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Offene Gesellschaft: Freund oder Feind einer Gemeinschaft?

Die Weltverbesserer aber sind die eigentlichen Feinde einer offenen Gesellschaft, weil sie eine Vision von einer besseren Welt haben, aber dafür über Leichen gehen, und ihre Taten auch nicht selbst verantworten wollen. Und hinterher sagen sie dann, sie hätten es doch nur gut gemeint (wer hat es gesagt: ‚Ich liebe doch alle, alle Menschen.‘). Also ein staatliches Schulsystem, Quotenregelung, Mindestlöhne, Mietpreisbremsen, staatliche Infrastruktur, Umverteilung, staatliches Währungssystem mit Zentralbank und Leitzinsen, alles Elemente staatlicher Planung und Herrschaft.

Karl Raimund Popper, in den Mund gelegt von Gunnar Kaiser in seinem Video ‚Die offene Gesellschaft und ihre Feinde‘

Ich befasse mich aktuell wieder vermehrt mit den Ideen der Anarchisten, die feststellen, dass eine Staatsstruktur ein ungeeignetes Mittel für ein herrschaftsloses Leben sei. Denn gerade der Staate diene dazu, die Herrschaftsprivilegien zu sichern. Anarchisten wollen die Organisationsstruktur auf den Kopf gestellt wissen: Entscheidungen sollen an der Basis ausgehandelt getroffen werden, da hier die Menschen am besten wissen, was sie benötigen. Eine Erkenntnis übrigens, die sich auch zunehmend in großen Firmen durchsetzt: In der heutigen Zeit, in der ein im Januar festgelegter Plan schon im März auf dem Müllhaufen gehört, muss die Verantwortung weiter in die Peripherie gebracht werden, also in die Hände Jener, die direkten Kontakt mit Kunden haben.

Ich möchte gerne ein Video eines Libertären hier einstellen, der sich mit den Ideen der Offenen Gesellschaft nach Karl Raimand Popper beschäftigt, ins Regal stellen. Nicht von ungefähr treffen wir hier auch George Soros mit seine Open Society NGO wieder, jedoch nicht ohne die Feststellung, dass Soros nach den Kriterien von Popper am Ende doch ein Feind derselben ist, u.a. auch daran zu sehen, dass er die Nationalstaaten aufgelöst sehen möchte, dafür die EU als Über-Regierung walten lassen möchte.

Libertäre sehen als oberste Prämisse die Freiheit des Individuums, das in Selbstverantwortung agiert, Dinge ausprobiert und Fehler korrigiert, aber nicht gegängelt gehört. Der Staat wäre dann der Diener darin, seine Freiheit zu sichern. Manche sehen allerdings die große Gefahr, dass das totalitäre Element anstelle des Staates dann die übermächtigen Konzerne seien, die sich genauso frei des Recht nehmen, zu ihrem Profit dann diese Individuen zu gängeln:

Mit der propagierten „Offenen Gesellschaft“ ist eine für große widerstandsfreie Raubzüge geöffnete (=> Büchsen-Öffner!) Gesellschaft gemeint, um an sämtliche gesellschaftlichen Ressourcen, an das Ein-Gemachte zu gelangen. Insofern offen => wehrlos. „Offene Gesellschaft“ (Popper, Hayek, Soros) hat nichts mit aufgeklärter, gebildeter, mündiger, innovations-freudiger / veränderungsbereiter, progressiv-fortschrittlicher Gesellschaft zu tun. Ganz im Gegenteil. Es geht um die Herrschaft der selbst-ernannten WISSENDEN über das Heer der UN-WISSENDEN und deren Anmaßung, mitreden, mitwirken, mitentscheiden zu wollen. Deshalb auch „Offene Gesellschaft “ ja, aber Demokratie nur stark eingeschränkt im Sinne von „Gelenkter“, „Begrenzter“, Markt-konformer“ Demokratie, also im Grunde gar keiner, sondern eher einer „weichen“ Diktatur der Märkte. Demokratie nur, wenn uns auch die Abgeordneten gehören. Die Feinde der sog. „Offenen Gesellschaft“ (weil Boll-Werke) sind organisch gewachsene Strukturen natürlicher menschlicher Gemeinschaften, also Ehe, Familie, Staat / National-Staat, bürgerliche Ideale, das Bürgertum / Besitz-Bürgertum schlechthin. Die „Offene Gesellschaft“ ist der Büchsen-Öffner für => Liberalisierung (pervertierter Liberalismus- / Freiheits-Begriff) => Privatisierung => Kapitalisierung => Konzentration und => Akkumulation. Sonst nichts. Das Ganze strategisch verpackt in der Globalisierungs-Strategie.

Kommentar auf Facebook von Rolf Bogner zum Video

Gunnar Kaiser sieht neben der Offenen Gesellschaft (offen = im Geiste nicht begrenzt, sich gegen einengende Regeln wehrend) die Notwendigkeit einer Freien Gesellschaft, denn nur ein freie, selbstverantwortlicher Mensch kann sich dafür einsetzen, dass eine Offene Gesellschaft nicht von intoleranten, Einengenden vereinnahmt wird und damit zu einer Totalitären Gesellschaft wird. Mir hat der Vortrag gut gefallen, gelingt es doch Herrn Kaiser in seiner ruhigen Art mit auflockernden Schnitten die Welt der Freien gegen die der Totalitären zu stellen:

  1. Martin Bartonitz
    Oktober 20, 2019 um 6:25 pm

    Und gerne oben drauf noch ein weiteres Video von ihm, das die totalitären Züge der Klimahysteriker aufzeigt:

    • Oktober 21, 2019 um 11:17 am

      Martin: „…das die totalitären Züge der Klimahysteriker aufzeigt“

      Wenn ich jemanden als Hysteriker bezeichne, sage ich damit, daß ich denjenigen als nicht ganz normal, als krank ansehe.

      Das mache ich dann, wenn ich keine seiner Äußerungen mehr an mich herankommen lassen will. Was kann mir ein kranker Geist schon bieten? Außerdem ist seine Intention eine schlechte und meine eine gute.

      Die Schublade ist zu und etikettiert. 😎

  2. tula
    Oktober 20, 2019 um 6:52 pm

    Swami Sivananda: Wache auf und verwirkliche
    Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 20. Oktober 2019 um 5:30am
    Blog anzeigen
    .

    Lerne im Wachzustand, im Alltag, Beobachter deiner Gedanken zu sein. Du kannst dir sogar manchmal im Traum­zustand bewusst sein, dass du träumst. Du kannst dann im Traumzustand deine Gedanken verändern, anhalten oder erschaffen. Wenn du regelmäßig praktizierst und das Beobachten übst, wirst du auch im Traumzustand „wach“ bleiben können, d.h., den Traum wahrnehmen können. Wenn die Gedanken des Wachzustandes unter Kontrolle gebracht sind durch die Einstellung des beobachtenden Zeugen, kannst du die Traumgedanken in derselben Weise beherrschen.

    Erlaube dem Geist nicht, in die Sinnesbahnen zu fließen. Festige dich, indem du den Intellekt durch Fragen über Brahman, Nachdenken und Kontemplation entwickelst. Der Intellekt wird dir dann als starke Festung dienen. Er wird den Sinneseindrücken nicht erlauben, sich im Kausalkörper abzulagern. Er wird den Eindrücken des Kausalkörpers nicht erlauben, sich im Außen zu manifestieren. Er wird dir gleichzeitig dienen, die höhere Wirklichkeit zu erkennen.

    Brahman allein ist wirklich existent. Jiva und Welt sind „falsch“. Die Welt ist unwirklich im Vergleich zu Brahman. Sie wird von einem rein materiell ausgerichteten Menschen als handfeste Realität wahrgenommen, genauso wie Träume für die Kindlichen real sind. Die Welt existiert nicht für einen Jnani oder Mukta.

    Du träumst, du seist ein König. Du genießt alle möglichen königlichen Annehm­lichkeiten. Sobald du aufwachst, verschwindet alles. Aber du spürst keinen Verlust, weil du weißt, dass die Traumgeschöpfe nicht wirklich sind. Wenn du das Wirkliche, Brahman, kennst, wird das Wachbewusstsein so relativ unwirklich wie ein Traum. Auch im Wachbewusstsein wirst du nicht mehr leiden – so wenig wie du an einem geträumten Schmerz leidest – sobald der Gedanke, dass die Welt falscher Schein ist, fest in dir verwurzelt ist. – Wach auf und verwirkliche, mein Kind!

    Aus dem Buch:

    Swami Sivanandas

  3. Martin Bartonitz
    Oktober 20, 2019 um 6:53 pm

    Und noch was zum linken Faschismus:

  4. Oktober 20, 2019 um 7:02 pm

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  5. Martin Bartonitz
    Oktober 20, 2019 um 7:04 pm

  6. E. Duberr
    Oktober 20, 2019 um 7:52 pm

    Was soll von Karl Popper schon kommen : Eine Figur wie George Soros , ein Weltverbrecher .
    Oder Helmut Schmidt : Ein von Kissinger geführter Beeinflussungsagent und Diener von Rockefeller und co.

    Und immer sind es Juden , die man uns als Vorbeter vor die Nase hält .

    Kann man nicht mal einen Eskimo hervorzerren , um uns zu manipulieren ???????????

  7. Oktober 21, 2019 um 10:48 am

    Martin: „Ich befasse mich aktuell wieder vermehrt mit den Ideen der Anarchisten“

    Wer sich für Phantasmen interessiert, hat
    sich von den real möglichen Veränderungen
    und Notwendigkeiten schon verabschiedet.

    Phantasmen: Anarchie, Utopia (= das, was niemals eintritt), Paradies auf Erden.

    Problem Nr. 1: Wir haben es mit (Mit-) Menschen zu tun, die jeder für sich nun mal so sind wie sie sind. (Konditionierungen, unterschiedliche Reife) Wer sich damit nicht arrangieren kann, flüchtet sich schon mal in Phantasie-Gebilde, in denen (wenigstens) die Menschen so sind, wie sie sich der Träumende vorstellt, wie er meint, daß sie gefälligst sein sollen! 🙂

    Problem Nr. 2: Ein solches Paradies wäre eine tolle Idee, nur sollten wir uns im Klaren sein, daß es dort kein Eigentum gibt, keine „eigenen“ Kinder, keine Frau, die Mann sein „Eigen“ nennen könnte, folglich keine Eifersucht, kein Copyright, keine Wut, keine Mißgunst…

    Und hinter all dem verbirgt sich die Idee, dann oder dort glücklich sein zu wollen – was logischerweise derzeit nicht der Fall ist. Der Haken an der Sache ist Problem Nr. 3:

    Niemand kann glücklich WERDEN;
    wir können allenfalls glücklich SEIN.

    Die Einübung in die Zufriedenheit kann niemals „morgen“ geschehen, sondern ausschließlich heute.

    Viel Spaß beim Üben
    wünscht Nirmalo

    .

    Martin: „Anarchisten wollen die Organisationsstruktur auf den Kopf gestellt wissen“

    Jede Art Wohngemeinschaft bietet ein fast ideales Feld, die Realität der Anarchie kennen zu lernen. Die Erfahrungen variieren mit dem Reifegrad der Beteiligten.😲

  8. Oktober 21, 2019 um 4:01 pm

    Hmm, ist ja mal wieder sehr anregend, werter Martin.

    Mir kam als erstes in den Sinn, wie es denn die alten „Germanen“ so handhabten – der gute, alte Thing-Kreis und als alte „linke Socke“ verband ich damit eine verdammt alte Form der „direkten Demokratie vor Ort“. Geht man einige Jahrhunderte weiter in diesem Ländle, landen wir bei den Klein- und Kleinststaaten … (Wertung bleibt da einem jedem hier überlassen).
    Anders herum landet man bei einem Zentralstaat (Bsp. Frankreich ab frühem Mittelalter) bis hin zu … oh, je, darf ich jetzt hier von der „Eine-Welt-Regierung“ schreiben???
    Sind jetzt hier zwei polare Gesellschaftsformen aufs Tapez gebracht worden???

    Manchmal habe ich das Gefühl, das die Mehrheit der Menschen eher auf den starken Führer steht oder zumindest „Vater Staat“, welcher uns dann so vieles abnimmt oder eben alles in geregelte Bahnen „lenkt“.
    Am besten noch mit hoher Staatsquote, wo die „Profiteure“ sich in die staatlichen Hängematten begeben können.
    Schaut man auf den guten Bismarck, hatte er im Köcher, daß bei Wahlen eben diese „Profiteure“ kein Wahlrecht mehr erhalten/haben – wohl weil er wußte, daß ….

    Alles Liebe,
    bleib dran am Thema,
    Raffa.

  9. Fluß
    Oktober 25, 2019 um 4:14 pm

    Ausländerfeindliche Muslime: Erdogan und die Türkei
    https://www.journalistenwatch.com/2019/10/25/christenverfolgung-tuerkei-es/

    „““ Köln – Während hierzulande Kirchen, Politik und gleichgeschaltete Medien die Islamisierung Deutschlands feiern und jede Moschee als „Kulturbereicherung“ im bunten weltoffenen Deutschland begrüßen, werden in der Türkei die Daumenschrauben gegen die christlichen Minderheiten wieder angezogen. Nicht nur auf Hass-Plakaten. So berichtet Martin Lessethin von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) im Domradio über eine perfide Christenverfolgung durch die Hintertür. Nach Aussagen eines Sprechers der IGFM werden nicht-türkische Christen, die aktiv Gemeindearbeit leisten oder missionarisch tätig sind, vermehrt aus der Türkei ausgewiesen. Ein Stempel im Pass verhindere eine Wiedereinreise.

    Ausgangspunkt des Interviews mit dem Kirchensender über die neuen Schikanen gegen Christen in der Türkei ist die Einladung zu einem Pressegespräch, zu dem die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte mit Sitz in Frankfurt eingeladen hatte. Dazu heißt es auf der Webseite der Organisation: „Der erneute Einmarsch der Türkei in Syrien ist mit ungeheuerlichen Menschenrechtsverletzungen, insbesondere der Vertreibung von Kurden, Christen und Jesiden verbunden. Weitgehend unbemerkt reinigt die Regierung Erdoğan aber auch das türkische Inland von Christen. So werden immer mehr Christen aus der Türkei ausgewiesen. Dabei hat der Code N 82 eine besondere Bedeutung. Wie setzt sich
    die Bundesrepublik Deutschland für die Betroffenen ein?“

    Mit Zuckerbrot und Peitsche

    Fazit: In Frankfurt ist mal wieder viel warme Luft aufgestiegen. Denn eigentlich müsste die IGFM und andere Religionsexperten doch längst gemerkt haben, dass die Taktik, das Christentum in der Türkei auszulöschen, aus einer Mischung aus Zuckerbrot und Peitsche besteht, mit Hinzuziehung von 5. Kolonnen die umgekehrt in Europa den Islam stärken. Wer die politische Entwicklung genau verfolgt hat, der wird in der Türkei immer wieder eine Phase von scheinbarerer „Liberalisierung“ und vorgetäuschter Religionsfreiheit vorfinden, die dann schlagartig in Repressalien bis hin zur Verfolgung umschlägt. Bedauerlicher weise durchschauen selbst christliche Minderheiten diese perfide Taktik nicht. So gingen 2010/11 tausende von Aramäern in Deutschland auf die Straße, um gegen die drohende Vernichtung ihres wichtiges Kloster More Gabriel zu demonstrieren und bejubeln dann 2019 auf ihren Webseiten, dass mal wieder eine neue Kirche vom Regime in Ankara genehmigt wurde. Ähnlich schlingert die gesamte Türkeipolitik der EU, die, anstatt das Land am Bosporus vollständig zu isolieren, immer wieder sich auf die Spielchen rassistischer, islamistischer Nationalsten einlässt. Wer glaubt, mit „interreligiösen Dialogen“ den Islamismus einfangen oder abwehren zu können, ist jedoch auf einem gefährlichen Holzweg und befindet sich in einer Einbahnstraße. Ein konsequenter Moscheebaustop, Ausweisung sämtlicher DITIB Funktionäre, Milli Görüs und grauen Wölfe, wäre angesichts dieser Schikanen die einzigen wirklichen wirkungsvollen Maßnahmen, die zu einer Verbesserung der Lage beitragen könnte. Begleitet von einem absoluten Boykott sämtlicher Urlaubsreisen und Kündigung einseitiger Verträge, wie die Krankenversicherung für Familienangehörige in der Türkei. Auch ein längst überfälliger Rausschmiss aus der NATO würde Wirkung zeigen.

    Es ist die Feigheit und hündische Ergebenheit linksgrüner Eliten vor einem Willkürregime, die man schon als Masochismus bezeichnen kann, die letztendlich auch zur Auslöschung des Christentums in der Türkei führt. Herumgejammer hat Diktatoren und deren Regime noch nie beeindruckt. Das NS-Regime dürfte hier als Beispiel genügen. (KL) „““

    Ist fraglich, inwieweit die Antifa, die ja schon in den Universitäten Einzug gehalten hat, auch darin verwickelt ist. Wieviele gehen garnicht studieren, sondern wollen nur die ganzen Vergünstigungen?

    Im Bodensee werden Rentnerinnen aus dem Wasser gefischt, 2 Tote. Der ZDF-Bodensee-Film geht bis 4? Keiner macht Statistiken über Rentner, höchstens mal ein Einsamkeitsberater wird angekurbelt, während sie abgeschlachtet werden, von Ausländischer Herkunft und ausländischem Fühlen geprägt sind die Täter.

    Bauern werden beschimpft und abgestempelt. Kein Reden mehr, sondern Abstempelung. Erdogan läßt auch Stempel in den Ausweis drücken. Den des Einreise-Verbots.
    https://www.journalistenwatch.com/2019/10/25/wegen-naehe-afd/

    Wer da immer noch glaubt, daß die Antifa, Grüne (also Altparteien) alles retten werden, der ist blind. Und wenn das Bargeld abgeschafft wird, was dann? Noch mehr Tote, denn alte Menschen stellen sich da nicht um.

    Und noch was über Kübelböck, wo ersichtlich ist, daß er durch die Schauspielerei schizophren gemacht wurde (Gehirnwäsche), Chronologie:

    „““ Trauriges Jubiläum Vor einem Jahr sprang Daniel Küblböck während einer Kreuzfahrt von Bord Ehemaliger DSDS-Star
    https://www.infranken.de/ueberregional/deutschland/daniel-kueblboeck-ein-jahr-nach-dem-verschwinden-des-dsds-stars;art180,3675029 „““

    Ist er die Kapitänin Rakete?

  10. Fluß
    Oktober 25, 2019 um 4:55 pm

    Eine Anwältin berichtet über ihren All-Tag (ist alles aus dem Artikel):

    „““ Wirtschaft Was wirklich los ist Bericht einer Beteiligten Annette Heinisch / 25.10.2019
    https://www.achgut.com/artikel/wirtschaft_was_wirklich_los_ist_bericht_einer_beteiligten

    Vor ein paar Tagen geriet ich auf dem Rückweg von einem Termin in eine der von Bauern bundesweit organisierte Demonstrationen. Einige solcher Demos hatte ich schon erlebt, aber so etwas bisher noch nicht. Eine nicht enden wollende Schlange von Traktoren zog an mir vorbei, große Schilder zeigten das Motto der Initiative „Land schafft Verbindung“ und ganz häufig las ich: „Redet mit uns, statt über uns!“.

    Stefan Aust schreibt dazu unter der Überschrift „Deutschland – getrieben vom Panikorchester“ absolut treffend: https://www.welt.de/wirtschaft/plus202244982/Stefan-Aust-Die-fatale-Kurzsichtigkeit-der-deutschen-Regierung.html

    „Früher sagte man, Deutschland werde schlecht regiert, aber gut verwaltet. Inzwischen wird es nicht einmal mehr gut verwaltet, denn jede Behörde hat am Ende einen politischen Chef, den Bürgermeister, Landrat, Staatssekretär oder Minister. Inzwischen ist die Politik tief in die Verwaltungsapparate eingesickert und steuert diese – am liebsten gegen die Wand. Widersprüchlichkeit von Entscheidungen regiert die Tagesordnung, oft weiß die eine Hand zwar, was die andere tut – aber es kümmert sie kaum. Hauptsache, es klingt alles gut und entspricht dem aktuellen Tagestrend der Aufregung.“

    Das ist eine völlig zutreffende Zustandsbeschreibung. Die Parteien haben sich den Staat zur Beute gemacht. Wie viele honorige Verwaltungsbeamte das erst in eine Art innere Emigration und dann in die frühzeitige Pensionierung getrieben hat, weiß niemand. Die Verwaltung ist an Recht und Gesetz gebunden, für die jüngeren Leser erlaube ich mir den Hinweis, dass man das mal „Rechtsstaat“ nannte. Aber davon hat sich die Politik längst verabschiedet, erlaubt ist, was gefällt. Hauptsache die Kasse klingelt und die Wahlen werden gewonnen. Dabei – und das macht die Sache erst so richtig fatal – haben viele Verbände lustig mitgemacht. Aus purem Opportunismus haben sie ihre Machtposition nicht genutzt, um dem unschönen politischen Treiben Einhalt zu gebieten, sondern sie ritten dieselbe Welle wie die Politik. Dass die Politik sich nun auch gegen ihre früheren Verbündeten stellt, war zu erwarten, die Geschichte bietet unzählige Beispiele dafür.
    Ein Blick in die Wirklichkeit des Wirtschaftslebens
    „Made in Germany“, früher ein Gütesiegel, ist zum Warnhinweis mutiert. Es steht für „Achtung, Lügner und Betrüger“. Die sogenannte Elite manipuliert Software, egal ob von Fahrzeugen oder von Menschen. Auf eine solche „Elite“ ist naturgemäß kein Verlass, sie sind zur Führung von Unternehmen und erst recht eines Landes charakterlich komplett ungeeignet. Um des kurzfristigen Gewinnes Willen haben sie das Wichtigste geschrottet, was jede Führung zwingend benötigt: Vertrauen. Und wenn das weg ist, ist es weg. Kippeffekte gibt es nicht nur beim Klima. Ein Blick in die Wirklichkeit des Wirtschaftslebens mag zeigen, wie weg das Vertrauen ist.

    Die Zukunft ist wegen nicht vorhandener Gefahren ungewiss
    Das Problem ist nämlich nicht nur, dass die Baumaßnahmen über lange Zeit die Produktion erheblich beeinträchtigen, sondern dass auch dringend nötige Investitionen nicht getätigt werden können. Eine Umstellung auf additive Fertigung würde naheliegen, aber es fehlt das Geld, denn dies geht in die sinnlose Naturschutzmaßnahme. Außerdem binden die Projektierung dieser umfangreichen und schwierigen Maßnahme Kraft und Zeit, die ohnehin knapp bemessen sind. Unzählige Besprechungen mit Behörden und Fachfirmen sind nötig, denn ein Wirtschaftsunternehmen kann sich so ein Projektmanagement wie beim BER nicht leisten. Die Zukunft des Unternehmens ist also wegen einer immens teuren Naturschutzmaßnahme, bei der es der Natur aufgrund der Zerstörung des Waldes schlechter geht als vorher und (nicht vorhandene) Gefahren nicht gebannt werden, mehr als ungewiss.
    Letztes Jahr im Sommer ging ich nach Beendigung einer Besprechung mit Vertretern der zahlreichen an diesem Projekt beteiligten Behörden zu meinem auf dem Werksgelände parkenden Auto. Dabei traf ich den Betriebsleiter der Gießerei, der nach Schichtende als letzter aus der Gießerei kam. Ich wollte ihm die Hand geben, aber weil diese zu schmutzig war, reichte er mir seinen Ellbogen (der auch nicht viel sauberer war, aber Schmutz macht mir ohnehin nichts aus). Wir kamen ins Gespräch und ich meinte, er müsse nun sehr froh über den Feierabend an diesem heißen Tag sein, bei diesen hohen Temperaturen in der Gießerei zu arbeiten, sei ja wirklich höllisch. Er winkte ab und meinte, bei ihm sei alles gut, sein Job kein Problem. Dann sagte er zu meiner völligen Überraschung: „Sie haben den Scheißjob! Für kein Geld der Welt würde ich mit Ihnen tauschen.“
    Diesen Moment werde ich nie vergessen, ich war völlig perplex. Da stand ich, elegant gekleidet, umhüllt von einem Hauch von Chanel aus einem zwar nicht klimatisierten, aber doch ventilierten Besprechungsraum kommend, und der Mann, der einen Knochenjob in der Hölle macht, sagt, ICH hätte den Kürzeren gezogen? Und er meinte es erkennbar ernst!
    Während ich ihn noch mit offenem Mund anstarrte, ging sein Blick zur Seite und sein Gesichtsausdruck veränderte sich. Als ich mich umwandte, sah ich, dass hinter den offenen Werkstoren die Limousinen meiner Gesprächspartner wegfuhren. Mit den Worten „Sehen Sie zu, dass wir unsere Arbeitsplätze behalten, wir wollen hier nur ruhig arbeiten. Und passen Sie gut auf sich auf“ nickte er mir zu und ging.
    Wie tief die Kluft geworden ist
    Während der gesamten Rückfahrt, die dank des Verkehrs und der großzügig bemessenen Baustellen lange dauerte, ging mir das nicht aus dem Kopf. Mir war in dem Moment klar geworden, dass er „die da oben“ für gefährliche Irre hielt, für eine Art unberechenbare Raubtiere, die nur darauf warteten, normale Bürger zu zerstören und ich mich zu denen in den Ring (oder Käfig) wage. Eine Art Löwenbändiger sozusagen.
    Schon vorher war mir in vielen Gesprächen aufgefallen, wie tief die Kluft geworden ist zwischen „denen da oben“ und der Basis. Das Vertrauen, dass die Interessen der Bürger durch die „Eliten“ vertreten und geschützt werden, ist verschwunden. Viele versuchen zunehmend verzweifelt, „denen da oben“ die Rückmeldung zu geben, dass mehr als nur Details nicht mehr funktionieren, sondern etwas ganz gewaltig im Argen liegt. Der Ökonom Dr. Daniel Stelter drückte es kürzlich so aus: https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-deutschen-verdraengen-die-bittere-oekonomische-realitaet/
    „Es ist interessant zu sehen, wie sich die Erkenntnis immer mehr durchsetzt, dass wir es in der Tat mit einer Strukturkrise zu tun haben, die meines Erachtens das gesamte Gesellschaftsmodell unseres Landes gefährdet. Die konsequente Erosion der ökonomischen Grundlagen, gepaart mit steigenden Belastungen aller Art, erreichen den Punkt, an dem es kippt. Sobald das der Fall ist, beginnt ein Kollaps, der wohl nicht mehr umkehrbar ist.“
    Aber keiner hört zu. Keiner will zuhören. Manchmal kam mir schon der ketzerische Verdacht, es will keiner hören, weil die Verantwortlichen schlicht keine Lösung wissen. Vielleicht ist es nicht so, dass sie es nicht besser wollen, sondern es tatsächlich nicht besser können. Sie sind Gefangene ihrer Ideologien, die zwar erkennbar nicht mehr funktionieren, aber aus denen sie keinen Ausweg finden.
    Wie tief der Riss schon geht, dass nicht nur das Vertrauen weg ist, sondern die „da oben“ als gefährliche Irre angesehen werden, war mir zuvor jedoch nicht bewusst gewesen. „Die da oben“ schließt alle „Eliten“ mit ein, die ebenso eifrig im blühenden Phrasenwald gewildert haben wie unsere Politiker. Bei näherem Nachdenken fielen mir auch andere Leute ein, die das wahrscheinlich genau so sehen wie der Betriebsleiter, die Hoffnung, es wäre ein Einzelfall, dürfte trügerisch sein. Seitdem geht es mir nicht allzu gut, denn ich weiß, dass uns schwierige Zeiten bevorstehen. Die ungelöste Eurokrise, die zusätzlich das ungelöste Rentenproblem verschärft, die ungelöste Migrationskrise, die enorm hohe Abgabenlast der Bürger – die Liste ungelöster Probleme ließe sich lange fortsetzen. Es gibt auf Dauer keine einfache Lösung, je länger man vor den Problemen wegläuft, desto härter wird es. Was man dann aber vor allem benötigt, ist das Vertrauen der Bürger, sehr viel Vertrauen sogar.
    Und dann kam Greta. „““

    Der Text ist noch länger.

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