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Weil wir schon wieder ‚mehr Verantwortung‘ in der Welt übernehmen sollen …

Vom deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen!

Diesen Satz soll Willy Brandt häufiger bemüht haben.
Bild auf pinterest gefunden, mehr davon

Unsere Kriegsfrauen von der Leyen und AKK fordern wieder mehr militärischen Einsatz zur Verbesserung des Weltfriedens. Gerne möchte ich daher den folgenden Song hier ins Regal stellen, der einen Blick auf die direkt Beteiligten wirft und die richtigen Fragen stellt:

Der gesungene Text via deepl ins Deutsche übersetzt:

Als ich ein junger Mann war, trug ich meinen Rucksack und lebte das freie Leben eines Vagabunden. Vom grünen Becken des Murray’s bis zum staubigen Outback, na ja, ich habe meine Matilda überall herumgetanzt. Dann sagte mein Land 1915, mein Sohn, es sei an der Zeit, dass du aufhörst zu wandern, es gäbe Arbeit zu tun. Also gaben sie mir einen Stahlhelm und ein Gewehr, und sie marschierten mich in den Krieg.

Und die Band spielte Waltzing Matilda, als sich das Schiff vom Kai entfernte.

Und inmitten all des Jubels, des Fahnenschwenkens und der Tränen segelten wir nach Gallipoli ab. Und wie gut ich mich an diesen schrecklichen Tag erinnere, wie unser Blut den Sand und das Wasser befleckt hat. Und wie in der Hölle, die sie Suvla Bay nannten, wir wie Lämmer auf der Schlachtbank geschlachtet wurden. Johnny Turk, er wartete, er hatte sich gut vorbereitet, er überschüttete uns mit Kugeln. Und er hat uns mit Granaten beschossen, und in fünf Minuten hat er uns alle direkt in die Hölle geblasen. Beinahe hätte es uns direkt nach Australien zurückgeschickt.

Aber die Band spielte Waltzing Matilda, als wir anhielten, um unsere Ermordeten zu begraben.

Wir haben unsere begraben, und die Türken haben ihre begraben, dann haben wir wieder von vorne angefangen. Und diejenigen, die übrig blieben, nun, wir versuchten zu überleben, in dieser verrückten Welt von Blut, Tod und Feuer. Und zehn mühsame Wochen lang hielt ich mich am Leben, obwohl sich die Leichen um mich herum höher stapelten. Dann schlug mich eine große türkische Granate in den Arsch, und als ich in meinem Krankenhausbett aufwachte. Und als ich sah, was es getan hatte, wünschte ich mir, ich wäre tot: Ich wusste nie, dass es schlimmere Dinge gibt als den Tod.

Denn ich werde nicht mehr mit Matilda Walzer tanzen gehen, ganz weit und frei um den grünen Busch herum.

Um Zelt und Heringe aufzuhängen, braucht ein Mann beide Beine – für mich gibt es keinen Walzer mehr mit Matilda. Also sammelten sie die Krüppel, die Verwundeten, die Verstümmelten und schickten uns zurück nach Australien. Die Beinlosen, die Armlosen, die Blinden, die Verrückten, die stolzen, verwundeten Helden von Suvla. Und als unser Schiff in den Circular Quay einfuhr, schaute ich auf die Stelle, an der meine Beine früher waren. Und dankte Christus, dass niemand auf mich wartete, um zu trauern, zu trauern und Mitleid zu haben.

Aber die Band spielte Waltzing Matilda, als sie uns die Gangway hinuntertrug.

Aber niemand jubelte, sie standen nur da und starrten, dann wandten sie alle ihre Gesichter ab. Und so sitze ich jetzt jeden April auf meiner Veranda und sehe die Paraden vor mir vorbeiziehen. Und ich sehe meine alten Kameraden, wie stolz sie marschieren und alte Träume von vergangenem Ruhm wieder aufleben lassen. Und die alten Männer marschieren langsam, alte Knochen steif und wund, die vergessenen Helden eines vergessenen Krieges Und die jungen Leute fragen, wofür marschieren sie? …und ich stelle mir die gleiche Frage.

Aber die Band spielt Waltzing Matilda, und die alten Männer folgen immer noch dem Ruf.

Aber von Jahr zu Jahr verschwinden mehr alte Männer, eines Tages wird dort überhaupt niemand mehr marschieren.

„Walzer-Matilda, Walzer-Matilda, wer kommt mit mir Walzer-Matilda?

Und ihre Geister können gehört werden, wenn sie an diesem Wasserloch vorbei marschieren, wer kommt mit mir und walzt mit Matilda?

Kategorien:Gesellschaft, Politik Schlagwörter: ,
  1. Februar 23, 2020 um 11:57 am

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  2. Februar 23, 2020 um 12:35 pm

    Tja, der werte Gerd und der tolle Joschka haben ja das Tabu gebrochen – wer hätte das gedacht …
    (lohnt sich, mal wieder über die „aktuelle“ Demokratie und den Sinn von Wahlen nachzudenken, oder?)
    Nun, der Gerd hat sich zumindest entschuldigt für diesen „Fehlgriff“,
    bei der Lichtgestalt der Grünen incl. der ehem. Friedensbewegung fehlt seltsamerweise irgendeine ähnliche, wie diesbezügliche Wortmeldung.
    Wie war das noch bei den Abstimmungen im Bundestag??, gleich bei welchem Konflikt/Krieg:
    Infratest/Dimap oder andere fingen die Stimmung/Meinung des Volkes vorab ein: 90-95% dagegen, wie fein, daß wir in der Demokratie
    dieses wundersame Spiegelbild genießen dürfen:
    90-95 % der „Volksvertreter“ stimmen für Einsätze in Afganistan, Irak, Syrien?? etc.

    Läuft und der „Souverän“ läßt sich weiter veräppeln oder in verordnete, politisch-korrekte Bewegungen zwingen.
    Tun wir nicht so blöd,
    wie man uns haben mag…

    Raffa.

  3. Martin Bartonitz
    Februar 23, 2020 um 7:32 pm

    Die USA stellen im nächsten Haushaltsjahr allein dem Außenministerium fast eine Milliarde Dollar für den Informationskrieg gegen Russland zur Verfügung.

    In westlichen Medien wird immer geschimpft, dass Russland mit Russia Today Propaganda mache und diese vom Staat finanziert wird. Nicht so gerne wird in den westlichen Medien erwähnt, dass die westlichen Länder – allen voran die USA – das gleiche tun, aber dabei ein Vielfaches dessen aufwenden, was Russland für Russia Today ausgibt.

    Die USA haben zur Verbreitung ihrer Propaganda ein ganzes Arsenal an Kanälen. Da sind Auslandsmedien wie Radio Liberty, unzählige NGOs wie das National Endowment for Democracy, die man eigentlich gar nicht NGO (Nicht-Regierungsorganisation) nennen dürfte, weil sie vollständig von der Regierung finanziert und gelenkt werden. Übrigens heißen sie daher in Russland auch korrekterweise „Nicht-Kommerzielle Organisationen“, denn mit dem westlichen Begriff Nicht-Regierungsorganisation soll bewusst davon abgelenkt werden, dass viele dieser „NGOs“ in Wahrheit vollwertige

    Regierungsorganisationen sind.

  4. Februar 24, 2020 um 10:48 am

    Die Sache mit der Doppelmoral …

    auch in den „gleichgeschalteten Medien“ findet sie ihren verdrehenden „Widerhall“!

    „Verbinde die Punkte“, war ein „altes“ Kinder-Mal-Spiel –
    Sind wir jetzt aufgefordert – als Erwachsene – aufgefordert, auch um zu reifen (;-), wieder etwas zu spielen, um zu Durchblick zu kommen oder gar das Bild zu erkennen.

    So über den Tellerrand hinaus, an den Stop-Schildern vorbei…

    Haben wir Mut,
    Raffa.

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