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» Evolution durch Liebe «

Michael Hüter

Waren Fortschritt und Reaktion die Leitbegriffe des 19., sind Pfusch und Reparatur die des 21. Jahrhunderts. (Peter Sloterdyijk)

Waren Erziehungsdiktatur und Vaterterror die Leitbegriffe des 19. , sind Mutter- , Eltern- und Liebesmangel die des 21. Jahrhunderts.
Noch nie in der gesamten bisherigen Geschichte der Menschheit hatten Kinder so wenig Möglichkeit in Be-Ziehung zu den ihnen von Natur aus emotional nahe stehenden Personen aufzuwachsen. …
Vergessen Sie die großen Seuchen der Menschheitsgeschichte, wie Pest Cholera und Co. Die Auswirkungen des mittlerweile und zunehmend weltweit zur gesellschaftlichen Normopathie erwachsenen Muttermangels werden noch umfassender und verheerender sein als alle Seuchen der Menschheitsgeschichte bisher. (ergänzt von Michael Hüter)

Michael Hüter, Historiker, Kindheitsforscher, Autor, Verleger, Pianist, Aktivist und dreifacher Vater, meint, dass es eine Mähr sei, dass es heute den Kindern in den westlichen Ländern so gut wie noch nie gehe. Ja, es gibt keine Kinderarbeit mehr, es mangelt an nichts, die jungen Menschen erfahren immer früher immer bessere Bildung, aber er sieht nicht, dass sie dadurch wirklich stets klüger und glücklicher werden.

Ich möchte den folgenden, sehr bedenkenswerten Vortrag von Herr Hüter, hier ins Regal stellen, der uns mit auf eine Zeitreise in die Geschichte der Kindheit nimmt. Er zeigt uns, wie kurzsichtig unser Blick in die Vergangenheit und wie verfälscht unser Verständnis vom glücklichen Kindsein heute ist. Er zeigt mit vielen Zahlen dagegen auf, wie schlimm es inzwischen um unsere Jüngsten bestellt ist.

Um eine physisch und psychisch gesunde sowie empathische Gesellschaft zu sein, bräuchte es zuallererst ebensolche Kinder. Hierfür müssten wir jedoch unseren Blick auf die Kinder verändern und endlich erkennen, wie es ihnen in diesem von Erwachsenen erschaffenen Betreuungs- u. Bildungssystem wirklich geht.

In seinem neuen Buch »Kindheit 6.7, ein Manifest« plädiert Herr Hüter für ein wieder menschenwürdiges und „artgerechtes“ Aufwachsen von Kindern, für eine neue Wertschätzung der familialen Sozialisation und für vollständige Bildungsfreiheit.

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