die Mutter sei vor der Scheidung mehrfach vom Ehemann bzw. Vater verlassen worden, mit den Kindern habe niemand geredet. In den Gesprächen wirft man sich gegenseitig Verletzungen und Vernachlässigung vor.

Kerstin Schön stellte es auch folgendermaßen dar (Hanno Müller, Ostthür. Ztg., 22.9.2017):

Die Vorwürfe des sexuellen Mißbrauchs (waren) in freiwilligen Gesprächskreisen zur Sprache gekommen und alle Beteiligten an einer innerfamiliären Aufarbeitung interessiert. Dokumentiert sei dies in über 800 Videoclips von über 160 Stunden. Detailliert wurde in der Erklärung aufgelistet, in wie vielen der Clips und wie lange die beteiligten dort über den Mißbrauch sprechen.

Und wir erfahren (Thür. Allg., 9.11.17):

Laut Kerstin S. kamen Traudel K. und ihre Kinder in labilem und nicht belastbarem Zustand in die Mühle. Die Kinder hätten Suizidgedanken geäußert. Mutter und Kinder hätten von sich aus Übergriffe durch einen Freund der Familie und durch ihren Vater sowie weitere Personen berichtet und seien dabei in den täglichen Gesprächskreisen begleitet worden. Dafür habe sie auch Unterstützung bei Vereinen sowie beim Bundesbeauftragten für den sexuellen Kindesmißbrauch gesucht.

Halten wir noch einmal die beteiligten Personen fest, soweit sie uns aus der Presse bekannt geworden sind: Die 24-jährige Lena A., der 26-jährige Felix A., ihre Mutter Traudel K., deren Ex-Ehemann „A.“, sowie die Eltern von Traudel K., der 82-jährige Manfred K. und seine Frau Martha K. aus Ludwigshafen, beide Jahrgang 1934.

2016 – Was geschah?

Auch die Eltern von Traudel K., der 82-jährige Manfred K. und seine Frau Martha K. aus Ludwigshafen, beide Jahrgang 1934, kamen in die Ottermühle (Thür. Allg., 1.9.2017, Hanno Müller):

Dann sei der in der Anklage erwähnte ältere Herr, der Vater und Großvater der Familie, zu Besuch gekommen. Und freiwillig geblieben, wie F. versichert. Auf ihn habe die Frau aggressiv reagiert. In den Gesprächen seien jetzt zunehmend verdrängte sexuelle Übergriffe zur Sprache gekommen, die der Großvater schließlich, nicht selten unter Tränen, eingeräumt habe. Betroffen seien nicht nur die Mutter, sondern auch ihre Kinder gewesen. Die Kamera habe all dies aufgezeichnet. Daraus sei dann auch die Bereitschaft des Alten zur finanziellen Wiedergutmachung erwachsen. Die Frau habe ihrerseits 15.000 Euro für die Erhaltung des Anwesens zur Verfügung gestellt, ganz im Sinn des Gemeinschaftsgedankens im Mutterland.

Auch die in der Anklage angeführte Freiheitsberaubung des Ex-Ehemanns stellt sich aus Sicht der Beschuldigten anders dar. Der Fixierung auf einem Stuhl seien Handgreiflichkeiten zwischen ihm und dem Sohn vorausgegangen, nach dem Letzter seinem Vater eine Anzeige wegen sexueller Übergriffe in der Vergangenheit offenbart habe.

Erst nach dem Eingreifen der von Kerstin S. alarmierten Polizei hätten die beiden Alten und deren Schwiegersohn ihre Vorwürfe der Freiheitsberaubung und Fremdbestimmung gegen Kerstin S. erhoben. Und auch die Mutter sei nunmehr völlig unvermittelt von ihren bisherigen Angaben abgerückt und in ein Frauenhaus umgezogen. (…)

Dem Vernehmen nach werden Großvater und Ex-Mann inzwischen von der False Memory-Bewegung unterstützt, einem Verein von nicht näher genannten Privatpersonen, die sich gegen falsche Erinnerungen an sexuellen Mißbrauch infolge von Therapien stark machen.

Aha, die False-Memory-Bewegung hat eingegriffen. Es dürfte sinnvoll sein, sich mit dieser dubiosen Vereinigung auch noch einmal gründlicher zu befassen.
 

Juni 2016

In der späteren Anklage sollten der Geschehensablauf noch etwas detaillierter beschrieben werden (Ostthür. Ztg., 1.9.2017, Peter Hagen):

Am 11. Juni 2016 sollen der Ludwigshafener und dessen Frau den Wunsch geäußert haben, das Anwesen wieder zu verlassen. (…) Zum Monatsende hin soll die Angeklagte den Mann intensiv dazu aufgefordert haben, die ihm vorgeworfenen sexuellen Mißbrauchshandlungen zu gestehen. (…) Es folgten bis zum Oktober offenbar die üblichen Gesprächskreise.

August 2016


Weiter ist zu erfahren (Thür. Allg., 1.9.2017, Hanno Müller):

Um das Unrecht wieder gutzumachen, sollte der Senior laut Anklage Geld an seine Tochter und seine Enkel übergeben und dafür eine Abtretungserklärung über sein Vermögen unterschreiben. (Die Gerichtssprecherin) Böttcher-Grewe: „Weil er so eingeschüchtert war, hat er das auch gemacht. Im August 2016 soll die Angeklagte mit den Enkeln des älteren Herrn nach L. gefahren sein und aus der Wohnung 45 000 Euro Bargeld und Edelmetalle über 23 900 Euro mitgenommen haben.“

September 2016

Just in dieser Zeit, im September 2016, wurden übrigens auf dem Zeitzeugen-Portal die Zeitzeugen-Berichte von Kerstin Schön in Videoform veröffentlicht (1-3). Sie waren schon im Juni 2014 aufgenommen worden. Aber in ihnen kann man ja sehen und erleben, was für eine ruhige, nüchterne und außerordentlich gemäßigt und besonnen auftretende Frau Dr. Kerstin Schön ist. Diese Frau soll andere ihrer Freiheit beraubt haben, erpreßt haben und anderes mehr – – -?
 

9. Oktober 2016

Weiter ist detaillierter über den Geschehensablauf und das Kommen von „A.“ zu erfahren, der wohl schon am 9. (und nicht wie zum Teil angegeben am 19. Oktober) eintraf (Ostthür. Ztg., 1.9.2017, Peter Hagen):

Am 9. Oktober war in der Ottermühle ein Mann aufgetaucht, der seine von ihm geschiedene Frau besuchen wollte. Es handelte sich hierbei um die Tochter des Ludwigshafeners. (…) Auch ihn soll die Nervenärztin aufgefordert haben, Taten des sexuellen Mißbrauchs zu gestehen.

An anderer Stelle heißt es (Thür. Allg., 1.9.2017, Hanno Müller):

Am 19

. Oktober 2016 (…) sei auch der geschiedene Ex-Ehemann der Frau und Vater der Kinder zu Besuch gekommen. (…) Und auch ihm gegenüber soll der Vorwurf des sexuellen Mißbrauchs erhoben worden sein, verbunden mit der Aufforderung zu gestehen, was er nicht tat. 

Wir erfahren weiter über diesen Ex-Ehemann „A.“ (Thür. Allg., 9.11.17):

Nachdem er von seinem Sohn über dessen Anzeige gegen ihn wegen sexuellen Mißbrauchs informiert worden sei, habe A. ihn angegriffen und gewürgt. Daraufhin habe man ihn überwältigt und festgebunden und sofort die zuvor informierte Polizei dazu gerufen.

Die „zuvor informierte Polizei“. Geht man so vor, wenn man kriminelle Absichten hat? Es kam also die Polizei zur Ottermühle. Und wie es scheint, hat sich „A.“ trotz Eingreifens der Polizei weiterhin in der Ottermühle aufgehalten. Denn die Gerichtssprecherin sagte zum weiteren Geschehensablauf (Thür. Allg., 1.9.2017, Hanno Müller):

Am 27. Oktober gab es dann einen Polizeieinsatz. Bei diesem Polizeieinsatz wurden das ältere Ehepaar und der jüngere Mann befreit.

„Befreit“? Obwohl die Polizei schon am 9. Oktober vor Ort war? Es wird nicht klar, ob es sich bei dem „jüngeren Mann“ um A. oder um dessen Sohn handelt. Die Polizei erhielt jedenfalls einen Durchsuchungsbefehl. Die Ostthüringer Zeitung vom 1.9.2017 (Peter Hagen) sagt darüber – natürlich wieder einmal ganz neutral und ohne Voreingenommenheit:

Erst ein Polizeieinsatz am 27. Oktober setzte dem Treiben ein Ende.

Dieser Tonfall ist aber eher der vorherrschende in der Presseberichterstattung über Kerstin Schön.
 

Dezember 2016

Am 15. Dezember 2016 wird Kerstin Schön dann in Untersuchungshaft genommen. Dazu kommt sie nach Chemnitz (Thür. Allg., 1.9.2017, Hanno Müller).

2017 – Prozeßbeginn in Gera

Im Zuge der Vorbereitungen auf den Prozeß wurden viele Anzeigen erstattet (Thür. Allg., 1.9.2017, Hanno Müller):

Auf die schriftliche Nachfrage unserer Zeitung zu der Redaktion vorliegenden Hinweisen auf weitere Anzeigen gegen die Frau, ihre Kinder oder die beteiligten Männer, verweist der Sprecher der Geraer Staatsanwaltschaft, Steffen Flieger, auf die Staatsanwaltschaft Rottweil. „Eine Vielzahl der gegen verschiedene Personen erstatteten Anzeigen beschäftigen die Staatsanwaltschaft Rottweil. Sofern hier Anzeigen erstattet worden sind, wurden die Verfahren an die Staatsanwaltschaft Rottweil abgegeben“, so Flieger. 

Vermutlich leben die Kinder und/oder Enkelkinder des 1934er Ehepaares aus Ludwigshafen in Rottweil. Und weil sie Kerstin Schön mit Aussagen belasten, wird sie zu ihrem eigenen Schutz gegen diese mit Anzeigen vorgehen, so darf man vermuten.
 

1. September 2017 – Erster Verhandlungstag

Erst ein Jahr nach den Vorfällen, im September 2017 begann der Prozeß gegen Kerstin Schön. Wie oben schon zitiert, lautete die Anklage (Thür. Allg., 9.11.17):

Die Anklage wirft Kerstin S. erpresserischen Menschenraub in Tateinheit mit Geiselnahme und Nötigung sowie gemeinschaftlichen Diebstahl und gemeinschaftliche Freiheitsberaubung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, Nötigung und übler Nachrede vor.

Das ist ganz schön viel für eine so sanft wirkende Frau wie Kerstin Schön. Am 1. September 2017 wird berichtet (Thür. Allg., 1.9.2017, Hanno Müller) (Hervorhebung nicht im Original):

Für den Augsburger Strafverteidiger Thomas Galli, einer von drei Rechtsbeiständen, die S. in Gera vertreten werden, wird es beim Prozess deshalb auch um die Glaubwürdigkeit der Vorwürfe gehen. Galli ist in der Öffentlichkeit kein Unbekannter. Er war Gefängnisdirektor in Sachsen und macht in Büchern, Interviews und Talkshows keinen Hehl aus seiner Kritik am bestehenden Rechts- und Strafsystem. Der Jurist hat sich nicht nur die gut 20 Ordner mit Ermittlungsakten, sondern auch die Videos angeschaut. Die dokumentierten Entwicklungen seien eindeutig und dürften vom Gericht nicht ignoriert werden. Vor diesem Hintergrund hält Galli sowohl die lange Untersuchungshaft gegen S. als auch die Vorwürfe der Anklage für völlig unangemessen und überzogen. „Da wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Ich erwarte einen Freispruch“, sagt der Augsburger bestimmt. (…) Angesetzt seien vorerst 18 Verhandlungstage, zu denen 39 Zeugen geladen wurden, sagt Gerichtssprecherin Böttcher-Grewe.

Der MDR läßt den Verteidiger Galli am 3.9.2017 folgendermaßen zu Wort kommen (Hervorhebung nicht im Original):

„Meine Mandantin handelt aus einem tiefen Gerechtigkeitsempfinden, hat über die aufgedeckten Vergewaltigungen die Polizei informiert.“ Es gebe sogar Geständnisse von Tätern auf Video. Ebenso wie die Erlebnisse der Opfer. „Sollte sich im Prozess herausstellen, daß diesen Hinweisen nicht nachgegangen worden ist, wäre das ein Skandal“, so Galli. Auch habe es aus Sicht der Verteidigung keine Gefangennahme gegeben.

Er meint: Kerstin Schön habe von sich aus die Polizei informiert, auch über die Verbrechen, die im Zuge der durch sie zuvor durchgeführten Gespräche zutage gekommen waren. Sollte die Polizei diesen Hinweisen nicht nachgegangen sein, so Galli, wäre das ein Skandal. Und wahrscheinlich wird sich dieser Umstand als der Hauptskandal des ganzen Prozesses gegen Kerstin Schön herausstellen. Denn vermutlich hätten ganz andere Menschen in Untersuchungshaft genommen werden müssen als ausgerechnet sie! Der MDR schreibt folgendermaßen weiter:

Komplizierter wird diese Situation noch dadurch, daß neben der Ex-Ehefrau offenbar wohl auch Vater und Schwiegersohn – zumindest zeitweise – an den behaupteten sexuellen Mißbrauch glaubten, zumindest in der Zeit, in der sie sich in der Ottermühle befanden. Hat es diesen Mißbrauch also tatsächlich gegeben oder wurde er den mutmaßlichen Tätern und Opfern nur eingeredet? Wurden der Vater und der Schwiegersohn wirklich gefangen gehalten? Anwalt Galli bestreitet letzteres. Sein Gegenpart Zillikens schildert eine Szene aus einer Zeugenvernehmung. „Der Großvater saß im Polizeiwagen, weinte, beteuerte, er sei doch kein Verbrecher und sagte: Gott sei Dank, ich bin frei.“

Bei der letzteren Situation wird es sich um jene des 27. Oktober 2016 gehandelt haben, als die Polizei von sich aus die Ottermühle aufsuchte, um den Großvater zu vernehmen. Wahrlich „kompliziert“, daß da in einer Familie wochenlang über schwere innerfamiliäre Gewalt gesprochen wurde und man auch noch an das „geglaubt“ hat, über was da gesprochen worden war. Wahrlich – – – „kompliziert“. Weiter schreibt der MDR, angeklagt werden könnten auch …:

die beiden möglichen Opfer der Vorgänge in der Ottermühle, jener 83-jährige Mann und sein Ex-Schwiegersohn. Die Staatsanwaltschaft Rottweil in Baden-Württemberg hat ein Verfahren gegen sie und weitere fünf Beschuldigte deutschlandweit und den USA eröffnet. Auch hier wiegt der Vorwurf schwer: jahrelanger wiederholter sexueller Mißbrauch und Vergewaltigung. Im Oktober 2016 hatten die ältere Frau und deren beide Kinder die Männer tatsächlich bei den Ermittlungsbehörden angezeigt, daraufhin wurden fünf Staatsanwaltschaften aktiv. Inzwischen wurden diese Verfahren in Rottweil zusammengeführt. Die Polizei ermittelt, ein Ende ist nach Informationen des MDR noch nicht absehbar.

Es gab also in umgekehrter Richtung Anzeigen, die aber bislang weder zu Untersuchungshaft und Prozeßeröffnungen führten. Stattdessen kam es danach zu Anzeige, Untersuchungshaft und Prozeßeröffnung gegen Dr. med. Kerstin Schön. Das ist schon ein sehr auffälliges Vorgehen der Strafverfolgungsbehörden. In einem parallelen Beitrag berichtet der MDR noch konkreter:

Auch gegen das mögliche Opfer, den Vater der Frau laufen Ermittlungen. Möglicherweise hat er tatsächlich seine Tochter und die Enkel mißbraucht. Die Staatsanwaltschaft in Gera jedoch geht davon aus, daß dieser Vorwurf von der Ärztin manipuliert wurde.

Es ist schon sehr komisch, daß hier die Staatsanwaltschaft Gera von vornherein einer öffentlich bekannten Persönlichkeit eine solche Ungeheuerlichkeit unterstellt. Was geht hier vor?
 

21. September 2017 – Zweiter Verhandlungstag

Der zweite Prozeßtag fand am 21. September 2017 statt. An diesem Tag gab Kerstin Schön erneut eine Erkärung ab. (Aus dieser wurde oben schon berichtet.) Am Folgetag, den 22. September 2017, wird der Vertreter der Nebenkläger, Rechtsanwalt Jürgen Zillikens,  nach diesem zweiten Prozeßtag in der Presse angeführt mit der folgenden Aussage (Ostthür. Ztg., 22.9.2017, Hanno Müller):

In der Ottermühle habe eine Art Gehirnwäsche durch Abschottung, Manipulation und Bedrohung stattgefunden (…). Selbst ernannte Therapeuten wie Kerstin S. müßten gestoppt werden.

Interessant, daß hier eine Fachärztin für Psychiatrie mit langjähriger Berufserfahrung und weiter bestehender Approbation einmal eben zu einer „selbst ernannten Therpeutin“ umgewandelt wird und daß diesen Rechtsanwalt der hier im Raum stehende Vorwurf von generationenübergreifender sexueller Gewalt gar nicht zu interessieren scheint. So einfach geht das?
 

26. September 2017 – Dritter Verhandlungstag

Am 26. September 2017 berichtet die „Thüringer Allgemeine“ über den dritten Prozeßtag (Hanno Müller):

Was tatsächlich in der Ottermühle vorfiel, bleibt auch am dritten Prozeßtag rätselhaft und bizarr. Ausführlich befragte das Gericht Martha K, warum sie und ihr Mann die Mühle nicht verlassen hätten. Die 82-Jährige begründete dies mit ihrer Angst, Kerstin S. könnte ihre Drohung wahrmachen und den vermeintlichen sexuellen Mißbrauch im Lebensumfeld des Ehepaars K. öffentlich machen. 

Eine merkwürdige Aussage. Gab es nach Martha K. diesen Mißbrauch also – oder nicht? Weiter:

Neue Fragen warfen am Vormittag auch Schriftstücke aus den Prozeßunterlagen auf, die Richterin Andrea Höfs im Gerichtssaal verlas. Demnach hatte Manfred K. in getrennten Schreiben den Mißbrauch schriftlich gestanden und der Tochter und den Enkeln dafür eine finanzielle Wiedergutmachung in Gesamthöhe von 30.000 Euro zugesprochen. Weitere 30.000 Euro sollte seine Frau Martha bekommen.

Immerhin, das sind ja sprechende Zeugnisse, auch wenn Martha K. im Nachhinein behauptet, dieses Geständnis sei nicht freiwillig erfolgt. Was ist dann aber von dem weiteren zu halten, was an diesem Tag zu Tage kam. Im Zeitungsbericht heißt es weiter (Hervorhebung nicht im Original):

Konfrontiert wurde Martha K. auch mit einem eigenen Abschiedsbrief, der nach ihrem Verlassen der Mühle dort gefunden worden war. Demnach habe sie sich das Leben nehmen wollen. Im Brief entschuldigt sie sich bei ihrer Familie, zudem bedankt sie sich bei Kerstin S. und ihrer Lebensgefährtin für die Aufnahme in der Mühle. Sinngemäß heißt es im Brief, es habe in ihrem Leben noch nie eine Frau gegeben, die sie auch einmal in den Arm nehme. Den Abschiedsbrief habe sie weder jemandem gezeigt noch abgeschickt, sondern bei ihren Unterlagen aufbewahrt. Wann der Brief geschrieben wurde, konnte die Zeugin auch nach mehrfacher Nachfrage der Verteidigung nicht sagen. Die Verteidigung griff am Nachmittag erstmals in die Vernehmung ein. Ausführlich wurde die Zeugin zu ihren Familienverhältnissen und zu den Beziehungen zu Tochter und Enkeln vernommen. Dabei kamen auch gegenseitige Anzeigen der Familienangehörigen zur Sprache. Verwundert reagierte die Verteidigung auf die Tatsache, daß sich Manfred und Martha K. vom gleichen Anwalt vertreten lassen, der auch eine Klage ihres Schwiegersohnes gegen Manfred K. wegen sexuellen Mißbrauch begleitet.  Nach den Angaben der alten Eheleute spielten die Enkel Lena und Felix A. eine wichtige Rolle bei den Vorwürfen gegen die beiden Alten und ihren eigenen Vater. Beide Enkel werden beim Prozeß nicht aussagen.

Daß hier etwas im Busch ist, das nicht an die Öffentlichkeit kommen soll, erscheint dem unbefangenen Betrachter doch offensichtlich. Das schreit ja geradezu aus allem, was man erfährt.
 

November 2017

Am 14. November 2017 berichtete die „Thüringer Allgemeine“ – wieder einmal ganz neutral (!) unter dem Titel „Geiselnahme-Prozeß“:

Der Geiselnahme-Prozeß gegen die Ärztin und Bürgerrechtlerin Kerstin S. vor dem Landgericht Gera ist gestern ausgesetzt worden. Die Vorsitzende Richterin Andrea Höfs begründete dies mit einem erheblichen Ermittlungsbedarf und der Notwendigkeit, weitere Zeugen hinzuzuziehen. Wann das Verfahren neu begonnen werden und wie lange es sich dann hinziehen könnte, ließ die Richterin offen.

2018 – Prozeßpause

Am 9. Oktober 2018 heißt es dann in der „Thüringer Allgemeinen“ (Hanno Müller):

(Es) ist unklar, ob und wann der Prozeß weitergeht. Wie ein Sprecher des Landgerichtes auf Nachfrage mitteilte, warte man auf zwei wichtige Gutachten. (…) Im Falle einer Verurteilung drohen der Angeklagten schlimmstenfalls 15 Jahre Haft, bis zum Prozeßbeginn im September 2017 saß sie bereits fast 10 Monate in Untersuchungshaft. (…)

In den Prozeß hatte sich auch die Initiative „False Memory Deutschland“ (Arbeitsgemeinschaft gegen falsche Mißbrauchserinnerungen) eingeschaltet, die Kerstin Schön vorwirft, mittels fingierter Vorwürfe gegen Manfred K. und weitere Männer diesen bewußt bedrängt und eingeschüchtert zu haben. Dagegen beharrte Schön darauf, in der Ottermühle der Familie lediglich bei der Aufarbeitung ihrer schwierigen Vergangenheit geholfen zu haben.

Um welche zwei Gutachten es geht, sagte der Geraer Gerichtssprecher nicht. Offen geblieben war im Verfahren von 2017 etwa die Frage nach der Vernehmungsfähigkeit von Manfred K. und Tochter Traudel K.. Auch zum Fortgang der Ermittlungen gab es keine Auskünfte.  Im Verfahren von 2017 ging es nur um die Vorwürfe gegen Kerstin Schön. Der angebliche sexuelle Mißbrauch durch Manfred K. und andere spielte im Geraer Prozess keine Rolle. 

Soweit übersehbar, scheint also alles offen zu sein. Zu Gerichtsverfahren wegen sexueller Gewalt gegen die genannten beteiligten Personen scheint es bislang nicht gekommen zu sein, obwohl dafür stundenlange, auf Video aufgenommene Zeugenaussagen vorliegen. Dumpf spürt man aus allem hindurch die ungeheure Macht mehrgenerationaler, systematisch organisierter Sexsklaverei, die alle Bereiche der Gesellschaft horizontal und vertikal durchdringt, die eine juristische und öffentliche Behandlung ihrer Verbrechen zu verhindern trachtet und – womöglich – versucht, weitere mögliche Aufklärung auszusitzen.

  1. Juni 23, 2020 um 10:25 am

    .
    Ich kann mich wegen der Vergangenheit schuldig fühlen,
    Angst von der Zukunft haben, aber nur in der Gegenwart
    kann ich handeln.

    — Abraham Harold Maslow

    Das betrifft nicht nur dein Handeln; auch Schuldgefühle
    und Ängste… kannst du NUR in der Gegenwart fühlen.

    • Juni 26, 2020 um 11:14 am

      Falsch: Traumata werden vererbt und beeinflussen Menschen, die im Leben nicht dran denken würden, daß sie von „so etwas“ beeinflußt werden.

      • No_NWO
        Juni 26, 2020 um 11:28 am

        „…bis in die siebte Generation,“ sagt uralte Menschenweisheit. Jared Diamond, unter anderem als Ethnologe, Anthropologe und Biologe bekannt, sagte einmal in einem Interview, nicht der modernen Zivilisation unterlegene Gemeinschaften würden größte Obacht geben, gewaltsame Auseinandersetzungen zu vermeiden und seien deshalb allüberall bemüht, Streitigkeiten mittels von Moderationsverfahren friedlich beizulegen.

  2. Juni 23, 2020 um 11:53 am

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  3. Gerd Zimmermann
    Juni 23, 2020 um 9:16 pm

    @ Das betrifft nicht nur dein Handeln; auch Schuldgefühle
    und Ängste… kannst du NUR in der Gegenwart fühlen.

    Nirmalo

    JETZT geht ES ums Eingeweckte.

    Verkaufe mir ein Kilo Vergangenheit.

    Und dann nehme ich noch zwei Kilo Zukunft.
    Aber gut geräuchert.

    Soll ja ein paar Lichtjahre verheben.

    Vom Jetzt nehme ich auch noch drei Scheiben mit.
    Gemischt, ja am besten gemischt.

    Hier trennt sich die Spreu vom Weizen.

    Auser dem Jetzt existiert nichts

    Frage einen Swami,
    er kann nur im JETZT leben.

    Niemals im Früher noch in der Zukunft.

    Obwohl.

    Möglich wäre es schon.

    Wie, weis ein Swami nicht.
    Eine Tula weis da womöglich viel mehr.
    Wenn sie in ihren stillen Kämmerchen nachdenkt.

    Ob vorwärts oder rückwärts in der Zeit,
    spielt keine Rolle.

    Untersuchen wir einmal die Zeit.
    Einstein.
    Zeit ist das, was man an der Uhr abliest.

    Volltreffer.

    Der Zeit ist es egal welches Jahr der Mensch schreibt.
    Siehe Aitmatow, der Tag zieht den Jahrhundert-weg.

    Der Gravitation ist es egal in welches Zentrum sie wirkt.
    Die Hauptsache ins Zentrum.

    Wieviel PS braucht Licht, um die Sonne verlassen zu können,
    Martin,
    damit frage ich noch nicht einmal,
    woher diese Energie kommt.
    Und die Energie vor der Energie und die Energie vor der Energie.

    Martin,
    dein Lieblingsthema,
    woher nimmt die Singularität ihre Energie.

  4. Gerd Zimmermann
    Juni 23, 2020 um 10:35 pm

    .Eine Tula weis da womöglich viel mehr.

    Nirmalo

    Du beziehst sich auf C.G.Jung

    Das kollektive Unterbewusstsein.

    Aber Tula muss erst einmal auf eigenen Beinen stehen.

    Ich bin kein Schwimmlehrer,
    Oder habe auch keinen Bock dazu ein solcher zu sein.

    Freischwimmer sind auch Freidenker.

    Und ich habe ein gutes Gefühl was sie betrifft.
    Du weist schon, das Restaurant am Ende des Universums.

    Lange Rede kurzer Sinn.

    Ich würde SIE gern mal kurz ausblenden,
    aber irgendwie scheint sie magnetisch auf mich zu wirken.

    Vielleicht liegt es auch an ihrer geistigen Reife.

    Gleiches zieht immer gleiches an.
    Siehe Prof Pollack.

    Wasser ist mehr als H2O.

    Noch nichts für Martin,

    aber mit Stöckern im Nebel bei vollkommener Dunkelheit
    nach Wissen zu suchen,

    wäre ja einmal einen Versuch wert.

    • Juni 25, 2020 um 1:38 am

      Gerd: „Du beziehst sich auf C.G.Jung
      Das kollektive Unterbewusstsein.“

      Nein. Keine Ahnung, was er dazu sagt.

      Wenn ich mich auf jemanden beziehe,
      ist es deutlich als Zitat erkennbar.

  5. Gerd Zimmermann
    Juni 23, 2020 um 11:08 pm

    @ Anpassung regelt
    die Zugehörigkeit.

    Ich wiil
    soweit mein Wille auch reichen mag,
    dass Tula ihr Kreuz nicht vor dem Kreuz verbiegt.

    In jedem Baumstamm
    ist schon jede Figur vorhanden.

  6. Gerd Zimmermann
    Juni 24, 2020 um 3:11 pm

    http://jesusoffenbarungen.ch/Lorber/SchoepfungsGeheimnisse.htm

    Tula

    falls Du Lust oder Interesse hast,
    lies das aus der Sicht deines Bewusstseins oder Deiner Bewusstwerdung.

    Nicht durch die Interpretation eines Swamis.
    Es geht um Dich.

    Nur um Dich.

    Jeder ist seines Glückes eigener Schmied.
    So der Volksmund.

    DU bist reif, reif für alles Wissen dieser Welt.

    Ich habe dich in die tiefsten Tiefen des Karnickelbaus begleitet.
    Den weisen Hasen von Alice.

    Nun gehe auf eigenen Füssen weiter.
    Ohne Swami.

  7. Juni 24, 2020 um 11:16 pm

    Das soll Albert Einstein auf die Frage des Augustinus von Hippo: „Was ist also Zeit? Wenn mich niemand danach fragt, weiß ich es; will ich es einem Fragenden erklären, weiß ich es nicht“, geantwortet haben:

    „Zeit ist das, was man an der Uhr abliest.“

    Ja, mehr ist „Zeit“ nun mal nicht.

    Das Axiom: „Eine Gerade ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten“ ist nicht wahr, aber man (z.B. jeder Bauingenieur) kann mit dieser IDEE bestens arbeiten; es funktioniert (trotzdem).

    Uhr und Kalender NÜTZEN uns. — Einen größeren, darüber hinausgehenden Wert haben die beiden Konstrukte nicht.

    Aber darauf werden die Schüler und Studenten nicht aufmerksam gemacht, bzw. sie werden (nach meiner Erfahrung) nicht dazu eingeladen, Axiome und sogenannte Tatsachen intelligent zu hinterfragen.

    Warum wird nicht hinterfragt?
    Man huldigt dem Irrglauben,
    die Wissenschaft wüßte bescheid.

    Schließlich funktionieren die Dinge. — Das gilt als Beweis.

  8. No_NWO
    Juni 25, 2020 um 8:56 am

    Tönnies-Fleisch und Pädokriminalität?
    4:11 interessante Video-Minuten ==>

  9. Gerd Zimmermann
    Juni 25, 2020 um 9:04 am

    Nirmalo

    C.G.Jung könnte der Urenkel von Kant sein, ich bitte dich.

    Ich habe mich an Freud probiert.
    Keine Ahnung was er sagen will.

    Kein Wunder das Jung ein anderes Feld bestellte.
    Das kollektive Unterbewusste.
    Eine schöne Umschreibung für das Gesamtbewusstsein.

    Er hätte auch schreiben können
    im Unterbewusstsein ist alles EINS.

    Aber auch im Wachbewusstsein kann man das erkennen.

    Man kann sich auf Schritt und Tritt mit Gott verbinden.
    Gehe ich einkaufen verlässt mich Gott nicht.

    Egal was ich sehe, egal wen ich treffe,
    sie existieren im selben Gesamtbewusstsein.

    Das wollte ich eigentlich Tula mitteilen, wenn ich sage ich habe sie
    auf dem Radar.
    Alles ist mit allem verbunden.

    Was ist Schwarmintelligenz ?

    Die Wissenschaft findet es nicht heraus.
    Die Verbundenheit mit ein und demselben Bewusstsein.

    Wie finden Schwalben nach der Winterzeit ihr altes Nest wieder ?
    Das Bewusstsein hat es nicht vergessen.

    Jesus fragte: Verstehst du die Sprache der Tiere ?
    Wo ist das Problem ?
    Man kann auch die Sprache von Pflanzen verstehen.

    Dafür braucht es kein Milliardenschweres Forschungsprogramm
    wie in der Schweiz aufgelegt; wie kommunizieren Pflanzen.

    Die Antwort liegt doch schon längst auf den Tisch.
    Nur niemand hat lesen gelernt.
    Weder die Sprache der Tiere noch die von Pflanzen.

    Kein Swami weis darum. Er hat eine andere Aufgabe.

  10. Juni 26, 2020 um 8:44 am

    Gerd: “
    Man kann sich auf Schritt und Tritt mit Gott verbinden.
    Gehe ich einkaufen verlässt mich Gott nicht.

    Egal was ich sehe, egal wen ich treffe,
    sie existieren im selben Gesamtbewusstsein.“

    Yes. So ist es.

    Man muß sich nicht einmal mit dem, was gemeinhin „Gott“ genannt wird, verbinden, man braucht sich bloß zu erinnern. Präsenz genügt – z.B. bei ALDI an der Kasse, aber auch sonst überall.

    Die Verbindung
    reißt ja nicht ab.

    Selbst beim größten Schurken nicht. Das Wort Verbindung ist schon nicht zutreffend: Es setzt „zwei“ voraus, es setzt Getrenntheit voraus, es setzt die Tätigkeit von „verbinden müssen“ voraus. Wird alles nicht gebraucht. Wir können entspannen.

    Es ist untrennbar.

    Die Dramen spielen sich an der Peripherie ab, wenn man sich der Einheit gerade mal nicht bewußt ist.

    Wie ist das bei dir? Ich erlebe es in einem heiteren, freudigen Zustand. So, als würde ich auf einer Theaterbühne mit und zwischen anderen Protagonisten agieren. Alles bloß ein Spiel. Für wenige Momente. Einige, sogar viele nehmen das Spiel sehr ernst! Ich glaub, die Meisten haben komplett vergessen, daß es sich nur um ein Intermezzo handelt.

    Es ist fein, wenn man manchmal kleinen Kindern, Babys begegnet. Sie sind (anders als ihre Mütter) noch in der Präsenz, oft auch in Heiterkeit.

    🎈

    Gerd: „Dafür braucht es kein Milliardenschweres Forschungsprogramm wie in der Schweiz aufgelegt; wie kommunizieren Pflanzen.“

    Keine Ahnung, wie intelligent das Programm konstruiert ist, aber grundsätzlich sehe ich die Forschung daran als eine feine Sache, weil die Ergebnisse, besonders aber die Sensibilisierung für diese Thematik ins „kollektive Bewußtsein“ gehen. Es findet eine Öffnung dafür statt. So, wie mit jedem neuen Buch des Peter Wohlleben.

    Bisher war es möglich, Fauna und Flora als Objekte zu sehen und zu behandeln. Das wandelt sich gerade. Fast unmerklich, aber da ist Bewegung. Corona hilft hier auch ein bißchen.

    🎈

    Gerd: „Swami … hat eine andere Aufgabe“

    Jeder an seinem Platz.

  11. Gerd Zimmermann
    Juni 26, 2020 um 10:36 am

    @ Gerd: „Dafür braucht es kein Milliardenschweres Forschungsprogramm wie in der Schweiz aufgelegt; wie kommunizieren Pflanzen.“

    Keine Ahnung, wie intelligent das Programm konstruiert ist, aber grundsätzlich sehe ich die Forschung daran als eine feine Sache, weil die Ergebnisse, besonders aber die Sensibilisierung für diese Thematik ins „kollektive Bewußtsein“ gehen. Es findet eine Öffnung dafür statt. So, wie mit jedem neuen Buch des Peter Wohlleben.

    Bisher war es möglich, Fauna und Flora als Objekte zu sehen und zu behandeln. Das wandelt sich gerade. Fast unmerklich, aber da ist Bewegung. Corona hilft hier auch ein bißchen.

    🎈

    Gerd: „Swami … hat eine andere Aufgabe“

    Jeder an seinem Platz.

    Jeder an seinem Platz, kann ja auch Spass machen, wenn man den
    Platzanweiser in diesem kosmischen Kino erkennen kann.

    Gut, ein Drama ist keine Doku kommentiert von Harald Lesch.

    Wenn man in diesem Kino allerdings in der letzten Reihe sitzt,
    hat man den ganzen Saal im Blick.

    Das wollt ich eigentlich Tula mitteilen, setz dich in die letze Reihe.
    Und du kannst erkennen dass du immer mit Gott verbunden bist,
    Egal ob in der Badewanne oder an der Hofer-Kasse.

    Ja, Nirmalo, Corona ist nur ein Puzzlestein, wenn man das ganze Bild
    sehen kann.
    Schon erstaunlich über was für Requisiten der Meisterdramaturg verfügt.

    Ich kann zwar nicht alles sehen, habe aber so ein Vorgefühl.
    Intuition genannt.
    Kommt wohl daher wenn man sich auf direktem Weg mit Gott verbindet.

    Dafür braucht man nur kurz das Universum verlassen und es sich
    von aussen betrachten, von der Innenschau genannt.
    Das scheint mir aber recht kompliziert zu sein, obwohl ich
    denke, es ist das Einfachste, wenn man etwas Übung darin hat.

    Ein Universum von aussen betrachtet und es gibt keine Fragen mehr,
    nur noch Antworten.

    Von Abba bis Zappa, jeder hat seinen Platz.
    Vom Quantenenergiepaket bis zur entferntesten Galaxy.

  12. Gerd Zimmermann
    Juni 26, 2020 um 10:43 am

    @ Das soll Albert Einstein auf die Frage des Augustinus von Hippo: „Was ist also Zeit? Wenn mich niemand danach fragt, weiß ich es; will ich es einem Fragenden erklären, weiß ich es nicht“, geantwortet haben:

    Nirmalo

    würden wir die Zeit als Notwendigkeit erkennen können,
    wüssten wir auch um die Zeitlosigkeit der Zeit.

    Das ist allerdings Wissen das an keiner Universität der Welt gelehrt wird.

    Wissen kann man nicht lernen, es findet den Suchenden.

  13. Gerd Zimmermann
    Juni 26, 2020 um 10:47 am

    @ Das soll Albert Einstein auf die Frage des Augustinus von Hippo: „Was ist also Zeit?

    Nirmalo

    wer genauer hinschaut, findet die Antwort schon in der Frage.

  14. Gerd Zimmermann
    Juni 26, 2020 um 2:18 pm

    Realität = Interpretation
    Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes.

    – Salvador Dali

    So, wie es keine Zeit gibt,
    gibt es auch keinen Raum.

    Lenin
    Wer an dem Schlaf der Welt rührt.

    Ja Nirmalo, wer die Wahrheit sagt, wird als Stänkerer verurteilt, der
    Blog-Hygiene wegen.

    Das tun aber nur Mitmenschen denen das Wissen um geistige Hygiene
    noch fehlt.

    Geistige Hygien kann erst ein Mensch betreiben der in das
    Schöpfungsgeheimnis durch den Schöpfer selbst eingeweiht wurde.

    Das scheint mir sehr selten zu geschehen.
    Denn dazu muss man Kontakt mit dem Schöpfer persönlich aufnehmen.

    Dafür muss niemand und nichts zwischengeschaltet werden.

    • Juni 26, 2020 um 7:30 pm

      „Realität = Interpretation“
      In dieser Aussage offenbart sich deine Verwirrtheit.
      Realität: Arme sterben durchschnittlich 10 Jahre eher als Normal Verdienende.
      Ist das bloß eine Interpretation?
      Du hast es bloß verlernt hin zu gucken. Oder du hast es noch nie gewollt.

  15. Gerd Zimmermann
    Juni 26, 2020 um 2:38 pm

    Wann kann der Mensch eine Verbindung mit Gott eingehen ?

    Dazu sollte der Mensch wissen, das er niemals von Gott getrennt war.

    Also kann die Verbindung jederzeit und allerorts wieder hergestellt werden.
    Ich sage ganz bewusst WIEDER HERGESTELLT werden.

    Der Mensch ist nicht nur ein physikalisches Lebewesen sondern
    gleichzeitig ein höchst spirituelles Wesen.

    Das hat noch keine Geisteswissenschaft, von der Naturwissenschaft
    ganz zu schweigen mitbekommen.

    Warum ist Bewusstsein bis heute nicht definiert ?
    Ich denke, du erwartest keine Antwort.

  16. Gerd Zimmermann
    Juni 26, 2020 um 2:58 pm

    Yuo tube

    arte ist Zeit nur eine Illusion ?

    Wie soll der Mensch diese Frage beantworten können,
    wenn er selbst ein Integral dieser Illusion ist.

    Das ganze Universum ist eine Illusion.

    Wer würde schon freiwillig zugeben wollen, dass er in einer
    Illusion lebt.

    Und so sind wir wieder beim Film Matrix.
    Rote oder blaue Pille.

    Die häftle des Filmes spiegelt die Wirklichkeit
    die Andere die Realität.

  17. Gerd Zimmermann
    Juni 26, 2020 um 7:13 pm

    @ Man muß sich nicht einmal mit dem, was gemeinhin „Gott“ genannt wird, verbinden, man braucht sich bloß zu erinnern. Präsenz genügt – z.B. bei ALDI an der Kasse, aber auch sonst überall.

    Die Verbindung
    reißt ja nicht ab.

    Selbst beim größten Schurken nicht. Das Wort Verbindung ist schon nicht zutreffend: Es setzt „zwei“ voraus, es setzt Getrenntheit voraus, es setzt die Tätigkeit von „verbinden müssen“ voraus. Wird alles nicht gebraucht. Wir können entspannen.

    Es ist untrennbar.

    Nirmalo, Dein Wort in Tulas Gehörgang.

    Vielleicht denkt sie ich habe Ausgang aus der Irrenanstalt.

    Alles ist EINS.
    Wie trennt man untrennbares Bewusstsein ?
    Es gibt nur EIN Bewusstsein
    und dieses verbindet alles mit allem im Universum.

    Früher Äther genannt.

    Einstein hat den Äther weg erfunden, ein Irrtum.
    Und sein Fachkollege Hawking erfand als Ersatz die Muliversen.

    Auch zu kurz gewürfelt.

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