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Von der politischen Entgrenzung …

Der Machthaber sagt hier nicht mehr: „Du denkst wie ich oder du stirbst!“. Er sagt: „Du hast die Freiheit, nicht zu denken wie ich. Leben, Vermögen und Freiheit bleibt dir alles erhalten. Aber von dem Tage an bist du ein Fremder unter uns. Du wirst weiter bei den Menschen wohnen, aber deine Rechte auf menschlichen Umgang verlieren.

Alexis de Tocqueville schrieb dies im Kontext der inneren Logik des Ausschlusses in der freien Welt 1840 in seinem Hauptwerk über die Demokratie in Amerika
Alexander Meschnig, Politikwissenschaftler und Publizist

Alexander Meschnig, Autor des Buches Essays zur politischen Entgrenzung, sieht das obige Zitat als die exakte Beschreibung der aktuellen bundesrepublikanischen Wirklichkeit. Egal, welches kritische Thema gerade im Fokus steht: es darf nur noch eine Meinung geben! Wer abweicht, wird in die Ecke gestellt, als Verschwörungstheoretiker oder Leugner oder Rassist, eben als Nazi. Er sieht einen starken Riss durch die Gesellschaft gehen, wo der Eine die Andere nicht mehr versteht, und zitiert ein weiteres Mal:

Der ideale Untertan totalitärer Herrschaft ist nicht der überzeugt Nazi oder der engagierte Kommunist, sondern Menschen, für die die Unterscheidung zwischen Fakt und Fiktion, wahr und falsch, nicht mehr existiert.

Hannah Arendt

In dem folgenden Vortrag ist interessant die Interpretation, wie es zu dieser ‚Infantilisierung der Einen‘ kommen konnte. Mit Blick in die Geschichte, beginnend mit dem Untergang des heiligen römischen Reiches deutscher Nationen durch Napoleon, über die Reichsgründung und die Ausgänge der beiden Weltkriege … es sei da ein Deutschland als Musterschüler des Idealismus, der Perfektion, Übertreibung und Prinzipientreue bis hin zur eigenen Selbstzerstörung zu sehen. Und am Ende stehe häufig und wie gerade auch ein Blindsein gegenüber der Realität, heute die Themen Migration und Klimawandel betreffend. Moralische Selbsterhöhung? Ich stelle auch diesen Vortrag mit schwieriger, bedenkenswerter Kost ins Regal, wer weiß, wozu er gut sein mag, sich mal den Spiegel vorzuhalten … sind ‚wir‘ wirklich die Guten, geläutert durch die dunkle Zeit des Nationalsozialismus, und im Schuldkomplex der Ausbeuter der dritten Welt? Entgrenzung mit Blick auf die Öffnung der schon offenen Grenzen Deutschlands im Herbst 2015:

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