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Mit ’sozialer Homöopathie‘ die gesellschaftliche Transformation erreichen …

Ich lese gerade das empfehlenswerte neue Buch von Christoph Pfluger: Die Strategie der friedlichen Umwälzung: Eine Antwort auf die Machtfrage . Kaum hatte ich den Artikel Homöopathie wirkt! veröffentlicht, kam das Thema auch in diesem Buch vor, aber mit einer völlig unerwarteten Perspektive: Als Kampfmittel gegen die aktuell Herrschenden inklusive ihrer Dogmen. Im Folgenden haben ich mir erlaubt, das Kapitel ‚Ähnliches mit Ähnlichem‘ hier ins Regal zu stellen. Der Herausgeber möge ein Auge zudrücken, vielleicht kauft ja der Eine oder Andere gerade dadurch auch das Buch 😉

Ähnliches mit Ähnlichem

In der nächsten Phase muss es darum gehen, den Gegner anzugreifen und dabei ein Feld zu wählen, auf dem er schwach ist und wir unverwundbar sind. Schwach ist er auf dem Gebiet des Geistes – deshalb versucht er ständig, uns emotional und intellektuell zu beeinflussen und deshalb werden abweichende Meinungen so scharf bekämpft, sobald sie «das System» infrage stellen. Unverwundbar sind wir, wenn wir nicht als Gegner auftreten, sondern gewissermaßen als Verbündeter. Und schließlich müssen wir, da gering an Zahl, darauf achten, mit möglichst wenig Aufwand möglichst große Wirkung zu erzielen.

Das Mittel erster Wahl, das alle diese drei Erfordernisse erfüllt, ist die soziale Homöopathie. Dieses Fachgebiet muss zwar erst noch er-forscht und entwickelt werden, aber seine erste Regel kann von allen angewendet werden, die etwas zur Gesundung der Gesellschaft beitragen wollen. Der Grundsatz der sozialen Homöopathie besteht darin, einen gesellschaftlichen Missstand nicht mit Gegenmaßnahmen zu behandeln, zum Beispiel mit Protest, Widerstand oder Sanktionen, sondern durch Injektion des krankmachenden Impulses in homöopathischer Dosis in den sozialen Organismus.

Begriff und Grundsätze der Homöopathie stammen von dem deut-schen Arzt Samuel Hahnemann (1755 bis 1843), der beobachtet hatte, dass Stoffe, die bei Gesunden Krankheitssymptome erzeugten, zur Hei-lung dieser Krankheiten eingesetzt werden können – daher das Prinzip der Ähnlichkeit. Um nicht krank zu machen, sondern die Selbstheilungskräfte anzuregen, müssen diese Arzneien potenziert, d. h. in geringsten Dosen verabreicht werden. Weil die Anwendung der Homöopathie auf soziale Phänomene so vielversprechend erscheint, möchte ich an dieser Stelle noch auf ein paar Hintergründe eingehen, die ich im August 2008 in einem Gespräch mit dem bedeutenden homöopathischen Arzt Jürgen Becker erfahren habe. Er erklärte mir:

«Die Homöopathie ortet die Lebensvorgänge auf fünf verschiedenen Ebenen, der materiellen, der vital-körperlichen, der emotionalen, der mentalen und der spirituellen Ebene des Lebens. Ein Vorgang wird in der Regel auf seiner eigenen Ebene im Gleichgewicht gehalten. Wenn das aus irgendeinem Grund nicht geschieht, müssen die Selbstheilungskräfte auf der nächsthöheren Ebene aktiviert werden. Das geschieht über potenzierte Naturstoffe, die in der entsprechenden Potenz bei Gesunden ähnliche Symptome erzeugen, wie der Kranke sie erlebt.

Wenn wir ein Problem auf irgendeiner Ebene nicht haben wollen, fällt es eine Etage tiefer und manifestiert sich dort als Symptom. Schließlich landet es im Körper. Das ist der Sack, der alles aufnehmen muss, dessen Sprache die Medizin aber leider nicht mehr versteht. Normalerweise haben wir kein Verständnis dafür, was ein bestimmtes Symptom ausdrückt und enthält. Die Aufgabe der Homöopathie ist es nun, das Geschehen rückwärts aufzuwickeln, die ins Körperliche verdrängten Vorgänge zu erkennen und auf der nächsthöheren Ebene wieder in Schwung zu bringen. Sie tut dies, indem sie das Symptom erst einmal auf der Ebene, auf der es erscheint, verdeutlicht und verschärft, sodass sich die Selbstheilungskräfte auf der nächsthöheren Ebene aktivieren.

Kalte Hände zum Beispiel sind ein Phänomen auf der materiellen Ebene. Wenn wir sie in kaltes Wasser tauchen – Verschärfung! -, wird die Zirkulation angeregt, ein Vorgang auf der vital-körperlichen Ebene, und die Hände werden wieder warm. Ein anderes Beispiel: Bei einem Menschen, der unter Depressionen leidet – emotionale Ebene – finden sich die Heilungskräfte auf der mentalen Ebene in unseren Glaubenssätzen. Wer sich dauernd mit anderen vergleicht und sich sagt , wird mit der Zeit depressiv. Und wenn sich die Depression chronifiziert, werden früher oder später körperliche Symptome auftreten.

Zu einer Störung kommt es nicht, indem wir an den Schwierigkeiten erkranken, die wir haben – mit denen haben wir nur unsere Schwierigkeiten -, sondern an denen, die wir nicht annehmen, die wir nicht haben wollen. Oder anders ausgedrückt: Wir leiden nicht an den Problemen, die wir haben, sondern an denen, die wir verdrängen. Krankheit verkörpert das, was weg sein soll. Da kann die Erkenntnis, dass die Krankheit wirklich da ist, den Selbstheilungsprozess schon fördern.

Die religiöse Ebene reguliert alle unter ihr liegenden. Es bleibt ein Geheimnis, dass auf dieser Ebene keine allgemeingültigen Aussagen möglich sind. Die Beziehung zwischen uns Menschen und dem Höheren ist dem Werkzeug der mentalen Ebene, dem Verstand, nicht wirklich zugänglich. Er kann sich der spirituellen höchstens annähern. Mit Sicherheit wissen wir nur, dass auch religiöse Überzeugungen einen großen Einfluss auf die Gesundheit haben. Das ganze Leben ist eben ein System von Selbstheilungskräften, auch der Tod. Letztlich heilt er alles.»

Wie können wir die soziale Homöopathie, dieses neue Werkzeug nun konkret einsetzen? Damit ließe sich eine Vielzahl von unerwünschten Zuständen behandeln, von der Konsumsucht über die Raserei bis zum Stress. Aber das muss noch erforscht und entwickelt werden.

Wir wollen mit der sozialen Homöopathie das Fundament des Gegners erreichen, wo er stark und gleichzeitig verletzlich ist: dem Glauben ans Geld. Dass es nicht mehr als ein Glaube ist, wissen wir inzwischen nicht nur, das zeigt auch die Symbolik der wichtigsten Geldscheine der Erde, des Dollars. «In God We Trust» — wir vertrauen dem Gott Mammon. Und das allsehende Auge! Schon die alten Ägypter sahen das Auge als göttliches Organ und Symbol der Gottheit. Der Name ihres wichtigsten Gottes «Osiris», des Herrschers über die Unterwelt und Hüters der Pforte zum Jenseits, bedeutet «Stätte des Auges». Und im Alten Testament bezeichnen die Israeliten ihre Propheten als «Seher». Geld ist also eine universelle Religion, die Banken sind ihre Kirche.

Diesen Glauben an das illusionäre Geld wollen wir mit einer einfachen Botschaft ins Wanken bringen:

«Glaubet ans Geld!»

Oder alternativ:

«Vertraut den Banken!»
Oder
«Besitz ist Glück!»

Dass diese Botschaften wirken, liegt nicht nur am homöopathischen Prinzip, sondern hat noch einen tieferen, gewissermaßen philosophischen Grund: Wenn wir etwas unbewusst und zwanghaft tun, dann ist der erste Schritt zur Ursächlichkeit, es bewusst und mit Absicht zu tun. Mit dieser einfachen Maßnahme werden wir wieder Meister unserer Gedanken.

Wir können diese Botschaften auf zig Arten unter die Leute bringen, die Kanäle sind da. Plakate, Flugblätter, Filme, aber auch Performances, Installationen (Kapellen zur Anbetung des Geldes), Aktionen (fiktive Bankruns), Statements an öffentlichen Veranstaltungen. Wichtig: möglichst öffentlich, möglichst direkt. Digitale Netzwerke halte ich für ungeeignet. Da schwimmen schon zu viele Substanzen mit unbekannten Nebenwirkungen (nicht selten als beabsichtigte Hauptwirkung) herum. Aber vielleicht finden wir auch dafür noch eine passende Arznei.

Was dann passiert, können wir nicht wissen. Es könnte mit einer Erstverschlechterung beginnen und vielleicht in eine um sich greifende Erweiterung des kollektiven Bewusstseins münden — der Anfang einer ansteckenden Gesundheit. Natürlich wird der Erfolg davon abhängen, wie viele Menschen sich als Barfußärzte dieser politischen Medizin verschreiben. Aber weil es eine ansteckende Gesundheit ist, braucht es für den Beginn nicht viele. Wenige mögen also genügen. Aber es braucht auch Qualität. Der gute Arzt geht nicht, sobald er die Arznei verabreicht hat; er überlässt den Heilungsprozess nicht sich selbst; er bleibt, bis der Patient gesund ist.

Die soziale Homöopathie ist eine (Heil-)Kunst, d. h. ihre Anwendung liegt in der Freiheit des Einzelnen. Aber es gibt Regeln der Kunst:

  1. Grundlagen der sozialen Homöopathie sind die heilende Absicht und die Liebe. Wer die Menschen verachtet, die unter einem bestimmten Impuls leiden, kann nicht heilend eingreifen. Aktionen ohne Liebe und heilende Absicht bleiben auf der Ebene der Provokation oder gar der Aggression stecken und sind kontraproduktiv. Je umfassender die Liebe und Verantwortung, desto größer der potenzielle Erfolg.
  2. Es gibt keine homöopathische Dosis, die in jedem Fall richtig ist. In jeder Gruppe gibt es Individuen, denen die Dosis entweder zu stark ist oder deren Reizschwelle nicht erreicht wird. Im Zweifelsfall ist die Dosis eher zu schwach anzusetzen, da auch ein Eingriff unter der Reizschwelle etwas bewirkt, nur liegt das Resultat unter unserer Wahrnehmungsschwelle.
  3. Weil es die richtige Dosis nicht geben kann, muss die soziale Homöopathie so erfolgen, dass individuelle Kommunikation möglich ist, um die Wirkung zu steuern, z.B. durch ein klärendes Gespräch, durch zusätzliche Information oder durch Wahrnehmung der Aktion aus verschiedenen Blickwinkeln.
  4. Der sozial-homöopathische Impuls wirkt in der Regel länger als die Dauer des Eingriffs. Die Praktizierenden müssen deshalb dafür sorgen, dass eine Nachbetreuung möglich ist, entweder durch Aussprache, eine Kontaktmöglichkeit oder sonst ein geeignetes Kommunikationsmittel.
  5. Die sozial-homöopathische Maßnahme erreicht oft auch Menschen, die einen solchen Eingriff ablehnen oder sich ihm nicht gegen ihren Willen aussetzen wollen. Die Aktionen sollten deshalb mit Humor gestaltet werden, dass sich die Betroffenen ihnen durch Lachen oder Spott entziehen können.
  6. Sozial-homöopathische Eingriffe können bei Einzelnen eine Erstverschlechterung auslösen, die sich in Aggression oder einer scheinbar gegenteiligen Wirkung äußert. Die Praktizierenden sollten solchen Reaktionen mit Offenheit und Liebe begegnen und nicht un-bewusst das Verhalten und die Emotionen der Menschen übernehmen, mit denen sie arbeiten.
  7. Sozial-homöopathische Maßnahmen werden bevorzugt von zwei oder mehreren gleichberechtigten Menschen durchgeführt. Damit soll einerseits Egoismen vorgebeugt und andererseits die Wahrnehmung verbreitert und vertieft werden. Zwei Menschen haben mehr als doppelt soviel Bewusstsein, nämlich dasjenige als Individuen und dasjenige als Gruppe. Zudem können sich mehrere Menschen bei Bedarf helfen.
  8. Das Hauptinstrument der Wahrnehmung ist die Intuition. Weil es in der sozialen Homöopathie vorab um innere Prozesse geht, liegt die Hauptebene der Realität im Inneren, wo die Phänomene viel früher wahrnehmbar sind, als äußere Zeichen sichtbar werden.
  9. Soziale Homöopathie darf nicht mit finanziellen Interessen verknüpft werden. Spenden und Geschenke ohne definierte Gegenleistungen sind die einzig tolerierten Zuwendungen. Gewinne jenseits der Lebenshaltungskosten sind ausgeschlossen.
  10. Die soziale Homöopathie steht jedermann offen. Die Berufsbezeichnung «soziale(r) Homöopath(in)» ist an eine entsprechende (zu schaffende) Ausbildung gebunden. Die Durchsetzung eines hohen Ausbildungsniveaus ist der einzige Eingriff in die Praxisfreiheit der Praktizierenden.

Die soziale Homöopathie ist die hohe Schule des friedlichen Angriffs. Daneben gibt es natürlich andere, bewährte und gewaltfreie Methoden, die wir keinesfalls vernachlässigen sollten, wenn es darum geht, die Kräfte des Gegners (den Irrglauben!) an vielen Fronten zu binden.

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: ,
  1. Dezember 4, 2019 um 10:06 am

    „In der nächsten Phase muss es darum gehen, den Gegner anzugreifen und dabei ein Feld zu wählen, auf dem er schwach ist und wir unverwundbar sind.“ – Christoph Pfluger

    Es ist erstaunlich, wie viele Leute sich
    permanent im Kriegszustand wähnen.

    – Nirmalo

    • Dezember 4, 2019 um 10:14 am

      Gerade eben aufgetaucht:

      „Der Wunder größtes ist die Liebe.“

      – Hoffmann von Fallersleben

  2. E. Duberr
    Dezember 4, 2019 um 10:37 am

    @Nirmalo

    Alles ist Kampf im Leben , Lebenskampf eben . Dabei ist Kampf hauptsächlich ein Kampf gegen die eigene Unzulänglichkeit . Kampf ist Bemühen , aber der gößte Kampf ist der Kampf gegen die Dummheit . Und der wird hier nur geführt , weil sie so groß ist .

    • Dezember 4, 2019 um 10:49 am

      Ist es nicht eine noch größere Dummheit,
      gegen die Dummheit kämpfen zu wollen?

      Und die ist noch zu steigern mit dem
      Kampf gegen die eigene Dummheit?

      Don Quijote grüßt von Ferne. 🤗

      Wer kämpft, hat schon verloren.

      Einen heiteren Mittwoch 🍁
      wünscht dir Nirmalo

      • Dezember 4, 2019 um 12:08 pm

        Ach du liebe Güte, „wer kämpft hat schon verloren“, Du hast schon verloren. Es gibt nun mal Leben, Menschen, Wesenheiten, Gruppen, die sich kein bisschen an Deiner Philosophie stören werden und Dich trotzdem vernichten werden.
        Wer nicht kämpft und statt dessen esoterische Sprüche klopft, hat längst verloren, nur: er weiß das noch nicht.

        • Dezember 4, 2019 um 5:11 pm

          Teutoburgswaelder: „statt dessen esoterische Sprüche…“

          Frage: Was, bitte, an dem Wenigen, was ich hier gesagt habe, ist für dich esoterisch (= verborgen)?

          Ist man nahe Bielefeld noch immer in Hermanns Namen im Kampf-Modus? Das wäre mir zu anstrengend. Wo bleibt da die Lebensfreude?

          Außer man singt mit Georg von Frundsberg: „Viel Feind, viel Ehr!“

          Mir reicht die Anstrengung, als mich mal die Militärpolizei („Feldjäger“) suchte. Die Zeit war belastend genug. Man wollte auf Deubel komm raus, ich sollte dem Militär beitreten. Alternativ bot man mir eine Gefängniszelle an. Erst vor dem Verwaltungsgericht fand der Spuk ein Ende.

          Kampf ist grundsätzlich nicht… der
          Everest an Intelligenz und Weisheit.

          (War das jetzt wieder esoterisch? 😉)

          Wir haben weitaus mehr an Möglichkeiten mitbekommen.

          Kampf ist die primitivste…
          Form der Kommunikation.

          Der Architekt kämpft nicht, er macht Skizzen. Wir können das ganze Leben lang maulen und stänkern, oder uns wie Architekten verhalten.

          – Nirmalo

          • Dezember 5, 2019 um 12:17 pm

            Du hast mich nicht verstanden. Deshalb wiederhole ich nochmal meinen Satz von oben: „Es gibt nun mal Leben, Menschen, Wesenheiten, Gruppen, die sich kein bisschen an Deiner Philosophie stören werden und Dich trotzdem vernichten werden.“

          • Dezember 5, 2019 um 12:25 pm

            Mit „esoterisch“ meinte ich: daß das nichts bringt, was du da postest. Du mußt kämpfen. Ob du willst oder nicht. Der Kampf wird dir aufgezwungen werden, dagegen kannst du nichts machen.
            Ich hätte das auch gerne anders. Es ist aber so.

  3. Dezember 4, 2019 um 10:55 am

    Ja, wir Menschen haben die Freiheit, die uns zur Verfügung stehende Intelligenz in die Dummheit zu stecken.

    Aber es gibt eine echte Alternative:

    Wir könnten mit ihr auch die Weisheit fördern.
    Keine Ahnung, warum das nicht so interessant ist.

    – Nirmalo

    • Dezember 4, 2019 um 12:09 pm

      Die Antwort ist einfach: Es gibt eben zuviel Dummheit in Kombination mit Gier. Wenn man das allerdings ignoriert, kommt man diesbezüglich auch nicht weiter.

      • Dezember 4, 2019 um 5:42 pm

        Zu akzeptieren, was getan werden kann und was nicht, ist nicht identisch mit ignorieren. Manchmal kann eine kleine Sache Großes auslösen und manchmal kann der größte Feldherr aller Zeiten nichts ausrichten. Die Existenz spielt mit. Gegen sie agieren zu wollen, ist das In-die-Ferien-schicken der Intelligenz.

        Teutoburgswaelder: „Dummheit in Kombination mit Gier“

        Hier sprichst du die Geistige Reife an. Aber selbst wenn wir jemandem Gewalt antun würden: Du kannst niemanden über den Zwang „bewegen“, reifer zu werden. Eher noch motivierst du Gras zu schnellerem Wachstum – indem du dran ziehst. 😉

        Ja, man kann es bedauern, das mit der Gier, aber… et is wie´t is. Wenn wir uns davon runter ziehen lassen, geben wir Anderen die Macht, über unsere Befindlichkeit zu entscheiden. Warum sollten wir das tun? Diese Anderen wissen noch nichtmal was davon.

        Falls jemanden die Thematik Geistige Reife interessiert: Willkommen!
        https://philosophischereplik.home.blog/reife/

        • Dezember 5, 2019 um 12:23 pm

          „Zu akzeptieren, was getan werden kann und was nicht, ist nicht identisch mit ignorieren.“ => das ist richtig.
          Was soll „die Existenz“ sein?“Manchmal kann eine kleine Sache Großes auslösen und manchmal kann der größte Feldherr aller Zeiten nichts ausrichten. Die Existenz spielt mit. Gegen sie agieren zu wollen, ist das In-die-Ferien-schicken der Intelligenz.“
          Ich hatt vor kurzem Kontakt mit einer Frau, die absolut resigniert war; sie meinte, sie hätte keinerlei Einfluß, auf nichts, und so benahm sie sich auch, kurz gesagt: Sie äußerte weder eigenen Unmut und sie passte sich überall an weil sie meinte, nichts bewirken zu können. Meine Antwort an diese Frau war: Manchmal sieht man nicht die Auswirkungen des eigenen Tuns, weil sie sich zeitlich verzögern oder auf einer anderen Ebene stattfinden, die wir nicht mit bekommen. Diese meine Aussage hat diese Frau nicht verstanden, weil sie völlig resigniert hatte.
          Was meinst du also mit der Aussage „die eigene Existenz spielt eine Rolle“?

          „Aber selbst wenn wir jemandem Gewalt antun würden: Du kannst niemanden über den Zwang „bewegen“, reifer zu werden.“

          richtig. ABer mittlerweile bin ich der Meinung, daß solche Leute schädlich sind für uns alle und für diesen Planeten und daß dementsprechend gegenüber diesen schädlichen Leuten, diesen Tätern, agiert werden muß. Schließlich kann man die nicht immer weiter so machen lassen. Das wäre grob fahrlässig. Wir können auch nicht warten bis diese Leute durch hochintelligente Blogs wie hier Martins Blog und die darauf befindlichen Texte von alleine zur Einsicht kommen. Dies wird nämlich nie geschehen, weil deren Gier pathologisch, also krank, ist.

          • Dezember 5, 2019 um 4:39 pm

            Teutoburgswaelder: „…die … Dich trotzdem vernichten werden.“

            Irgendwann ist „mein“ Körper (in der jetzigen 3D-Form) vernichtet, aufgelöst. Aber bis dahin… braucht es keinen Kampf.

            Teutoburgswaelder: „Du mußt kämpfen. Ob du willst oder nicht.“

            Bin nicht interessiert. Vielen Dank.

            Eine düstere Stimmung
            im Teutoburger Wald ?

            Teutoburgswaelder: „Mit „esoterisch“ meinte ich: daß das nichts bringt, was du da postest.“

            Das mag ja sein. Das wäre aber kein Unglück.
            Der allgemeine Schaden wäre überschaubar.

            Teutoburgswaelder: „Manchmal sieht man nicht die Auswirkungen des eigenen Tuns, weil sie sich zeitlich verzögern oder auf einer anderen Ebene stattfinden, die wir nicht mit bekommen.“

            Na also. Wir verstehn uns. Der Mann ist schwer esoterisch drauf! 😎Er weiß es (vielleicht) nur noch nicht.

            Teutoburgswaelder: „…weil deren Gier pathologisch, also krank, ist.“

            Das betrifft aber nicht nur „deren“ Gier. Gier ist als solche pathologisch.

            Wir müssen aufpassen, daß wir nicht unsere eigenen versteckten Anteile an Gier auf Andere projizieren. Denn wir unterscheiden uns von niemandem so sehr, wie wir uns das vielleicht manchmal wünschen würden. Zum Beispiel… Gegen den fetten Groß-Unternehmer wettern, während man seine Lotto-Scheine ausfüllt.

            Teutoburgswaelder: „Was meinst du also mit der Aussage „die eigene Existenz spielt eine Rolle“?“

            Wo sage ich denn das? Gesagt habe ich: „Die Existenz spielt mit.“ Damit meine ich, daß wir uns mit Rückenwind von Seiten der Existenz einbilden können, (in was auch immer) „Erfolg“ zu haben, aber wenn sie nicht mitspielt, wir keine Chance haben, was immer wir auch anstellen.

            (So wie du keinen Einfluß darauf hattest, ob dich die Frau versteht oder nicht, denn auch das Verstehen können wir nicht erzwingen. Weder das der Anderen, noch das eigene.)

            Man hört die Geschichte… Alexander der Große hätte den WILLEN gehabt, zwei Dinge zu erledigen: Erstens die damalige Welt zu erobern. – Ist ihm wohl gelungen, so sagt man. Zweitens wollte er die Welt anschließend seiner Mutter zu Füßen legen. – Hat nicht funktioniert. Hier hatte die Existenz nicht mitgespielt. Tot mit 33 Jahren. Da machst du nix.

            Der vermeintliche Wille funktioniert
            bei Rückenwind seitens der Existenz.

            Teutoburgswaelder: „…daß dementsprechend gegenüber diesen schädlichen Leuten, diesen Tätern, agiert werden muß.“

            Wer Feindbilder braucht, wird sich welche schnitzen. Das funktioniert seit Menschengedenken. Neben dem destruktiven Denken kennen wir aber auch noch das konstruktive Denken. Ersteres soll übrigens nicht wirklich gesund sein.

            Versuch´s mal mit Gemütlichkeit…

            Einen beschwingten Abend 🍁
            wünscht Nirmalo

          • Dezember 6, 2019 um 12:59 pm

            Kampf bedeutet keineswegs düstere Stimmung, sondern er bedeutet das Leben, wie hier schon jemand anders sagte.
            Anscheinend erkennst du aber auch keine schädlichen Leute. Dann macht das Diskutieren in der Tat keinen Sinn. Ich erkenne immerhin noch diejenigen Leute / Systeme, die mich inkl. die Meinigen vernichten wollen. Soweit bin ich noch nicht verblödet, daß ich die nicht erkenne.

          • Dezember 6, 2019 um 4:29 pm

            Teutoburgswaelder: „Ich erkenne immerhin noch diejenigen Leute / Systeme, die mich inkl. die Meinigen vernichten wollen“

            Dann mußt du wohl dringend die Gegend wechseln. 😲

            Teutoburgswaelder: „Anscheinend erkennst du … keine schädlichen Leute“

            Das stimmt. Für mich gibt es keine schädlichen Leute, dafür erkenne ich eher schädliche Absichten, schädliche Handlungen, schädliche Gewohnheiten.

            Vor allem die Gewohnheit des schädlichen Denkens.

            Beispiel: In der Wissenschaft frönt man immer noch fast ausschließlich dem linearen Denken und ignoriert damit (systemimmanent) die multiplen Folgen des Tuns.

            Teutoburgswaelder: „Kampf bedeutet … das Leben“

            Eigenartig. Ich lebe doch auch schon eine geraume Zeit hier auf dem selben Planeten wie du. Wir sind Zeitgenossen, aber Kampf gehört nicht zu meinem Leben – jedenfalls nicht in dieser Inkarnation. An mögliche andere erinnere ich mich nicht so genau. Aber… ich kann nicht ausschließen, daß sich der Nirmalo in einem oder mehreren (?) anderen Leben nicht ganz so sanft und friedlich verhalten hat, wie in diesem. 🤢

            In diesem sehe ich die Dinge so, daß KAMPF als archaische (instinktive) Form des Dialogs eine Ausnahme bleiben sollte. Zum Beispiel wenn die Intelligenz abhanden gekommen ist.

            Beispiel: Es wird viel zu viel vor den Gerichten gestritten. Wir brauchen sehr viel mehr Schieds-Instanzen auf niedrigem Level.

            Die friedliche Übereinkunft sollte uns wichtiger sein als das Machtwort des Erziehers.

            Ein freudiges
            Wochenende 🌾
            wünscht Nirmalo

  4. Dezember 4, 2019 um 11:31 am

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  5. E. Duberr
    Dezember 4, 2019 um 3:00 pm

    @ Nirmalo

    Es ist schon ein Kampf , Blödmännern auszuweichen und sie zu meiden .

    • Dezember 4, 2019 um 4:41 pm

      Kampf ist robuste Konfrontation;
      ausweichen klingt eher sportlich.

  6. E. Duberr
    Dezember 4, 2019 um 8:48 pm

    BLABLABLA . Gute Nacht .

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