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Corona werden wir nicht ausrotten können …

Ich möchte die folgenden Gedanken zur Gegenwart von meinem langjährigen Weggefährten und Freund, Jürgen Fliege (Wikipedia), Jahrzehnte lang der Fernseh-Pfarrer für so viele, empfehlen.

Rüdiger Dahlke (stellt sich vor)

Deus absconditus [Erklärung auf Wikipedia]

Als im Mittelalter die schwarze Pest über uns kam, half es nicht, die Ratten zu töten, sie zu erschlagen, wo immer man sie finden würde, sie auszurotten bis auf das letzte Tier. Das waren sicher gestern wie heute die ersten hilflosen, weil panischen, oft auch gut gemeinten Versuche von Eindämmung und Quarantäne. Doch es war vergeblich! Die Ratten leben immer noch mit uns. Sie sind ein Teil unserer Zivilisation.

Man musste, damals wie heute, mühevoll und geduldig den Grund finden und beseitigen, warum sich die Ratten so erfolgreich vermehren konnten. Was lief da so gründlich falsch zwischen Natur und Mensch, dass auf einmal der Mensch im stetigen Kampf mit der Natur auf der Verliererseite angelangt war?
Die Rettung war bekanntlich nicht der Kampf und Sieg gegen die Ratten. Das waren damals wie heute Hygienemaßnahmen im umfassenden Sinn, die man entwickelte. Es war ein Kulturschritt. Ähnlich lief es im neunzehnten Jahrhundert mit Tuberkulose, Cholera und anderen Seuchen. Hygiene (griechisch für: gesund) war immer wieder ein Quantensprung in der Menschheits- und Medizingeschichte. Und, wie es scheint, steht so ein Schritt uns heute auch ins Haus.

Das Konzept hat sich damals bewährt. Warum nicht auch heute? Corona werden wir nicht ausrotten können. Es gehört zu uns. Wir haben globale Bedingungen, die es begünstigen, immer neue Wirte zu finden. Viren sind schlau und halten sich ihre Wirte. Und die sozialmedizinischen Sümpfe und Rattenlöcher von heute nehmen wir nicht in den Blick. Alles auf Corona! Rüstet auf! Weltweit! Und die Sümpfe von Umweltverschmutzung, das Dickicht der Städte, Madrid, New York, Luftverpestung in Norditalien, Lothringen, London, Chinasmog, Entlaubung der Natur, Regenwald bleiben wie und was sie sind, die eigentliche bleibende Bedrohung. Falsche Ernährung, Fettleibigkeit und Diabetes in den USA, Mexico und überall bleibt, wie es war und ist. Plündern der letzten Tierreservate in China und Afrika, Amazonien und Südostasien sollen sehen, wo sie bleiben. Privatisierung der Medizin, bei uns, Kaputtsparen des Gesundheitssystems im Vereinigten Königreich, Spanien, Italien, in den USA und überall, das wollen wir nicht sehen. Da könnten wir ja was dran ändern. Das unbesiegbare unausrottbare Virus aber wird uns zwingen, unseren Schatten anschauen zu müssen.

Das kapitalistische Mantra: „Arbeitsplätze und Wachstum kosten eben Menschenleben“, ist an die Wand gefahren.

Mehr noch, das Virus hat, gerade weil es so relativ harmlos daherkommt und nicht Millionen von Opfern fordert, das Potential einer totalen Reset-Taste im Untergangsgeschehen der jetzigen Zivilisation durch die Ökokatastrophe. Corona-Reset: Alles auf Anfang!

Ich sorge mich, dass wir vor lauter Viren den Wald nicht sehen, das große Ganze. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass all die unübersehbaren Folgen eines weltweiten Lock-Downs sehenden Auges geplant in Kauf genommen werden.

Vielleicht hilft mir das Aufschreiben, meine Unruhe darüber in Kreativität und Weisheit zu verwandeln. Das alles ermöglicht mir nun ein chinesisches freilaufendes Virus, die unsichtbare Ratte der Aerosole. Gelobt sei es!

Als Berlin und tout le monde nach dem letzten Karnevalsrausch mit einem gewaltigen Kater endlich aufwachten und prompt in den Panikmodus fielen, da war in den entscheidenden Gremien kein Umweltmediziner, kein Priester oder Schamane, kein Häuptling Seattle, kein systemisch spürender Mensch dabei und wenig Frauen. Nicht einmal erfahrene Leute, die in Schweine- und Vogelgrippe Zeiten den Durchblick behalten hatten. Damals auch ganz im Gegensatz zur jetzigen Regierung plus Kanzlerin. Die Regierungsberater kamen alle aus einer akademischen Ecke mit grandiosen Fehleinschätzungen auf dem wissenschaftlichen Konto. Ganz ähnlich dieselben Regierungsmitglieder. Das entsprechend einseitige Ergebnis kann sich daher nicht als systemisch verstanden sehen lassen. Es taugt nichts. Es ist zwar logisch aufgebaut, aber nicht quantenphysikalisch. Es ist der alte sattsam bekannte Trigger, das Fremde kontrollieren zu müssen, damit es uns keine Angst macht.

Der Überfall

Ich sah und sehe wie wohl alle anderen auch, dass eine weltweite Virusinfektion unterwegs ist. Sie kam und kommt wie alles. Und sie wird gehen wie alles und immer. Wird gehen „wie Gras, das morgens blüht und bald welk wird und des Abends wird es abgehauen und verdorrt“ (Psalm 90). Sie ist zu umfassend, zu gewaltig, zu natürlich, zu „göttlich“, als dass man sie per menschlicher Kontrolle niederringen könnte. Sie hat daher zweifellos etwas Spirituelles. Sie erwartet, braucht also eine Antwort. Die politischen FührerInnen reden jetzt von Leben und Tod. Geht es auch anders?

Wie immer und vielleicht auch immer öfter kommen diese Epidemien über uns in großen Wellen, die um den Erdball laufen wie ein Tsunami und sich über uns brechen und uns begraben wollen. Es ist ein Preis für die Globalisierung. Es ist die perfekte und konsequente Antwort auf die Plünderung der Natur durch uns. Das System Erde ist nicht so hilflos wie es oft scheint. Das Imperium straft nicht. Das ist albern. Es schlägt nur zurück. Auge um Auge, Zahn um Zahn, Gift um Gift, Zielgenau.

Ich sehe aber auch anhand der aktuellen Zahlen immer noch nicht, dass die Welle so exorbitant anders ist, als dass es gerechtfertigt ist, Leben gegen Leben aufzurechnen. Einfach dadurch, dass man in unübersichtlicher Situation überreagiert. Das kann ja passieren! Muss aber nicht passieren.
Es erinnert an einen Patienten, der wegen heftiger Beschwerden in seiner Panik und voller Lebensangst zu seinem Arzt geht, der einem dann gestützt auf seine Apparate das Unheil verkündet, vor dem nur er den Patienten retten kann. Und auch dann nur, wenn dieser ihm jetzt voll und ganz vertraut. Und der Patient? Statt zu einem zweiten Arzt zu gehen, um eine zweite Meinung einzuholen, säuft er in seiner Angst gerade ab. Das Selbstvertrauen ist im Keller, weil man Angst hat, mit dem hinterfragten Vertrauen zum ersten Arzt gänzlich ungeschützt und nun ganz allein und von allen guten Geistern verlassen vor dem bösen Schicksal zu stehen. Wie soll ein kranker Mensch eine richtige und gesunde Entscheidung fällen? Arztbesuche sind magisch!

Die Ärzte von heute sind die letzten Autoritäten. Sie sind eben Götter, Halbgötter in Weiß. Jeder Patient begibt sich in die Hand des Arztes. Da ist er dann auch und voll und ganz. Und niemand kann ihn in seiner Panik von dieser Fremdbestimmung und Abhängigkeit befreien. Ich höre sie doch alle, wenn sie vom Arzt kommen. Was sagen sie da? „Der Arzt hat gesagt…, Roma locuta, causa finita!“ Die Sache ist erledigt. Nachfragen ist zwecklos. So hat das die unfehlbare römische Kirche jahrhundertelang vorgemacht und die dennoch Fragenden dem Fegefeuer überantwortet. Und so, genau so haben es die säkularisierten aufgeklärten Priester in Weiß übernommen. Wer aufbegehrt muss sich dann auch noch rechtfertigen. Nein danke! Wir haben es mit uns dann einfach geschehen lassen.

In der Krise tendieren wir zur Opferrolle.

Da hätten ja durchaus erfahrene zweite Meinungsärzte zur Verfügung gestanden. Ihre Zahl wächst ja zudem von Tag zu Tag und Woche zu Woche. Die hatten sich vornehm auch und still angeboten und tun es noch. Auch weltweit. Aber nein! „Mein Arzt hat gesagt! Mein Epidemiologe rät! Neueste Untersuchungen sagen…“ Und so sind die anderen mit der zweiten Meinung bis heute nicht zu Wort gekommen. Die Kirche in Rom lädt keine Häretiker zur Beratung ein. So tut es die Kirche der Angst in Berlin und überall auch nicht. Die zweite Meinung wurde schlicht von den Beratungen ausgeschlossen. Sie sind nun Häretiker, mit denen nicht einmal die Kinder, so behandelt man uns, spielen dürfen.

Da waren dann in Berlin und Co. nur noch Panik und Angst. Und das sind bekanntlich die schlechtesten aller Ratgeber und Ärzte. Miserable Notärzte quasi, die, statt dem Patienten in seinem Schock und in seiner Todesangst gut zuzureden und zu beruhigen, mit ungeprüften Horror-TV-Bildern aus Italien durch jede Talkshow wedeln und so die Angst erst recht anfachen. Und das alles immer vor dem unbestrittenen Hintergrund, dass wir Jahr um Jahr zig Tausende von Toten haben, die unsere Kultur so hinnimmt oder wegsteckt oder gar verleugnet. Ab in den Keller des kollektiven Bewusstseins. Nicht dran rühren! Da liegen ja nicht nur unsezierte Grippetote. Die auch.

Aber die totgeglaubten Leichen im Keller unserer Zivilisation stehen nun auf und wehren sich jetzt, weil sie weniger systemisch bedeutend sein sollen. Die tausenden Toten im Verkehr, die Hunderttausenden wegen Diabetes durch Zucker(Industrie), die Lungenkrebstoten durch Rauchen und Feinstaub, die Herz und Kreislauferlegenen etc., die Opfer durch falsche Ernährung und durch Stress im Hamsterrad der Ökonomie. Sie alle wollen jetzt gehört werden. Aber nach diesem ständigen Verrat an Millionen Menschen kräht kein Hahn, solange ausgerechnet die Zigarettenindustrie einen Leipziger CDU Parteitag sponsert.

Selbst die höchsten Corona Sterbezahlen weltweit reichen lange nicht an diese Opferzahlen der Konsumreligionen. Warum sieht das niemand und schreit? Ganz einfach: Wer jetzt schreit, stellt die Systemfrage.

Warum dann jetzt solch ein Aufstand? Weil das Quotenfernsehen erschütternde Bilder aus Italien lieferte? Die kamen Berlin zugegebenermaßen nicht ganz ungelegen. Wer Radikales von seiner Bevölkerung erwartet, braucht einen gefährlichen, alles bedrohenden Gegner. Für die allgemeine Mobilmachung braucht man den Feind vor den Toren und nicht in Ebola-Westafrika. Hannibal ante portas! Wo dann auch keine Zeit mehr zu bleiben scheint, sich zu fragen, warum bald die Hälfte der Opfer aus einem einzigen Bezirk Norditaliens sind und die anderen Provinzen mit demselben Virus wie überall in der Welt, so auch in Deutschland, mit einem gewaltigen Schreck aber mit nur ca. zwei Promille Todesopfer am politischen Steuer davonkommen?

Was war denn da los in der Lombardei?

Was woanders eben nicht los war? Luftverschmutzung, Grippeimpfung an alten Menschen um die Jahreswende, Verlegung alter, ja uralter, greiser, gebrechlicher Menschen aus überlasteten Hospitälern in noch stärker überlastete Pflegeheime, Krankenhäuser, die keine Patienten aus anderen Häusern nehmen wollten, wenige bis keine Intensivbetten und noch weniger Therapieerfahrung, falsche Behandlung, künstliche Beatmung bis zum Überdruck? Was war da los? Und warum wollte das bei uns niemand wissen? Es gibt doch sowas wie Multimorbidität. Warum gibt es die in Coronazeiten nicht mehr?

Oder war es vielleicht auch ein schlechtes Gewissen, weil man in Berlin über alle Groko-Regierungsjahre hinweg die Warnungen vor Pandemien verantwortungslos in den Wind geschlagen hatte? Wir bunkern zwar Öl und Erbsen, Mehl und Gas. Aber da war keine Schutzkleidung, kein Atemschutz, kein nichts! Hilfe! Ein Skandal, für den sich niemand interessiert. Motto: Wir schauen nicht zurück, wir schaffen an, es geht voran! Und nun? Unsere Ärzte und Pfleger stehen schutzlos da als „Kanonenfutter“, wie sie selber sagen. Und für die bedrohten Altenheime und ihre Betreuer haben wir erst recht nichts! Kein Konzept und keinen Schutz. Dabei zeigt sich von Gangelt bis Tirol, was das Virus zum Leben braucht: feuchte warme Räume ohne große Lüftung mit vielen schwitzenden Menschen. Da bist du reif. Und das warst du zu Grippezeiten immer schon.

Darum kam dann aus Berlin das mütterlich besorgte Kommando: „Die Lage ist ernst.“ Klang irgendwie nach Adenauer und kaltem Krieg, der uns damals wie heute zwingen sollte aufzurüsten. Darum wird in die Hände gespuckt und aus dem deutschen Boden gestampft, was nur geht. Und wenn gerade nichts geht, dann wird den Bürgern eben erst dann der Mundschutz verordnet, wenn man sie irgendwann mal, wenn auch als Schrott aus China, hat. Solange sollen sich die lieben Wissenschaftler darüber streiten, damit das Regierungsversagen nicht auffällt. Später aber alle Mann an die Fanfaren: „Alle Welt schaut auf Deutschland! Deutschland first! Schaut, wie gut wir Politiker sind“. Ach ja, sorry, die Türken sind besser! Allah sei Dank! Derweil nähen Bräute und Mütter wie anno dazumal vor jeder Emanzipation zuhause Masken für die Front.

Medien

Sprache, Tendenz und Info-Auswahl der großen Medien sind zu meinem großen Erschrecken regierungshörig bis zum Überdruss. Sie sind keine vierte Gewalt, wie ich glaubte. Ich vertraue ihnen nicht mehr.

In der SZ las ich, dass Journalisten eher wie Suppengrün seien. Sie schwämmen auf jeder Suppe bzw. reiten auf jeder Sau, die durchs Dorf getrieben wurde. Das darf doch nicht wahr sein. Sie kennen weder Gesinnungsethik noch Verantwortungsethik. Sie sind Gesinnungstäter und müssten sich eigentlich verantworten. Vor wem? Und ihre Gesinnung kommt von oben. Medien sind leider wie immer in jeder großen Krise ein Regierungssprachrohr. Sogar direkt oder indirekt von dort gesponsert und mit Werbeaufträgen versorgt.

Bevor ein Krieg kommt, ist das erste Opfer schon erledigt: Die Wahrheit bleibt auf der Strecke. Bevor es losgeht mit dem Krieg, gibt es bekanntlich immer Kriegsgeschrei in den Medien. Sie rufen mit Unterstützung der Regierung die Massen zu den Waffen. Nicht nur im schiitischen Iran oder im kommunistischen Nordkorea. Die Medien lassen uns quasi an der Heimatfront Schützengräben ausheben und Barrikaden aus verschlossenen Haustüren errichten und verordnen Denkverbot. Denken ist keine Alternative. Denken ist eine Art moralisch disqualifizierte „Orgie“. Sie lassen bis heute keine andere Sicht der Dinge zu. Selberdenken scheint wie eine Art Wehrkraftzersetzung zu sein. Sie zensieren sogar das Netz und löschen sogar kritische Beiträge aus öffentlich rechtlichen Mediatheken. Sie löschen dort mit Regierungshilfe und seinem „Wahrheitsministerium“ Robert Koch Institut ohne Begründung und was das Zeug hält. Sie schießen aus vollen Rohren. Und so werden Andersdenkende wie ich mit meiner abweichenden und begründeten Skepsis medial für verrückt erklärt, psychisch auffällig, also behandlungsbedürftig. Die Zeitungen liefern jetzt den nötigen Impfstoff in Millionenauflage, um unser Denken auszurotten. Kann man sich gegen Zweifel impfen lassen?

Warum werden in diesen Kriegswochen auch die Krebs-, Kreislauf- und anderen lebenssatten „üblichen“ Toten zu den Coronakriegsopfern gezählt? Das störte ja anfänglich niemanden von den Offiziellen. War das Absicht? Galant unterscheidet man später zwischen „an“ und „in Verbindung mit“ dem Virus gestorben. Aber die Zahl bleibt die gleiche. Hä? Ja, geht’s noch? Was soll das denn? Wenn einer an Herzinfarkt starb, aber bei der Obduktion auch Coronaviren gefunden werden, was ist er dann? Georg Floyd, den die Polizei in den USA umbrachte, hatte Corona. Auf welcher Lise steht der?

Warum sollte von Anfang an regierungsamtlich verordnet kein Verstorbener obduziert werden? Warum wurde nicht zwischen Erkrankten und nur Infizierten unterschieden? Das ist doch ein Unterschied.

Warum gab es keine Heinsbergstudie deutschlandweit, um zu sehen, wie weit wir uns schon mit dem Virus arrangiert haben, wie Fachleute vermuten?

Warum sagt man immer noch, dass die Zahlen immer weiter steigen (stimmt ja objektiv, das tun die Herzinfarkte und alles andere auch das ganze Jahr über. Jeden Tag werden es mehr)? Und warum wandert der Medienzirkus von einem Hotspot, wenn er abgegrast ist, zum nächsten? Von England in die USA, von dort nach Brasilien, Indien usw. Das sind wir von Privatmedien, die allein auf Quote aus sind, gewohnt. Aber jetzt geben sich auch ARD, ZDF, Spiegel und Süddeutsche und all die anderen bis heute nichts. Stattdessen Hetze, Verleumdung, Bloßstellung, Verächtlichmachung! Stattdessen gibt sich der sattsam bekannte Medienzirkus – also mit der heiligen Sau ganz vorne, die durchs Dorf getrieben werden muss, um Quote und Sendungsbewusstsein zu sichern – die Ehre der Verleumdung.

Es gibt bis heute in den großen Medien unseres Landes kein Interview mit dem weltweit führenden Epidemiologen von der Stanford University, Prof. Johannidis, u.v.a.m., die den Verlauf mit seinem Ende im Mai vorhersagten, wie er denn auch war und ist. Warum eigentlich nicht? Stattdessen aber allabendlich ein sauertöpfischer Haut und Knochenprofessor Dr. Lauterbach, „der Professor aus Köln“, wie ihn Altkanzler Schröder nennen würde, wohin man auch schaut. Er führt im Ranking der Talkshowgäste. Das ist also der Mann, der uns heil durch die Zeiten bringt und für zwei Jahre alle Schulen und Kindertagesstätten schließen will.

Die Medien sehen in ihrem Selbstverständnis als Wächter der Wahrheit auch in mir und all den anderen schwerfälligen Skeptikern eine Art zweiter Runde Pegida und AfD. Und sie sehen immer noch nicht, dass das vor fünf Jahren wesentlich auch ein Ost-West Verständigungs- und Verachtungsproblem der Westeliten kaschierte und vertuschte, während wir jetzt doch eher von Baden-Württemberg, also von Südwest nach Nordost Grenzen ziehen. Während es vor fünf Jahren eher die geängsteten und verstockten „undankbaren Ost-Dumpfen“ waren, die man nicht hören und sehen wollte, sind es jetzt viele Intellektuelle und Mittelstand-Hysteriker. Gegen die und ihre Gründe bringt man jetzt „Faktencheck“ bzw „Correktiv“ in Stellung, ein Faktencheckportal, das sich von den großen Parteistiftungen und mächtigen Parteilobbyisten über Stiftungen sponsern lässt. „Correktiv“ singt auch nur die Lieder seiner Vogelfütterer. Wie viele Jahre haben Journalisten die Schule besucht, um immer noch nicht zu wissen, dass es weder objektive Wahrheiten noch unumstößliche Fakten gibt? Für die Unbelehrbaren fragt man in allen Medien Psychologen und Ärzte um Rat.

Wer nun wirklich mit (mir) reden will, um zu verstehen – der Politikersprech heißt ja seit ein paar Jahren: „Wir haben verstanden!“ – der sollte vielleicht lange verheiratet oder sonst voller Versöhnungserfahrung sein. Ein Mediator wäre gut. Verständigung und dann Versöhnung geht ja ungefähr so: Der Klügere oder Leidende fängt an und sagt: Ich sehe deine Tränen und höre dein Seufzen, deine Schmerzen, dein Zweifeln, deine Wehen und unsere zunehmende Entfremdung kümmert mich mehr und mehr. Und ich frage mich leise, was ich vielleicht falsch gemacht habe, dass du mir nicht mehr über den Weg traust! Das muss ja eine Geschichte haben. Können wir reden?

Bei Verstummen und Streit in der Beziehung hilft kein Datencheck und Nachhilfeunterricht im Rechthaben und Rechtbehalten, sondern vorsichtige, tastende Schritte in den Schuhen des jeweils anderen. Da braucht man keinen Experten. Zum Beispiel:

War es wirklich richtig und unausweichlich, die Sterbenden allein zu lassen?

War das nicht ein kalter Anschlag auf die unantastbare Würde des Menschen? Und was für einer! Das ging und geht gar nicht. Das wird immer zum Himmel schreien. Selbst im allerschlimmsten Kugelhagel der Feinde robben die Soldaten unter Lebensgefahr und holen ihren sterbenden Kameraden zu sich in den eignen Graben. Das ist das Versprechen in jeder Armee. Gestorben wird in den Armen der Familie.

Stattdessen erlebe ich eine Fahnenflucht aus unseren Werten. War da mal was mit Würde? War das angemessen, fragen ja mittlerweile auch die Gerichte, die Alten wochenlang ohne Schutz in Alten- und Pflegeheimen in ihre Zimmer zu sperren? Essen, wenn möglich, auf dem Gang serviert wie im Gefängnis?

Wie einfach war das für die Regierung und das Parlament, die Kirchen und da und dort auch den Wald für jedermann zu schließen? Spiritualität und Gemeinschaft, das stellt sich im Kapitalismus heraus, sind eben keine Lebensmittel, weil ja bei Aldi und Lidl nicht zu haben. Sie sind Folklore. War das richtig, das Singen von Chorälen, das uns aufrichtet und stark macht, gänzlich zu verbieten? War das richtig, bei jeder Durchsage aus Berlin himmelhohe Angst zu verbreiten? So viel Angst in Millionen von Herzen zu schütten? Und dann jeden Tag einen neuen zweiten Teufel an die Wand malen, weil das Blut des ersten Teufel mit den Daten an Strahlkraft abnahm, verblasste und abzublättern begann!

Zur Sache

Ich halte bis jetzt diese „Seuche“ oder Epidemie eher für eine etwas aus dem üblichen Rahmen fallende. Mehr nicht. Mehr geben bis heute weder die Toten noch die Lebenden her. Aber vor allen Dingen halte ich sie auch nicht für weniger gefährlich als die verharmlosten Grippen! Auch damit sind Menschen unter anderem wie jetzt auch nicht nur an Lugenentzündung sondern auch an Thrombosen gestorben. Da treibt man mit Teufel Druckluft den Beelzebub aus. Warum hat man sich denn politisch bzw. journalistisch vor zwei Jahren nicht um die 25.000 Grippetoten bei uns gekümmert? Die lagen doch auch bei uns und in aller Welt auf den Gängen der Krankenhäuser, zwischengelagert. Was ist jetzt anders? Und endlich:

Der Lock-Down bringt keine Lösung.

Er verschleppt sie wie eine nicht auskurierte Krankheit mit Symptomverlagerung in gefährliche Tiefen. Nach den Krankheitsgesetzen des Dr. Häring wird eine Krankheit ja um so gefährlicher, wenn sie von den Extremitäten in die Mitte rückt, Wenn sie also von den Rändern des Lebens mit über 80 Jahren in die Mitte der Gesellschaft rückt.
Was soll das Ziel des Lock-Downs sein? Corona auszurotten? Wie denn, wo denn? Allein in unserem Land? Ganz ohne Nachbarn und Europa? Oder in Europa mit sicheren Grenzen ohne die Nachbarn aus Asien und Afrika und zur übrigen Virus-Welt? Oder sogar in der ganzen Welt? Bis wann? Und was machen wir bis dahin?
Der Lock-Down war ja auch in Deutschland schon Mitte März überflüssig, wie die offiziellen Zahlen ausweisen. Die wurden nicht besser im Laufe der Monate, während die Welle ausrollt.

Spanien hat schon vor den Deutschen seit dem 14. März einen noch viel strengeren Lock-Down und dennoch Totenzahlen, die einen das Fürchten lehren könnten, wenn man sie nicht luftholend aber mit Gottvertrauen gelassen vergleicht. Wer seit neun Wochen alles zusperrt, wirklich alles, müsste doch konsequenterweise nach ca. zwei Wochen wesentliche Erfolge seiner Maßnahme sehen? Erfolge im Vergleich zu Deutschland oder gar Schweden! Da sind aber keine Erfolge. Da ist dieselbe Kurve wie überall, ein steiler Anstieg und dann das langsame Ausrollen. Die Kurve sieht in aller Welt, egal was man macht, sehr ähnlich aus. Und die Spanier kauern zum Teil immer noch in ihren Wohn-Quadratmetern.

Was denn dann? Was sollen wir tun?

Wir sollten weltweit lieber u.a. das Krankenhauswesen, die Umwelt, die Lebensweisen vergleichen. Wir schauen alle auf Corona und werden von unserem Versagen im privatisierten Gesundheitswesen und all den anderen Folgen eines falschen Lebens abgelenkt. Da liegen die wirklichen Unterschiede und damit auch die Ursachen. Das gilt auch für Italien, England, USA und erst recht für die Völker und Nationen der sog. dritten Welt. Erinnert sich denn keiner daran, dass Brasiliens Bolzonaro tausende kubanische Ärzte nach Hause schickte? Und erinnert sich keiner an all die Jahre und Jahrzehnte mit den üblichen Seuchentotenzahlen, die die Welt ungerührt von uns ertragen musste und noch muss. Hungertote interessieren dabei längst nicht mehr.

Der wahre Entscheider über Leben und Tod ist nicht die Gesichtsmaske

sondern das Sozial- und Krankenhauswesen. Und da sind wir uns einig, gibt es auch bei uns tödliche Kollateralschäden wie bei jedem Krankenhausaufenthalt durch Überbehandlung, Krankenhauskeime und gar nicht erst hingehen, verschleppte Operationen, aus Angst sich anzustecken. Wo sind denn jetzt unsere akuten Herzinfarkte und Schlaganfälle, wo doch bekanntlich Minuten zählen? Wo sind die, die sonst mit Blaulicht in unseren Krankenhäusern landeten?
Eine dies alles sehende und berücksichtigende Szenerie aus dem Innenministerium wird unterdrückt bzw. disziplinarisch, denke ich, was zu hören bekommen. Der ministeriale Autor ist erst einmal „freigestellt“.

Der Kampf zwischen Schulmedizin, als der Kampf zwischen der am Kausalen, am Warum, an der Ursache, an der Wissenschaft interessierten Medizin, der anamneseorientierten, hochtechnisierten Apparate-Medizin, also das Lager der Controller auf der einen Seite und der Naturmedizin, der Medizin, die immer auch am Sinn, am Wozu, an integrierender Therapie interessiert ist, der Medizin, die der Krankheit als Führung vertraut auf der anderen Seite, der Kampf [siehe auch: Wie es dazu kam, dass die „Schulmedizin“ die Naturheilkunde verdrängte …] also auch zwischen Säkularisation und Spiritualität, zwischen seelenlosen Körpern und beseelten Menschen, zwischen einem analysierten Teil, den Symptomen, und dem Ganzen, dem Geflecht des ganzen Lebens, tobt einmal mehr. Diesmal weltweit. Es ist ein ungleicher Kampf, wenn man sich die „Rüstungsausgaben für diesen Kampf ansieht. Er scheint aussichtslos. Das hat etwas Imperialistisches. Man bringt den Indigenen den Segen der modernen Medizin. Schluckimpfung kommt gern mit Zucker daher.

Da will ich daran erinnern, dass gegen die sog. spanische Grippe, gegen die man damals wie heute auch schulmedizinisch nichts tun konnte, weil nur die Selbstheilungskräfte das Virus besiegen bzw. integrieren, dass es da nach dem ersten Weltkrieg in der Schweiz den Dr. Bircher-Benner gab, den bekannten „Müslimann“ und sein Krankenhaus. Da starb, so höre ich von seinem Enkel, niemand!!! Das war sensationell. Das ist meine Position: Ist es, das Virus also, zu stark, bist du zu schwach! Fishermans friends grüßen aus der Schweiz! Also:

Wo sind die täglichen Sondersendungen für alles Volk über die Stärkung der Selbstheilungskräfte?

Natur erleben, sich mit ihr verbinden, Rituale der Ordnung, Spiele der Liebe, Selber kochen und Ernährung, Gesellschaft, Lebensfreude, Versöhnung und Hoffnung, Zuversicht? Berührungen an Leib und Seele, die Wundermittel in der Epigenetik und die sieben Werke der Barmherzigkeit, wenn es das Leben nicht gut meint? Wo sind sie? Sie sind nicht gefragt. Stattdessen fast stündliche Sondersendungen über Angst und Grauen und über den sich langsam aber sicher nähernden Tod, wenn man nicht die Tür zumacht und die Maske aufsetzt. Maske!!! Nicht Mundschutz! Mummenschanz also. Das alles macht nur noch mehr Tote ohne Ende, die aber namenlos bleiben. Die Suizidforscher machen schon darauf aufmerksam, während sich bei uns die Regierungsexperten als Lebensretter von 100.000 von Toten ehren lassen. Mit allem Respekt! So auf sich und seine Heldentaten zu schauen ist gottlos, weil man sich auf seine Position bequemt.

Impfen gegen tödliche Seuchen scheint mir selbstverständlich!

Impfen gegen einen Gegner, der „nur“ ca. zwei Promille an Todesopfern fordert, ist es nicht. Erst recht nicht, wenn er sich in einem Jahr völlig neu aufgestellt hat. Impfen ist ja anerkanntermaßen auch nicht ohne Nebenwirkungen. Darum gibt es ja jahrelange Testphasen. Wer dann, wie der in der dritten Welt viel gescholtene aber bei uns verehrte Herr Gates davon in der ARD träumt, alle sieben Milliarden Menschen zu impfen und dann in der EU mit Hilfe der Kanzlerin sieben Milliarden für die notleidende Pharmaforschung einzuwerben, der muss sich Fragen gefallen lassen. Nicht, was sein Gutmenschentum angeht, sondern seine Kompetenz und eine öffentliche demokratische Legitimation.
Die Rolle der WHO muss tatsächlich auf den Prüfstand. Eine so wichtige Instanz, die weltweit Pandemien ausrufen kann, ohne massenhafte, alle Zahlen überrumpelnde Opfer zu befürchten, und statt Pandemien Panik verbreiten kann, darf nicht auf privates Geld und damit verbundene Interessen angewiesen sein.

Endlich, unsere Mutter Kirche!

Wenn wir als Kirche und Kirchenleute in der Öffentlichkeit überhaupt in den letzten Jahren eine Kernkompetenz behalten bzw. zurückgewinnen konnten, dann ist das in der Palliativ- bzw. Hospizarbeit und in der Sterbebegleitung. Da haben wir gelernt. Und da drängt sich keiner so leicht hin. So mancher erfahrene Pfarrer weiß das längst. Wenn man mal zu einem beliebigen Termin zu spät kommt, sagt man entschuldigend, man sei bei einem Sterbenden gewesen. Da verstummt der Ärger. Der Tod ist im Raum und herrscht. Menschen begleiten auf ihrem letzten Gang ist essential. Es ist der USP der Geistlichkeit. Da wagen sich die säkularen Sozialdienstarbeiter des Staates ganz ohne Lieder, Stille, Hingabe, Rituale, Kerzen und Gebete nicht ran. Da versagt der Verbraucherschutz. Da geht’s ans Eingemachte. Doch:

Unsere Konsumgesellschaft hat die Allgegenwart des Sterbens ausgelagert und nicht mehr integriert.

Outgesourced, nennt man das in der modernen Wirtschaft. Das rächt sich gerade so bitter. Erfahrungslos faselt alle Welt nun von drohender Triage, die wir doch jeden Tag vornehmen. Stimmt doch! In Krieg und Frieden. In Krankenhäusern und in Krankenkassen. Zu teuer, zu alt, lohnt nicht! Wer kennt nicht die Bescheide? Und nicht nur da. Wir opfern doch täglich für unseren Lebensstil Kinder, Frauen und Männer. Doch jetzt auf einmal fürchtet sich das Volk vor jedem toten Greis.

Ich weiß es aus vielen Jahren Sterbebegleitung und Trauerarbeit, analog und digital! Wie viele Angehörige wollen ihre Verstorbenen nicht mehr sehen? Sie haben kein Wissen und keine Ahnung mehr über das Leben, weil sie das Ende nicht sehen wollen. Das säkularisierte gottlose Volk ahnt nur das Ende, nicht den Anfang. Kein Psalm mehr im Herzen. Keine Himmelsleiter. Kein „der Wolken, Luft und Winde gibt Wege, Lauf und Bahn“. Kein griechischer Fährmann mehr, der noch ruft, kein Joh. Sebastian Bach. Kein Händel. Und kein Halleluja mehr, weil es ja ansteckend sein könnte.

Wir werden durch diese Coronakopf- und Herzlosigkeit in unserer Entwicklung zur Hingabe und Resilienz zwanzig, dreißig Jahre zurückgeworfen.

Weit zurück, bis in das Ende des letzten Jahrhunderts, wo wir an vielen Fronten dafür warben und arbeiteten, dass der Tod zu akzeptieren sei und nicht immer und zu jeder Zeit auf Teufel komm raus zu bekämpfen ist. Der Tod kommt auch als Freund. Instrumente und Tools haben wir entwickelt, wie wir ihn akzeptieren könnten, Patientenverfügungen gegen eine Ausrüstungsmedizin um jeden Preis, Palliativmedizin, also einen Pallium, einen wärmenden Mantel um den fröstelnden Sterbenden- statt nur beheizte Intensivstationen wurden entwickelt und Gott sei Dank gebaut, verbotene Kerzen in Krankenhäusern. Und wer starb, wurde auch nicht gleich im Plastiksack wie Sondermüll aus dem Haus getragen, weil Leichengift zu befürchten war, wie man es uns mit Bundesseuchengesetzen weiszumachen glaubte. Aber so weit ist das Berliner RKI mit seinem anfänglichen Verbot, Leichenschau zu halten, wohl immer noch nicht, wenn wir unsere Verstorbenen mit bürgerlichem Ungehorsam für Tage zu Hause aufgebahrt lassen, um Zeit für Abschiede zu haben. Denn wer vom Tod nicht geängstet nicht ausweicht, hat Zeit für über den Tod hinaus nachgetragene Liebe und spart sich für die nächsten Jahre seine uneinholbare Trauerarbeit und Therapiekosten.

Wo also waren wir kirchenbeamteten Adams und Evas als Gott in Gestalt der Sterbenden uns rief?

Wir hatten uns versteckt. Wir hatten Termine. Wir waren in Berlin bei Hofe, um uns einnorden und einlullen zu lassen. Da waren wir. Und wir wurden dort belobigt, sanft über den Kopf gestreichelt, weil wir brav waren und versprachen mit in den Krieg zogen als Feldprediger gegen das asiatische Virus. Da waren wir.
Aber zu Hause, da waren währenddessen doch auch unsere sterbenden Großmütter, Schwestern und Brüder, die ihr ganzes Leben unter unseren Kanzeln saßen, immer auch in der Hoffnung, die Kirche und ihre DienerInnen wären am letzten aller Irdentage für sie da? Wo waren wir?

Da aber, wo eines der sieben Werke der Barmherzigkeit seit altersher es von uns erwartet und verlangt, da waren wir nicht. Wo warst du Kirche, als man nach deinen DienerInnen und deinem göttlichen Trost, dem heiligen Öl, deiner Hand und oder nach der Hostie, dem Brot des Himmels rief? Warst du zu Hause? Hattest du auch so viel Angst wie die anderen? Hattest du wenig, zu wenig Gottvertrauen? Hattest du keine Erinnerung mehr, angstgelöschte Erinnerung an die Geschichten Jesu?
Oder wartest du mit Beamtengehalt versorgt wieder bis nach dem Sturm auf dem See und dann darauf, dass es irgendwann wieder Zeit wird und billiger wird, ein sogenanntes Schuldbekenntnis abzulegen? Deine sattsam bekannte Spezialität!

Ich sah sie fast alle in Reih und Glied als Feldprediger im „Gerechten Krieg“ gegen das Virus. Sie liebten den Feind nicht. Sie verachteten die Worte ihres eigentlichen himmlischen Herrn. Sie konnten in ihrer mittelalterlichen Anthropozentrik nicht sehen, dass auch ein Virus eine Funktion in der Schöpfung hat. Kleiner, viel kleiner als ein biblisches Senfkorn hat es Macht, die Welt zu verändern. Es setzt uns gewaltig unter Stress, damit wir endlich antworten auf all die längst übertragenen und verleugneten Infektionen unserer Zeit. Wir könnten ja „responsable“ sein, also in der Lage zu antworten. Wir aber greifen zu den Waffen.

Vielleicht aber ahnten die Prediger wohl intuitiv, dass es im kapitalistischen Hamsterrad mit Klopapier kein gutes Ende nehmen wird und sagten dann ihr „Ja“ dazu und ihr „Amen“ in der apokalyptischen Weltuntergangsübung mit Bildern aus der flämischen Malertradition eines Breugel.

Aber wie der verlachte, verleumdete Prophet Jesaja, 700 vor Christus, die todbringenden Fremden aus dem Osten irgendwie willkommen zu heißen mahnte, mitten in der engen Stadt Jerusalem voller Kinder und Frauen, um Schlimmeres zu verhüten, und um endlich aus den nutzlosen Wehranlagen mit den verengten Sehschlitzen zu kommen, das konnten sie mal wieder nicht.

Adam wo bist du? Jesus, der in diesen Augenblicken prophetisch gedanklich in unserer Kultur angelegt wurde und dann auch kam war anders. Ihm zuzuhören und zu folgen ist nötiger als alles andere. Ich wäre gern sein Mitläufer.

Jürgen FliegeFundstelle

Hier in einem Interview zum Thema Esoterik:

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  1. Gerd Zimmermann
    Juni 7, 2020 um 2:06 pm

    Anästhesie kann das Bewußtsein nicht berühren, sie kann nur die Erinnerungen rauben.

    – Sadhguru

    Denn Bewußtsein und Erinnerung sind Zweierlei und grundverschieden!

    • Die Erinnerung ist brüchig, unser Gedächtnis unzuverlässig.
    • Anders das Bewußtsein: Es ist immer. Und immer zu 100%.

    Nirmalo

    und wie soll ich das meinen Kindern erklären,
    die Arzt studieren

    oder meinen Kumpel der Oberarzt ist.

    Sie würden mich angucken wie Lunachod,
    das Mondauto

    Wie bringt man eigentlich so ein Mondauto zur Erde ?

    Es waren ja

    angeblich

    zwei Stück auf dem Mond.

    Klar das Russland kein Veto einlegt,
    wenn die Amerikaner auf dem Mond waren.

    Ein Modell von Lunachod habe ich auf der Allunionsaustellung
    in Moskau gesehen.

    Immerhin.
    So ein Ding ohne Startrampe zur Erde zu fliegen.

    Anderes Thema.

    .

  2. Gerd Zimmermann
    Juni 7, 2020 um 6:12 pm

    @ das ist aber nicht das selbe.

    Silencium.

    Das Gleiche kann niemals das Selbe sein.

    Denn das Selbe kann nicht gespiegelt werden.

    Das Gleiche kann ewig gespiegelt werden.

    Anders gesagt,
    das Subjekt kann niemals gespiegelt werden.
    Das Objekt schon.

    Da sind wir aber schon wieder bei Immanuel Kants Philosophie,
    also der Wahrheitsfindung, die niemand wahr haben will.

    Denn wer versteht die einfachen Worte Kants.

    Atommodelltheorien studiert und versteht SIE.
    Und wo sind die Atome ?

    Sie bestehen aus Atommodelltheorien.

    Denken und nachdenken ist ein Unterschied.

    Woher kommen Atommodelltheorien ?
    Aus einem Gehirn.
    Aber Atommodelltheorien können nicht denken.

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